Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk - Seite 4
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Thema: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

  1. #31
    Status: Angestellte Array Avatar von RIPLEY
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Also eine Lektion habt ihr auf jeden Fall gelernt: Die Bahn ist teuer und über Tickets sollte man sich Gedanken machen wenn man weiß, dass sie bald gebraucht werden.

  2. #32
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Zitat Zitat von RIPLEY Beitrag anzeigen
    Also eine Lektion habt ihr auf jeden Fall gelernt: Die Bahn ist teuer und über Tickets sollte man sich Gedanken machen wenn man weiß, dass sie bald gebraucht werden.
    Da hast du recht, aber das ist trotzdem kein Grund (für die Alte), mich dafür blöd anzumachen. Kann ja schließlich jedem mal passieren.
    If world had wanted God to create love, he would not transform my ass into a box of cupcakes!

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  3. #33
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Einfach drüber stehen und jetzt die Zeit zuhause genießen mal alles vergessen und neu auftanken hilft immer.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  4. #34
    Status: Trollwesen Array Avatar von Mumin
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Ah okay, verstehe, danke

    Dann genieß mal dein WE noch schön!
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  5. #35
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Wow, das war ja eine Menge zu lesen... Sorry dass es nicht wirklich nur erfreulich war, aber ich schätze du hattest dich mental eh schon auf alles mögliche vorbereitet, da wünsche ich dir einfach das bestmögliche Ergebniss aus dieser Aktion!

    Kurze Frage noch für jemanden der scheinbar das denglische verlernt hat: Was ist denn dinnern? Im englischen Sprachgebrauch würde man ja auch Abendessen tippen, passt aber wohl nicht??
    Jeder der sich für super hält, ist ein Superhalter.

  6. #36
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    So, diesmal gibts die Berichte erst am Freitag, weil ich mein Smartphone zur Reparatur abgegeben habe.

    Also bis denne!
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  7. #37
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Besser ist das, das Gerät scheint ja ordentlich Stress zu verbreiten...

    Aber bitte nicht vergessen mich über die Jugendsprache aufzuklären.
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  8. #38
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Das ist mein persönliches Vokabular.
    Dinnern heißt hier "Gute Nacht/Tschüss/etc."

    Und nu hier alles, inklusive Freitag!



    Dienstag, Tag 6: Ab ins Büro!


    F ist ein Arschloch.
    Was soll ich von jemandem halten, der mich für doof hält und dumme Sprüche reißt, nur weil ich nicht sofort weiß, wie ich die Oberlichter öffnen kann, wozu die beiden Drehschalter an der Wand sind und ich mich frage, was er nun mit seiner Anweisung „Rechts!“ meint – den rechten Schalter oder nach rechts drehen?
    Für mich steht fest, ich werde die Ausbildung definitiv nicht hier machen. Drei Jahre lang mit solchen Sackgesichtern zusammenzuarbeiten, wird über kurz oder lang eskalieren und dann bin ich meinen Platz postwendend los. Bei sowas ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich keine Lust mehr habe, mir eine derartige Behandlung bieten zu lassen und der Vorgesetztenstatus wird sie nicht schützen. So wie ich mich bemühe, stets freundlich und hilfsbereit zu sein, so erwarte ich das auch von den anderen.
    Ich weiß, es gibt immer irgendwo jemanden, der sich aufführt wie Sau und mit dem man sich manchmal arrangieren muss. Aber in einem Umfeld, das scheinbar voll von denen ist, gehe ich kaputt und irgendwann werde ich explodieren. Lange halte ich des nicht aus und deswegen bin ich froh, dass es nur noch drei Wochen sind.
    Selber habe ich keine Ahnung warum es hier von ihnen wimmelt und kann nur mutmaßen. Vielleicht ist es eine typisch bayrische Mentalität (F ist zwar Sachse, aber die kann ja auf andere abfärben), wie gesagt, ich weiß es nicht und entschuldige mich, falls hier ein Bayer mitliest und sich beleidigt fühlt. Ich komme mit den Leuten hier einfach nicht klar, tut mir leid.

