Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?! - Seite 2
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Thema: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

  1. #11
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Zitat Zitat von skars Beitrag anzeigen
    Naja ich denke, dass das Argument wir hatten hier ja schon ewig keinen Notfall etc. nicht zieht, denn ein Notfall kann theoretisch immer kommen, egal wie lange der letzte zurück liegt. Und wenn der Azubi dann alleine ist, dann wäre das sicherlich nihct sehr gut.Trotzdem bist du meiner Meinung nach dafür nicht in erster Linie verantwortlich zu machen, sondern derjenige, der den Plan dementsprechend geschrieben hat.
    Hallo Lambo, euer erster Fehler war es auf jeden Fall, dass ihr den Chef nicht darauf aufmerksam gemacht habt, dass der Dienstplan so (Azubi alleine in der Praxis) nicht in Ordnung ist. Und dann hättet ihr wenigstens einen "Plan B" bereit halten müssen für den Fall, dass tatsächlich einmal etwas passiert, also z.B. eine Liste mit euren Privatnummern (mobil) der Azubi geben, damit sie im Notfall schnell Hilfe herbeitelefonieren kann.
    Zitat Zitat von skars Beitrag anzeigen
    Und selbst wenn, in Anbetracht der Tatsache, dass eben nichts passiert ist, hätte eine Ermahnung auch völlig ausgereicht.
    Da habe ich jetzt eine Frage: war es eine ABmahnung, die du bekommen hast oder nur eine Ermahnung. Also, hast du sie schriftlich erhalten mit Eintragung in deine Personalakte oder nicht? Und mit welchen Konsequenzen hat dein Chef gedroht, falls Ähnliches wieder vorkommen sollte?

    Wenn das nur mündlich war, dann ist es keine Abmahnung, sondern nur eine Ermahnung. Hast du aber eine Abmahnung erhalten, dann ist es m.E. dringend nötig, dass du schnellstens einen Widerspruch mit einer Gegendarstellung der Ereignisse schreibst. Dieser Widerspruch wird (falls der Chef die Abmahnung nicht zurück nimmt), dann ebenfalls in die Personalakte aufgenommen.
    Das ist wichtig, denn falls dein Chef dich loswerden will. Denn eine wiederholte Abmahnung kann zur Kündigung führen, Und dann wäre bei einer Kündigungsschutzklage deine Gegendarstellung wichtig.

    In einer Sache muss ich dich aber korrigieren: Wie kommst du auf den Gedanken, dass du ohne Bezahlung bis 14:30 in der Praxis geblieben wärest? Ich weiß jetzt nicht, ob dies unter Normalarbeitszeit gefallen wäre oder als Überstunde verrechnet würde, vielleicht hättest du diese Zeit auch später als Gleitzeit abfeiern können. Aber du hättest auf jeden Fall ein Anrecht auf Vergütung!

  2. #12
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Harvey
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Also das mit der Abmahnung finde ich wirklich komisch. Was anderes wäre es natürlich gewesen, wenn du einfach "unerlaubt" heimgegangen wärst, aber das war ja nicht der Fall. Vorallem hat der Chef ja selbst den Dienstplan geschrieben, also liegt es auch in seiner Verantwortung, dass die Umsetzung funktioniert. Wenn die Auszubildende dann 2 Stunde allein ist - was vl wirklich nicht gut ist - dann ist das einzig und allein sein Problem. Das würde ich ihm aber auch nochmal erklären.

  3. #13
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Hallo bepe
    Also vorneweg: Ich kann dir schon sagen waru ich das denke: Einmal habe ich abends eine halbe Stunde dran gehängt, und der Chef hat gemeint "das muss aber mit mir abgeklärt werden. Auf diese Weise kann ich jetzt keine Überstunden geltend machen, für die Zukunft merken". Dies war früher nicht so, da bestand auch ein anderes Vertrauensverhätnis.

    Ich habe eine Abmahnung, schriftlich bekommen. Dazu wurde mir gesagt, dass ich nur noch eine zweite solche Abmahnung bekommen darf. Beim dritten Vergehen werde ich automatisch aus der Praxis fliegen, so der Chef.

