Akademiker und das Arbeitsamt
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Thema: Akademiker und das Arbeitsamt

  1. #1
    Status: keine Angabe Array
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    Akademiker und das Arbeitsamt

    Hallo zusammen,

    ich habe studiert, danach ein Praktikum gemacht und 1 Jahr einen befristeten Vertrag gehabt. Der wurde leider nicht verlängert und ich bin jetzt arbeitslos.

    Leider habe ich mit dem Arbeitsamt bisher nicht so die besten Erfahrungen gemacht.

    Ich bekomme wenig bis gar keine Angebote von denen. Gut, das ist nicht das Problem, ich kann mir das selbst suchen und mich bewerben. Aber mein Sachbearbeiter redet ständig davon, dass ich mich auf irgendwelche Hilfsjobs in meinem Bereich bewerben soll. Auf Angebote, die er mir gibt muss ich mich ja auch bewerben und da kam letztens ein Anruf, in dem mir gesagt wurde, dass ich völlig überqualifiziert sei, was ja auch stimmt....
    Ich frage mich, warum er verlangt, dass ich mich darauf bewerbe.

    Habe ihn selbst auch schon gefragt. Da kam dann, dass ich nur, weil ich studiert hätte nichts Besseres wäre und mich an die regeln zu halten habe.
    Und überhaupt bin ich bei ihm ständig "Die Studierte" und solche Sachen.

    Ehrlich gesagt fühle ich mich ziemlich gegängelt von ihm. Und das nervt ziemlich.
    Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Oder denkt ihr ich sehe das zu eng? Was würdet ihr machen bzw. wie geht ihr mit solchen Sachen um?

  2. #2
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Naja, der SB wird nicht viel Erfahrung mit arbeitslosen Akademikern haben, wahrscheinlich ist er selbst überfordert und weiß nicht, wohin mit dir.

    Akademikerjobs werden auch selten übers Arbeitsamt vergeben, da wirst du bei ihm ohnehin kein Glück haben, sondern dich aktiv selbst bewerben müssen.

    Aber sag ihm ganz klar, dass er dich nicht beleidigen braucht, denn auch er muss sich an die Regeln halten.

    @Kartsen als Experte: Kann das AA verlangen, dass man sich als Akademiker auf Hilfsjobs bewirbt? Wahrscheinlich schon, oder? Obwohl es ja nix bringt, wenn man vom AG sowieso wegen Überqualifikation abgelehnt wird.
    Mein Pferd: Nur ein PS, aber fünf rasante Gänge!

  3. #3
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Hallo Lida, das ist sehr schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest. Unabhängig von Abschluss, Ansehen, Alter, Geschlecht, Hautfarbe und so weiter sollten alle Menschen dort theoretisch gleich behandelt werden.

    Ich persönlich denke, es handelt sich hier um eine Mischung aus Unwissenheit und Neid was den SB angeht. Er macht einen unprofessionellen Eindruck. Wie aber Darky schon schrieb: Wahrscheinlich wird dir dort eh nicht geholfen werden können und deswegen würde ich Interaktionen mit ihm auf ein Minimum beschränken.

  4. #4
    Status: keine Angabe Array Avatar von Tante Emma
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Das ist schon eine Anmaßung jemenden abzustempeln nur wei er geistig auf höherer Ebene steht als der SB selbst. Kannst Du nicht die Aufforderungen zur Berwerbung als Aushilfe ablehnen? Oder frag ihn mal ob die Arge nur für Hilfsarbeiter und Nichtstudierte da ist und ob sie keine anspruchsvollen Stellenangebote übermittelt bekommen weil man die Arge dafür als ungeeignet einstuft?

  5. #5
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Zitat Zitat von Darky Beitrag anzeigen
    @Kartsen als Experte: Kann das AA verlangen, dass man sich als Akademiker auf Hilfsjobs bewirbt? Wahrscheinlich schon, oder? Obwohl es ja nix bringt, wenn man vom AG sowieso wegen Überqualifikation abgelehnt wird.
    Jain. Man muss sich auf alles bewerben, was nicht als unzumutbar gilt.
    Unzumutbar sind einmal Sachen, die gegen Arbeitsrecht verstoßen etc., dann auch Jobs, bei denen die Pendelzeiten zu hoch sind und solche Dinge. Beides hat hiermit erstmal nichts zu tun.
    Was aber passen könnte ist die Höhe des Gehalts. Jobs gelten dann als unzumutbar, wenn man deutlich weniger verdienen würde, als die Bemessungsgrundlage. (Hier ein Link für nähere Infos: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org)
    Wenn es wirklich um Hilfsjobs geht, dann sollte das doch eigentlich zutreffen.

    Ansonsten rate ich aber auch dazu, dass du da nochmal das Gespräch suchst. Wenn das nichts bringt ggf. auch mit dem Vorgesetzten.

  6. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Karsten für diesen nützlichen Beitrag:

    Darky (11.12.2014)

  7. #6
    Rob
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    leider muss man in so einer Situation wirklich ins Gras beissen und jeden Job Annehmen / sich für bewerben den das Amt anbietet. Meistens auch deutlich überqualifizierte, hauptsache man ist aus der Arbeitlosenstatistik vom Amt draußen. Könntest du nicht noch 1 Jahr eine Weiterschulung / Master studieren und während der Zeit dich auf einen Job bewerben?
    ---- Jeder ist seines Glückes schmied! ----

  8. #7
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Zitat Zitat von Rob Beitrag anzeigen
    leider muss man in so einer Situation wirklich ins Gras beissen und jeden Job Annehmen / sich für bewerben den das Amt anbietet. Meistens auch deutlich überqualifizierte, hauptsache man ist aus der Arbeitlosenstatistik vom Amt draußen. Könntest du nicht noch 1 Jahr eine Weiterschulung / Master studieren und während der Zeit dich auf einen Job bewerben?
    Aber nochmal die Schulbank drücken ist ja auch nicht jedermanns Sache, grade um einem SB zu entgehen finde ich das etwas viel des guten.

