Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben
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Thema: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

  1. #1
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    MMMM!

    Ich hatte zuerst überlegt, dat Dingens ins Arbeitgeber-Forum zu setzen, nach einiger Überlegung dann doch umentschieden. Daher ist es jetzt hier.

    Nun, ich weiß ja nicht, in welchen Foren ihr euch ansonsten herumtreibt, aber wahrscheinlich gab es in dem ein oder anderen bestimmte Personen, die aufgrund irgendeines Regelverstoßes mit der Obrigkeit, also Moderatoren und Administratoren, aneinandergeraten sind und sich eine gelbe Karte eingefangen haben. Im Normalfall läuft alles ruhig und reibungslos ab und das Problem löst sich im Wohlgefallen auf. Dasselbe auch in echt, sprich Zuhause, in der Schule und auf der Arbeit.

    Dann aber gibt es leider jene Kandidaten, die die kleinste Intervention als Angriff auf ihre Grundrechte sehen und, wie der Titel schön dramatisiert, rebellieren. Das äußert sich im Netz unter anderem darin, dass von nun an die Moderation als Feindbild betrachtet und bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen sie gestänkert wird. Es folgen weitere Ermahnungen, Streitigkeiten, Bannandrohungen und wenn der wütende User übertreibt, Sonderurlaub. Dann sind sie meistens auch schon ruhig.

    Möchtegernrebellen deswegen, weil sie einen Aufstand wegen gerechtfertigten Sanktionen machen.

    Gegen wirkliches Unrecht ist das meiner Meinung nach sogar gut und wichtig, damit die Obrigkeit sieht, dass sie etwas falsch gemacht hat und/oder sie ihre Befugnisse nicht einfach missbrauchen darf. Aber wenn mal eine gerechte Strafe folgt, wird gleich Diktatur und ähnliches geschrien und das finde ich doch sehr bedauernswert.

    Solchen Knilchinnen und Knilchen bin ich in der Form bisher zwar nur im Netz begegnet, aber auch im echten Leben habe ich unter Klassenkameraden Personen gefunden, die sich wohl auf Teufel komm raus mit Lehrern anlegen mussten. Und da frage ich mich, warum einige partout ihre Verfehlungen nicht einsehen wollen, sondern alles noch schlimmer machen müssen. Klar kann man Regeln und Gesetze hinterfragen, etwa wenn sie die Personen stärker als gewöhnlich einschränken und wo der Sinn unter 'nem Stein zu suchen ist, aber ist es wirklich notwendig, es mit der "Ich finde Regel XYZ doof, also mache ich was ich will!"-Methode zu machen?
    Das sind ja nicht mal Trolle, die meisten beteiligen sich ganz normal im Forum und manche sind bei der restlichen Gemeinde angesehen. Nur wenn sie mal einen Fehltritt machen, was bekanntlich jedem passieren kann und ein Vorgesetzter greift ein, dann... naja, drehen sie durch.

    Ich bin selbstverständlich auch nicht fehlerfrei und habe Sachen geleistet, für die ich mich heutzutage vermöbeln könnte, aber ich habe mich dann immer (sofern es mit rechten Dingen zuging und es keine dieser unrühmlichen Ausnahmen war, an die ich mich nicht mehr erinnern kann) um Besserung bemüht und wenn nichts mehr zu retten war, schweigend das Feld geräumt oder mit den Konsequenzen gelebt. Es gab ebenso für mich unverständliche, gar ärgerliche Regeln und Übergeordnete, die ich wegen ihres Verhaltens nicht sonderlich leiden konnte, aber dann habe ich mich angepasst und den Kontakt auf ein absolutes Minimum gehalten. Zu einigen habe ich auch einen guten Draht.
    Zumindest vertrete ich die Ansicht, dass man Kritik an Regeln und Moderatoren/Vorgesetzten auch sachlich und konstruktiv anbringen kann, anstatt sofort zum Angriff gegen einen "Gegner" zu blasen, der im Notfall am längeren Hebel sitzt. Wenn man mit denen vernünftig spricht, sind das meist sogar ganz nette Leute.

