Geringschätzung und Einsamkeit
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Thema: Geringschätzung und Einsamkeit

  1. #1
    Status: Arbeitslose Array
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    Geringschätzung und Einsamkeit

    Liebe Gemeinde
    Ich bin wbl. und Mitte 40 und seit vielen Jahren arbeitslos, obwohl ich mal einen anspruchsvollen Beruf gelernt habe.

    Ich vermeide es mittlerweile, zu erzaehlen, wie es dazu kam und warum ich immer nnoch keinen Job habe.

    Ich ertrage diese Blicke nicht. Sie schauen mich an als wollten sie sagen, ich rede mich nur heraus. Ich habe mich jahrelang um meine Kinder gekümmert War immer da, wenn sie aus der Schule kamen. Jetzt gehen sie aufs Gymnasium und schämen sich für mich.

    Ich habe Angst, Leuten zu begegnen und vor der Frage: "Was machst du?"

    Meine Herkunftsfamilie meide ich. Mein Bruder tönt auf Familienfeiern dass man den "Hartzern" allesamt die Leistungen streichen sollte. Da sitzen meine Kinder mit am Tisch. Wir drei schauen nach unten. Ich haette gehen sollen, schaffte es aber nicht.

    Ich bin Single, habe aber einen stabilen Freundeskreis aus wenigen (berufstaetigen) Menschen, die mich nicht schief anschauen.
    Ich haette gerne einen Partner aber keinen Mann interessiert eine arbeitslose Alleinerziehende. Auch wenn sie gut aussieht.

    Ich weiss nicht, warum ich morgens noch aufstehe

  2. #2
    Status: Arbeitslos erstmal Array
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Hallo heloise
    Ich bin grade durchs Forum gestolpert wie ich das immer wieder so mache wenn ich bei verschiedenen Foren reinschaue, Marke "ich melde mich ja doch nicht an". Dein Beitrag hat mich aber so nachdenklich gestimmt, dass ich nicht anders konnte.

    Wir Arbeitslosen haben es nicht leicht, grade wenn man alleinerziehend ist. Man selbst lebt jeden Tag von der Hand in den Mund, hat kaum Erspartes und hofft, es irgendwie zu schaffen, hoffentlich haben die Kinder was sie brauchen. Das ist konstanter Stress von sich selbst, und dann wird auch noch Druck von Außen gemacht, Einfach nur hart. Selig sind dann die, die noch Rückhalt von der Familie bekommen.

    Was ich bei dir rauslese ist, dass dein Selbstbewusstsein ganz schön geschwächt ist. Ich würde mir an deiner Stelle mal das Angebot in deiner Stadt anschauen, was es an Arbeitslosenselbsthilfegruppen gibt. Damit allein zu sein ist echt hart, und ich merke, dass deine Familie dir keine Unterstützung gibt. Ich könnte es gut verstehen, wenn du mit deinem Bruder keinen Kontakt mehr haben willst. Woher weißt du denn, dass sich deine Kinder für dich schämen? Denkst du nicht, dass sie vielleicht gar nicht wissen, wie schwer es für dich ist, in dieser Situation zu sein?

    Gibt es denn für dich sicher keine Möglichkeit mehr in deinen alten Beruf einzusteigen?

    Gib dich nicht auf, dafür bist du zu wertvoll.

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    heloise (19.11.2013)

  4. #3
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Hallo heloise und Packa, willkommen ihr beiden hier im Forum.

    Heloise, was dir da geschieht, das finde ich nicht richtig. Das ist doch dein eigener Bruder, wie kann er sowas sagen?

    Wie dem auch sei, ich finde die Idee einer Selbsthilfegruppe auch nicht schlecht. Was du dir auch überlegen könntest, wäre für dein Selbstvertrauen mal mit deinen Kindern zu reden und mit ihnen zu besprechen, wie das ist arbeitslos zu sein, wie es ist, früher eine Ausbildung und Beruf gehabt zu haben, das dann aufzugeben und für die Kinder da zu sein, und jetzt alleine da zu stehen.
    Ich finde das nämlich ganz schön erstaunlich und bewundernswert.
    Hast du auch schon mal über eine Therapie nachgedacht?