    Zuerst war wieder Beschäftigungstherapie angesagt. Es ging weiter mit Cogpack, und noch während der Arbeit kam F wieder und wollte jemanden mitnehmen. Wohin, keine Ahnung, aber ich meldete mich, ließ alles stehen und nahm meine Tasche mit. Auf 180 und auf jede Provokation bereit, führte er mich nach oben zu den Büros. Ich war in zweierlei Hinsicht glücklich: Nicht nur musste ich den Arsch nicht mehr ertragen, ich wurde endlich in dem Bereich eingesetzt, in dem ich (hoffentlich) glänze: Im Büro, genauer Einkauf/Buchhaltung. :D
    Die Ausbilderin hier, bei ihr musste ich doch irgendwie an eine Hexe (was nicht beleidigend gemeint ist) denken und deswegen mit Grunty verbinde, wies mir sogleich einen freien Schreibtischplatz zu. Die gesamte Woche würde ich nun im Büro arbeiten und jeden Morgen um 7:15 hierher kommen.
    Ob sie insgesamt nun nett oder unfreundlich ist, kann ich nicht wirklich festlegen, wobei es bei mir eher zu Letzterem tendiert, wenn ich mir angucke, wie sie teilweise mit den anderen Auszubildenden hier redet. Aber das ist nun nicht das Thema.
    Leider ist unter den Kollegen eine Nervensäge dabei, die krampfhaft versucht, lustig zu sein. Für mich besteht aber ein Unterschied zwischen wenigen, dafür gut getimten Witzen und einem "Witze-Feuerwerk", dessen Wirkung rasend schnell verpufft und nach kurzer Zeit nur noch nervt. Tja, was soll man machen? Einfach ignorieren.

    Sie händigte mir zuerst drei Arbeitsblätter aus. Beschäftigungstherapie? Würde ich nicht sagen, denn schließlich ging es ja zuerst darum, welche Voraussetzungen ich für Bürojobs mitbringe.
    Zwei handelten von Mathematik (mit schizophrenem Schwierigkeitsgrad) und Deutsch. Deutsch, das vermag ich mit Fug und Recht und ohne Eigenlob zu behaupten, war lächerlich einfach. Dagegen lagen einige Matheaufgaben im Kaliber außerhalb meiner Kompetenz. Es folgten weitere Bögen zu Konzentration, Deutsch und Mathe, davon war keiner ein Problem für mich (außer Mathe, war aber nur eine Teilaufgabe). Ich glaube, die werden sogar in leicht abgeänderter Form in Bewerbungstests eingesetzt.
    Die Pausen musste man leider außerhalb des Raumes verbringen – Vorschriften und so, wenn man Grunty glauben konnte. Was wäre ich doch nur ohne den DS, sonst wären die Pausen für mich der pure Horror. Die letzte Pause von 15:00 bis 15:15 hatte uns leider ein Feueralarm verhagelt. Versammlungsort war ein Sportplatz hinter einem kleinen Dickicht verborgen, und heilige Scheiße, war das wieder heiß heute. Ohne den Ventilator in meinem Zimmer würde ich die Nächte nicht überleben. Klimaanlagen und Ventilatoren scheinen so wertvoll zu sein, dass sich das BBW keine leisten kann und auf Private zurückgreifen muss. Wann wohl der erste einen Hitzeschlag oder Kreislaufkollaps erleidet?
    Meine letzte Aufgabe für heute war es, einen Brief samt Text, Absätzen und Formatierungen 1:1 zu kopieren. Jeweils ein Mal in Word und Excel. Das ist echt schwer, meine Damen und Herren und es vergingen reichlich Testdrucke, bis ich auch nur die Anschrift annähernd richtig hatte. Ganz korrekt werde ich es nicht haben, das kann ich jetzt schon sagen.
    Ich wurde dabei von Grunty unterbrochen, die mich aufforderte, zur IT zu gehen und mir mein Profil freischalten zu lassen, damit ich mein Zeugs abspeichern konnte. Gesagt, getan.
    Nun war aber auch schon Feierabend, ich speicherte das Zeug ab und ging nach Hause.
    Ihr könnt euch sicherlich sehr gut vorstellen, wie froh ich war, endlich unter der Dusche zu stehen.