    Hattet oder habt ihr solche Möchtegernrebellen auch in eurem Bekanntenkreis, unter Freunden und Kollegen? Ich freue mich auch, wenn sich Arbeitgeber hier melden und eventuell ihre "Ich habe ihm mehrere Chancen gegeben, aber es hat einfach nicht geklappt und darum musste er leider gehen"-Erlebnisse zum Besten geben.
    Natürlich anonymisiert; einer meinte, sich irgendwo anders über mich aufregen (hat meinen Nutzernamen erwähnt) zu müssen, statt einfach mit mir zu reden und ich habe den betreffenden Post schnell gefunden.

    Falls noch Unklarheiten darüber bestehen, was ich eigentlich von euch will und um mit gutem Beispiel voranzugehen, hier eine Begebenheit aus dem aktuellen Forum für Need for Speed World (Appunti kennt's bestimmt ):

    Es ist eine Krisensituation, in der das Spiel unter keinem guten Stern steht. Die Entwickler haben anscheinend nichts anderes zu tun als in ihren Büros in der Nase zu bohren und unsere Community Representative, dem Vermittler zwischen Spielern und Entwicklern, ist die meiste Zeit über abwesend, weicht unangenehmen Fragen aus und hat sogar einen extrem kompetenten und beliebten Moderator entlassen, weil er einmal zu viel hinterfragt hat.
    Seit über einem Jahr werden wir über den Zustand des Spiels im Dunkeln gelassen und die ignorante Art der CR hat mehrere User dazu veranlasst, Threads zu erstellen, in denen um Antworten gebeten wurde. Es kam wie es kommen musste, die CR ignorierte sie und die Leute wurden zunehmend aggressiver und auch mal beleidigend. Da waren die Moderatoren zum Eingriff verpflichtet, verbargen beleidigende Posts und was folgte? Aufschreie wie "Zensur!", "Diktatur!" und "Angriff auf die Meinungsfreiheit!"
    Naja, die Stelle im Grundrecht möchte ich sehen, die gestattet, zur Untermauerung der eigenen Meinung Beschimpfungen zu benutzen.
    Mit so einem durfte ich mich erst neulich auseinandersetzen und der war traurigerweise zu sehr in seiner "Das hier ist die reinste Diktatur"-Meinung verbohrt.
    Als Mod-Fanboy, weil ich die Arbeit der Moderatoren verteidige, ein gutes Verhältnis zu ihnen habe und zur Neutralität gegenüber eines neuen, frischen CRs aufrufe, wurde ich auch schon bezeichnet.

    Okay, da war mal ein... nicht ganz so guter Mod, der etwas vorschnell Banns verteilte und zu Beleidigungen neigte. Der hatte nach einer Zeit glücklicherweise sein Amt niedergelegt.

    Von den Exemplaren, die einfach keine Lust haben, sich normal zu benehmen und bei denen Schimpfwörter zum "guten Ton" gehören ("So sind meine Freunde und ich halt"), möchte ich gar nicht erst anfangen. Ein paar von denen hatten schon Sonderurlaub bekommen und kamen danach wutschnaubend für den nächsten Bann wieder.

    Ich möchte einfach verstehen, ob Personen, die sich im Internet wie die Axt im Walde aufführen, auch in der Realität so sind und umgekehrt und was sie sich von so einem Verhalten versprechen. Ich habe da absolut keine Ahnung und kann nur Mutmaßungen anstellen, etwa Langeweile und die Suche nach jemanden, mit dem sie sich prügeln können. In der Anonymität des Internets fällt es einfacher, weil ihnen niemand durch den Bildschirm die Leviten lesen kann, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass sie mit so was in der Schule, Studium, Arbeit oder wo man sonst gerade ist, problemlos durchkommen.
    Sollte sich womöglich unter euch hier ein solcher "Rebell" tummeln, fühlt euch bitte nicht angegriffen. Möchte "lediglich" nachvollziehen können, warum das alles und wieso es nicht auf dem diplomatischen Weg funktioniert.