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    heloise (19.11.2013)

  6. #4
    Status: Arbeitslose Array
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Danke für eure Antworten.
    Es sieht nach aussen gar nicht so trostlos aus, wie es in mir drin ist. Ich arbeite schon in einem Arbeitslosenverein ehrenamtlich und berate zum Leistungsrecht. Habe viele Beziehungen zu erfolgreichen Leuten, Anwälten, Immobilienbesitzer usw. Man sieht es mir nach aussen wirklich nicht an. Ich tue alles, damit es den Anschein hat, wir waren normale Leute. Wir sind ordentlich angezogen, haben eine ordentliche kleine Wohnung und ein kleines Auto. Ich gehe sehr sorgsam mit dem Geld um, schaue, wo ich sparen kann und so ist Mangel eigentlich kein Thema.

    Es sind diese subtilen kleinen Hiebe, die mich fertig machen. Z.b. hatte ich nach 10 Jahren erstmals Urlaub gebucht. Das Geld habe ich mir vom Blut- und Plasmaspenden ueber Jahre zusammengespart. Denkt nur nicht, dass man in meiner Lage seine Freude darüber mit jemanden teilen kann! Kurz vor der Reise hatte meine Tochter Geburtstag.
    Meine Tante schickt meiner Tochter Geld in einem Briefumschlag. Ein diebischer Postbote hat das Kuvert nicht zugestellt. Ich rief sie an uns sagte, dass ich ihre gute Absicht zu schaetzen wisse, d
    Ich wolle auch nicht, dass sie nochmal was gibt. Klar war meine Tochter traurig, denn meine Tante hatte ihr davon erzählt, dass was unterwegs sei. Ich fragte meine Tante also, ob sie nicht doch versuchen wolle, einen Nachforschungsantrag zu stellen, denn der diebische Postbeamte tut das vielleicht öfter und durch einen solchen Antrag fällt er vielleicht auf.
    Wie gesagt, hatte meine Tante kurz vorher von unseren Urlaubsplaenen erfahren und sagt, nein, sie stellt keinen Nachforschungsantrag, sie hoffe nur, dass das Geld jetzt jemand hat "der es wirklich braucht"
    Ich schrieb noch eine Karte aus dem Urlaub aber habe seitdem keinen Kontakt mehr.

    Ich schreibe jede Woche mindestens eine Bewerbung. Vorige Woche hatte ich sogar ein Vorstellungsgespräch. Es verlief sogar recht gut. Leider ist bei uns die Arbeitslosigkeit auch recht hoch und Leute in sehr niedrig bezahlten Jobs bewerben sich ja auch überall. Deshalb falle ich meist wegen der fehlenden Praxis dann doch durch. Und je länger ich keinen Job habe umso schlechter stehen die Chancen. Zumal ich meinen Mini-job auch vor kurzem wegen Auftragsmangel verloren habe.

    Und wegen der letzten Bewerbung mit dem Vorstellungsgespräch entscheidet es sich Ende nachster Woche. Ich weiss genau, in welches Loch ich falle, wenn die Absage kommt. Aber ich visualisiere, dass er mich doch einstellt...aber je mehr ich mir die Einzelheiten vorstelle, umso schlimmer wird es, wenn erdoch absagt. Ein Teufelskreis.

    Ich leide unter den Gehässigkeiten der Leute. Wenn irgendwo Hartz IV Leute verspottet werden, bin ich ja angesprochen. Ich gehe aus und lerne nette Typen kennen, die mich zunaechst ganz toll finden und weiss genau, dass ich von denen dann nichts mehr höre, je mehr sie von mir wissen.

    Ja, mein Selbstbewusstsein ist nicht toll und in einer Therapie war ich schon wegen Depressionen.

    Selbstbewusstsein lernt man aber nicht in der Therapie. Selbstbewusst wird man durch Erfolge. Und die habe ich nicht. Nirgends. Auf keinem Gebiet.