    Du hast natürlich recht: Wir hätten die Auszubildende darauf hinweisen sollen, uns anzurufen. Da unsere Handynummern aber eh für jeden ersichtlich am inneren der Rezeption per Postit kleben, dachte ich nicht dass es da ein Problem mit der Erreichbarkeit gäbe.

    Wie soll man denn so einen Widerspruch verfassen wenn man ihn denn verfassen will? Ich bin schon am überlegen ob ich das jetzt einfach damit beruhen lasse und wirklich aktiv flächendeckend Bewerbungen schreibe.

  4. #14
    Status: Personalberater Array Avatar von bepe0905
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Halo Lambo,
    jetzt die Sache einfach auf sich beruhen zu lassen wäre das Dümmste, was du tun kannst. Ich vermute mal, dass du deinem Chef zu teuer bist und er dich kostengünstig "entsorgen" will. Da sind Abmahnungen nun mal der für ihn bequemste und billigste Weg - und einen Grund dafür lässt sich (fast) immer finden.
    Es stimmt zwar nicht, dass du bei der dritten Abmahnung automatisch rausfliegst, aber nach zwei Abmahnungen kann relativ problemlos eine Kündigung ausgesprochen werden.
    Und falls du dann eine Kündigungsschutzklage anstrengst (was für Arbeitnehmer relativ leicht und nicht teuer ist), dann solltest du Fakten vorweisen können. Schließlich geht es dabei i.A. um eine Abfindung - und je länger du dort im Unternehmen gearbeitet hast, desto höher würde diese sein.
    Fakten sind bei einem solchen Verfahren einerseits die Abmahnungen (die dem Chef Recht geben und eine Kündigung begründen) - und für den Arbeitnehmer die Gegendarstellung (bzw. der Widerspruch). Vor Gericht würden diese sich dann möglicherweise neutralisieren. Hast du dann aber nichts vorzuweisen, dann würde jedes Gericht der Welt deinem Arbeitgeber Recht geben - und du würdest mit leeren Händen da stehen.

    Die Formulierung eines solchen Widerspruchs ist eigentlich ganz einfach und an keine Form gebunden. Du könntest etwa so schreiben:
    "Gegen die Abmahnung vom xx.xx.xx durch Herrn XXXXXX erhebe ich hiermit Widerspruch.
    Die von Herrn XXXXXX beschriebene angebliche Verfehlung hat sich so nicht zugetragen.
    Richtig ist, dass ich die Praxis um 12:00 Uhr verlassen habe. Dabei habe ich mich an den von Herrn XXXXXX persönlich erstellten Dienstplan gehalten.
    Dieser legt fest, dass Mittwochs ab 12:00 Uhr der Empfang unserer Praxis ausschließlich durch die Auszubildende besetzt ist.
    Mir selbst war zuvor durch Herrn XXXXXX untersagt worden, ohne seine vorherige Zustimmung Überstunden zu machen."
    So etwa könnte der Widerspruch formuliert sein.

    Ich selbst bin allerdings nicht der Meinung, dass du in jeder Hinsicht korrekt gehandelt hast. Denn dir als erfahrener Kraft musste klar sein, dass man eine Auszubildende nicht einfach alleine zurücklassen kann (was allerdings etwas vom Ausbildungsstand abhängt). Also hättest du deinen Chef vorher darauf hinweisen müssen, dass der Dienstplan so nicht funktionieren kann und nicht nach dem Motto "der Chef hat's so angeordnet" heimgehen dürfen.
    Geändert von bepe0905 (31.12.2013 um 16:29 Uhr)

  5. #15
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Ich sehe das etwas anders als bepe.

