Lange Krankheit
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Thema: Lange Krankheit

  1. #1
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    Daumen runter Lange Krankheit

    Ich bin in meiner Firma schon sehr lange krank geschrieben. Es dürften bald 50 Wochen sein, also gut ein Jahr. Nun wurde mir herangetragen, die Firma freiwillig zu verlassen und Arbeitslosengeld zu beziehen. Andernfalls würde man mich kündigen.

    Es gibt leider keine Tätigkeit innerhalb unserer Firma die ich mehr ausführen kann, da ich aufgrund eines Darmleidens und damit einhergehender Operationen nicht mehr fähig bin harte körperliche Arbeit auszuführen. (Behinderung).
    Gibt es die Möglichkeit, eine Abfindung zu erhalten? Kann mich die Firma so überhaupt kündigen??

  2. #2
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Opel-Admiral
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    AW: Lange Krankheit

    Ganz ehrlich Yohaa... Ich denke nicht, dass die dir eine Abfindung schuldig sind, wenn sie schon so lange für deine Krankschreibung zahlen. Ich finde es auch traurig, dass du so krank bist und nicht die selben Aufgaben übernehmen kannst, wie früher. Aber versetz dich doch mal in die Lage deines Chefs: Der muss ja auch kalkulieren mit seinen Angestellten. Vielleicht wird es Zeit, dich wirklich arbeitslos zu melden? Du bekommst ja ALGI, das ist ja gar nicht mal sooo viel weniger wie bisher, und währenddessen kannst du ja etwas suchen, das du vielleicht im Sitzen erledigen kannst?

  3. #3
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Lange Krankheit

    Zitat Zitat von Opel-Admiral Beitrag anzeigen
    Aber versetz dich doch mal in die Lage deines Chefs: Der muss ja auch kalkulieren mit seinen Angestellten.
    Dieser Aspekt sollte wirklich genauer betrachtet werden. Denn der Arbeitgeber hat gegenüber seinen Beschäftigten eine Fürsorgepflicht. Und wenn ein Arbeitgeber empfiehlt die Firma zu verlassen, heißt das in der Regel selbst zu kündigen. Dies wiederunm führt zu einer 3-monatigen Sperre beim ALG I; also verkürzt den Gesamtanspruch um 3 Monate. Wo denkt da der Arbeitgeber an seine Beschäftigte??

    Zusätzlich kommt es noch darauf an, wie hoch der Grad Deiner Behinderung eingestuft ist.

    Denn Schwerbehinderte genießen einen besonderen Kündigungsschutz. Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines schwerbehinderten Menschen durch den Arbeitgeber bedarf der vorherigen Zustimmung des Integrationsamts (§ 85 SGB 9). Dies gilt auch für den Schwerbehinderten gleichgestellte behinderte Menschen. Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden sollen behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen infolge ihrer Behinderung mit einem Verlust des Arbeitsplatzes zu rechnen ist. Der Antrag auf Gleichstellung kann bei der zuständigen Arbeitsagentur gestellt werden.

    Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) bestand der besondere Kündigungsschutz bisher auch für diejenigen, die vor Ausspruch der Kündigung beim Versorgungsamt oder einer nach Landesrecht zuständigen Behörde einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft oder bei der Agentur für Arbeit auf Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen gestellt haben.

    Also lass Dich nicht auf die "Spielchen" Deines Arbeitgebers ein, denn derzeit verursachst Du ihm keinerlei Kosten.

  4. die folgenden 3 Benutzerbedanken sich bei Erdenmensch für den nützlichen Beitrag:

    lookalike (22.07.2011), Minchen (22.07.2011), Yohaa (23.07.2011)

  5. #4
    Status: Studentin Array Avatar von Minchen
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    AW: Lange Krankheit

    Warum solltest du denn auch freiwillig die Firma verlassen? Wenn sie meinen, dich kündigen zu müssen (kenn mich da übrigens nicht aus, ist das so rechtens??), dann sollen sie es doch tun. Ich gebe da auch Opel-Admiral recht: Wenn du selbst kündigst hast du nur Probleme mit dem Arbeitsamt.