  7. #5
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Hallo und willkommen.
    Ich kann deine Schilderung gut nachvollziehen. Ich habe fast einen ähnlichen Weg hinter mir. Guten Verdienst, Arbeitslosigkeit, HartzIV, Deppressionen und Therapie und nun befristet berentet. Auch kann ich mich an bessere Tage erinnern und mich kenne ich derzeit gar nicht. Ich habe mich jedenfalls auf die Such nach demjenigen gamacht, der ich früher einmal war: Selbstbewußt mit klaren Zielen.

    Da bin ich noch weit entfernt von. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Zitat Zitat von heloise Beitrag anzeigen
    Ja, mein Selbstbewusstsein ist nicht toll und in einer Therapie war ich schon wegen Depressionen.

    Selbstbewusstsein lernt man aber nicht in der Therapie. Selbstbewusst wird man durch Erfolge. Und die habe ich nicht. Nirgends. Auf keinem Gebiet.
    Du schreibst, dass du beratent im Arbeitslosenverein tätig bist. Hattest du dabei keine Erfolge?

    Ich tue alles, damit es den Anschein hat, wir waren normale Leute
    Sind Arbeitslose und HartzIV-Empfänger keine normalen Leute. Hegst du unbewußt Vorurteile? Oder warum verstellst du dich? Was nutzen Kontakte zum "Mittelstand", wenn man sich verstellen, veraten und verkaufen muss? Auch ich hatte mich anfangs verstellt. Habe aber festgestellt, dass mir persönlich das außer noch mehr Depressionen nichts bringt. Ich habe mir "echte Freunde gesucht und gefunden. Auch dabei sind Abteilungsleiter, Geschäftsführer, Vorarbeiter, Arbeiter, Angestellte, Studenten, aber die akzeotieren mich, so wie ich bin.

    Hast du mal überlegt warum das mit Freund oder Job nicht klappt. Kann das auch damit zu tun haben, dass du mittlerweile eine negative Ausstrahlung hast? Wenn dem so ist, wird das mit dem nächsten Vorstellunggespräch nichts. Und wenn du meine Meinung lesen möchtest: Du solltest dir professionelle Hilfe in Form einer Therapie suchen. Denn wenn du weiterhin Einzelkämpferin bleibst, gehst du kurz oder lang, vor die Hunde.

    Ich schreibe das so grass, damit du vielleicht doch noch einsiehst, dass es ohne Therapie nicht weitergeht. Denn wie du selbst schreibst:
    Ein Teufelskreis
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  8. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Erdenmensch für diesen nützlichen Beitrag:

    heloise (19.11.2013)

  9. #6
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Danke erstmal.
    Ja natuerlich habe ich Erfolge bei meiner Tätigkeit. Ich bin sogar sehr beliebt.

    Aber Erdenmensch, ganz so, wie du es verstanden hast, ist es nicht gemeint und mit Platitueden, wie es sein SOLLTE, wie man angesichts der Lage sein sollte, mit wem man sich abgeben sollte, komme ich nicht weiter. Das ist nicht alltagstauglich. Beispiel: gehäuft kommt es vor, dass mich Lehrer "von oben herab" behandeln. Ich kann aber nicht sagen, dass ich mit denen ja nichts zu tun haben muss... Zwangsläufig hab ich das, denn meine Kinder gehen in die Schule.

    Natuerlich nimmt mein engster Freundeskreis mich so, wie ich bin. Aber ich kann euch tausend kleine Geschichten erzählen und jedesmal wenn man eine davon gemeistert hat, kommt die nächste. Meine engsten Freunde machen das nicht zum Thema bzw. gehen damit mit liebevoller Ironie um. Aber dann hat einer der Freunde eine neue Partnerin, die lernt man kennen, ist nett und dann meint die, den Samariter zu spielen, schlaegt absurde Stellenangebote vor oder gibt anderweitig ungefragt "Tipps" ... fragt auch noch nach, ob man die Ratschläge, die sie gibt, auch schön befolgt.