    Am Mittagstisch sagte uns D, dass sie uns die Lernstunde wegen der Hitze erlassen würde, damit wir nach Abensberg ins Freibad stiefeln konnten. Ich als Stubenhocker und „Badet nur wenn kein anderer da ist“-Schwimmer habe freundlich abgelehnt und nach dem Essen, nachdem ich bis 18:00 am Bericht getippt hatte, die Lernstunde abgeleistet. Diesmal gab's einen Zugfahrplan und dazu fünf Fragen. Passend dazu stand in der Überschrift „Infos entnehmen“ und es hat nur ca. 10 Minuten gedauert. Es hatte schon was, so früh fertig zu sein und die restliche Zeit ganz allein für sich zu haben. Die Wii U muss ich geheim betreiben, sprich, vor dem Schlafen im Nachtschrank verstecken und nach der Schule, wenn die Gruppen“pädagogen“ ihre Ordnungskontrolle abgelaufen haben, wieder auspacken. Wer ein Verbot gekonnt umgehen will, kann mich ruhig fragen. ;)

    Ansonsten verlief der Abend wie immer und mit diesen Worten wünsche ich euch eine gute Nacht. Dinner. :)


    Mittwoch, Tag 7: So schnell vorbei?

    Mein erster Tag, den ich im Büro begonnen habe.
    Ich saß an derselben Aufgabe wie gestern vor Schluss fest, dem Kopieren eines Briefes über Word und Excel. Und wie ich bemerkte, war mein Profil doch nicht freigeschaltet, ergo sämtliche Daten wieder futsch. Just Grunty (Ist eigentlich doch recht nett, gebe ich erleichtert zu) davon berichtet, erstellte sie mir einen Ordner und trug mir auf, dort abzuspeichern. Es funktionierte nicht und sie schickte mich zur IT. Diese „Fachleute“ brauchten mehrere Anläufe, bis es klappte und selbst dann konnte ich nur über diesen Ordner verfügen. Immerhin konnte ich nun ordnungsgemäß sichern, doch trotzdem kam ich mir vor wie jemand, der täglich den Support des Internetanbieters bemüht und die „Experten“ von ihrer Arbeit keinen blassen Schimmer haben und auf gut Glück versuchen. Aber ich will mal nicht so sein, schließlich bezahle ich sie nicht dafür und es sind keine ausgebildeten Fachkräfte, glaube ich zumindest.

    Mit Ach und Krach einigermaßen ähnliche Kopien erstellt und abgegeben, nach mehreren Stunden Arbeit (und mit dem Bleistift spielen), teilte mir Grunty die nächste Aufgabe zu: Barkasse!
    Bestimmt saß einer von euch schon mal an der Kasse und musste die Abrechnungen erledigen. Sprich, Kassenbestand vom letzten Tag notieren, Einnahmen und Ausgaben festhalten und daraus den neuen Bestand ausrechnen. Das sollte ich natürlich nicht an echten Kunden erarbeiten, sondern an Beispielfällen. Grunty wählte für mich Aufgabe C aus, ihrer Aussage nach ein Übungsfall, den Unterlagen zufolge jedoch der Schwerste. Wie ich aber merkte, unterschied sich die Schwierigkeit nur in der Anzahl der zu bedienenden Kunden. Hier waren es nur 3.
    Also, zuerst Quittungen ausstellen, dann in den Kassenbericht eintragen, unterschreiben, fertig. Nur das ich die Rechnungen auf einem separaten Blatt notieren musste, fand ich nervig, weil ich schon alles mit dem Taschenrechner ermittelt hatte. Müsst ihr die Rechnungen auch auf Extrablättern niederschreiben?
    Dank der Beispiele, wie die Quittungen und Berichte auszufüllen waren, verging die Arbeit leider im Handumdrehen und ich hätte zu gerne mehr gemacht – ich sollte nur C bearbeiten.

