Arbeitsvertrag arglistige Täuschung
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Thema: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

  1. #1
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    Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Hallo, meine Frage ist diese: Was genau ist arglistige Täuschung bei einem Arbeitsvertrag?
    Ist das zum Beispiel wenn bei der Arbeit selbst andere Sachen gefordert sind als urspräunglich im AV ausgemacht? Oder ist das schon zu kompliziert und keine arglistigige Täuschung?

    Was passiert denn man merkt man wurde arglistig getäuscht, ist dann der AV hinfällig?

  2. #2
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Hallo Jaeger, hast Du bereits den Vertrag unterschrieben wird es schwierig davon zurück zu treten, rechtlich gesehen, ebenso für den Arbeitgeber. In Deinem Fall würde ich mir jedoch Rechtsbeistand holen, weil Du arglistig getäuscht wurdest. Einfach wird es jedoch nicht, wenn in dem Vertrag genau festgelegt wurde für welche Arbeit du eingesetzt wirst. Das muss man sich halt genau durchlesen bevor man unterschreibt. Sind aber Floskeln in dem Vertrag macht es ihn möglicher Weise hinfällig.

  3. #3
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Zitat Zitat von Jaeger Beitrag anzeigen
    Hallo, meine Frage ist diese: Was genau ist arglistige Täuschung bei einem Arbeitsvertrag?
    Ist das zum Beispiel wenn bei der Arbeit selbst andere Sachen gefordert sind als urspräunglich im AV ausgemacht? Oder ist das schon zu kompliziert und keine arglistigige Täuschung?

    Was passiert denn man merkt man wurde arglistig getäuscht, ist dann der AV hinfällig?
    Es gibt viele Formen der arglistigen Täuschung.

    Seitens des Arbeitgebers z.B.:
    - wenn im Vertrag eine andere Tätigkeit steht als das, was du nun nach Eintritt in das Unternehmen tun musst,
    - wenn man dich in einer anderen Abteilung /Niederlassung arbeiten lässt als im Vertrag festgelegt,
    - wenn man dir einen anderen Vorgesetzten gibt als versprochen,
    - wenn man dir ein im Vertrag fest zugesagtes Gehalt nicht zahlt,
    - wenn feste Zusagen zur Arbeit (Schicht, Telefonbereitschaft ...) nicht eingehalten werden.
    Aber Achtung:
    einige dieser Punkte können im Rahmen der Einarbeitung durchaus in Ordnung sein.

    Seitens des Arbeitnehmers:
    - wenn Arbeitsbescheinigungen und Zeugnisse gefälscht sind,
    - wenn man im Lebenslauf andere Berufserfahrungen angibt als tatsächlich vorhanden sind.

    Grundsätzlich kann ein Arbeitsvertrag bei arglistiger Täuschung sofort angefochten und beendet werden.
    Allerdings sollte man sich einen Rechtsbeistand suchen, denn ob es wirklich "arglistige Täuschung" ist oder nicht ist oft Auslegungssache.

    Ohne weitere Infos können auch wir hier nichts erhellendes beitragen.

  4. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei bepe0905 für den nützlichen Beitrag:

    District 9 (01.09.2014), zebrafink (02.09.2014)

  5. #4
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Aber wie kann man eine arglistige Täuschung beweisen, wenn es vorher im Gespräch völlig anders versprochen und ausgemacht wurde? Und das ohne jemand der dabei war und das bestätigen kann?

  6. #5
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Zitat Zitat von Seeteufel Beitrag anzeigen
    Aber wie kann man eine arglistige Täuschung beweisen, wenn es vorher im Gespräch völlig anders versprochen und ausgemacht wurde? Und das ohne jemand der dabei war und das bestätigen kann?
    Erst mal ist der unterschriebene Vertrag das Entscheidende. Unterscheidet sich nun die Arbeit oder Unterstellung bzw. Zuordnung vom Vertrag, dann kann man sich auf den Vertrag berufen.
    Hat man jedoch den Vertrag unterschrieben ohne ihn noch einmal durchzulesen - und stellt dann erst fest, dass da etwas völlig anderes drinnen steht als mündlich abgesprochen war, dann war das zumindest eine gute Lehre für die Zukunft.
    Grundsätzlich kann man in der Probezeit jeden Arbeitsvertrag kurzfristig (i.A. zum Monatsende) kündigen (falls nichts anderes im Vertrag steht).
    Nur - wenn es eine arglistige Täuschung war, dann hat man u.U. Anspruch auf Schadenersatz - ansonsten halt nicht.

  7. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei bepe0905 für diesen nützlichen Beitrag:

    District 9 (01.09.2014)

  8. #6
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Danke schon mal für die Aufklärung, das hilft schon weiter.

    Ich sage es mal so: Vertraglich sind andere Dinge festgelegt, die ich machen muss, als diejenigen, die ich grade ausführe. Ich finde das schade, denn ich hatte mich auf diese Arbeitsstelle gefreut, jetzt mache ich aber was "ganz anderes" - und da ist die Frage ob ich nicht arglistig getäsucht wurde um dem Betrieb beizutreten, aber dann nicht machen darf für was ich angestellt wurde.

  9. #7
    Status: keine Angabe Array Avatar von skars
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Naja ich denke das kommt drauf an, in wieweit die Arbeit vom Arbeitsvertrag tatsächlich abweicht. Sind es kleine zusätzliche Tätigkeiten, die in Verbindung mit der eigentlichen stehen oder ist es so, dass man nichts von den vereinbarten Tätigkeiten macht und stattdessen Aufgaben hat, die mit dem Vertrag und der Ausbildung gar nichts zu tun haben.
    Wir retten die Welt!

  10. #8
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Zitat Zitat von Jaeger Beitrag anzeigen
    Danke schon mal für die Aufklärung, das hilft schon weiter.

    Ich sage es mal so: Vertraglich sind andere Dinge festgelegt, die ich machen muss, als diejenigen, die ich grade ausführe. Ich finde das schade, denn ich hatte mich auf diese Arbeitsstelle gefreut, jetzt mache ich aber was "ganz anderes" - und da ist die Frage ob ich nicht arglistig getäsucht wurde um dem Betrieb beizutreten, aber dann nicht machen darf für was ich angestellt wurde.
    Hallo Jaeger,
    es wäre hilfreich, wenn du einige konkrete Beispiele bringen könntest um zu beurteilen, ob diese anderen Tätigkeiten noch im Zusammenhang mit dem Arbeitsvertrag gesehen werden können oder nicht.
    Auf jeden Fall hast du das Recht, in der Probezeit zu kündigen (ohne dass du Gründe nennen musst).
    Ich würde an deiner Stelle mal mit dem Chef reden und ihm sagen, dass du dir das anders vorgestellt hast und hören, was er dazu sagt.
    Und nebenbei könnte es sich lohnen, mal einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu fragen, ob sich eine Klage lohnt.. Das kostet weniger als man denkt - und falls du in der Gewerkschaft bist bekommst du diese Beratung sogar kostenlos.

  11. #9
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Ich finde die Beispiele schon sehr interessant, die du gebracht hast. Danke dafür. Man hört den Term immer wieder mal aber sich konkret was drunter vorstellen kann man sich eigentlich nicht.

  12. #10
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    AW: Arbeitsvertrag arglistige Täuschung

    Wie wichtig ist dir der Job denn? Denn wenn du eigentlich den Job gerne behalten willst, dann wäre es sicher besser mit dem Chef darüber zu reden als zum Anwalt zu gehen und zu klagen.

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