1-Euro-Jobs und Mindestlohn
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Thema: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

  1. #1
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    1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Hallo,

    es soll doch jetzt einen gesetzlichen Mindestlohn geben, aber wieso sind denn dann die 1-Euro-Jobs noch gültig? Ist das nicht unrechtens? Oder werden die 1-Euro-Jobs auch abgeschafft? Habt Ihr davon schon mal was gehört? Ich finde das wäre doch gerechter?

  2. #2
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Zitat Zitat von didi Beitrag anzeigen
    ...... gesetzlichen Mindestlohn .., ..wieso sind ..dann die 1-Euro-Jobs noch gültig?
    ... Oder werden die 1-Euro-Jobs auch abgeschafft? Habt Ihr davon schon mal was gehört?....
    Nun didi, das mit den 1-Euro-Jobs, hast du wohl in die falsche Kehle gekriegt. Die 1€-Jobs sind keine Arbeitsverträge, sondern sollen ALG II-Empfängern eine Chance zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt geben. Was profitgierige AG daraus machten z.T. machten ist nicht das Thema, dennoch ist der Trend diese Eingliederungsmöglichkeit rückläufig und der Eine Euro sollte nur als Aufwandentschädigung dienen,zusätzlich zu den Fahrtaufwendugen und nicht als Bezahlung für die Tätigkeit gelten.

    Viele haben diese Maßnahme nicht verstanden, aber wenn derjenige eine andere Maßnahme machen muß, bekommt er keinen Euro die Stunde. Also stellt sich die Frage mit Mindestlohn und Bezahlung für einen ALG II Empfänger so garnicht. Einige werden dem nachtrauern, wenn sie diese -bei echter Chance-, nicht mehr nutzen können.

  3. #3
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Prostan schreibt schon was hier das wichtigste Merkmal ist:

    1 Euro Jobs sind keine Arbeit im herkömmlichen Sinne. Eigentlich ist es nur die Fortsetzung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Oder Sklavenarbeit für diejenigen die eh nicht eingliederbar sind aber billige Arbeitskräfte für darstellen und tollerweise auch noch aus den Statistiken verschwinden?

  4. #4
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Hier der genaue Wortlaut des Koalitionsvertrages zum Mindestrlohn:

    Allgemeine gesetzliche Mindestlohnregelung

    Gute Arbeit muss sich einerseits lohnen und existenzsichernd sein. Anderseits müs-
    sen Produktivität und Lohnhöhe korrespondieren, damit sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhalten bleibt. Diese Balance stellen traditionell die Sozialpartner über ausgehandelte Tarifverträge her.

    Sinkende Tarifbindung hat jedoch zunehmend zu weißen Flecken in der Tariflandschaft geführt. Durch die Einführung eines allgemein verbindlichen Mindestlohns soll ein angemessener Mindestschutz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sichergestellt werden.

    Zum 1. Januar 2015 wird ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde für das ganze Bundesgebiet gesetzlich eingeführt. Von dieser Regelung unberührt bleiben nur Mindestlöhne nach dem AEntG.
    Tarifliche Abweichungen sind unter den folgenden Bedingungen möglich:
    • Abweichungen für maximal zwei Jahre bis 31. Dezember 2016 durch Tarifvertrge repräsentativer Tarifpartner auf Branchenebene
    • Ab 1. Januar 2017 gilt das bundesweite gesetzliche Mindestlohnniveau uneingeschränkt.
    • Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Koalitionsverhandlungen geltende Tarifverträge, in denen spätestens bis zum 31. Dezember 2016 das dann geltende Mindestlohnniveau erreicht wird, gelten fort.
    • Für Tarifverträge, bei denen bis 31. Dezember 2016 das Mindestlohnniveau nicht erreicht wird, gilt ab 1. Januar 2017 das bundesweite gesetzliche Mindestlohnniveau.
    • Um fortgeltende oder befristete neu abgeschlossene Tarifverträge, in denen das geltende Mindestlohniveau bis spätestens zum 1. Januar 2017 erreicht wird, europarechtlich abzusichern, muss die Aufnahme in das Arbeitnehmerentsendegesetz (AentG) bis zum Abschluss der Laufzeit erfolgen.


    Die Höhe des allgemein verbindlichen Mindestlohns wird in regelmäßigen Abständen

    • erstmals zum 10. Juni 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2018 von einer Kommission der Tarifpartner überprüft, gegebenenfalls angepasst und anschließend über eine Rechtsverordnung staatlich erstreckt und damit allgemein verbindlich.