    Nächster Auftrag war ein Text. Genauer ein Rundschreiben an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BBWs, Dienstanweisungen zur Benutzung der Firmenwagen.
    Ich bekam ihn von Grunty auf meinen Ordner, dazu ein Blatt und anhand den Anweisungen des Blatts musste das Schreiben formatiert, korrigiert und erweitert werden. Auch leider zu schnell vorüber und somit folgte die nächste Aufgabe, wohlgemerkt die letzte für heute.
    Ein zusammengetackerter Stapel Arbeitsblätter, die laut Beschreibungen eigentlich für Prüfungssituationen vorgesehen waren, was etwa durch die „Begonnen um __ - Fertig um __“-Kopfzeilen oben evident war. Aber was soll's.
    Die Aufträge waren auch nicht knifflig, aber durch die schiere Zahl saß man 'ne Weile. So lange, dass ich ca. fünf bis zehn Minuten vor Schluss die Blätter niederlegte und einpackte. Damit wäre auch der Mittwoch geschafft, wie schnell doch die Zeit verfliegt!

    Heute hatte ich mit Sc00t Küchen- und Spätdienst. Was dazu führte, dass ich erst nach dem Essen und Aufräumen unter die Dusche konnte. Danach musste ich allerdings meinen Dienst zu Ende verrichten.
    Doch das Beste war immer noch hitzefrei. Keine Lernstunde, nur rumhängen und in meinem und Sc00ts Fall, saubermachen. Darn.
    Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass der Abend wie immer war. Außer, dass wir um 21:30, also Spätdienst, den Geschirrspüler räumten und den Müll rausbrachten.
    Was wohl Morgen kommen mag? Finden wir es heraus!


    Donnerstag, Tag 8: Was ein Bürokaufmann nicht alles machen muss...

    Neuer Tag, neues Glück, was erwartet den angehenden Kaufmann heute?
    Ich muss gestehen, ich weiß es nicht mehr genau. Sei es, weil die Zeit so schnell rum war oder ich heute viel zu tun hatte. Ich hatte kaum eine ruhige Minute, immer gab es was zu tun. Was selbstverständlich nicht schlecht ist, ich freue mich immer über neue Aufgaben, mit denen ich den Tag rumkriegen und mein verstaubtes Wissen einsetzen kann – außer im Handwerk.

    Zuerst die Aufträge von gestern fertigstellen. Ab hier schwinden meine Erinnerungen, obwohl ich mich jeden Abend, außer freitags, an das Notebook setze und schreibe. Darum werde ich nur noch das aufschreiben, was mir noch in der Birne geblieben ist.
    Mir wurde nach mehr Testbögen die Aufgabe zuteil, eine Einladung zu einem Grillfest innerhalb des Unternehmens (Nicht das BBW) zu entwerfen. Ich habe meine Einladung, wie sagt man doch so schön, spritzig, bunt und lustig gestaltet. Wie macht ihr denn derartige Einladungen? Persönlich finde ich es gähnend langweilig, wenn die Einladung offensichtlich nach 5 Minuten lustlos in Word runtergerattert wurde und das „Ansprechendste“ noch die Überschrift ist, weil als WordArt formatiert. Was bleibt, ist ein Text vom Charme eines Geschäftsbriefes. Das muss nun wirklich nicht sein, finde ich.
    Ein bisschen bunter darf das Arbeitsleben doch sein, denn ständiges Grau ödet auf Dauer an und man wird genauso grau.
    Zusammen musste in Excel eine Tabelle mit den dafür benötigten Nahrungsmitteln, Getränken, Besteck, etc. erstellt werden. Wie rechnet ihr denn den Nahrungsbedarf für sämtliche Mitarbeiter aus? Einige essen ja mehr (Wie meine Wenigkeit), andere weniger.

