Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit - Seite 2
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Thema: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

  1. #11
    inselbaer
    Gast Status: keine Angabe

    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Hallo Spiegeleisalatgurke (uff, ziemlich langes wort) Nichts liegt mir ferner, als eine Internationale Krise provozieren zu wollen, ich lebe seit mehr als 25 Jahren im Ausland bzw in mehreren Ländern aber in diesem Fall ist es besonders lustig, weil die Franz. Regierung ständig nach Deutschland guckt und versucht Dinge zu kopieren,was aber in der Regel nie funktioniert, da in Frankreich ein völlig anderes System herrscht! Ich will Auch nicht alle Schuld den Sachbearbeitern bei den Jobcentern oder wie immer die heissen zuweisen!!! Schuld ist zum grossteil die Politik! Es drängt sich mir manchmal der Verdacht auf, dass diese Situation von der Regierung gewollt ist! Die Kassen ( insbesondere die Rentenkassen!!!!! ) sind leer und jedes Jahr ohne Arbeit bringt enorme Abstriche bei der Rente ! Kommt bei leeren Kassen doch gelegen oder?

  2. #12
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Jaja das leidige Kopieren in andere Systeme hinein... Siehe Obama der versucht die USA zu europäisiern.

    Was du da mit den Rentenkassen ansprichst hatte ich so noch gar nicht bemerkt. Interessante Theorie, auch wenn ich das nicht glaube, da es sich ja langfristifg nicht auszahlt, für keine Staatswirtschaft.
    Da würde man sich ja ins eigene Bein schneiden.

  3. #13
    inselbaer
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Nun, die Rechnung würde schon aufgehen! Wenn jemand 40 oder 45 Jahre eingezahlt hat, so hätte er ( je nach Hohe seiner Beiträge ) einen vorgegebenen Rentenanspruch! Ist jemand aber Langzeitarbeitslos, damit meine ich fünf oder gar Zehn Jahre verliert er extrem bei der Rentenberechnung! Soziale Ausgleichszahlungen zu leisten ( die ja Auch nur unter bestimmten Vorraussetzungen und nur in max. begrenzten Höhen gezahlt werden, spart der Staat in jedem Fall! Sieh Dir zB. die Situation allein in Deutschland an! Ihr habt eine Kaiserin ( Verzeihung KANZLERIN, die Gesamt Europa Massregeln will, selbst aber nicht in der Lage ist das Defizit zu senken, ja nicht einmal zu halten! Und was passiert, wenn ein Land den finanziellen Bankrott erklären muss man siehe Griechenland! Und wenn sich die Entwicklung nicht von Grund auf ändert, werden diesem Beispiel noch viele Länder folgen! Kandidaten gibt es ja genügend und das würde meiner Meinung nach Auch Deutschland mit in diesen Strudel reissen! Die Ständige Erweiterung der EU hat mit dazu beigetragen, das der Arbeitsmarkt zusammen gebrochen ist durch Lohndumping und systematischen Abbau von Arbeitnehmerrechten! Die Gewerkschaften sind zu Zahnlosen Tigern mutiert und Arbeitgeber ( wohl bemerkt; NICHT ALLE!! ) nutzen jede noch so kleine Gesetzeslücke (deren es ja mehr als genug gibt) um auf dem Rücken der Arbeitnehmer Provit zu machen. Nicht bezahlte Überstunden und die Wahl entweder für weniger zu arbeiten oder Entlassen zu werden sind noch die Harmlosesten Massnahmen!

  4. #14
    Status: keine Angabe Array Avatar von brink
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Zitat Zitat von inselbaer Beitrag anzeigen
    Hallo Brink;Ich will Dir ein Beispiel aufzählen, wie ich es erleben musste!Hier in Frankreich wird in vielen Berufen der Lohn nach Erfahrung eingestuft! In meinem Fall hatte ich die Höchstmögliche Stufe erreicht!Alles, was mir das Arbeitsamt anbot waren Praktikas,um ich Zietiere Wörtlich "meinen Beruf besser zu kennen"!Ich habe dem Sachbearbeiter erklärt, er solle sich bitte meine Arbeitszeugnisse ansehen, da ist von Qualitätsprämien die Rede die ich erhalten habe usw. Ausserdem bin ich nicht bereir, eine Vollzeitstelle anzutreten, die mir ausser Kosten nichts einbringt! Ich erhalte keinerlei Gelder vom Amt und es kann Niemand von mir verlangen, dass ich 220-250 Stunden im Monat (natürlich UMSONST!!) arbeite (Diese Arbeitszeiten sind in meinem Gewerbe Normal!) Daraufhin wurde ich als UNCOOPERATIV eingestuft!Das Nächste Angebot vom Arbeitsamt kam einige Monate später:Eine "Bildungsmassnahme" wie sie es nannten! Ich sollte vier Wochen an einem Kurs teilnehmen um zu lernen, WIE ich mich bewerbe und wie ich Bewerbungen schreibe, inclusive diverser Rollenspiele ( Ich bin nun der Chef und Du bewirbst Dich bei mir und später umgedreht!!)Ich habe dass Strikt abgelehnt und erklärt, das ich keine 15 bin sondern über 50!!
    Wie gesagt, es gibt definitiv solche Sachbearbeiter, das streite ich gar nicht ab. Deine Geschichte ist en gutes Beispiel dafür, ganz klar. Ich meinte nur, dass es auch hier falsch ist alle Sachbearbeiter in einen Topf zu schmeißen, dann wird eben auch ein Vorurteil oder Mythos daraus.