  9. #8
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Danke, Karsten, für die Erläuterung. Damit ist das meiste ja gesagt.
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  10. #9
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Zitat Zitat von Lida Beitrag anzeigen
    ... Habe ihn selbst auch schon gefragt. Da kam dann, dass ich nur, weil ich studiert hätte nichts Besseres wäre und mich an die regeln zu halten habe.
    Und überhaupt bin ich bei ihm ständig "Die Studierte" und solche Sachen.

    Ehrlich gesagt fühle ich mich ziemlich gegängelt von ihm. Und das nervt ziemlich.
    Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Oder denkt ihr ich sehe das zu eng? Was würdet ihr machen bzw. wie geht ihr mit solchen Sachen um?
    Da gibt es eigentlich nur EINES: Du musst dich bei solchen Aussagen des SB bei dessen Vorgesetzten beschweren.
    Offensichtlich hat dieser Mensch ein Minderwertigkeitsproblem gegenüber Menschen mit Studium - aber das ist seine Sache.
    Es geht überhaupt nicht, dass er dies an den zu unterstützenden Arbeitssuchenden auslässt.
    Du kannst ihm vorher gerne sagen, dass du dich gegen seine Einstellung wehren und seinen Vorgesetzten informieren wirst - vielleicht hilft das schon etwas.

    Aber es ist nicht nur sein Komplex, sondern meiner Meinung nach scheint er für seine Tätigkeit nur bedingt geeignet zu sein.
    Sag ihm, er solle dir mal "die Regeln" erklären.
    Und dann kannst du ihm klar machen, dass er verpflichtet ist, dir zu deiner Ausbildung PASSENDE Stellen vorzuschlagen - und nicht irgendwelche unterqualifizierten HIWI-Jobs.
    Wenn er dir weiterhin unpassende Stellen vorschlägt (oder besser: vorschreibt), dann kannst du auch dagegen Widerspruch einlegen (damit dir kein Nachteil entsteht) und dich bei seinem Vorgesetzten beschweren.

    Ich kenne solche Fälle auch (als potenzieller "Arbeitgeber"). Mir hat mal ein Sachbearbeiter einer ARGE weit über 20 Bewerber "auf den Hals gehetzt", die alle für die zu besetzende Stelle nicht geeignet waren (was für jedermann auf den ersten Blick ganz offensichtlich war). Und täglich kamen weitere untaugliche Bewerbungen - das war nichts anderes als Arbeitsbeschaffung für den Personaler.
    Nachdem ich mit einigen dieser Bewerber telefoniert und mich über die Hintergründe schlau gemacht und mich dann beim Leiter der dortigen ARBE beschwert hatte, hörte der Spuk schlagartig auf.

    Das Problem: manche Sachbearbeiter sind eigentlich ziemlich unqualifiziert und haben NULL Ahnung, für welche Berufe die Arbeitssuchenden tatsächlich geeignet sind.
    So wurde u.a. von vor einigen Jahren ein Fall bekannt, wo eine Sachbearbeiterin einen promovierten Informatiker unbedingt als Redakteur oder ähnliches zu einer Zeitung schicken wollte, weil sie meinte, das Informatikstudium hätte etwas mit Informationen und Tageszeitung zu tun. Vielleicht ist dein Sachbearbeiter eine ähnliche "Leuchte".

    PS: was hast du eigentlich studiert, welchen Abschluss hast du und was suchst du nun?
    Und warum hat es mit der ersten (befristeten) Stelle nicht dauerhaft geklappt?
    Geändert von bepe0905 (11.12.2014 um 14:50 Uhr)

  11. #10
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Akademiker und das Arbeitsamt

    Zitat Zitat von Rob Beitrag anzeigen
    leider muss man in so einer Situation wirklich ins Gras beissen und jeden Job Annehmen / sich für bewerben den das Amt anbietet. Meistens auch deutlich überqualifizierte, hauptsache man ist aus der Arbeitlosenstatistik vom Amt draußen.
    NEIN - das ist zwar eine weit verbreitete Meinung - aber trotzdem falsch !!!!!!!
    Karsten hat dazu etwas wesentlich fundierteres geschrieben. Und wir sollten hier nicht immer wieder "Volkes Meinung" vervielfältigen, wenn diese falsch ist.

    Tatsächlich spielt der zu erwartende Verdienst eine große Rolle. Finanziell "minderwertige" Jobs können deshalb abgelehnt werden.
    Niemand, der z.B. bisher bei 70 T€ Jahresgehalt lag, muss sich nun auf 30-Tausender-Jobs bewerben, nur um den SB einen Gefallen zu tun uns dessen Statistik zu schönen.

    Besonders bei Akademikern kommt noch hinzu, dass die erste Stelle nach dem Studium oft entscheidend ist für die weitere berufliche Entwicklung.
    Gerade zu Anfang der Arbeitslosigkeit kann man solche Jobs begründet ablehnen, zu denen man nicht hätte studieren müssen.
    Ist man allerdings länger arbeitslos, dann sollte man den Wert des eigenen Studium, die bisherige Bewerbungsstrategie und die eigenen Ansprüche mal gründlich hinterfragen.

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