    Weiter ging's mit Tests und zum Schluss wurde es... hässlich. Ich wollte zuerst interessant schreiben, aber im Nachhinein betrachtet fand ich es hässlich. Grunty stellte einen Auszubildenden ab, mir das Schneiden & Leimen im Kopierraum zu erklären. Im Anschluss daran durfte ich mir eine kleine Bedienungsanleitung basteln und mich mithilfe einer „Vorlage“ an einen Block versuchen.
    Es war teils fummelige Millimeterarbeit und ich bin leider absolut kein Mann der Präzision, wenn es um „handwerkliche“ Dinge geht. Mein Lineal war nur insofern hilfreich, als dass ich damit den Papierstapel in die richtige Position rücken konnte. Aber ich schätze, der Schneider war auch nicht ganz unschuldig an der Sache – das Lineal gab ca. 15,2 cm an und letztlich musste ich das Gerät auf 15 cm einstellen, weil es ansonsten 2 Millimeter zu lang war.
    War der Stapel zurechtgeschnippelt, ging es ans Leimen. Zumindest sollte es das, denn mir kamen zwei Leute beim Leimen zuvor, weshalb ich zurück ins Büro stiefeln und zur Überbrückung an Tests weiterarbeiten musste. Zwischendurch immer wieder Kontrolle laufen, ob deren Stapel fertig war.

    Als der Werkstisch frei war, machte ich mich unverzüglich ran. Stapel rein, mit Holzbalken fixieren und das Ende bestreichen, ohne zu viel Wasser zu verwenden oder über die Kanten zu streichen. Eine Schicht drauf, dann 20 Minuten warten, noch eine Schicht, wieder 20 Minuten und ich wollte schon zum dritten Mal losgehen, bis Grunty meinte, es würde reichen und ich solle nachgucken, ob es bereits getrocknet wäre. Zu meiner Überraschung war es das auch, ich hatte damit gerechnet, es bis Morgen im Raum lassen zu müssen.
    Da war es schon 16:40. Eingepackt und Feierabend.

    Wie ich gestern Nacht kurz vorm Schlafen erfahren hatte, war Morgen keine Heimfahrt vorgesehen. Stattdessen sollte man übernachten und am kommenden Mittwoch fahren. Das Wochenende würde ich hier allerdings nicht aushalten. So rief ich in der Mittagspause meine Eltern an und wies sie darauf hin, dass die Fahrt Morgen nicht vom Arbeitsamt bezahlt werden würde. Zuerst wollte Papa, dass ich bleibe, aber nach einigem Überlegen entschied er sich um und ich darf Morgen somit nach Hause. THX 11-38! :D

    Übrigens ist dieses Internat für Zocker eine Hölle. Alles läuft über Kontrolle hinaus, weil man jeden Mist anmelden muss - sogar einzelne Spiele (Frage mich, wie es mit Steam-Spielen geregelt wird, weil sie in einer Liste stehen) und Egoshooter sind per se verboten. Genauso wie PC- und Notebook-Nutzung zwischen 22 und 6 Uhr. Man kann es mit Überwachung und der "Spiele sind böse!"-Mentalität auch übertreiben.


    Freitag, Tag 9: Rechenmaschinen, die etwas anderen Taschenrechner

    Heute hatte ich nicht viel gemacht. Zuerst die Bögen vollendet (Schwierigkeitsstufe III hat's wirklich in sich), was einige Zeit in Anspruch genommen hatte und dann die nächste, un letzte, Aufgabe für heute bekommen: Die Rechenmaschine. Von mir ursprünglich für einen Kassenzettel-Drucker gehalten.
    Auf meine Frage, wozu man eine Rechenmaschine braucht, wenn es ein Taschenrechner doch auch tut, antwortete man mir, dass nicht immer Taschenrechner zur Verfügung stehen und man anhand der Papiere die Rechenschritte nachvollziehen kann. Ich dachte mir dann einfach meinen Teil.