    Auch ich möchte mich zu dem Hergang äußern:

    1. Die Aufsichtspflicht insbesondere von minderjährigen Auszubildenden unterliegt dem Arbeitgeber, es sei denn, er hat jemanden als Ausbilder bestellt und diesen bei der zuständigen Kammer gemeldet. Er hat dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Schutzrechte durchgeführt werden.
    2. Die Abmahnung ist in der Form nicht berechtigt und kann auf Verlangen aus der Personalakte entfernt werden. Dies ist insbesondere dadurch zu begründen, weil
      1. der Chef dafür verantwortlich ist, dass die entsprechenden Pflichten eingehalten werden,
      2. er den Dienstplan aufgestellt und die dafür notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat,
      3. eine Unterweisung zur Einarbeitung und Beaufsichtigung der Auszubildenden nicht stattgefunden hat,
      4. Überstunden nur auf gesonderte Anordnung des Chefs zulässig sind

    3. Drei Abmahnungen führen nicht automatisch zur Kündigung. Dies ist Abhängig von der Schwere des Vergehens.
    4. Wenn der Abmahnung keine Stellungnahme beigefügt ist, gilt die Abmahnung in der Form als berechtigt und richtig dargestellt.
    5. Dass du gegenüber deinem Chef verpflichtet bist, ihn darauf hinzuweisen, dass die Auszubildende minderjährig und somit zu beaufsichtigen ist, sehe ich nicht als Deine Pflicht an. Denn er ist letztendlich der Ausbilder und der Verantwortliche hinsichtlich Fürsorge- und Aufsichtspflicht.
    6. Auch ich empfehle Dir eine Stellungnahme abzugeben.

    Gegen die Abmahnung vom xx.xx.xxxx gebe ich folgende Stellungnahme ab:
    Der gegen mich gerichtete Vorwurf ist in der Form nicht gerechtfertigt. Mir ist keine arbeitsrechtliche Verfehlung vorzuwerfen, da ich mich korrekt an die Vorgaben von Herrn xxxxxxxx gehalten habe. Desweiteren möchte ich festhalten, dass

    1. Herr xxxxx dafür verantwortlich ist, dass die entsprechenden Pflichten eingehalten werden,
    2. Herr xxxxx den Dienstplan aufgestellt und die dafür notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat,
    3. Gegenüber meiner Person eine Unterweisung zur Einarbeitung und Beaufsichtigung der Auszubildenden nicht stattgefunden hat,
    4. Überstunden nur auf gesonderte Anordnung seitens Herrn xxxxx zulässig sind und er mir dieses so mitgeteilt hat.

    Aufgrund fehlender Unterweisung war mir nicht bewusst, dass die Auszubildende ohne Aufsicht Telefondienst hätte übernehmen dürfen. So hatte ich an diesem Tag laut Dienstplan um 12:00 Uhr ordnungsgemäß den Arbeitsplatz verlassen.
    Diese Stellungnahme ist meiner Personalakte beizufügen.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  6. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Erdenmensch für diesen nützlichen Beitrag:

    bepe0905 (31.12.2013)

  7. #16
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    bepe: Danke für deinen Beitrag. Zu deinem letzten Satz:
    Was hätte ich machen sollen? Weiter dort sitzen sollen und ohne Bezahlung Arbeiten? Was denkst du was versicherungstechnisch los wäre wenn ich noch in der Praxis bin und auch noch ohne Bezahlung?
    Idealerweise hätte ich die Praxis schließen sollen und die Auszubildende heimgeschickt, was denkst du was da los gewesen wäre?
    Ich hätte vorher beim Plan monieren sollen, dass da eine falsche Stelle am Mittwoch Nachmittag ist, aber der Plan ändert sich inzwischen wöchentlich und manchmal mehr als das ("ihr kommt schon noch mit oder seid ihr zu alt?"). Vielleicht war das mein Fehler - aber ich bin auch nicht verantwortlich für den Arbeitsplan, denn wenn dann würde ich es ja von vorneherein anders organisieren. Das kannst du mir glauben.

    Erdenmensch: Zu 1. Ich bin nicht bei der zuständigen Kammer oder der KV oder sonstwo gemeldet, zumindest nicht dass ich wüsste.
    2. Wenn ich sie nicht streichen lasse, wird sie im Arbeitszeugnis erwähnt oder an den neuen AG weitergegeben?
    3. Wieso wurde mir das dann so gesagt?
    4. Wie muss so eine Stellungnahme aussehen? `Kann das auch formlos sein?
    5. Das sehe ich ähnlich, ich hätte vielleicht was sagen sollen, aber ich habe es nicht sofort geschnallt...