    Und falls es bis hier hin noch keiner gemerkt hat: Ich bin jemand, der gerne Regeln befolgt und Autoritätspersonen respektiert, solange ich gut behandelt werde. Dann tue ich auch alles für ein friedliches Miteinander und helfe gern.
    Geändert von GAZ Vodnik (04.05.2014 um 21:25 Uhr)
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  2. die folgenden 3 Benutzerbedanken sich bei GAZ Vodnik für den nützlichen Beitrag:

    Appunti Partigiani (05.05.2014), lookalike (04.05.2014), Turbolady (04.05.2014)

  3. #2
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Hi GAZ Vodnik, ich muss Dir echt zustimmen. Es ist ja nicht nur in Foren so sondern auch in FB und Co, wo sich User auslassen, egal worüber, Hauptsache Stunk machen. Ich glaube es sind die, die woanders nicht zu Wort kommen und sich dann in Foren und so mit ihrem Müll hervorheben und andere nieder machen wollen. Ich persönlich (bin zwar noch relativ jung, aber ich behaupte mal gut erzogen ) finde sowas feige und dämlich. Ich bin auch der Meinung, wenn Moderatoren sehen, dass da was quer läuft Entscheidungen treffen sollen, dürfen, müssen aber auch hinterfragen, dafür sind sie ja Moderatoren. Ich kenne mich zwar nicht sonderlich aus, aber das ist nun mal meine Meinung dazu. Und gut, dass Du das gepostet hast, ich bin mal gespannt, glaube aber sicher dass Deine Meinung auch von allen anderen geteilt wird. Es ist da ja noch mehr im Hintergrund, und es ist gut, dass das mal erwähnt wurde. Ich wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  4. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Turbolady für diesen nützlichen Beitrag:

    GAZ Vodnik (04.05.2014)

  5. #3
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Sehr interessantes Thema

    Ich beschäftige mich mit sowas grade auch viel durch die Weiterbildung zum Social Media Manager. Da gibt es extra Vorlesungen über Krisenmanagement usw. Sehr interessant.

    Dazu gehört schon viel Fingerspitzengefühl von Moderatoren bzw. Seiteninhabern. Wie geht man mit was um usw. Es ist auch schwierig da konkrete Regeln festzuhalten, weil jede Sitaution wieder eine ganz andere ist, die eigentlich immer individuell betrachtet werden muss. Und das spitzt solche Leute dann wiederum gerne mal an, so nach dem Motto: Der durfte aber, warum ich dann nicht...

    Die Frage warum manche Leute das toll finden zu meckern und schlimmeres und das immer und immer wieder habe ich mir schon oft gestellt. Ich persönlich kann das null nachvollziehen, da habe ich mit meiner Zeit echt besseres anzufangen. Aber ich glaube das hat viel mit "im Mittelpunkt stehen wollen" zu tun. Nur steht man viel besser im Mittelpunkt, wenn man tolle und hilfreiche Sachen postet und kommentiert finde ich, aber naja, sieht wohl manch einer etwas anders

    An der Stelle muss man vielleicht auch mal das Forum hier loben. Ich bin jetzt noch nicht so lange dabei und auch nicht jeden Tag stundenlang hier, aber soweit ich das hier bisher mitbekommen habe, geht es hier sehr fair und freundlich zu Liegt das jetzt an den netten und tollen Usern oder an guten Mods? Wahrschienlich an beidem

  6. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei Rooks für den nützlichen Beitrag:

    GAZ Vodnik (04.05.2014), Turbolady (04.05.2014)

