Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen? - Seite 2
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Thema: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

  1. #11
    Status: keine Angabe Array Avatar von Tante Emma
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Dem Chef eine schriftliche Abmahnung geben ist einerseits ein Druck auf Deinen Chef, dass Du es nicht mehr hinnimmst Dein Geld zu spät zu bekommen, das ist schon okay. Auf der anderen Seite, wie gut ist das Verhältnis zu Deinem Chef? Wie wäre es mit einer ausgesprochenen Ermahnung vor der Abmahnung. Vielleicht wäre das der erst mal bessere Weg?

  2. #12
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Das Verhältnis mit dem Chef ist spätrestens dann gestört, wenn geschuldetes Geld eingefordert wird, egal auf welche weise. Letzutendlich geht es hier darum, ob das geld dem Chef "gespendet" wird und kostenlos malocht wird (senkt enorm die Personalkosten) oder, damit Essen, Kleidung...... gekauft werden kann, dem Chef klar gemacht wird, dass man sich nicht auf der nase herumtanzen läßt.

    Ich habe eiune ähnliche Situation in Thüringen erleben müssen. Einkleiner Betrieb mit 26 Beschäftigten zahlte den Arbeitnehmern seit fünf Monaten keinen Lohn. Der Betrieb ging in Konkurs. Die Beschäftigten erhielten für drei Monate Konkursausdfallgeld. Die restlichen zwei Monatsgehälter wurden nie nachgezahlt. Zusätzlich mussten die Beschäftigten Überziehungszinsen bei der Bank zahlen, die sie ebenfalls nicht erstzt bekommen hatten. Und das alles nur, weil sie den Chef nicht verärgern wollten. Den Chef hats gefreut.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  3. #13
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Ich habe auch das Gefühl dass da was finanziell nicht ganz auf der Reihe ist. Dem Chef müsste das doch oberpeinlich sein? Lass Dich bloß nicht abwimmeln, er meint es sicher nicht gut und was Erdenmensch geschrieben hat sagt ja eigentlich alles.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  4. #14
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Sag ihm einfach dass er Dein Geld zahlen und ab sofort auch pünktlich zahlen muss, dass er für eventuelle Überziehungszinsen aufkommen soll und dass Du beim nächsten Verzug einen Rechtsanwalt aufsuchst. Möglich ist ja dass Dein Chef denkt dass er am längeren Hebel sitzt und Du zwar was sagst aber nichts unternimmst.

  5. #15
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Wir sollten doch mal etwas klarstellen:
    Du kannst deinem Chef eine Mahnung schicken, wenn die nächste Lohn- und Gehaltszahlung wieder nicht pünktlich auf deinem Konto ist, aber du kannst deinen Chef nicht "Abmahnen" (auch wenn einige hier diesen Begriff ziemlich munter gebrauchen).
    Denn "Abmahnung" ist ein feststehender Begriff, der zwar im Arbeitsrecht anzutreffen ist, aber hier kann nur ein Vorgesetzter einen (unterstellten) Mitarbeiter abmahnen - und nicht umgekehrt. Die Gründe für eine Abmahnung sind meistens unzureichende Arbeitsleistungen, Fehler, eigenmächtiges handeln und Kompetenzüberschreitungen.
    Und dann kennen wir den Begriff "Abmahnung" auch aus dem Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und gewerblichem Rechtschutz sowie aus der Internetnutzung (z.B. Filesharing).

    Grundsätzlich wird kein Unternehmen mutwillig seinen Mitarbeitern das Gehalt verspätet auszahlen. Denn jeder Chef weiß, das gute Mitarbeiter sich dies nicht ewig gefallen lassen - und wenn sie fort sind, dann ist es nicht leicht und kostet wieder zusätzlich Geld, neue Mitarbeiter zu finden.
    Also kannst du davon ausgehen, dass es eurer Firma momentan finanziell nicht gut geht. Möglicherweise habt ihr zwar genügend Aufträge - aber zu schlechten Konditionen oder mit zu langen Zahlungszielen. Oder der Laden läuft im Moment nicht gut.
    Da hilft eigentlich nur, zum Chef zu gehen und Klartext zu reden. Er soll euch über die Lage der Firma informieren - und das nicht nur jetzt gerade ein Mal, sondern so lange, bis die Zahlungen wieder korrekt laufen.
    Ich gehe davon aus, dass Ihr keinen Betriebsrat habt - sonst sollte der sich jetzt mal in die Sache einbringen.