    Die Bedienung war, trotz anfänglicher Erklärung und meiner nachträglich angefertigten "Bedienungsanleitung", echt ungewohnt und ich habe aufgrund dessen jede Menge Fehler reingehauen, aber nach 'ner Weile klappte es problemlos. So habe ich einfach vor mich hin gerechnet, die Preise der einzelnen Posten ermittelt und brav Mehrwertsteuer ausgerechnet. Ich muss sagen, dass das Ding den Prozentwert mithilfe der %-Taste sofort ausgibt, ist unglaublich praktisch.
    Man hatte mich schon "gewarnt", dass ich damit heute nicht fertigwerden würde, aber das war mir egal. Nicht nur ging die Zeit im Handumdrehen um, die Arbeit mit dem Gerät machte seltsamerweise einen Heidenspaß. Mir gefiel es sehr zu sehen, wie das Papier immer länger wurde und ich es regelmäßig neu aufrollen musste. Schade, dass Grunty das Papier bei Feierabend rausriss und es fast zusammenknubbelte.
    Naja, wie auch immer, ab nach Hause.

    Wie die Heimfahrt jedoch abgelaufen ist, kann man meinem nachfolgenden Post entnehmen. Ich sollte für die Odyssee eine Rückerstattung bekommen...
    Geändert von GAZ Vodnik (14.06.2014 um 23:26 Uhr)
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  9. #39
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Selber habe ich keine Ahnung warum es hier von ihnen wimmelt und kann nur mutmaßen. Vielleicht ist es eine typisch bayrische Mentalität (F ist zwar Sachse, aber die kann ja auf andere abfärben), wie gesagt, ich weiß es nicht und entschuldige mich, falls hier ein Bayer mitliest und sich beleidigt fühlt. Ich komme mit den Leuten hier einfach nicht klar, tut mir leid.
    Nein keine Sorge, nur weil du da jetzt für dich schlechte Erfahrungen machst denke ich nicht dass du gleich wirklich auf "alle" Bayern schließt. Das wäre ja nicht nur kindisch sondern auch rassistisch. Ich kenne ja jetzt auch jemanden aus NRW (dich) der Anweisungen umgeht und Regeln bricht, deswegen würde ich ja nicht auf die Idee kommen, dass alle NRW-Menschen (wie bezeichnet man die ? Nordrheinwestfalisten?) notorische Regelbrecher sind.

    Ich finde deine Tage dort sehr interessant, ich habe ja von solchen Einrichtungen noch keinen internen Überblick und bin dir sehr dankbar. Die zeigen euch ja allerhand Sachen aus verschiedenen Feldern, wenn das Arbeitgeber wie ich besser wüssten, dann könnten wir durchaus mit mehr Überzeugung Leute aus diesen BBW einstellen, einfach weil sie ja schon mit vielen verschiedenen Aufgaben praktische Erfahrungen gemacht haben.

    Achso und wegen der Essenseinladungen: Bei mir gibt es einen handschriftlich verfassten Aushang am Schwarzen Brett und Mundpropaganda im Unternehmen. Ich kalkulier pro MA drei Halbe, ein paar Schweinswürst, zwei Brezen und ein zwei Brötchen, dazu noch weitere Sachen. Meine Frau macht meistens Erdäpfelsalat nach Unterbayrischer Art mit Speck und Essig und Zwiebeln, und bisher hab ich noch nie gehört dass MA hungrig heim gangen wären.

    Was die dort von wegen Videospielen machen finde ich super, wo sonst traut man sich heutzutage noch so in dieser Form den Charakter zu schulen. Dass das bei dem Jugendlichen selbst in diesem Moment nicht nett ankommt ist klar, aber nach einigen Jahren der Reife blickt man zurück auf die Disziplin die man gelernt hat und ist dankbar, da bin ich mir sicher.
    Geändert von Physicus (14.06.2014 um 10:01 Uhr)
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  10. #40
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    AW: Super GAZ 64: Abenteuer Berufsbildungswerk

    Gut, es war falsch von mir, nach solchen Erlebnissen zu denken "Typisch Bayrisch", aber mir hat es doch gewissermaßen zu denken gegeben, wenn auf den Schulen, auf denen ich hier in NRW war, durchgängig tolle Lehrkräfte und Mitarbeiter waren und hier plötzlich viele Kotzbrocken rum(zu)laufen (scheinen).