  7. #4
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Ich muss da jetzt auch noch was zu schreiben. Es steht doch in der Netiquette, Nutzerbedingungen oder wie auch immer, dass man die Regeln für eine Anmeldung akzeptieren muss. Und da geht es auch um die Umgangsform. Stimmts? Also, wer sich so daneben benimmt soll und muss raus fliegen - Punkt. Ein Forum ist keine Plattform um seine miese Stimmung zu verbreiten. Und das ist auch das Schöne hier dass da aufgepasst wird. Jo, stimmt.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  8. #5
    Status: Super GAZ 64 Array Avatar von GAZ Vodnik
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Zitat Zitat von Rooks Beitrag anzeigen
    An der Stelle muss man vielleicht auch mal das Forum hier loben. Ich bin jetzt noch nicht so lange dabei und auch nicht jeden Tag stundenlang hier, aber soweit ich das hier bisher mitbekommen habe, geht es hier sehr fair und freundlich zu Liegt das jetzt an den netten und tollen Usern oder an guten Mods? Wahrschienlich an beidem
    Das wüsste ich auch gern. Bis jetzt sind alle wirklich extrem nett und die Mods sind immer da, wenn man sie braucht.
    Ich sage einfach mal, dass es Glückssache ist, wie sich eine Community samt Staff verhält.
    Am durchschnittlichen Alter hier kann es nicht liegen, da gibt es in einem anderen Forum für Hobbyautoren, in dem ich mich rumtreibe, viele Leute ähnlichen Alters (Also meist mindestens 20 Jahre, Älteste geht über 40 und ist Mod) und da sind leider mehr Unsympathen darunter als erwartet.
    Während sich im NFS-Forum auch überwiegend nette Personen aufhalten, leider finden sich aber auch einige Trolle und derartige Rebellen.

    Zitat Zitat von Turbolady
    Ich muss da jetzt auch noch was zu schreiben. Es steht doch in der Netiquette, Nutzerbedingungen oder wie auch immer, dass man die Regeln für eine Anmeldung akzeptieren muss. Und da geht es auch um die Umgangsform. Stimmts? Also, wer sich so daneben benimmt soll und muss raus fliegen - Punkt. Ein Forum ist keine Plattform um seine miese Stimmung zu verbreiten. Und das ist auch das Schöne hier dass da aufgepasst wird. Jo, stimmt.
    Wenn du wüsstest, wie viele Leute es gibt, die die Regeln gar nicht lesen (Faulheit, nicht gefunden, etc.) oder denken, die gelten nur für andere. Wie bestimmte Autofahrer, denen ich ab und an auf der Straße begegne.
    Im besagten Hobbyautoren-Forum hat ein Moderator eine kleine Sammlung gemacht, die Kommentare von Leuten mit gesperrten Geschichten enthält. Da hat einer tatsächlich nicht gewusst, dass Regeln existieren.

    Ich muss zugeben, die Netiquette lese ich nicht, weil ich mich von Haus aus an sie halte und die Regeln eines Forums überfliege ich nur. Da steht sowieso meist das Standardrepetoire drin, also kein Spam, keine Doppelposts, usw. und ich gucke mir nur das an, was speziell diese Art von Forum betrifft und die Avatare. Eine Plattform für Tierfreunde etwa hat zusätzliche Sonderregelungen, wenn man sein eigenes Tier vorstellen oder eines kaufen will.
    Geändert von GAZ Vodnik (04.05.2014 um 21:38 Uhr)
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  9. #6
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Hallo miteinander
    Drei Sachen habe ich dazu zu sagen:
    1. Die Rebellen in der Schule: Im Nachhinein könnte ich mich, und ich benutze deine Ausdrucksweise, vermöbeln für die ganzen idiotischen Sachen, die ich in der Schule gesagt, getan und gedacht habe. Grade in den Streitfächern Religion, Geschichte, Deutsch, Englisch habe ich manchmal nur um der Polemik willen viel zu weit aus dem Fenster gelehnt. Teilweise wollte ich Mädels beeindrucken, teilweise war das Zeug was wir lernen sollten unwahr, geschönt oder einseitig und teilweise war ich einfach nur ein pubertierender Depp. Davon gibt's garantiert genug in deiner Klasse.

