Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen
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Thema: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

  1. #1
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    Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Hallo,

    ich habe das Problem, dass mir bereits genehmigter Urlaub jetzt schon öfter relativ kurzfristig aus betrieblichen Gründen wieder abgelehnt oder zurückgezogen wurde. Es war dann meistens so, dass kurzfristig ein neuer zusätzlicher Auftrag rein kam und der Urlaub nicht möglich war. Das betrifft auch nicht nur mich, andere Kollegen hatten das Problem auch schonmal. Die Frage ist, ob man das wirklich einfach so hinnehmen muss. Darf Urlaub wieder zurückgenommen werden und das auch noch häufiger?

  2. #2
    Status: keine Angabe Array Avatar von skars
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Hey classico,

    der AG darf nur in Notfällen bereits genehmigten Urlaub widerrufen. Ich glaube kaum, dass da ein zusätzlicher Auftrag dazu gehört. In dem Fall ist das einfach schlechte Organisation und liegt in den Händen des AGs. Er muss dann entweder den Auftrag ablehnen oder anderweitig jemanden suchen, der die Arbeit übernimmt. Er darf deinen Urlaub aber nicht widerrufen und du bist nicht verpflichtet zu arbeiten.
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  3. #3
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Zitat Zitat von classico Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe das Problem, dass mir bereits genehmigter Urlaub jetzt schon öfter relativ kurzfristig aus betrieblichen Gründen wieder abgelehnt oder zurückgezogen wurde. Es war dann meistens so, dass kurzfristig ein neuer zusätzlicher Auftrag rein kam und der Urlaub nicht möglich war. Das betrifft auch nicht nur mich, andere Kollegen hatten das Problem auch schonmal. Die Frage ist, ob man das wirklich einfach so hinnehmen muss. Darf Urlaub wieder zurückgenommen werden und das auch noch häufiger?
    Hallo classico, willkommen im Forum.
    Das Urlaubsrecht ist sehr umfangreich. Nachfolgend nehme ich zu der von Dir gestellten Frage Stellung, die ich unter Berücksichtigung Deiner Problembeschreibung wie folgt beantworte:

    1.Kann der AG mir nun den Urlaub streichen/zurücknehmen, der genehmigt ist?

    Dies Frage kann ich Ihnen mit einem grundsätzlichen NEIN beantworten. Der Arbeitgeber darf einen einmal gewährten Urlaub im Allgemeinen nicht so ohne Weiteres widerrufen. Ein solcher Widerruf ist nur in ganz extremen Ausnahmefällen möglich. Solche Ausnahmefälle sind aber eher von rein theoretischer Natur, d.h. in der Praxis gibt kaum derartige Ausnahmefälle. Denkbare Fälle wäre ein äußerst plötzlich eintretender Fachkräftemangel in Folge von epidemieartiger Krankheit oder ein unerwartetes plötzlich auftretendes Arbeitsaufkommen. Aber wie gesagt, sind diese Fälle nur rein theoretisch.

    Aus den u.g. Gründen ist ein Widerruf des einmal gewährten Urlaubs durch den Arbeitgeber in aller Regel unzulässig, d.h. Dir steht der einmal gewährte Urlaub rechtlich zu.

    • Unterbesetzung im Betrieb wegen besonders hohen Krankheitsstandes oder Kündigung von Mitarbeitern
    • keine Vertretungsmöglichkeiten
    • Stillstandszeiten, Betriebsstörungen, Wartezeiten
    • unerwarteter Arbeitsanstieg zum Beispiel wegen zusätzlicher Aufträge
    • besonders arbeitsintensive Zeit bedingt durch die Eigenart der Branche (saisonale Spitzenzeiten)


    Die Voraussetzungen, unter denen ein urlaubender Mitarbeiter zurückgerufen werden kann, sind daher sehr hoch. Das müsste einerseits zumutbar sein, andererseits müsste der Arbeitgeber in einem Streitfall beweisen können, dass er ausgerechnet diesen Mitarbeiter benötigte. Auf eine "Rückruf-Vereinbarung" im Vertrag kann sich der Betrieb übrigens nicht berufen – sie ist unwirksam (BAG, AZ: 9 AZR 405/99).

