Krankenhaus Tagegeld
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Thema: Krankenhaus Tagegeld

  1. #1
    Status: Trollwesen Array Avatar von Mumin
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    Krankenhaus Tagegeld

    Ich habe mal eine Interessensfrage.

    Meine Nachbarin lag ja jetzt länger im Krankenhaus und ist momentan in der Reha. Sie muss ja jetzt für jeden Tag, den sie im Krankenhaus war dieses Tagegeld von 10 Euro zahlen und ich glaube das gilt für die Reha dann auch.
    Ich habe diesen Brief gelesen der deswegen vom Krankenhaus kam und mich so beim Lesen gefragt, wie das eigentlich bei Empfängern von ALG II funktioniert. Da kann ja bei längeren Aufenthalten schonmal eine recht hohe Summe zusammen kommen. Wird sowas dann vom Amt übernommen oder muss man das selbst zahlen vom ALG II?

    Wie gesagt, reine Interessensfrage, weil mir der Gedanke beim Lesen des Briefes so kam.
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  2. #2
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Hi Mumin, wenn ich das noch recht in Erinnerung habe, gibt es für Menschen mit geringem Einkommen die Härtefall-Regelung. Das muss dann mit der KK abgekärt werden und dann braucht man die Zuzahlung nicht leisten. Außerdem gilt die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage. Länger nicht. Es kann sein, dass deine Nachbarin erstmal die Zuzahlung leisten muss und bekommt das Geld dann hinterher von der KK erstattet. Deine Nachbarin muss sich umgehend mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, um das zu klären.
    Wer glaubt, das ein Bauleiter einen Bau leitet,
    der glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

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    Mumin (09.02.2014)

  4. #3
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Befreiung von der Zuzahlung bei der Krankenkasse beantragen.
    Da ein ALGII-Empfänger nur 2% = 93,84€, bei chronischer Krankheit nur 1% = 46,92€ (Werte von 2014) jährlich hinzuzahlen muß, ist jede Zuzahlung, die diese Grenzen überchschreitet vom ALGII-Empfänger nicht zu leisten. Die Krankenkasse MUSS eine Zuzahlungsbefreiungskarte ausstellen, WENN die maximale Jahressumme erreicht ist. Die Krankenkasse darf noch nichtmals verlangen, das man in Vorleistung geht und nachher das Geld wiederbekommt!!

    Gruß
    Ernie

    P.S. Snoopy hat zwar recht, das maximal für 28 Tage jeweils 10€ gezahlt werden müssen, aufs Jahr gesehen, aber da bei einem ALGII-Empfänger die maximale Belastungsgrenze 93,84/46,92 beträgt, müssen selbst diese 28 Tage NICHT komplett gezahlt werden sondern maximal bis zur Belastungsgrenze. Übrigens gilt die Belastungsgrenze NICHT pro Person, sondern für die GANZE Familie. Selbst der 1%-Wert = chronische Krankheit muß nur von einer Person erfüllt werden, trotzdem wird für die komplett Familie der 1%-Wert(46,92€) nur fällig.

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    Mumin (09.02.2014)

  6. #4
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Zitat Zitat von Mumin Beitrag anzeigen
    ...Meine Nachbarin lag.. länger im Krankenhaus und ist momentan in der Reha. Sie muss . jeden Tag, .. im Krankenhaus .. 10 Euro zahlen und ich glaube das gilt für die Reha dann auch.
    ... Wird sowas dann vom Amt übernommen oder muss man das selbst zahlen vom ALG II? ...
    Ja Mumin, die 10€ Krankentagegeldzuzahlung muß deine Nachbarin trotz ALG II Empfängerin zahlen. jedoch wohl nicht, die max. möglichen, bis zu 700€.

    Generell gilt: max. 28 Tage für den Krankenhausaufenthalt und max. 42 Tage für einen REHA Aufenthalt, also für max. 70 Tage im Jahr.
    Somit gilt, auch, ALG II Empfänger zahlen 2% vom Regelsatz. Auch gibt es für chronisch Kranke eine Härtefallregelung, die zahlen nur 1% vom Regelsatz.
    (Fur alle nicht Alg-Empfänger gilt es natürlich analog zum Einkommen.)

    D.h. für deine Nachbarin demnach, ausgehend vom Regelsatz, max. ca. 92€ bei 2%-Regelung und max. 46€ bei der 1%-Regelung. Gleichfalls kann sie bei der KK eine Zuzahlungsbefreiung beantragen, somit braucht sie keine weiteren Kosten mehr für zusätzliche Heilmittel/Tabletten vorstrecken.

    Kann sie die %tualen Kosten nicht bezahlen, sollte sie es über ein Darlehen beim Jobcenter versuchen.