    2. Ich bin noch Mitglied in einem anderen Forum, zu Musikern und Gitarren und Instrumenten etc. Dort ist das große Problem nicht das Getrolle, sondern die vorgefassten Meinungen. Du wirst dort selten durchdachte Beiträge finden, sondern immer wieder das gleiche geschrreibsel zum gleichen Thema mit den gleichen Meinungen. Das äzt manchmal einfach nur an, und ich denke mir: Leute, macht einen Sammelthread und ihr habt das Problem nicht mehr. Auf der anderen Seite wollen die Betrieber aber auch möglichst viele verschiedene Threads, um für Sponsoren etc. werbewirksam "100.000 Threads pro Stunde" zu haben. Blöde Situation, aber!!! Dann denke ich mir: You get what you pay for - ich bin dort umsonst Mitglied, dass nicht alles dort ideal ist, ist klar. Ich bin erwachsen genug um die Spreu selber vom Weizen zu trennen. Was die Trolle angeht: Die belustigen mich. Ich denke manche wollen im Mittelpunkt stehen und manche (in LoL hab ich das gesehen) wollen einfach nur Spaß haben indem sie sich zum Deppen machen. Sei's drum, meine Zeit ist dafür zu schade.


    3. Ich zock ja manchmal gern, momentan nicht so, aber wenn meine Schulter grad in Ordnung ist dann mach ich das um mal etwas anderes im Kopf zu haben.
    In den Spieleforen treffen sich Welten. Da ist die Schnittmenge des Trolls innerhalb der des Pubertierenden Möchtegernrebellen und innerhalb des verzogenen Spießersohnes und innerhalb des Soziopathen. Viele Community Manager, die ja aus der Community stammen (teilweise) sind die ambitioniertesten. Da gibt es dann die komischsten Aussagen der eigenartigsten Personen. Das Niveau in Spieleforen, vorallem den offiziellen, ist teilweise so unter aller Kanone, dass ich da gar nicht mehr mitmischen will.
    Ich empfehle Communityseiten die sich mit dem Thema beschäftigen, aber nicht direkt vom Distributor sind. Die sind meiner Erfahrung nach besser moderiert, auch wenn man da auch schonmal an einen Admin mit Gottkomplex geraten kann.
    Dann gibt es aber auch noch die Ingame chatrooms. Siehe zum Beispiel Company of Heroes 1. Ich gebe zu, dass ich mich manchmal Abends einfach mit einem Bierchen vor den Chat gesetzt habe und mitgelesen haben. Die Auswahl an internationalen Schimpfwörtern, abstrus-bizarrem Gebrauch von Rassissmus und das allgemeine Unreifsein haben teilweise das Niveau eines Zoobesuchs und ersetzen einen Soaziergang um das Affengehege.

    Mein Wort zum Montag.

    PS: Schönes Thema.
    Jeder der sich für super hält, ist ein Superhalter.

  10. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Appunti Partigiani für diesen nützlichen Beitrag:

    GAZ Vodnik (05.05.2014)

  11. #7
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Ich bin noch in zwei weiteren Foren mehr oder weniger aktiv und da fällt mir auf, dass es besonders aggressiv zugeht, wenn es um persönliche Themen und um die Feststellung von Vorurteilen geht. Zudem geht es heiß her zu, wenn eine Information angezweifelt wird.

    Eines der Foren beschäftigt sich mit theologisch-wissenschaftlichen Themen und dort ist es oft ganz schlimm, denn Religion ist etwas tierisch Persönliches, an dem meistens keine Kritik geduldet wird, auch mit Fakten nicht. Dort kann man übrigens auch Beiträge positiv UND negativ bewerten, das ist immer interessant zu beobachten.