    Die Mitglieder der Kommission werden von den Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer benannt (Größe: 3 zu 3 plus Vorsitz). Wissenschaftlicher Sachverstand (ohne Stimmrecht) wird auf Vorschlag der Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer (1 plus 1) hinzugezogen. Der Vorsitz ist alternierend, die genaue Regelung wird hierzu im Gesetz getroffen. Wir werden das Gesetz im Dialog mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern aller Branchen, in denen der Mindestlohn wirksam wird, erarbeiten und mögliche Probleme, z.B. bei der Saisonarbeit, bei der Umsetzung berücksichtigen.
    Im Übrigen ist klar, dass für ehrenamtliche Tätigkeiten, die im Rahmen der Minijobregelung vergütet werden, die Mindestlohnregelung nicht einschlägig ist, weil sie in aller Regel nicht den Charakter abhängiger und weisungsgebundener Beschäftigung haben.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  5. #5
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten würden aber eh nicht die 1 Euro Jobs einschließen, oder? Eigentlich sagt das also nichts über 1 Euro Jobs aus, muss es aber auch nicht.

  6. #6
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Ich finde das aber nicht richtig. Auch wenn es zur Wiedereingliederung dienen soll. Wenn man seine Arbeit macht und dafür Geld bekommt, kann man die Anfahrtswege doch auch selbst bezahlen. Und 1 Euro Aufwandsentschädigung? Das ist einfach ungerecht finde ich.

  7. #7
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Über Sinn und/oder Unsinn dieser 1-Euro-Jobs lässt sich sicherlich streiten didi. Aber wie die anderen hier schon gesagt haben, hat der Mindestlohn damit absolut nichts zu tun, das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge und deshalb sollte man die nicht durcheinander werfen.

  8. #8
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Zitat Zitat von didi Beitrag anzeigen
    Ich finde das aber nicht richtig.
    ...Wiedereingliederung ... Anfahrtswege ... Aufwandsentschädigung?
    ...Das ist einfach ungerecht finde ich.
    Nun, von deinem Standpunkt kann man dass so stehen lassen, ändert jedoch nichts am eigentlichen Sachververhalt. Bei denjenigen die hierdurch eine echte Chance bekommen, wissen diese Chance zu schätzen.

    Es geht hier ja i.G., wie schon bekannt, um einen Hinzuverdienst, anders wäre es, wenn in dieser Zeit kein Ersatzleistung gezahlt würde, dem ist ja nicht so.

    Ich finde diese Maßnahme für jeden Langzeitarbeitslosen als gute Chance, ausgenommen bei Ausbeuter AGn! Allerdings denke ich auch, dass nach einer gewissen Zeit, alle Langzeitarbeitslose nicht nur Leistungen erhalten sollen -(wir sind ja ein Sozialstaat)-, sonder alle gemeinnützige Tätigkeit ausführen sollten.
    Somit würde auch bei einigen von denen die eingeschleifte Litargie eingedämmt.

  9. #9
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Ich hab mal ein paar naive Grundstzfragen zum Thema Mindestlohn:

    1. Wieso geht das nicht schneller, sondern dauert erst mal 1 ganzes Jahr bis es ansatzweise umgesetzt wird?
    2. Wieso ist das Ganze dann erst ab 2017 bzw. 2018 wirklich rechtskräftig?
    3. Wieso können wir heute sagen, dass 2017 ein Mindestlohn von 8,50€ angemessen ist und nicht aufgrund der ökonomischen Lage vielleicht 10,50€ das Existenzminimum sichern? Was ist, wenn die 8,50€ in ein paar Jahren tatsächlich zu wenig sind?

  10. #10
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    AW: 1-Euro-Jobs und Mindestlohn

    Zitat Zitat von Papaya Beitrag anzeigen
    Ich hab mal ein paar naive Grundstzfragen zum Thema Mindestlohn:

    1. Wieso geht das nicht schneller, sondern dauert erst mal 1 ganzes Jahr bis es ansatzweise umgesetzt wird?
    2. Wieso ist das Ganze dann erst ab 2017 bzw. 2018 wirklich rechtskräftig?
    3. Wieso können wir heute sagen, dass 2017 ein Mindestlohn von 8,50€ angemessen ist und nicht aufgrund der ökonomischen Lage vielleicht 10,50€ das Existenzminimum sichern? Was ist, wenn die 8,50€ in ein paar Jahren tatsächlich zu wenig sind?
    Es würde schneller gehen, wenn es gewollt wäre und der Mindestlohn von 8,50€ bedeutet, dass unter Umständen immer noch aufgestockt werden muss. Bei 10,50€ Stundenlohn wäre zumindest die Grundsicherung gewährleistet. Das ist das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen, worauf sich CDU/CSU und SPD geeinigt haben. Spannend wird sein, ob es so auch umgesetzt wird.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

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