    Und rein vorsichtshalber würde ich mich schon mal auf dem Stellenmarkt umsehen, meine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen und vielleicht auch die eine oder andere "Probe"-Bewerbung losschicken. Denn auch um Bewerbungen zu schreiben und Vorstellungsgespräche zu führen ist es nicht falsch, wenn man etwas Übung hat.....

  6. #16
    Status: . . . . . . Array Avatar von -a bacus
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Zitat Zitat von bepe0905 Beitrag anzeigen
    Wir sollten doch mal etwas klarstellen:

    1. Du kannst deinem Chef eine Mahnung schicken, wenn die nächste Lohn- und Gehaltszahlung wieder nicht pünktlich auf deinem Konto ist,

    2. aber du kannst deinen Chef nicht "Abmahnen" (auch wenn einige hier diesen Begriff ziemlich munter gebrauchen).

    3. Denn "Abmahnung" ist ein feststehender Begriff, der zwar im Arbeitsrecht anzutreffen ist, aber hier kann nur ein Vorgesetzter einen (unterstellten) Mitarbeiter abmahnen - und nicht umgekehrt.
    Nun, um es einmal richtig klarzustellen: Bei einem Arbeitsverhältnis liegt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Arbeits-Vertrag mit Pflichten und Rechten die beide Parteien einhalten müssen. Sollte eine Partei dagegen verstoßen, kann sie die Gegenpartei abmahnen. Somit auch der Arbeitnehmer, der von diesem Recht nicht ausgeschlossen ist.

    Eine Mahnung schreiben dürfte er zwar auch, betrifft jedoch nur das Mahnwesen mit allem drum und dran, jedoch nicht das Arbeitsrecht mit seinen möglichen androhbaren Konsequenzen.

    Aber, wer arbeitet bei solchen Maßnahmen gerne in einem solchen Betrieb, wenn nicht klare Absprachen möglich sind.

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  8. #17
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Ob er eine Mahnung schickt oder eine Abmahnung erteilt, das Verhältnis zum Arbeitgeber ist gestört und am Ende am Ende. Wenn es schon öfter vor kam dann nützt alles nichts, das Vertrauen ist weg. Ich würde mir in dem Fall unbedingt eine neue Arbeitsstelle suchen und kündigen, sobald ich sie habe. Und ich würde auf mein Geld und Recht pochen, es einklagen, egal wie die nächste Zeit sein wird, zwischen mir und dem Chef. Es ist ein Unding dass sich Dein Chef so regelwidrig verhält.

  9. #18
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Zitat Zitat von bepe0905 Beitrag anzeigen
    Wir sollten doch mal etwas klarstellen:
    Du kannst deinem Chef eine Mahnung schicken, wenn die nächste Lohn- und Gehaltszahlung wieder nicht pünktlich auf deinem Konto ist, aber du kannst deinen Chef nicht "Abmahnen" (auch wenn einige hier diesen Begriff ziemlich munter gebrauchen).
    Denn "Abmahnung" ist ein feststehender Begriff, der zwar im Arbeitsrecht anzutreffen ist, aber hier kann nur ein Vorgesetzter einen (unterstellten) Mitarbeiter abmahnen - und nicht umgekehrt. Die Gründe für eine Abmahnung sind meistens unzureichende Arbeitsleistungen, Fehler, eigenmächtiges handeln und Kompetenzüberschreitungen.
    Und dann kennen wir den Begriff "Abmahnung" auch aus dem Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und gewerblichem Rechtschutz sowie aus der Internetnutzung (z.B. Filesharing).
    Hallo bepe, auch Personalberater können mal irren.
    Sehr wohl hat ein Arbeitnehmer das Recht eine Abmahnung gegen seinen Arbeitgeber auszusprechen. Denn wenn sich in einem Arbeitsverhältnis eine Vertragspartei vertragswidrig verhält, die andere Vertragspartei zunächst einmal in der Art einer Warnung vor Augen führt, dass sie nicht bereit ist, dieses vertragswidrige Verhalten weiter zu dulden. Die Abmahnung ist also eine Aufforderung an den Vertragspartner, unverzüglich sein vertragswidriges Verhalten zu ändern, weil sonst der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist oder andere schwerwiegende Konsequenzen eintreten.
    Dies gilt für beide Vertragsparteien, also auch dann, wenn der Arbeitnehmer Fehler im Verhalten des Arbeitgebers abstellen will.
    Die Abmahnung muss, wenn sie rechtswirksam sein soll, ganz konkret und unmissverständlich aufführen:

    1. welche konkreten hiermit beanstandeten Verhaltensweisen bisher gezeigt wurden
    2. dass dieses Verhalten nicht länger hingenommen werden kann, vielmehr konkret bezeichnete Verhaltensweisen einzuhalten sind und
    3. den Hinweis darauf, welche Konsequenzen der Arbeitnehmer anderenfalls, wenn sich die eingeforderte Veränderung nicht einstellt, ziehen will.