    Ich benötige meine Freiheiten in meiner Freizeit, sonst werde ich ratzfatz unglücklich. Besonders weil ich, so blöd es auch klingt, ohne Spiele nicht weiß, was ich mit meiner Freizeit anfangen soll.
    TV? Läuft nur Müll. Spazieren? Nicht bei der Hitze. Mit anderen was unternehmen? Ich möchte aber allein sein und mich mit mir selbst beschäftigen. Bücher? Keine Lust.
    Ich könnt natürlich auch an meinen Hobbytexten weiterschreiben, was ich nach dieser langen Zeit nach dem letzten Upload auch mal tun sollte, aber mir fehlen die Ideen.

    Mein altes Internat war toll. Es gab zwei Internatsgruppen, einmal die für Selbstständige, in der ich war, und eine andere für die... naja, "Unselbstständigen" (So etwa sieht das derzeitige Internat aus). In meiner Gruppe war jeder für sich selbst verantwortlich und man durfte im Grunde alles (außer Alkohol), nur bekam jeder zusätzlich noch Dienste nach Absprache (!!!) auferlegt und zu festgelegten Zeiten fanden Putzaktionen und Einkäufe statt. Da wurde man nicht wie ein kleines Kind behandelt und es hat trotzdem alles geklappt.
    Man konnte in den Pausen auch zu seiner Wohnung zurück, was mir als Stubenhocker und "Schutzraumbedürftiger" sehr gelegen kam.

    Hier dagegen lerne ich, wie mistig es ist, wenn einem die Freizeit durch andere bestimmt wird und einem z. T. unverständliche Regeln auferlegt werden. Ich bin in der Schule, und nicht in der Armee.
    Das auf der Arbeit strenge Disziplin gefordert ist, weiß ich und da habe ich auch kein Problem mit. Dort muss schließlich Leistung gezeigt werden und wenn da jeder machen würde, was er will, geht das Unternehmen zum Teufel. Da tue ich dann auch bestmöglich meinen Dienst, ich werde ja dafür bezahlt und da darf und muss der Arbeitgeber von mir Erwartungen haben.

    Aber Zuhause? Nein, mein "Reich", meine Regeln. Putzen und Ähnliches sehe ich als selbstverständlich an, daher stören mich solche Regelungen nicht. Ich mache ja selber gern sauber.


    Übrigens gesellt sich die Bahn als "Nicht-Hingeh"-Grund hinzu. Gestern hat die Bahn so viel Mist gebaut, dass ich eigentlich eine Fahrpreis-Erstattung bekommen sollte. Ich war mit fünf Zügen unterwegs und kein einziger, außer einer, aber der stand bis zur Abfahrt still, kam pünktlich. Mindestens mit 10 Minuten Verspätung und ein ICE sogar mit 20. Mit dem Ding kam ich, wie eine Lautsprecherdurchsage erklärte, mit 30 Minuten Verspätung an, wodurch ich den Fahrplan in die Tonne treten konnte und eine Stunde später als planmäßig Zuhause angelangte. Mit mehr Glück als Verstand, wohlgemerkt.
    Einige Umstiegszeiten sind derart eng, dass jede Verspätung den Plan hinfällig machen kann. Auf so einer weiten Strecke mit so vielen Zügen geht mir zu viel schief, da gehe ich doch lieber in ein BBW in der Nähe, wo ich der Bahn nicht ausgeliefert bin. Denn bis jetzt lief keine Heimfahrt reibungslos.
    Geändert von GAZ Vodnik (14.06.2014 um 12:31 Uhr)
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