Angst vor Outsourcing - Seite 2
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Thema: Angst vor Outsourcing

  1. #11
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    AW: Angst vor Outsourcing

    Ich würde ein Gesetz befürworten dass die Firma, die den Betrieb oder Teile davon auslagern will jedem Mitarbeiter der davon betroffen ist eine satte Entschädigung zu zahlen. Vielleicht denken sie dann nochmal drüber nach?

  2. #12
    Status: keine Angabe Array Avatar von lightt
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    AW: Angst vor Outsourcing

    Hab ein paar mal als Freelancer gearbeitet... Und was fur Firmen da auf solchen Plattformen Outsorcing machen... Ist unglaublich...
    Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.

  3. #13
    Status: keine Angabe Array Avatar von District 9
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    AW: Angst vor Outsourcing

    Inwiefern? Weil es so unfair ist oder weil es so viel ist?
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  4. #14
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Angst vor Outsourcing

    Zitat Zitat von Basta Beitrag anzeigen
    Ich habe mitbekommen dass unser Chef Abteilungen der Firma ins Ausland verlagern will weil es dort billiger ist. Auch meine Kollegen haben davon erfahren und jetzt sind wir alle unsicher wer davon betroffen sein wird und was sonst noch passiert wenn es so kommt. Uns hat er darüber noch nicht informiert aber wir möchten schon jetzt vorbereitet sein. Wir haben alle keine Ahnung was auf uns zukommen wird. Kann er das eigentlich so einfach machen? Und was wird aus den Mitarbeitern deren Abteilungen ins Ausland verlagert werden?
    Hallo Basta,
    wenn Abteilungen ausgelagert werden, ist es unerheblich ob Aus- oder Inland. Die wesentliche Frage ist, wie viel Arbeitsplätze davon betroffen sind. Sind Arbeitsplätze Betroffen, hat der Betriebsrat die Möglichkeit sich einzuschalten.
    "Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat über die Planung
    1. von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten von Fabrikations-, Verwaltungs- und sonstigen betrieblichen Räumen,
    2. von technischen Anlagen,
    3. von Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen oder
    4. der Arbeitsplätze
    rechtzeitig unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen zu unterrichten.
    (2) Der Arbeitgeber hat mit dem Betriebsrat die vorgesehenen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer, insbesondere auf die Art ihrer Arbeit sowie die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Arbeitnehmer so rechtzeitig zu beraten, dass Vorschläge und Bedenken des Betriebsrats bei der Planung berücksichtigt werden können. Arbeitgeber und Betriebsrat sollen dabei auch die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit berücksichtigen."
    Das ist der Wortlaut von §90 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Durch das Wort hat wirkt sich diese Vorschrift zwingend auf den Arbeitgeber aus. Hier hat der Arbeitgeber gegenüber dem Betriebsrat eine Bringschuld. Jedoch ist in den meisten Fällen der Betriebsrat der Letzte, der von Auswirkungen des Outsourcing informiert wird.

    Anders verhält es sich, wenn der Betriebsrat eine offizielle, schriftliche Anfrage an den Arbeitgeber stellt. Die Anfrage sollte mindestens beinhalten:
    • Ist eine Auslagerung von Abteilungen geplant
    • wie ist der gegenwärtige und künftige Personalbedarf im Unternehmen
    • welche personellen Maßnahmen ergeben sich daraus

    Hier hat der Arbeitgeber eine Auskunftspflicht gegenüber dem Betriebsrat. §92 BetrVG lautet:
    "(1) Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat über die Personalplanung, insbesondere über den gegenwärtigen und künftigen Personalbedarf sowie über die sich daraus ergebenden personellen Maßnahmen und Maßnahmen der Berufsbildung anhand von Unterlagen rechtzeitig und umfassend zu unterrichten. Er hat mit dem Betriebsrat über Art und Umfang der erforderlichen Maßnahmen und über die Vermeidung von Härten zu beraten.
    (2) Der Betriebsrat kann dem Arbeitgeber Vorschläge für die Einführung einer Personalplanung und ihre Durchführung machen.
    (3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Maßnahmen im Sinne des § 80 Abs. 1 Nr. 2a und 2b, insbesondere für die Aufstellung und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern."
    Die §§ 90 und 92 BetrVG gelten unabhängig von der Beschäftigtenzahl. Bei den nachfolgenden Hinweisen ist die Beschäftigtenzahl maßgebend.

