Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz - Seite 7
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Thema: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

  1. #61
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Offensiv mit dem Problem beschäftigen heißt für mich, in meinem näheren persönlichen Umfeld, Familie, Freunde, Bekannte, klar machen, dass ich vom Alkohol weg bin und das nicht mehr brauche. Selbst in der eigenen Familie stößt man da auf Unverständnis, weil die einen ja so nicht kennen. Da muss man dann, wie man so schön sagt, die Spreu vom Weizen trennen. Wenn einer Freunde und Bekannte hat, die dann damit konfontiert werden, dass man nicht mehr trinkt, wird man genauso auf Unverständnis stossen. Da kann man dann nur eins machen, diese Leute, die einen so nicht akzeptieren, meiden, links liegen lassen. Von solchen Ignoranten muss man sich trennen. Das gilt auch für die Familie. Damit meine Ich jetzt nicht die Ehefrau. Familie ist ja noch mehr, Eltern, Tanten, Onkel. Auch die müssen es akzeptieren, das man nicht mehr trinkt. Mit dem Spruch "einen kannst du doch" darf man sich nicht kommen lassen. Man tut sich selbst keinen Gefallen damit. Die anderen freuen sich nur darüber "Guck mal, wie blöd der ist, jetzt säuft er wieder". Wenn man einen langjährigen Arbeitsplatz hat, wird es schwierig. Ich musste mir reichlich deftige Sprüche von Kollegen gefallen lassen. Da braucht man schon ein verdammt dickes Fell. Ich war manchmal soweit, mit einem Kabelende in der Hand um mich zu Schlagen, weil es Kollegen gab, die meinten mich müsse man mit dummen Sprüchen zu labern. Das muss man sich nicht gefallen lassen. Da muss dann der Chef oder der BR eingreifen. Ich habe es dann manchmal geschafft, diese Kollegen mit eigenen Waffen zu schlagen. Funktioniert nicht immer, aber die müssen merken, dass man sich nicht alles gefallen lässt.
    Wenn man, wie Hannes68, einen neuen Job bekommt, ist Zurückhaltung angesagt. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Was gehen denn die anderen meine Probleme an, grade das mit Alk? Keinen. Irgendwann kommt das sowieso zur Sprache, deshalb muss man damit nicht vorher hausieren gehen.
    Ich sage es nochmal mit wenig Worten, es kommt immer auf die Situation drauf an, ob ich offensiv oder defensiv mit dem Problem umgehe. Wie es jeder dann macht, ist seine persönliche Entscheidung. Ich kann nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffen, dass diese Erfahrungen für andere eine Hilfestellung sind. Das ist genauso wie mit einer Therapie. Ich habe diese als riesengroßes Puzzle betrachtet, wo sich jeder seine Bauteile raussucht, die für IHN passend sind.
    Wer glaubt, das ein Bauleiter einen Bau leitet,
    der glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

  2. #62
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Ich würde es dann erzählen, wenn es wiederholt zu Problemen kommt, man zum Beispiel wieder Alkohol angeboten bekommt. Ansonsten würde ich es gar nicht sagen. Es ist ja nicht so wie eine Krankheit, die man nach außen sieht. Nicht, dass Alkoholismus nicht auch als Krankheit gewertet werden kann, aber man muss sich ja nicht mit Gewalt gleich bei der neuen Arbeit den Weg steiniger machen, vorallem wenn man eh neu anfangen will.

  3. #63
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Zitat Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
    Selbst in der eigenen Familie stößt man da auf Unverständnis, weil die einen ja so nicht kennen. Da muss man dann, wie man so schön sagt, die Spreu vom Weizen trennen. Wenn einer Freunde und Bekannte hat, die dann damit konfontiert werden, dass man nicht mehr trinkt, wird man genauso auf Unverständnis stossen.
    Sätze in der Art habe ich jetzt öfters gelesen von dir. Das klingt ein bisschen so als wäre das größere Problem ja für manche, dass man nicht (mehr) trinkt?! Naja, vielleicht nicht das größere Problem, aber zumindest doch auch ein großes. Das hätte ich niemals gedacht ehrlich gesagt.

  4. #64
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Es ist leider so,@Pebbels, mit der Ehefrau/Lebenspartnerin mag es ja gehen, meine Frau hab ich nach der Therapie kennengelernt, aber der andere Teil der Familie, Oh Gott... Mein Sohn ist kein Alkoholiker... O-Ton meiner Mutter, mein ältester Bruder wollte mich immer wieder zum Bier verleiten, der andere hat sich überhaupt nicht für mich interessiert (ist für mich heute nur noch Luft) mein Vater...der hat das wohl so akzeptiert. Hat nie mit mir darüber gesprochen.