  8. #17
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Zitat Zitat von bepe0905 Beitrag anzeigen
    ...Ich selbst bin allerdings nicht der Meinung, dass du in jeder Hinsicht korrekt gehandelt hast. Denn dir als erfahrener Kraft musste klar sein, dass man eine Auszubildende nicht einfach alleine zurücklassen kann ...
    Also hättest du deinen Chef vorher darauf hinweisen müssen, dass der Dienstplan so nicht funktionieren kann..
    Zitat von Erdenmensch ...5. Dass du gegenüber deinem Chef verpflichtet bist, ihn darauf hinzuweisen, dass die Auszubildende minderjährig und somit zu beaufsichtigen ist, sehe ich nicht als Deine Pflicht an. Denn er ist letztendlich der Ausbilder und der Verantwortliche hinsichtlich Fürsorge- und Aufsichtspflicht.
    Ein frohes Neues Jahr 2014.

    Ich gebe euch beiden Recht und halte Teile der Ansicht denoch für Zweifelhaft, was "hinweisen müssen" und "Nichtverpflichtung zur Hinweisung" betrifft. Bei einem guten Arbeitsklima läuft so etwas automatisch.

    Klar ist, dass in der Praxis einiges im Argen liegt und man die Abmahnung so nicht stehen lassen kann, zumal der -vermutlich junge Arztnachfolger- nicht korrekt u. konsequent gehandelt hat.
    Ich weiß zwar nicht, wie es in Arztpraxen gehandhabt wird, aber nach der Arbeitsstättenverordnung ist z.T. Alleinarbeit nicht gestattet. für AZUBIs erst recht nicht.
    (Ich verzichte hier auf ein Bsp. in anderen Firmen).

    Ich sehe es jedenfalls so, dass Lambo als erfahrene Dienstälteste und der junge Arzt oder bei allen, es hier am grundlegenden fehlt, ganz besonders in der Kommunikation, aber dies ist ein anderer Punkt.

  9. #18
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Zitat Zitat von Lambo Beitrag anzeigen
    Erdenmensch: Zu 1. Ich bin nicht bei der zuständigen Kammer oder der KV oder sonstwo gemeldet, zumindest nicht dass ich wüsste.
    2. Wenn ich sie nicht streichen lasse, wird sie im Arbeitszeugnis erwähnt oder an den neuen AG weitergegeben?
    3. Wieso wurde mir das dann so gesagt?
    4. Wie muss so eine Stellungnahme aussehen? `Kann das auch formlos sein?
    5. Das sehe ich ähnlich, ich hätte vielleicht was sagen sollen, aber ich habe es nicht sofort geschnallt...

    1. Wenn du nicht als Ausbilderin bestellt bist, dann kannst du im Bereich Ausbildung auch nicht zur Verantwortung gezogen werden.
    2. Eine Abmahnung darf im Zeugnis nicht erwähnt werden. Noch weniger weitergegeben. Im Falle einer Zeugniserteilung muss auf die Formulierung geachtet werden, da es verschiedene Möglichkeiten gibt, Verfehlungen anzudeuten. Fazit: Zeugnis überprüfen lassen!
    3. Warum der Chef das so gesagt hat, kann ich dir nicht sagen. Im allgemeinen gehen jedoch viele Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer davon aus, dass nach drei oder der dritten Abmahnung automatisch gekündigt werden kann. Dem ist aber nicht so. Jeder Fall ist einzeln zu prüfen.
    4. Die Stellungnahme habe ich in kursivschrift vorgeschlagen. Hier nochmals am Schluss aufgeführt. Diese kann dem Arbeitgeber mit der Aufforderung übermittelt werden, die Gegendarstellung zur Personalakte zu nehmen. Aus Beweiszwecken sollte eine schriftliche Stellungnahme für die eigenen Unterlagen kopiert werden. Es ist darauf zu achten, dass der Arbeitgeber aufgefordert wird, das Gegendarstellungsschreiben zur Personalakte zu nehmen und dort solange zu belassen, wie sich auch die betreffende Abmahnung selbst in der Personalakte befindet!