    Zitat Zitat von red Beitrag anzeigen
    NIEMALS FÜR EINE ZEITARBEITSFIRMA ARBEITEN
    Und das hier ist ja auch wieder ein Vorurteil. Es gibt durchaus auch Leute, die zufrieden mit ihrer Arbeit bei einer Arbeitnehmerüberlassung sind.

    Ich glaube man kann ganz generell sagen, dass immer wenn man etwas pauschalisiert mit alle oder niemals oder ähnlichem es zu einem Vorurteil wird. Ist das jetzt auch ein Vorurteil????

  5. #15
    inselbaer
    Gast Status: keine Angabe

    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Ich persönlich habe nichts gegen Zeitarbeit! Oft ist dort ( verzeihung ich spreche von der Situation in Frankreich) die Beratung besser als bei Staatlichen Institutionen und nicht selten kommt es durch Zeitarbeit Auch zu Festverträgen bei den Firmen, zu denen man vermittelt wurde! Ich Weiss nicht, wie es in Deutschland derzeit läuft: Hier bekommt man einen Vertrag für die Dauer einer "Mission" (so nennt man das hier) Manchmal ist das Auch nur für einen halben Tag, aber..........man hat einen festen Stundensatz (der ist verhandelbar, d.h. man muss sich und seine Fähigkeiten so teuer wie möglich vermarkten) zu diesem Stundenlohn gibt es zum Ende des Vertrages einen Zuschlag von 10%, als "Prämie" weil man ja keinen Festvertrag hat und noch einmal 10% als Urlaubsgeldersatz sodass man unter dem Strich sogar mehr verdient, als Beispielsweise Festangestellte einer Firma, was Widderum zu Mobbing führen kann, weil die Sauer sind, weniger zu verdienen als ein "daher gelaufener"

  6. #16
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    inselbaer meinst du nicht du zeichnest hier ein sehr vereinfachtes Bild von der Finanzpolitik in Europa?
    Wenn man dir folgen würde könnte man ja sagen dass du dir widersprichst: Auf der einen Seite ist die Arbeitsmarktsituation außer Kontrolle, auf der anderen Seit ist sie vom Staat so gewollt - was denn jetzt?

  7. #17
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Ein ganz großer Mythos ist auch die Aussage: Wer arbeiten will, findet auch Arbeit. Ich spüre leider am eigenen Leib, dass das bei weitem nicht so einfach ist.

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  9. #18
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Hallo, ich möchte auch mal meine Sicht dazu äußern, war zwar noch nie arbeitslos, da ich ja (zum Glück) noch jung bin, und ich mich in einer Ausbildung befinde. Ich befand mich aber bis zu Beginn der Ausbildung auch in diesem System, da meine Mutter Hartz IV bezogen hat.

    Zitat Zitat von Karsten Beitrag anzeigen
    Ich fange auch direkt mal mit einem ganz großen Vorurteil an: ALLE Arbeitslosen sind faul, Schmarotzer und asozial. Absolutes Vorurteil, wenn man das alle durch manche ersetzt stimmt der Satz sicher, aber es wird ja oft genug auf alle bezogen.
    Da gebe ich dir völlig recht. Mir kommt es so vor, dass selbst die Kinder von arbeitslosen Familien als faul und perspektivlos bezeichnet werden. Als ich aufgehört habe, Werbeprospekte zu verteilen, musste ich mir auch kränkende Kommentare wie "werd doch nicht so, wie deine Mutter" oder "typiesch Hartz IV" anhören. Warum ich aufgehört habe, war nur zweitrangig. Oder von Zeit zu Zeit wollte die Sachbearbeiterin meiner Mutter mal das Zeugnis von mir und meinem Bruder sehen, weil sie davon ausgegangen ist, dass wir Nachhilfe für die Schule bräuchten. Sie nahm diese Vermutung mit einem relativ baffen Blick aber wieder zurück, nachdem sie auf die Zeugnisse geschaut hat.

    Oder auch, als mir die Arge die Ausbildungsvergütung zu einem großen Teil angerechnet hat, kam auch niemand auf die Idee, dass es vielleicht unfair und demotivierend sein könnte. Wenn man dann über die Kürzungen seine Meinung äußert, wird man direkt als Sozialschmarotzer abgestempelt. Wenigstens können es die Leute in meinem Betrieb nachvollziehen, die kriegen ja auch selber zu spüren, wie viel Energie man für diese Arbeit aufwenden muss.

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    Karsten (28.07.2013)

  11. #19
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Diese Vorurteile werden vermutlich nie aufhören, oft kommt es einem so vor als brauchen manche Leute das. Warum ist eine andere Frage. Sie sollten sich lieber mal vor Augen halten, was ist, wenn sie selbst unverhofft in die Arbeitslosigkeit rutschen, sind sie und ihre Kinder dann automatisch auch Sozialschmarotzer und faul?

  12. #20
    inselbaer
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    AW: Mythen und Vorurteile über Arbeitslosigkeit

    Und das passiert schneller, als man denkt!! Wohl kaum jemand, der längere Zeit in einer Firma beschäftigt war hätte sich träumen lassen, plötzlich ohne Job da zu stehen! Sei es durch Standortverlagerung des Betriebes oder Schliessung oder sogar durch Krankheit!Es kann JEDEN treffen! Jedes Ding hat zwei Seiten und bevor man Voreilig Urteilt sollte man eben genau BEIDE Seiten betrachten

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    Karsten (28.07.2013)

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