    Formerfordernisse bestehen hierbei nicht, so dass eine Abmahnung im Prinzip auch mündlich ausgesprochen werden kann. Es empfiehlt sich jedoch wegen der Beweissicherung, die Abmahnung schriftlich zu verfassen.
    Grundsätzlich sind seitens des Arbeitnehmers nur diejenigen Konsequenzen androhen sollte, die

    1. seiner gegenwärtigen Interessenlage entsprechen
    2. gerichtlich durchsetzbar erscheinen und
    3. die er auch wirklich bereit ist, im Verweigerungsfall später auch tatsächlich gerichtlich durchzusetzen.

    In diesem Fall ergeben sich 3 mögliche Szenarien/Konsequenzen:

    1. Rückbehaltungsrecht seiner Arbeitskraft, wenn mindestens zwei volle Monate kein Gehalt ausgezahlt wurde (derzeitige gängige Rechtsprechung des BAG)
    2. Schadensersatzansprüche geltend machen (Überzeihungszinsen, Stornokosten.....)
    3. fristlose Kündigung, wobei hier zu beachten ist, dass dies der allerletzte Schritt sein sollte und wenn alle anderen Maßnahmen unternommen wurden, vergeblich waren oder mit hoher Sicherheit keine anderweitige Abhilfe zu erwarten ist.

    Der Arbeitnehmer hat bei erfolgreicher fristloser Kündigung Anspruch auf Schadensersatz auf entgangenen Lohn, Sonderzuwendungen etc, beschränkt auf die Dauer der ordentlichen Kündigungsfrist.
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    Dagobert Dick (01.08.2016)

  11. #19
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Das ist jetzt für mich recht kompliziert, ich werde wohl sehr genau darüber nachdenken müssen.

    Ich war bei meinem Chef im Büro und habe ihm erklärt dass ich Schritte einleiten muss, wenn ich mein Geld nicht pünktlich bekommen werde, er hat versprochen dass meine nächsten Gehälter innerhalb der ersten Woche eines Monats (also für Juli diese Woche) überwiesen werden. Ich weiß nicht ob ich ihm diesmal wieder glauben kann, schließlich hat er bis jetzt sein Wort nicht gehalten. Ich habe ihm klar gemacht was es für mich bedeutet wenn mein Geld nicht pünktlich da ist. Ich werde es sehen...

  12. #20
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    AW: Darf ein Arbeitnehmer seinen Chef abmahnen?

    Hallo Dagobert,
    es liegt in deiner Hand, ob Du diese Woche abwarten möchtest. Weiterhin kommt es darauf an, was in deinem Arbeitsvertrag in puncto Auszahlungszeitraum des Arbeitsentgelts vereinbart wurde. Ist kein Auszahlungszeitpunkt vereinbart, wird der Lohnanspruch immer erst nach geleisteter Arbeit fällig. Da es mittlerweile üblich ist, die Vergütung monatlich zu zahlen, ist hier der 1. des nachfolgenden Monats der Zeitpunkt, an dem das Arbeitsentgelt durch den Arbeitgeber fällig ist.

    Sollte der Arbeitgeber dein ausstehendes Gehalt zahlen, kannst Du ihn schriftlich darauf aufmerksam machen, dass Du zukünftig erwartest, dass dein Gehalt zum arbeitsvertraglich vereinbarten Termin auf deinem Konto gutgeschrieben wird. Sollten Dir zukünftig aufgrund verspäteter Gehaltszahlungen Nachteile entstehen, er sich Schadensersatzpflichtig macht und Du dies nebst Verzugszinsen einfordern wirst. Ist in Deinem Arbeitsvertrag kein Auszahlungszeitpunkt vereinbart, kanns du dies analog zum ersten eines jeden Monats anwenden.

    Sollte der Arbeitgeber dein ausstehendes Gehaklt nicht auszahlen, solltest Du Dir darüber Gedanken machen, ob Du den Rechtsweg einschlagen willst.

    Natürlich sind beide Optionen Ratschläge. Ob und in welchem Umfang Du diese nutzt, belibt letztendlich Dir überlassen. Eines solltest Du Dir noch überlegen: Aufgrund einer evtl. späteren Beweislage, schriftlich beim Chef zu intervenieren. Denn alles mündliche kann bestritten werden und Du trägst hierbei die Beweislast.
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