    Die Stellungnahme kann wie folgt lauten:
    Zur Abmahnung vom xx.xx.xxxx wegen xxxxxxxxxxxxxx gebe ich folgende Stellungnahme ab:
    Der gegen mich gerichtete Vorwurf ist in der Form nicht gerechtfertigt. Mir ist keine arbeitsrechtliche Verfehlung vorzuwerfen, da ich mich korrekt an die Vorgaben von Herrn xxxxxxxx gehalten habe. Desweiteren möchte ich festhalten, dass


    1. Herr xxxxx dafür verantwortlich ist, dass die entsprechenden Pflichten eingehalten werden,
    2. Herr xxxxx den Dienstplan aufgestellt und die dafür notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat,
    3. Gegenüber meiner Person eine Unterweisung zur Einarbeitung und Beaufsichtigung der Auszubildenden nicht stattgefunden hat und ich auch nicht für die Ausbildung verantwortlich bin,
    4. Überstunden nur auf gesonderte Anordnung seitens Herrn xxxxx zulässig sind und er mir dieses so mitgeteilt hat.


    Aufgrund fehlender Unterweisung war mir nicht bewusst, dass die Auszubildende ohne Aufsicht Telefondienst hätte übernehmen dürfen. So hatte ich an diesem Tag laut Dienstplan um 12:00 Uhr ordnungsgemäß den Arbeitsplatz verlassen.
    Diese Stellungnahme ist meiner Personalakte beizufügen und dort solange zu belassen, wie sich auch die der Gegendarstellung zu Grunde liegende Abmahnung selbst in der Personalakte befindet.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  10. #19
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Hallo Prostan, Hallo Erdenmensch

    Die Formulierung habe ich so übernommen. Bin jetzt in der Praxis am Abrechnungs-PC und mache ein paar Minuten Pause. Ich habe den Text kopiert und so verändert, dass er auf die Situation passt und werde ihn dann nach Arbeitsschluss in den Briefkasten werfen. Danke erstmal dafür. Ich denke ich werde diesen "offiziellen" Weg gehen.

    JA, Prostan, JA! Das Arbeitsklima ist nicht mehr normal. Die Jobsicherheit ist nicht mehr gegeben, weißt du, wie sich das anfühlt für jemanden, der so lange in diesen Räumen gearbeitet hat? Damals war das noch eine andere Zeit... Und ich bin nicht der einzige Fall in Deutschland wo es so läuft, die Situation ist momentan so! Leidtragen sind nicht nur die Angestellten, sondern vorallem die Patienten... Die Praxen sind heutzutage keine medizinischen Einrichtungen mehr, sondern wirtschaftliche. 1:0 für die Gesundheitspolitik in diesem Lande, denn wenn ich weg bin wird das System sicher ein Quentchen billiger.

  11. #20
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    AW: Abmahnung für Entscheidung des Chefs?!?!

    Zitat Zitat von Lambo Beitrag anzeigen
    ...Wie auch immer, für mich ist das eine Einschüchterung, oder nicht? Ich werde jetzt Bewerbungen schreiben, einfach für den Fall, dass ich hier nicht mehr willkommen bin. Was denkt ihr dazu?

    ... klar, dass ich als dienstälteste auch das größte Gehalt bekomme, wahrscheinlich liegt auch daran...
    Zitat Zitat von Lambo Beitrag anzeigen
    ...Die Formulierung habe ich so übernommen. .... Ich habe den Text kopiert und so verändert, dass er auf die Situation passt und werde ihn dann nach Arbeitsschluss in den Briefkasten werfen.... werde diesen "offiziellen" Weg gehen.

    JA, Prostan, JA! Das Arbeitsklima ist nicht mehr normal. Die Jobsicherheit ist nicht mehr gegeben,....
    Schade dass du diesen, recht deutlichen, offiziellen Weg gehen mußt um die Abmahnung annullieren zu lassen. Damit sagst du deinem Chef, allerdings, schön krass die Meinung.
    Auch finde ich gut, dass du den Widerspruch so angepasst hast, dass du dir als dienstälteste Mitarbeiterin kein "Loch ins Knie schießt".

    ...Ich werde jetzt Bewerbungen schreiben, einfach für den Fall, dass ich hier nicht mehr willkommen bin.
    Gleichfalls würde ich dir empfehlen, dass dein Chef dir ein Zwischenzeugnis ausstellt. Bleib am Ball und viel Glück für deine Bewerbungen.

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