    An diesem Forum hier schätze ich besonders die Themenbezogenheit, also dass zwar persönliche Erfahrung geteilt werden, was ja auch wichtig ist, aber eben nicht so sehr die innere Meinung. Das macht den Umgangston sehr sachlich und hilft dem TE meistens am besten weiter, seine Frage zu beantworten.

    Es geht also auch darum, inwieweit man bereit ist, seine eigene Sichtweise in Frage zu stellen und Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Zudem ist Respekt im internet leichter zu umgehen als im richtigen Leben, Beispielsweise kann ich hier jederzeit "Du A...loch" schreiben, aber ich würde es mir kaum trauen, dir das persönlich ins Gesicht zu sagen, das ist viel schwieriger.

    Im Internet werden Inhalte nicht geprüft oder gefiltert, deshalb drehe ich jede Information zwei Mal um, bevor ich sie als wahr einstufe.

    Aktuelles Beispiel war wieder die Facebook-Hetze zum Thema Kindesmissbrauch, wo vor nicht-existenten Kinderschändern gewarnt wird.
    Mein Pferd: Nur ein PS, aber fünf rasante Gänge!

  12. #8
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Zitat Zitat von Rooks Beitrag anzeigen
    Liegt das jetzt an den netten und tollen Usern oder an guten Mods? Wahrschienlich an beidem
    Zitat Zitat von GAZ Vodnik Beitrag anzeigen
    Das wüsste ich auch gern. Bis jetzt sind alle wirklich extrem nett und die Mods sind immer da, wenn man sie braucht.
    Ich sage einfach mal, dass es Glückssache ist, wie sich eine Community samt Staff verhält.
    Ich denke das bedingt sich durch die User, die hier aktiv sind. Das Forum hatet von Anfang an einen sehr netten Umgangston und das animiert jeden (die meisten ) neuen User denke ich auch einen ähnlichen Ton anzuschlagen. Und das ist schön so. Danke für euer Lob. Ich denke ich spreche für alle Mods hier, wenn ich schreibe, dass wir sehr froh darüber sind, dass hier so ein netter Umgang untereinander herrscht und es generell eher wenige Probleme gibt

    (Und natürlich liegt das auch an den ganz fantastischen Mods hier.... - Scheinbar hat mich die Bescheidenheit von zebrafink etwas angesteckt )
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    - unknown -

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  13. #9
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Naja wie Darky schon schreibt: Wenn es um richtig persönliche Sachen geht, dann ist das einfach etwas anderes als Arbeit. Arbeit ist ja auch recht persönlich, aber dennoch mal was anderes als Weltanschauung. Wobei es bei Weltanschauung grad was "Fakten" angeht ja eh immer so eine Sache ist: Der eine sieht es so, der andere anders, und dass man nicht übereinstimmt aber dennoch Freunde sein kann sehen die Leute oft nicht.
    Bei Arbeitsthemen ist es da etwas einfacher. Es geht um etwas professionelles und deswegen denke ich kann man sich auf professionell unterhalten.


    Was aber die Möchtegernrebellen angeht: Wir leben in so überzufriedenen Zeiten, es gibt nichts, wofür man kämpfen müsste, und ich denke das hat damit zu tun dass manche dann in Foren oder Social Media ihren Kampfdrang ausleen.

  14. #10
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    AW: Möchtegernrebellen im Netz und realen Leben

    Bei manchen Leuten kann es aber auch das Gegenteil sein, diese die mit ihrem Leben, dem Job oder sonst etwas unzufrieden zu sein. Und weil sie die Probleme nicht lösen können suchen sie sich ein Ventil. Besser wäre es beim Sport abzulassen, beim Boxen oder Kickboxen Die Menschen sind so unterschiedlich und selbst wenn sich jemand im Forum auslässt, kann er auch ein ganz netter Mensch am anderen Ende des Internets sein. Trotzdem gilt es für alle Richtlinien zu beachten, ob man sie liest oder nicht, man weiß es doch, wie man sich verhalten soll.

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