Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit
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Thema: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

  1. #1
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    Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Hallo ich wurde bei einer Zeitrarbeitsfirma gekündigt, ohne richtige Begründung aber ok.

    Habe dann das normale Prozedere durch gemacht, und jetzt die Überraschung: Wegen personenbedingter Kündigung wäre eine Sperrzeit rechtens von 1-3 Monaten...

    Was soll denn das? Ich weiß von gar nichts und werde hier total zum Spielball.
    Wer kann mir helfen, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen?

  2. #2
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Hast Du einen Rechtsbeistand? Solange Du keinen goldenen Löffel gestohlen hast kann man Dir nicht einfach personenbedingt kündigen. Da muss schon etwas gravierendes vorgefallen sein. Ich denke das ist nicht der Fall und hier wäre ein Betriebsrat nötig. Den wird es vermutlich aber nicht geben, deshalb wäre es gut einen Rechtsanwalt aufzusuchen.

  3. #3
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Man bekommt doch nur eine Sperre wenn man selbst kündigt? Personenbedingt, wie ist das gemeint? Dann kann ja jeder Arbeitgeber willkürlich kündigen, wenn einem die Nase nicht passt oder? Und dann bekommt man obendrauf noch eine Sperre? Wie soll man das verstehen? Ich würde auch sagen, geh mal zu einem Rechtsanwalt für eine Beratung.

  4. #4
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Woher weiß das Arbeitsamt denn, dass es eine personenbedingte Kündigung war, wenn du nicht einmal etwas davon weißt?

    Haben die mit dem vorigen AG telefoniert?

    Ist denn im Vorfeld irgendetwas vorgefallen ode rkam das wirklich aus heiterem Himmel?

    Wenn man dich nur loswerden wollte, dann solttest du dir tatsächlich eine Rechtsberatung suchen.
    Mein Pferd: Nur ein PS, aber fünf rasante Gänge!

  5. #5
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Kann es ein, dass man dich da personenbedingt gekündigt hat, weil die nicht wussten wie man dich sonst "schnell" raus kriegt?

  6. #6
    Status: keine Angabe Array Avatar von Tante Emma
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Nachhaken ohne einen schwerwiegenden Grund können sie Dir nicht einfach kündigen und dem Kind einen Namen geben den sie wollen. Also, Personenbedingt. Als Arbeitsloser hast Du doch eine Beratung bei einem Rechtsanwalt frei, soviel ich weiß, nimm es einfach in Anspruch, gegebenenfalls setzt er auch einen Widerspruch für Dich auf.

  7. #7
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Ok also nochmal zum Mitschreiben: Ihr denkt, dass man sich hier bei der Firma beschweren sollte bzw. auch beim Amt fragen sollte woher die das mit der personenbedingten Kündigung wissen?

    Es fiel eigentlich nichts vor was irgendwie negativ war, denke ich. Ich habe die Arbeit jetzt nicht geliebt, dort, aber auch nicht gehasst oder es offen gezeigt wenn ich unzufrieden war oder so.

  8. #8
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Dann meine ich aber auch dass die personenbedingte Kündigung willkürlich herbeigezogen wurde. Da würde ich mich an Deiner Stelle wirklich beschweren. Eine Begründung müssten sie Dir auch nennen damit Du Widerspruch einlegen kannst, falls die überhaupt eine Begründung haben, was ich nicht einmal glaube.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  9. #9
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Zitat Zitat von MoZi Beitrag anzeigen
    Hallo ich wurde bei einer Zeitrarbeitsfirma gekündigt, ohne richtige Begründung aber ok.

    Habe dann das normale Prozedere durch gemacht, und jetzt die Überraschung: Wegen personenbedingter Kündigung wäre eine Sperrzeit rechtens von 1-3 Monaten...

    Was soll denn das? Ich weiß von gar nichts und werde hier total zum Spielball.
    Wer kann mir helfen, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen?
    Hallo MoZi, willkommen im Forum.
    Zuerst eine entscheidende Frage: Ist die Kündigung personenbedingt oder verhaltensbedingt ausgesprochen worden. Hierbei handelt es sich um zwei unterschiedliche Kündigungsformen, bei der eine verhaltensbedingte Kündigung meist mir einer Sperrfrist seitens der ARGE belegt werden kann.
    Fällt dein Arbeitsverhältnis unter das KSchG (Kündigungsschutzgesetz)(mindestens als 10 Beschäftigte; länger als 6 Monate beschäftigt), braucht der Arbeitgeber nicht nur für eine außerordentliche, sondern auch für eine ordentliche Kündigung einen vernünftigen Grund, damit die Kündigung wirksam ist.