    Siehe auch nachfolgende Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts:

    Wenn der Arbeitgeber für einen bestimmten Zeitraum Urlaub genehmigt hat, so ist er generell daran gebunden. Ein rechtlich zulässiger Widerruf kommt nur in extremen Notfällen in Betracht. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes muss etwas Unvorhergesehenes passiert sein, für das die Urlaubssperre der einzige Ausweg ist (AZ: 1 AZR 200/ 58 und 2 AZR 367/91). Der Betrieb müsste zum Beispiel vor dem Aus stehen. Davon könnte man sprechen, wenn etwa wegen einer Grippewelle die halbe Belegschaft ausfällt und die Produktion in Gefahr gerät. Demzufolge hat der Arbeitgeber den durch den Widerruf entstandenen Schaden vollumfänglich zu ersetzen.

    Wenn der Arbeitgeber ausnahmsweise berechtigt sein sollte, den Urlaub zu streichen oder einen Mitarbeiter zurückzurufen, so muss er den daraus resultierenden Schaden ersetzen, etwa Stornokosten oder den Aufpreis für eine Reise zum späteren Zeitpunkt. Das gilt selbst dann, wenn Urlaub nur "unter Vorbehalt" genehmigt wurde (Arbeitsgericht Frankfurt/M., Az: 4 Ca 6588/99).

    Jedoch mußt Du grundsätzlich nachfolgendes beachten !!

    Auch ein rechtswidriger Widerruf von bereits gewährtem Urlaub durch Deinen Arbeitgeber vor Urlaubsantritt führt dazu, dass Du den zunächst genehmigten, dann aber widerrufenen Urlaub, zunächst einmal NICHT antreten darfst. Auch in einem solchen Fall musst Du zuerst die Hilfe des Betriebsrates (wenn vorhanden) und als letzte Instanz das Arbeitsgericht in Anspruch nehmen.
    Wenn Du "auf eigene Faust" den Urlaub antretest, nimmst Du eine sog. Selbstbeurlaubung, mithin Arbeitsverweigerung vor, die schwerwiegende rechtliche Konsequenzen haben kann, bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

    Anders verhält es sich dann, wenn der Arbeitgeber den schon gewährten Urlaub nach Urlaubsantritt widerruft. Eine solche Erklärung führt nicht dazu, dass der Arbeitnehmer den Urlaub abbrechen oder rechtliche Schritte ergreifen müsste.

    Aus diesem Grunde empfehle ich Dir entweder mit Deinem Arbeitgeber über diese Tatsache zu sprechen oder im Zweifelsfall mit Hilfe der Gewerkschaft einen Rechtsbeistand vor Ort mit der Angelegenheit beauftragen, welcher für Dich prüfen kann, ob es sich vorliegend nicht gebietet einstweiligen Rechtschutz zu beantragen, um den Urlaubsantritt zu ermöglichen. Natürlich kannst Du dies auch in Anspruch nehmen, wenn Du über eine private Arbeitsrechtsschutzversicherung verfügst.

    Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen helfen konnte, einen ersten Eindruck in dieser Angelegenheit gewinnen zu können. Du kannst Dich gerne bei Nachfragen zu dem entsprechenden Themenkoplexes mit mir in Verbindung setzen. Ich werde dann gerne weiterhelfen.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  4. #4
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Alle Jahre wieder Urlaubszeit...
    Ich würde mir mal überlegen, wie schön es ist, dass man einen Arbeitgeber hat, der regläßig gute Aufträge an Land zieht.
    So lange noch kein Urlaub gebucht ist sollte das doch nicht so das Problem sein...
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  5. #5
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Zitat Zitat von Physicus Beitrag anzeigen
    .. wieder Urlaubszeit...
    würde .mal überlegen, ..schön .., dass .. Arbeitgeber.. regläßig .Aufträge an Land zieht.
    So lange noch kein Urlaub gebucht ist sollte das ..nicht .das Problem sein..

    auf Zitat von classico...habe das Problem, dass mir genehmigter Urlaub jetzt schon öfter kurzfristig aus betrieblichen Gründen wieder abgelehnt ,..zurückgezogen wurde.
    Es war . meistens so, dass ..ein neuer .. Auftrag reinkam...
    Nun Physicus, dies kann auch wieder von zwei Seiten sehen. Ich sehe es diesmal von der Anderen Seite.

