Transfermaßnahmen
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Thema: Transfermaßnahmen

  1. #1
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    Transfermaßnahmen

    Was sind denn Transfermaßnahmen bitte? Wenn man danach googlet findet man das:
    Transfermaßnahmen - www.arbeitsagentur.de
    Und da versteh ich nur Bahnhof. Kann jemand nochmal nachhelfen bitte?

  2. #2
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Transfermaßnahmen

    Hallo Katze und herzlich Willkommen hier im Forum.

    Wenn Firmen ganze Abteilungen schließen, die Leute aber nicht entlassen wollen, werden sogenannte Transfergesellschaften gegründet. Diese werden dann von der AfA getützt, damit diese Leute wieder in Arbeit kommen. Das heißt, das über diese Transfergesellchaften die Leute an andere AG´s vermittelt werden.

    @All: Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege. Danke.
    Wer glaubt, das ein Bauleiter einen Bau leitet,
    der glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

  3. #3
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Transfermaßnahmen

    Zitat Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
    ...Transfergesellschaften ... werden ..von der AfA getützt, damit diese Leute wieder in Arbeit kommen....
    @All: Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege. Danke.
    Die Dinge verhalten sich intern zwar etwas komplizierter, aber i.G. Sn00py, gibt es da nicht viel zu korrigieren.

    Ganz richtig hast du gesagt, dass das Unternehmen in Finanzprobleme gekommen ist, was auch immer und seine MA nicht halten kann. Als Übergang in den neujen Arbeitsmarkt, springen als arbeitsrechtlicher Handlungsapparat die sog. Transfergesellschaften ein.und die Transfermaßnahmen nehmen ihren Lauf.
    D.h.
    Transfermaßnahmen finden in der Kündigungsfrist bis zum Ausscheiden der Arbeitnehmer aus dem Betrieb statt und umfassen alle Maßnahmen zur Eingliederung von Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt, an deren Finanzierung sich der Arbeitgeber beteiligt.
    Tranfermaßnahmen müssen durch einen Dritten (Träger) durchgeführt werden. Ziel ist es, die Vermittelbarkeit der betroffenen Arbeitnehmer zu verbessern
    Da die Arbeitsagentur bzgl. Fördermittel, Transferkurzarbeitergeld, etc hier nach gesetzl. Gegebenheit stark eingebunden ist, spielt sie eine wesendliche Rolle bei den Transfermaßnahmen.

    Zur Verdeutlichung des Ablaufes, hilft gegebenfalls diese einfache Grafik.
    Transfermaßnahme.jpg
    Ablauf Transfermaßnahmen
    Wie man sieht, wäre der worst case an Ende der Transfermaßnahmen als Endstation die Arbeitslosigkeit.

    Wenn KATZE nur diese Definition interessiert hat, hoffe ich, dass es so verständlich rübergekommen ist.

  4. #4
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    AW: Transfermaßnahmen

    Zitat Zitat von Prostan Beitrag anzeigen
    Wie man sieht, wäre der worst case an Ende der Transfermaßnahmen als Endstation die Arbeitslosigkeit.
    Allerdings wäre sie das ohne Transfermaßnahme ja auch.

  5. #5
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Transfermaßnahmen

    Zitat Zitat von Karsten Beitrag anzeigen
    Allerdings wäre sie das ohne Transfermaßnahme ja auch.
    Danke Karsten für den Hinweis. Man willig ja der Transfermaßnahme zu und das sollte man auch, wenn man den worst case, also die Arbeitslosigkeit bis zu 12 Mon. hinauszögern könnte, wenn die Transfermaßnahmene wie:
    z.B. folgende Fördermaßnahmen:
    • Maßnahmen, mit gezielter Hilfe bei Bewerbung und Stellensuche
      durch ein Bewerbungs-/Orientierungsseminar
    • Outplacementberatung
    • Kurzqualifizierungsmaßnahmen
    • Maßnahmen der arbeitsplatzbezogenen Qualifizierung
    • Praktika
    • Fortsetzung der Ausbildung bei Auszubildenden
    • und Existenzgründungsberatung
    nicht greifen würden! Was ja bildlich aus der Grafik hervorgeht.

  6. #6
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    AW: Transfermaßnahmen

    Oha, das hat jetzt eigentlich die Frage schon so gut wie beantwortet...
    Danke für die Grafik Prostan hast du die jetzt wegen mir gemacht?

  7. #7
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Transfermaßnahmen

    Wobei nicht alles was glänzt auch Gold ist. Ich war 12 Monate in einer Transfergesellschaft, wie auch über 100 meiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Ich habe auch als damaliger Betriebsratsvorsitzender an der Betriebsvereinbarung maßgeblich mitgewirkt. das positive daran war, dass wir:
    • 98% unseres letzten Nettolohnes erhielten
    • unsere Abfindung nicht auf das zukünftige ALGI angerechnet bekamen
    • unser letzten Verdienst im Betrieb als Grundlage für die Berechnung von ALGI diente
    • dass wir unsere älteren Kolleginnen und Kollegen dort "einparken" kionnten und sie somit weniger Rentenabschläge hinnehmen mussten
    • eine Prämie erhielten, wenn wir vorzeitig aus der Transfergesllschaft ausgeschieden sind
    • Praktikas in Betrieben machen konnten.