    Das KSchG bietet dem Arbeitgeber drei Gründe an,
    • nämlich die Kündigung aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers,
    • die Kündigung aus Gründen im Verhalten des Arbeitnehmers und
    • die Kündigung aus betriebsbedingten Gründen.

    Bei der personenbedingten Kündigung liegen die Gründe der Kündigung in der Person des Arbeitnehmers. Hierunter fallen insbesondere Krankheiten des Arbeitnehmers, fehlende Eignung, fehlende Arbeitserlaubnis, Verbüßung einer Freiheitsstrafe. Von einer personenbedingten Kündigung ist daher auszugehen, wenn die arbeitsvertragliche Pflichtverletzung auf Umstände beruhen, die vom Arbeitnehmer nicht steuerbar sind.
    Nach der Rechtsprechung müssen die folgenden vier Voraussetzungen vorliegen, damit eine personenbedingte Kündigung wirksam ist:
    1. Es muß feststehen, daß der Arbeitnehmer aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften künftig nicht in der Lage, seine arbeitsvertraglichen Pflichten zu erfüllen. Diese Voraussetzung nennen die Juristen kurz "negative Prognose".
    2. Es muß feststehen, daß es dadurch zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers kommt. Diese Voraussetzung nennt man Interessenbeeinträchtigung.
    3. Es darf keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit des Arbeitnehmers auf einem anderen freien Arbeitsplatz in dem Betrieb oder dem Unternehmen geben, d.h. es darf keine andere Einsatzmöglichkeit geben, bei der sich die mangelnde Eignung des Arbeitnehmers nicht oder kaum bemerkbar machen würde.
    4. Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer und des bisherigen Verlaufs des Arbeitsverhältnisses die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen (siehe Punkt 2.) nicht mehr weiter zugemutet werden kann.


    Fehlt auch nur eine dieser Voraussetzungen, ist die Kündigung unwirksam. Wenn Du, nach eigener Angabe, eine personenbedingte Kündigung erhalten hast, muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung, Kündigungsschutzklage erhoben werden. Wenn diese in § 4 Satz 1 KSchG bestimmte Frist für die Erhebung der Klage versäumt wird, gilt die Kündigung als von Anfang an rechtswirksam (§ 7 KSchG). Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast oder rechtliche Vertretung durch die Gewerkschaft beanspruchen kannst, riskierst Du durch eine Kündigungsschutzklage in der Regel nichts.Vielmehr zeigst du damit, dass du für deinen Arbeitsplatz einstehst.

    Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung einer Sperrfrist ist der Weg eines Widerspruches. Hier ein Muster (nur wenn die Kündigung personenbedingt ausgesprochen wurde):

    Vor- und Nachname
    Anschrift

    An die
    Agentur für Arbeit ______________
    Anschrift

    Ort, den Datum


    Ihr Bescheid vom (Datum)

    Ihr Zeichen: ____________ Kundennummer: ________________________


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Mit Bescheid vom (Datum) kündigen Sie eine ___-wöchige Sperrzeit an. Damit bin ich nicht einverstanden.
    Zur Begründung:

    (sachlich, schlüssig und ausführlich erklären, warum die Sperrzeit aus Deiner Sicht nicht gerechtfertigt ist; z.B. bei personenbedingter Kündigung: Mir wurde am ____ zum ____aus Gründen, die ausschließlich in der Person liegen gekündigt. Die Umstände der personenbedingten Kündigung liegen in meinen persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften, die ich weder steuern noch vertreten kann. Daher kann nicht von einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ausgegangen werden.)

    Daher lege ich Widerspruch gegen Ihren Bescheid ein und bitte, den Sachverhalt nochmals zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Unterschrift



    Soweit meine Meinung. Solltest du weitere Hilfe benötigen, stehe ich gerne zur Verfügung.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  10. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Erdenmensch für diesen nützlichen Beitrag:

    bepe0905 (19.11.2014)

  11. #10
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    AW: Personenbedingte Kündigung und Sperrzeit

    Hallo Erdenmensch, danke für deinen Beitrag, den werde ich mir sehr zu herzen nehmen vor allem was du übver den Widerspruch schreibst. Danke dafür.
    Ich frage mich jetzt drei Sachen:
    1. Wieso denken die, dass es wegen einer personenbedingten Kündigung eine Sperre geben muss.
    2. Haben die die Zeitarbeitsfirma angerufen ohne mir das zu sagen.
    3. Wieso wurde ich überhaupt personenbedingt gekündigt.

    Auf alle drei habe ich keine Antwort.

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