    Es ist die Aufgabe eines AGs, Aufträge an Land zu ziehen, wenn es gute sind, umso besser für ihn. Der AN hat die Pflicht, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Hierfür steht ihm Urlaub (Erholungszeit) zu. Sicher sollten AG und AN einvernehmlich zusammenarbeiten -im Sinne der Firma-.
    Dazu gehört nicht, dass der AN ständig auf die Unausgewogenheiten des AGs eingeht bzw. eingehen muss und dass selbstverständlich ohne irgend einen Mehrwert.
    .
    Es gibt auch keinen AG der etwas verschenkt oder bist du der Ansicht, dass die AN sich stets nach dem AG richten müssen und froh sein sollen, dass sie bei Ihm arbeiten dürfen?

  6. #6
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Zitat Zitat von Prostan Beitrag anzeigen
    Nun Physicus, dies kann auch wieder von zwei Seiten sehen. Ich sehe es diesmal von der Anderen Seite.

    Es ist die Aufgabe eines AGs, Aufträge an Land zu ziehen, wenn es gute sind, umso besser für ihn. Der AN hat die Pflicht, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Hierfür steht ihm Urlaub (Erholungszeit) zu. Sicher sollten AG und AN einvernehmlich zusammenarbeiten -im Sinne der Firma-.
    Dazu gehört nicht, dass der AN ständig auf die Unausgewogenheiten des AGs eingeht bzw. eingehen muss und dass selbstverständlich ohne irgend einen Mehrwert.
    .
    Es gibt auch keinen AG der etwas verschenkt oder bist du der Ansicht, dass die AN sich stets nach dem AG richten müssen und froh sein sollen, dass sie bei Ihm arbeiten dürfen?
    Ich bin durchaus der Meinung, dass sie froh sein sollten, dass sie Arbeit haben. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich.

    Außerdem bin ich der Meinung, dass zum Beispiel ein dreizehntes Monatsgehalt oder Weihnachtsgeld durchaus Geschenke des AG an die AN sind.

    Freilich, zu oft darf das nicht vorkommen, aber ich finde es schon durchaus verständlich, dass ein AG mal Urlaub streicht, grade wenn im Betrieb Hochsaison herrrscht. Da kann man hinterher ja noch ausgleichen.
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    (Oswald Neuberger)

  7. #7
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Hallo ihr alle,

    ich bin jetzt gerade ziemlich baff. Ich hatte zwar gedacht, dass das so wie es lief nicht richtig ist und das vor allem natürlich gehofft, dass es so ist. Dass der Arbeitgeber das so aber eigentlich gar nicht darf, dass hätte ich nicht erwartet. Denn nun frage ich mich erst recht, warum er es dann überhaupt so macht. Eigentlich müsste er doch wissen, dass das nicht erlaubt ist, oder? Danke auch für den Hinweis, dass ich nicht einfach eigenmächtig trotzdem meinen Urlaub antreten darf. Das ist gut und sicher wichtig zu wissen. Ich denke ich werde jetzt erstmal versuchen mit dem Arbeitgeber darüber zu sprechen, oder? Einen Betriebsrat haben wir nicht, den ich einschalten könnte.

