Ich soll Aushilfe bezahlen
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Thema: Ich soll Aushilfe bezahlen

  1. #1
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    Ich soll Aushilfe bezahlen

    Ich habe einen 450,00 Euro Job im Shop einer Tankstelle. Letzte Woche bin ich krank geworden und konnte beim besten Willen nicht an die Arbeit. Ich habe gleich beim Pächter angerufen und ihn meinen Ausfall gemeldet, habe auch gesagt dass ich die Krankmeldung nachreiche. Da sagt er mir doch am Telefon dass er sie nicht braucht, er hat jemanden kurzfristig eingestellt und ich soll der Aushilfe dann von meinem Lohn die Zeit bezahlen, die er an meiner Stelle gearbeitet hat. Das ist doch nicht richtig, oder?

  2. #2
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Du bist versichert und Dein Arbeitgeber kann nicht verlangen dass Du wegen Krankheit Deinen Ersatz bezahlen musst. Wenn er darauf besteht, ruf bei Deiner Krankenkasse an und frag dort nach.

  3. #3
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Das kann ich mir auch nicht vorstellen, als 450-Euro Jobber bist Du krankenversichert und auch bei einer Krankheit abgesichert. Dein Chef muss die Aushilfe selber bezahlen, nicht Du.

  4. #4
    Status: . . . . . . Array Avatar von -a bacus
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Zitat Zitat von Asphalt Cowboy Beitrag anzeigen
    I Krankmeldung
    ich soll der Aushilfe dann von meinem Lohn die Zeit bezahlen, die er an meiner Stelle gearbeitet hat. Das ist doch nicht richtig, oder?
    oder aber, so richtig !

    Denn auch als Aushilfe hast du sogar das Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für deine regulären Arbeitstage.
    Dass du im Krankheitsfall deinen Ersatzaushilfe bezahlen sollst, grenzt an Unverschämtheit und Illegalität im höchsten Stil.

    Wie du vorgehst, müßt du jedoch entscheiden, denn hier ist Ärger mit deinem AG schon vorbestimmt. Recht hat er nicht!!!
    Geändert von -a bacus (31.05.2015 um 14:45 Uhr)

  5. #5
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Da ist es wieder, Recht haben, Recht bekommen und Stelle weg. Und nun? Doch bereitwillig die Aushilfe selbst entlohnen und sich ewig ärgern?

  6. #6
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Ich finde, das geht wirklich zu weit und wenn die AN das mit sich machen lassen, dann hat so ein Verhalten auch kein Ende.

    Dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wer weiß, was der AG als Nächstes bezahlt haben möchte, vielleicht den Schreibtisch?
    Mein Pferd: Nur ein PS, aber fünf rasante Gänge!

  7. #7
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Das wäre ehrlich gesagt ein Grund für mich, mit dem Anwalt zu drohen. 100% Solidarität für dich von mir!!

  8. #8
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung. Aber wenn ich im Recht bin und es verweigere dann kann ich ja trotzdem einen Anwalt nehmen? Ich würde dort zwar gerne weiter arbeiten aber das kann ich dann leider abschreiben. Danke für Eure Unterstützung, ich glaube mein Chef hält mich einfach nur für dumm?

  9. #9
    Status: keine Angabe Array Avatar von skars
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Auf welche Ideen manche Leute kommen. Lass dich darauf auf keinen Fall ein. Dann such dir wirklich lieber einen anderen Aushilfsjob. Wahnsinn...
    Wir retten die Welt!

  10. #10
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Ich soll Aushilfe bezahlen

    Hallo Asphalt Cowboy,
    Gemäß § 5 Abs.1 Satz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) ist der Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Unverzüglich heißt, so schnell wie möglich, idealerweise dann, wenn der Arbeitnehmer eigentlich bei der Arbeit erscheinen müsste, wäre er nicht erkrankt.
    Gegen diese Pflicht verstoßen Arbeitnehmer oft, weil sie z.B. um 09:00 Uhr erst einmal beim Arzt sind und sich krank schreiben lassen, um danach, d.h. mit der Krankschreibung in der Tasche, beim Arbeitgeber anzurufen und sich für diesen Tag und die folgenden Tage (entsprechend der Krankschreibung) abzumelden. Zur Krankmeldung ist der Arbeitnehmer aber schon vor der Krankschreibung durch den Arzt verpflichtet, d.h. dann, wenn er weiß, dass er heute nicht zur Arbeit, sondern zum Arzt gehen wird.

    Verspätete Krankmeldungen sind häufiger Anlass für eine Abmahnung, gegen deren Rechtmäßigkeit man aus Arbeitnehmersicht oft wenig einwenden kann. Wer den Arbeitgeber einen halben Arbeitstag im Unklaren darüber lässt, wo er sich befindet bzw. warum er nicht bei der Arbeit erscheint, verletzt seine Pflicht zur unverzüglichen Krankmeldung gemäß § 5 Abs.1 Satz 1 EFZG. Oft werden auch die falschen Personen über die Erkrankung informiert, d.h. nicht der Vorgesetzte, sondern z.B. eine Sekretariatskraft, die die Erkrankung dann aber nicht rasch genug weiterleitet.

    Verletzt ein Arbeitnehmer wiederholt seine Anzeigepflicht, so hat der Arbeitgeber ein Leistungsverweigerungsrecht und muss den Arbeitslohn für die Dauer der nicht angezeigten Krankheit nicht zahlen. Wiederholte Nichtanzeige kann nach vorheriger Abmahnung eine ordentliche oder in Ausnahmefällen sogar eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen.

    Eine Schadensersatzpflicht in Form von Lohneinbehaltung ist eine unerlaubte Handlung, die der Arbeitgeber begeht. Hier besteht der Rechtsanspruch auf den vollen Lohn. Ein für den Arbeitnehmer sehr unschöne Situation. Der Arbeitgeber sitzt am längeren Hebel und der Arbeitnehmer müsste klagen. Das aber scheuen viele Arbeitnehmer in einem bestehenden Arbeitsverhältnis. Dabei ist die Rechtslage klar: der Arbeitgeber darf nur in ganz bestimmten Fällen Lohnkürzungen vornehmen. Fehlen Sie als Arbeitnehmer zum Beispiel unentschuldigt, so kann der Arbeitgeber für diese Zeit den Lohn einbehalten. Allerdings nur so lange, bis Sie eine "Entschuldigung", etwa eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, vorlegen. Dann muss der einbehaltene Lohn nachgezahlt werden. Lohnkürzungen wegen Gegenforderungen des Arbeitgebers sind nur im Rahmen von Pfändungsfreigrenzen möglich. Da der Lohn für die meisten Arbeitnehmer die Existenzgrundlage bedeutet, muss das Existenzminimum in jedem Fall geschützt werden. Darauf hat der Arbeitgeber keinen Zugriff.

    Schlussendlich sollte man überlegen, ob man für solche Arbeitgeber tätig sein möchte.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

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