    Liebe Grüße und alles Gute! Minchen
    So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
    Giovanni Don Bosco

  6. #5
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    AW: Lange Krankheit

    Die Frage mit dem Grad kam auch auf, genaues weiß ich noch nicht, mache noch Reha, aber der behandelnde Arzt hat gemeint es wird wohl 50 sein, aber ich wil dazu noch einiges sagen:

    Die Firma ist an der Behinderung nicht schuld, das fing als Darmerkrankung an und wir dachten es ist der Blinddarm. War dann doch schlimmer als gedacht. Wie gesagt, die Behinderung ist nicht die Schuld des Arbeitgebers und ich will auch nicht dass leute denken ich hätte was gegen die Firma oder will sie ausnehmen. Ich mag die Kollegen und meinen Chef, aber ich sehe ein, auch wenn das schwer fällt, dass ich nicht mehr da arbeiten kann wo ich früher war (Montagehalle). In der Verwaltung oder sonstwo, wo ich sitzen kann, sind die Stellen alle schon besetzt.

    Die Frage ist jetzt halt wenn er mir nahe legt zu gehen wie es weiter geht. Ich war ja fast 20 Jahre dort und danach wird man mich (48 Jahre) auch nirgends mehr einstellen. Das war echt ein schwieriges Jahr, aber meiner Firma zur Last fallen will ich auch nicht...

  7. #6
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Lange Krankheit

    Ich unterstelle Dir keineswegs, dass Du Deinen Chef "ausnehmen" möchtest. Hier geht es vielmehr um Deine berufliche Existenz und darum, Dir Vorschläge und Hintergrundwissen zu vermitteln, dass Dich in die Lage versetzt ohne finanziellen oder materiellen Schaden aus dieser Situation kommst.

    Also hier mal einige Alternativen, die in Deinem Falle möglich sind:
    - Eingliederung in den Betrieb auf freie oder neu zu gründende Arbeitsstelle = Umschulung, Weiterbildung (Kostenzuschüsse und Beratung durch Arbeitsagentur, Integrationsamt, Krankenkasse)
    - Eigenkündigung = ALG-sperre beim Arbeitsamt
    - gegenseitiger Aufhebungsvertrag = ALG-sperre beim Arbeitsamt (egal ob mit oder ohne Abfindung)
    - Kündigung durch den Arbeitgeber = voller Anspruch auf ALG von 12 Monaten

    Du hast Dich 20 Jahre Deines Lebens in der Firma eingesetzt und Deine Arbeit verrichtet. da ist es nicht zuviel verlangt, wenn Dein Chef sich erkenntlich zeigt und Dich unterstützt. Das hat nichts damit zu tun, dass Du der Firma zur Last fällst. Sie hat durch Dich ja auch Gewinn erwirtschaftet. Versuche mit dem Chef ein Gespräch zu führen, bei dem eine Win-Win-Situation erarbeitet wird. das hilft dann beiden Parteien.

  8. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Erdenmensch für diesen nützlichen Beitrag:

    Yohaa (23.07.2011)

  9. #7
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    AW: Lange Krankheit

    Danke Erdenmensch, das macht Sinn so. Ich denke ich werde ihn wirklich versuchen mal zu einem Gespräch zu bewegen um ihn eine Möglichkeit zu zeigen, in der wir beide was davon haben. Die Kündigung (fristgerecht) ist wohl die beste Möglichkeit.

  10. #8
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Opel-Admiral
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    AW: Lange Krankheit

    Hallo, Erdenmensch ich habe da etwas nicht ganz verstanden. Wieso zahlt denn sein Arbeitgeber nicht für ihn bzw. Wieso verursacht er denn keine Kosten?

  11. #9
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Lange Krankheit

    Da die Krankheit schon länger als 6 Wochen andauert erhält Yohaa von der Krankenkasse soghenanntes Krankengeld. Die Höhe ist in etwa dem Arbeitslosengeld gleich.

  12. #10
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Opel-Admiral
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    AW: Lange Krankheit

    Und wie ist das mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Wann greift das?

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