    Natürlich ist das ein Problem, wenn man seine Familie verliert, das nagt an einem und zwar gewaltig. Es ist aber so, dass man sich von Menschen trennen muss, die einen nicht so akzeptieren wie man jetzt ist. Ich habe mich verändert und das hat denen nicht gepasst. Die wollten mich so haben, wie ich vorher war, das wollte ich nicht. Also: Was blieb mir übrig? Nichts. Ich musste dann meinen Hut nehmen und meinen Weg gehen. Ich konnte auf die Familie in dem Moment nicht mehr bauen. Es gab auch noch andere Probleme. Meine Mutter hat sich mit meiner Frau nicht verstanden, obwohl meine Frau meiner Mutter nichts getan hat. Meine Mutter hat zu meiner Frau gesagt: Du hast mir meinen Sohn weggenommen.
    Und auch aus diesem Grund kann mir der Verein gestohlen bleiben. Hinzu kommen noch viele andere Sachen, aber das tut jetzt nichts zur Sache.
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  5. #65
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Ich habe gestern Abend das Jenke Experiment auf RTL gesehen (kann man auch nachlesen). Das ging mir sehr unter die Haut. Wie schnell man da reinschlittern kann ist unglaublich. Und wie schwer es ist wieder davon los zu kommen. Ich kann nur sagen, dass ich sehr großen Respekt vor Euch habe, so viel Willen und Kraft zu mobilisieren! Auch Loslassen zu können, wenn man merkt dass es keinen Sinn hat, wenn man auf bestimmte Menschen, denen man vertraut hat, nicht bauen kann.

  6. #66
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Jepp, das kann ganz schön weh tun. Und die Gefahr dann abzurutschen, wenn der Halt in der Familie nicht da ist, ist umso größer. Leider begreifen die anderen das nicht. Die wollen einen so, wie man war, das gewohnte Bild, Veränderungen sind unerwünscht. Man muss sich selbst vor Augen halten, was alles passieren kann, wenn man so weiter macht, wie gewohnt.

    Nachtrag: Ich habe mir grade den Bericht dazu durchgelesen. Meiner Meinung nach gehört der Typ in eine geschlossene Anstalt, wo er es mal mit den richtig harten Typen zu tun bekommt. Tut mir leid, ich kann das nicht nachvollziehen. Diese Sendung werde ich mir definitiv nicht reinziehen. Das hat für mich nichts mit der Realität zu tun.
    Geändert von sn00py603 (12.03.2013 um 13:29 Uhr)
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  7. #67
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Kann mich mal jemand aufklären, was ist dieses Experiment und wieso gehört der in die Anstalt?


    Ich merke es auch grade, man msus als Ex-Alki sich plötzlich rechtfertigen trocken zu bleiben - total grotesk...

  8. #68
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    In die geschlossene deswegen, weil er sich so einem exzessiven Alkoholmissbrauch hingibt, ohne sich der Folgen bewußt zu sein. Es ist schon schlimm genug, dass man so etwas jeden Tag auf der Straße, in der U-Bahn oder sonstwo zu Gesicht bekommt. Und der Sender, der so etwas ausstrahlt, gehört meiner Meinung nach abgemahnt. Hier der link ->"Jenke-Experiment" : Alkohol-Exzess – Trinken bis zum Umfallen - Nachrichten Panorama - DIE WELT
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  9. #69
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Das hätte ich wirklich niemals gedacht, dass man sich rechtfertigen muss wenn man nichts trinkt bzw. nicht mehr trinkt. Eigentlich sollte das Umfeld doch froh sein, dass du es da raus geschafft hast und diejenigen, die nichts davon wissen, denen sollte es doch egal sein ob du was trinkst oder nicht.

    Was du da schreibst von deiner Familie, da kann ich durchaus nachvollziehen, dass du nicht mehr den Kontakt zu ihnen hast und suchst. Ich finde es schlimm, was sie gemacht haben. Vor allem dein Bruder, der dich wieder zum Trinken verleiten wollte. Auch wenn es sicher nicht leicht ist, manchmal ist es dann besser den Kontakt abzubrechen oder zu minimieren.

    Was dieses Experiment angeht. Ich habe es nur ausschnittweise gesehen gestern Abend. Ich habe mich aber wirklich gefragt warum der das macht? Es ist doch wirklich gefährlich wenn er in diese Sucht reinrutscht dadurch. Ich würde es jedenfalls nicht freiwillig probieren.

  10. #70
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Zitat Zitat von Opel-Admiral Beitrag anzeigen


    Ich merke es auch grade, man msus als Ex-Alki sich plötzlich rechtfertigen trocken zu bleiben - total grotesk...
    Geh doch mal los und geh dahin, wo Alkohol getrunken wird. Wenn du da als einer reinkommst, der keinen Alkohol trinkt, wirst du im allgemeinen gefragt, ob du ein Alkoholproblem hast. Ist mir auch schon passiert. Meine Antwort war nur: Ich hab damit kein Problem, aber allem Anschein nach du.
    Es ist teilweise haarsträubend, was so abgeht.
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