    Physicus, tut mir leid, aber was du schreibst kann ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld bekomme, ist es sicherlich so, dass ich froh bin meinen Job zu haben. Ich mache ihn gerne und investiere viel Zeit und Energie dafür, das mache ich sogar gerne. Aber ich denke man hat auch ein recht auf seinen Urlaub als Arbeitnehmer und nicht nur Pflichten. Wenn ich Urlaub beantrage und mein Chef mir sagt, dass ich zu dieser Zeit keinen Urlaub haben kann aus den und den Gründen, dann ist das in Ordnung für mich. Wenn ich aber Urlaub genehmigt bekomme, Pläne für diese Zeit mache und dann plötzlich doch arbeiten soll, weil mein Chef zu viele Aufträge annimmt, dann finde ich das nicht in Ordnung und ich denke ich muss nicht aus lauter Dankbarkeit um einen Job mein Leben für die Firma opfern. Wie wäre es auch mit etwas Dankbarkeit gegenüber dem Arbeitnehmer, der einen guten Job abliefert?

  8. #8
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Zitat Zitat von classico Beitrag anzeigen
    Hallo ihr alle,


    Physicus, tut mir leid, aber was du schreibst kann ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld bekomme, ist es sicherlich so, dass ich froh bin meinen Job zu haben. Ich mache ihn gerne und investiere viel Zeit und Energie dafür, das mache ich sogar gerne. Aber ich denke man hat auch ein recht auf seinen Urlaub als Arbeitnehmer und nicht nur Pflichten. Wenn ich Urlaub beantrage und mein Chef mir sagt, dass ich zu dieser Zeit keinen Urlaub haben kann aus den und den Gründen, dann ist das in Ordnung für mich. Wenn ich aber Urlaub genehmigt bekomme, Pläne für diese Zeit mache und dann plötzlich doch arbeiten soll, weil mein Chef zu viele Aufträge annimmt, dann finde ich das nicht in Ordnung und ich denke ich muss nicht aus lauter Dankbarkeit um einen Job mein Leben für die Firma opfern. Wie wäre es auch mit etwas Dankbarkeit gegenüber dem Arbeitnehmer, der einen guten Job abliefert?
    Also wäre eine durchaus passable Alternative, dass er Aufträge nicht annimmt?
    Das ist derartig unrealistisch... Auf diese Weise verliert er vielleicht auhch langfristig Kunden, was dann wieder nicht im Interesse der Belegschaft sein kann, und oft genug macht einem damit der Betriebsrat die Hölle heiß.
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  9. #9
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Naja, in den Grundzügen hast du ja recht, Physikus. Besonders, wenn es einem Unternehmen nicht gut geht, muss man da etwas flexibel sein.

    Aber viele Unternehmen kalkulieren bewusst mit einer knappen Personaldecke und wenn es dann zuviel wird, wird eben der Urlaub gestrichen.

    Auch ein Unternehmer ist in der Pflicht, seinen Personalbedarf auftragsgerecht zu planen und dazu gehört eben nicht das Streichen des Urlaubs.
    Mein Pferd: Nur ein PS, aber fünf rasante Gänge!

  10. #10
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Genehmigter Urlaub wieder zurückgezogen

    Zitat Zitat von Physicus Beitrag anzeigen
    Also wäre eine durchaus passable Alternative, dass er Aufträge nicht annimmt?
    Das ist derartig unrealistisch... Auf diese Weise verliert er vielleicht auhch langfristig Kunden, was dann wieder nicht im Interesse der Belegschaft sein kann, und oft genug macht einem damit der Betriebsrat die Hölle heiß.
    Das habe ich nicht gesagt. Aber dann muss er entweder sehen, dass er Ersatz findet oder er muss weniger Leuten gleichzeitig Urlaub genehmigen. Ich gehe ja nicht einfach in Urlaub, wann ich gerade Lust habe, sondern beantrage diesen vorab. Ich denke damit komme ich all meinen Pflichten nach. Alles weitere liegt ja, wie ich jetzt weiß auch rechtlich dann nicht mehr in meiner Verantwortung. Ich gebe, wenn ich arbeite alles für meinen Job, und das wie gesagt auch gerne. Aber wenn ich Urlaub habe, dann habe ich mir den dch auch verdient, oder nicht?

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