    Also das war's mehr gibt es nicht.


    ups, da hab ich wohl zu lange fern gesehen, aber zumindest noch etwas zu quinky ergänzt.
    Geändert von Prostan (07.02.2014 um 12:20 Uhr)

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    Mumin (09.02.2014)

  8. #5
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Finde ich gut dass es da so eine Regelung gibt. Habe jetzt aber nicht wirklich gecheckt, dass Mumins Nachbarin Arbeitslose ist, dachte das wäre nur eine Interessensfrage.

  9. #6
    Status: Trollwesen Array Avatar von Mumin
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Ähm ja, danke Gürkchen( ), du hast das vollkommen richtig verstanden. Meine Nachbarin bekommt kein ALG 2, sondern ist Rentnerin. Mir kam eben nur beim Lesen des Briefes der Gedanke, wie das eigentlich geregelt ist, wenn man arbeitslos ist. Da kann man sich ja nunmal 200 Euro oder so nicht unbedingt einfach leisten.

    Danke aber für die Infos. Also ist es so, egal wie lange man im Krankenhaus ode rin der Reha war und wie viel man regulär bezahlen würde, als ALG 2-Empfänger zahlt man maximal diese knapp 94 Euro, ja?
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  10. #7
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Ja, Mumin, so wie es geschrieben steht ist es. Aber deine Nachbarin kann ja mal nachfragen und rechnen lassen, ob sie dann, wenn sie die Zuzahlung leistet, über den Satz an sich kommt. Auch dann bekommt sie eine Befreiung. Wie gesagt sind das beim "normalsterblichen" Versicherten, 2% vom Jahresbruttoeinkommen und bei chronisch Kranken 1%.
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    Mumin (09.02.2014)

  12. #8
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Zitat Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
    ... deine Nachbarin kann ja mal nachfragen ... "normalsterblichen" Versicherten*, ...2% vom Jahresbruttoeinkommen....
    @Sn00py'chen, es ging doch garnicht um die Nachbarin, die ist ja Rentnerin. Munin ging es rein interessenhalber um ALG II Empfänger. Und hier wäre es bei Paaren in einer BG sogar so, dass ein Betroffener von denen, seit Jan.'14, nur max. 86,64€' an KH-Tagegeld zahlen müßte.

    Aber interessant ist Mumin's Frage schon bei ALG II. Es ist doch alles in den Regelsatz eingerechnet. Was ist denn dann eigentlich, wenn ein ALG II Empfänger nicht ins KH kommt oder nur 5 Tage? Muß er dann die 86,64€, bzw. bei 5Tagen KH, die 36,64€ zurückzahlen?
    Er hätte ja dann praktisch zuviel eingerechnet bekommen.

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    Mumin (09.02.2014)

  14. #9
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Wie meisnt du das zu viel eingerechnet bekommen? Die muss er doch selber bezahlen, Prostanchen?

  15. #10
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    AW: Krankenhaus Tagegeld

    Das hanze läuft etwas anders:
    Es geht um die Zuzahlung, die an die Krankenkasse zu leisten ist (Aphoteken, Krankenhäuser usw leiten diese Beträge an die jeweilige Krankenkasse weiter!).
    Grundsätzlich wird bei der Berechnung des 2%/1%-Satzes vom Regelsatz eines Singles gerechnet. Es spielt keine Rolle, ob verheiratet, ob durch U25 nur 80% des Regelsatzes oder durch Nebenverdienst ein geringer Regelsatz (durch Anrechnung) ausgezahlt wird. Bei der Ermittlung des Wertes wird IMMER vom 100%-Satz (393€ für 2014) ausgegangen, das bedeutet: 93,84 bzw. 46,92 sind die Grundlage. Lediglich bei einer BG gilt diese Grenze für die komplette BG.
    Sollte durch geleistete Zuzahlungen im Jahr diese Grenze überschritten sein, MUSS die Krankenkasse den Überschreitungsbetrag zurückzahlen. Angerechnet kann die Rückzahlung ebenfalls nicht, da die Zahlung ja aus dem Regelsatz erfolgte und kein Einkommen sein kann.
    Es gibt also mehrere Möglichkeit der Abwicklung:
    1.) Quittungen des Jahres sammeln und bei Erreichen der Maximalsumme ein Befreiungskärtchen (bei BG für ALLE Personen der BG) beantragen
    2.) Im voraus den Maximalbeitrag zahlen, sofort ein Befreiungskärtchen beantragen und das ganze Jahr keine Zuzahlung leisten (das ist nur dann günstig, wenn man weis, das man automatischüber die Maximalsumme kommt (bei chronisch kranken Menschen praktisch immer, da allein die Medikamentenzuzahlung über die Summe kommt)
    Sollte man trotzdem nicht die Maximalsumme erreichen, kann Rückzahlung auf Beantragung erfolgen. Hierzu ist es aber erforderlich, das bei der Stammapotheke alle Medis geholt werden, damit eine Gesamtsumme ermittelt werden kann. Bei weiteren anderen Zuzahlungen müßte man dann Quittungen haben (sehr umständlich).
    3.) Erst am Ende eines Jahres eine eventuell bestehende Überzahlung zurückfordern.

    Gruß
    Ernie

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