    Allerdings war die Qualifizierungsmöglichkeit recht beschränkt. Es gab die Leistungen, die man auch erhält, wenn man arbeitslos gemeldet ist. Die Maßnahmen werden von der Transfergesellschaft empfohlen und von der Arge letztendlich genehmigt. Was nicht empfohlen wird, erhält man nicht. Auch dann nicht, wenn man persönlich bei der ARGE vorspricht.

    In den letzten fünf Jahren haben Transfergesellschaften auch die Genehmigung zur Vermittlung in Zeitarbeit. Den Gewinn hierfür fließt nicht in die Qualifizierung sondern in die Tasche der Gesellschaft. Deshalb ist es als Betriebsrat wichtig, dass die entsprechende Transfergesellschaft, mit der es zum Abschluss kommt, bemüht ist, zu vermittelt. Wir hatten eine Gesellschaft gefunden, die eine Vermittlungsquote von 67% vorzuweisen hatte. Diese vermittelt mittlerweile auch Zeitarbeiter, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Verdienst entsprechend den Festangestellten vereinbart gilt und dass nach dem vereinbarten Zeiteinsatz von längsten 6 Monaten eine Übernahme erfolgt.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  8. #8
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Transfermaßnahmen

    Zitat Zitat von Erdenmensch Beitrag anzeigen
    Wobei nicht alles was glänzt auch Gold ist. .... das positive daran war, dass wir:
    1. 98% unseres letzten Nettolohnes erhielten
    2. unsere Abfindung nicht auf das zukünftige ALGI angerechnet bekamen
    3. unser letzten Verdienst im Betrieb als Grundlage für die Berechnung von ALGI diente
    4. ... älteren Kolleg/innen dort "einparken" ..und sie ..weniger Rentenabschläge ..
    5. eine Prämie erhielten, wenn wir vorzeitig aus der Transfergesllschaft ausgeschieden sind
    6. Praktikas in Betrieben machen konnten

    .....
    Richtig, manches was glänzt, kann sogar Platin sein. Gehe ich mal nur auf die Punkte 1+2 ein. Ich möchte diesmal nicht wieder mit einer Tabelle Berechnungstabelle kommen, daher mal in Prosa.
    Ich gehe mal von einem Nettoeinkommen von 2500€ aus. Dann bekäme diese Person in 12 Mon. ca.29.400€. Ausgehen von diesem Einkommen würde das ALG1 berechnet, dann wären das, im Folgejahr, ca. 17.640€ im Gegensatz zu 18.000€, wenn er sofort Arbeitslos wäre. Dies würde hier einen Verlust von ca. 400€ an ALG1 ausmachen. Durch die Transfermaßnahme hätte er jedoch 29.400€ bekommen, zieht man den Verlust vom geringeren ALG1 ab, käme er denoch auf einem Gewinn in den 2 Jahren auf 29.000€. Dies Beispiel ist natürlich auf jedes Nettoeinkommen umsetzbar.

    Die Punkte 2+3 erklären sich von selbst, auch die Prämie Pkt.5, die der MA bekommt, wenn er vorzeitig einen Job gesucht hat und sich die Prämie einstreicht und so fast ohne fin. Nachteile davon kommt.
    Und wenn die die Transfergesellschaft es noch schaftt, fast 70% in Lohn und Brot zu bringen, ist
    dies natürlich mit der günstigste Variante..
    Geändert von Prostan (17.10.2013 um 22:36 Uhr)

  9. #9
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    AW: Transfermaßnahmen

    Also kann man sagen dass Transfergsellschaften eigentlich an sich gut sind, oder?

  10. #10
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    AW: Transfermaßnahmen

    Wenn man bei der Transfergesellschaft ausscheidet wird das ALG1 vom betrieblichen Entgelt berechnet. Das bedeutet in deinem Beispiel, dass 18000€ fällig wären und nicht 17640€; also noch mehr Platin. Nur eines würde mich interessieren: Wer bekommt 2500€ netto???????? Ein Arbeiter an der Drehbank? Also in der Metall- und Elektroindustrie muss man da schon Vorarbeiter sein.

    Weiterhin ist die Festlegung der Entlohnung in der Transfergesellschaft davon abhängig, wieviel an Kündigungsfrist und Kündigungsfristlöhnen zur Verfügung steht und was zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung verhandelt wird. Sind überwiegend kurze Kündigungsfristen kann die Verweildauer auch mal nur 3 Monate vereinbart sein, da die Kündigungsfrist in die Trandfergesellschaft mit einfließt. Will sagen, dass bei von der Gesamtzeit die Kündigungsfrist abzuziehen ist, da sich von diesen eingesparten Lohnkosten die Aufstockung und die Verwaltungskosten der Transferkostenabgegolten werden mussen. Im schlimmsten Fall erhält man lediglich das Transferkurzarbeitergelt, das dem ALG1 entspricht.
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