    Ich hab Angst, dass mir der Freundeskreis durch solche Tussis, die nur zeitweise auftauchen, auch noch wegbricht. Hinter dem Ruecken wird dann versucht zu hetzen, ich wäre ja an meiner Lage selber schuld, weil ich deren Ratschlag nicht befolge.

    Bei Fremden ist das anders, da bin ich wieder souverän. Ich war mal auf einer "Trainingsmassnahme" da hat die Dozentin gleich am ersten Tag den gesamten Kurs mit den Worten beleidigt: "Na irgendwas müssen Sie ja verkehrt machen, denn sonst haetten sie ja Arbeit!" Da schoss ich als einzige zurück mit den Worten: "Sein sie froh, dass es uns gibt, denn sonst haetten sie ja nichts zu tun und braeuchten ein Bewerbungstraining... vielleicht koennen Sie da lernen, was man gegen Schweissflecken tut, die ja beim Vorstellungsgespräch nicht so gut kommen..." Der Kurs groelte und sie stand da mit ihren gelben Raendern unterm Arm... Er halt im Glashaus sitzt... Ich hatte dann aber 3 Monate auch nichts mehr zu lachen.

    In der Familie und bei Freunden steh ich da wie ein nasser Hund. Es reicht, wenn die Freunde nur Zeuge werden. Und am schlimmsten wird es, wenn jemand versucht, zu troesten oder mich zu verteidigen.

    Und jetzt ist es zwei mal passiert, dass mir Maenner ungebeten und hartnaeckig Avancen machten. Ich erstmal gar nicht auf sie stand, jahrelang keinen Partner vermisst habe und plotzlich hat da jemand Interesse an einem.... Dann merkt man schon, dass im Leben etwas fehlt... Und dann hab ich mich nach einiger Zeit verliebt... aber die haben sich dann immer seltener gemeldet und dann gar nicht mehr. Das war besonders schlimm für mich. Schlimmer als bei einer Bewerbung abgelehnt zu werden, weil ich hab sie ja nicht gebeten, in mein Leben zu treten.

    Tja und meine Kinder sind Teenager, das ist das Alter, wo sie in ihrer Gruppe anerkannt sein wollen. Ihre Klassenkameraden sind keine Hauptschüler, sondern Kinder von Bauunternehmern, Anwaelten und Aerzten.

    Und Erdenbuerger zu deiner Frage: "Hegst du unbewusst Vorurteile?" Nein! Ich gebe meine Vorurteile zu und ich halte gar nichts von so ner Heuchelei, die Vorurteile immer nur den Anderen zu unterstellen. Und inwieweit hat mein Thema mit Voruteilen zu tun? Das sind Urteile, die ueber Hartz IV Empfaenger fallen. Knallhart und ohne Mitleid. Und ich schreibe sicher nur die harmlosen dinge, die meiner sensiblen natur auffallen. Was muss erst mit menschen passiert sein, die zum Beispiel mit einer waffe ins Jobcenter gehen?

  10. #7
    Status: keine Angabe Array Avatar von Tante Emma
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Du hast Dich jahrelang um Deine Kinder gekümmert! Ist das denn nichts?? Anders sehe ich Karrierefrauen die ein Kind bekommen und ziemlich kurz danach in eine KiTa geben um beruflich weiter zu kommen. Da ist ein Punkt den man nicht übersehen darf, es ist "Knochenarbeit" milde ausgedrückt und mit Erfolg gemeistert, weil Deine Kinder jetzt sogar auf das Gymnasium gehen. Dahinter steckt Verantwortungsbewusstsein und gute Erziehung! Sei stolz drauf! Es gibt Mütter und Väter die sich fragen warum ihr Kind drogen- oder alkoholabhängig sind, die Schule schmeißen und so weiter. Diesen Vorwurf musst Du Dir nicht machen. Geh doch mal unter Leute, geh aus. Knüpfe Kontakte, z.B. in einem Verein, Gymnastikgruppe oder ähnliches. Arbeite an Dir, denn Du bist es nicht wert Dich selbst nieder zu machen. Sei stolz auf Dich, Du hast schon vieles geleistet! Schau selbst nach Stellenangeboten nach, lass Dich nicht unterkriegen. Wie wäre es wenn Du in einen erzieherischen Beruf gehen würdest? Vielleicht erst einmal ehrenamtlich, und dann hast Du vielleicht auch eine Chance dort Fuß zu fassen. Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück!