    In allen Unternehmen mit in der Regel mehr als einhundert ständig beschäftigten Arbeitnehmern ist ein Wirtschaftsausschuss zu bilden(§106 BetrVG). Der Wirtschaftsausschuss hat die Aufgabe, wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer zu beraten und den Betriebsrat zu unterrichten. Dies stellt ebenfalls die Möglichkeit einer Informationsquelle dar.

    In Unternehmen, die in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigte ständige Arbeitnehmer beschäftigen, hat der Unternehmer mindestens einmal in jedem Kalendervierteljahr nach vorheriger Abstimmung mit dem Betriebsrat die Arbeitnehmer mündlich über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens zu unterrichten. Ebenfalls eine Informationsquelle, die vom Betriebsrat eingefordert werden kann.

    Schlussendlich stellt bei einer Betriebsänderung §111 BetrVG eine starke Waffe dar. Hierin ist folgendes geregelt:
    "In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern hat der Unternehmer den Betriebsrat über geplante Betriebsänderungen, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft oder erhebliche Teile der Belegschaft zur Folge haben können, rechtzeitig und umfassend zu unterrichten und die geplanten Betriebsänderungen mit dem Betriebsrat zu beraten. Der Betriebsrat kann in Unternehmen mit mehr als 300 Arbeitnehmern zu seiner Unterstützung einen Berater hinzuziehen; § 80 Abs. 4 gilt entsprechend; im Übrigen bleibt § 80 Abs. 3 unberührt. Als Betriebsänderungen im Sinne des Satzes 1 gelten
    1. Einschränkung und Stillegung des ganzen Betriebs oder von wesentlichen Betriebsteilen,
    2. Verlegung des ganzen Betriebs oder von wesentlichen Betriebsteilen,
    3. Zusammenschluss mit anderen Betrieben oder die Spaltung von Betrieben,
    4. grundlegende Änderungen der Betriebsorganisation, des Betriebszwecks oder der Betriebsanlagen,
    5. Einführung grundlegend neuer Arbeitsmethoden und Fertigungsverfahren."

    Hier ist ebenfalls die Zahl der Beschäftigten vorgeschrieben. Liegt eine Betriebsänderung nach §111 BetrVG vor, so kann zwischen Unternehmer und Betriebsrat ein Interessenausgleich über die geplante Betriebsänderung zustande kommen(§ 112 BetrVG). Das Gleiche gilt für eine Einigung über den Ausgleich oder die Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die den Arbeitnehmern infolge der geplanten Betriebsänderung entstehen (Sozialplan). Vom Sozialplan ist der Interessenausgleich zu unterscheiden. Dieser enthält Regelungen über die Maßnahme und ihre Durchführung selbst (Umfang, Zeitraum, betroffene Arbeitnehmer). Liegt eine Betriebsänderung nach § 111 BetrVG vor, kann der Betriebsrat die Erstellung eines Sozialplans verlangen und ggf. nach § 112 Abs. 4 BetrVG über die Einigungsstelle erzwingen. In der Praxis werden auch andere Vereinbarungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber oder auch einseitige Maßnahmen des Arbeitgebers als Sozialplan bezeichnet, wenn sie zu erwartende soziale Nachteile ausgleichen sollen, selbst wenn keine Betriebsänderung im Rechtssinne vorliegt.

    Es ist Voraussetzung, dass im Zeitpunkt der unternehmerischen Entscheidung, die die Betriebsänderung darstellt, bereits ein Betriebsrat gebildet ist. Die Beschäftigtenzahl ist hierbei unerheblich.

    Ich empfehle dir, dass du diesen Beitrag ausdruckst und eurem Betriebsrat überreichst, denn der Betriebsrat hat Beschwerden von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und, falls er sie für berechtigt erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken (§§85,86 BetrVG). Denn der Betriebsrat hat den gesetzlichen Auftrag die Beschäftigung im Betrieb zu fördern und zu sichern (§80 BetrVG).
    Sollten weitere Auskünfte vonnöten sein, stehe ich gerne zur Verfügung.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  5. die folgenden 3 Benutzerbedanken sich bei Erdenmensch für den nützlichen Beitrag:

    District 9 (27.01.2015), lookalike (27.01.2015), zebrafink (28.01.2015)

  6. #15
    Status: Büroangestellter Array Avatar von zebrafink
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    AW: Angst vor Outsourcing

    Wie ging denn das hier eigentlich weiter? Wurde jetzt wirklich outgesourcet?

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