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    heloise (19.11.2013)

  12. #8
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Die Lage ist hart, das will dir keine absprechen. Und ich weiß, dass du es nicht gerne hörst, aber ich sage es dir dennoch: Du tust mir leid - wie jedes Wesen das leidet. Das Leben ist nicht immer leicht, und grade was den Partner angeht kann wahrscheinlich jeder ein Lied davon singen, wie weh solche Sachen tun können, wir wissen also das sowas dazu gehört. Aber in Zeiten der wirtschaftlichen Schieflage wie wir es grade erleben sich selbst kaputt zu machen oder zu fühlen, dass andre einen Kaputt machen, weil man keinen Job hat... Das ist kurzfristig gedacht und tut einem nur weh. Belaste dich nicht damit.

    Versuche doch wirklich nochmal eine Therapie die zum Ziel hat, dass du mit dieser Sozialen Ausgrenzung, die du fühlst, besser zurecht kommst. Denn die Gesellschaft oder die anderen Leute zu verändern, das ist nicht möglich, wohl aber die eigene Einstellung.

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    heloise (20.11.2013)

  14. #9
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Ich habe es in der Therapie schon gelernt, wie ich mit solchen Tiefschlaegen umgehe. Ich weiss, wie Denken unser Fuehlen bestimmt und umgekehrt. . Ich bin eine sensitive Persoenlichkeit, bei der es eben der umgekehrte Fall ist (Fuehlen bestimmt das Denken), der dominiert. Und ich nehme Dinge in mein Unterbewusstsein auf, die kein anderer registriert. Ich kann fuehlen, was andere denken und solche Erlebnisse sammeln sich an und lassen mich zum Beispiel nachts aus dem Schlaf schrecken. Ich hab das lange verleugnet und geglaubt, das bilde ich mir alles nur ein. Aber ich habe fuer mich den Beweis gefunden. Wenn ich mich mit Leuten unterhalte und es entsteht eine Gespraechspause, weiss ich in 9 von 10 Faellen im voraus, wie es weitergeht. Aber das zu meinem Vorteil zu nutzen ist mir bisher nicht gelungen. Denn wenn es belanglosigkeiten sind, interessierts keinen und die anderen Dinge gehen mir so nahe, dass ich dann wieder zu labil bin, um klar zu denken.

    Ich hab das Pech auch noch im Osten zu leben und da wird im Job mit ganz anderen Mitteln gekämpft. Ich habe früher auch mal im Westen gearbeitet und da war das Arbeitsleben entspannter.
    Wenn du hier ein Handicap hast, bist du draussen. Gnadenlos.

    Und noch eine Therapie geht auch nicht, die Wartezeiten sind hier ca ein dreiviertel Jahr.

  15. #10
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    AW: Geringschätzung und Einsamkeit

    Das ist unglaublich ein dreiviertel Jahr? Wie unverantwortlich!

    Ich würde Dir empfehlen, Dir mit einem pflanzlichen Beruhigungsmittel zu einem guten Schlaf zu verhelfen. Geh mal zum Apotheker oder Hausarzt. Wenn Schlaf fehlt, und das häufig, dann kannst Du auch am Tag nicht wirklich richtig "da" sein, klar denken können. Bereite Dich für die nächsten Gespräche vor, indem Du Dir schon etwas zurecht legst, was Du in den Gesprächspausen einbringen könntest. Dabei musst Du Dich aber auch ganz sicher geben. Übe vorher Gespräche um besser überzeugen zu können. Bei dieser Vorbereitung wirst Du auch etwas abgelenkt. Ich bin keine Ärztin oder so, und vielleicht findest Du meine Antwort auch nicht so gut. Aber vielleicht versuchst Du es doch mal so?

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