Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz - Seite 3
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Thema: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

  1. #21
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Die Firma hat in solchem Fall eine Fürsorgepflicht. Deswegen kannst du ja auch niemanden einfach so wegen Alkoholmißbrauch rausschmeißen. Kündigungen in solchen Fällen müssen immer Wasserdicht sein, das heißt, die Firma muss den Betroffenen abgemahnt haben. Solange diese Kriterien nicht erfüllt sind, wirst du diesen Kollegen nicht los. Hilfe anbieten fällt auch manchem Arbeitgeber schwer. Das habe ich bei mir gesehen. Ich selbst war ja nicht ganz unschuldig daran. Ich hab es einfach übertrieben und mir deswegen überhaupt keinen Kopf gemacht. Wird schon irgendwie gehen. Du schiebst es einfach vor dir her, bis da so ein Berg liegt, den du nicht mehr bewältigt bekommst.


    Ich versuche auf diesem Wege, hier zu schreiben, eine neue Form der "Therapie" für mich zu finden und wie ich sehe, finde ich auch Anklang. Ich möchte hoffen, dass es auch ein paar Betroffene gibt, dir hier mitlesen und vielleicht dadurch für sich selbst den Punkt finden: "Halt, Stopp, ich muss was für mich tun".
    Es kommt niemand auf einen zu und sagt: Hey ich helfe dir. Grundsätzlich muss jeder für sich entscheiden, suche ich mir Hilfe oder nicht.

    Ich habe lange gebraucht, um mir einzugestehen, dass ich ein Alkoholiker bin. Ich habe auch lange gebraucht, endlich den Schalter zu finden und umzulegen, der mir gehlfen hat für mich herauszufinden, was ich will. Im Grunde sind wir nur Marionetten, gefangen in irgendwelchen Strippen, die von anderen gezogen werden. Und wenn du dabei nicht aufpasst, verhedderst du dich so in den Strippen, dass du es nicht schaffst, die Knoten allein zu lösen. Das schlimme ist noch, wenn man dann so eine Therapie hinter sich hat, dass man wieder in den alten Trott verfällt. Das ist gefährlich, denn dadurch geht man ja den gewohnten Gang. Bloß nichts neues ausprobieren, nee nee, das kenn ich nicht, dar alte Trott ist so schön vertraut. Meiner Erfahrung nach liegt da der größte Fehler. Es fehlt einem eh schon an Selbstvertrauen und Mut, Veränderungen herbei zu führen. Deswegen ist Hilfe von Außen, in Form von Selbsthilfegruppen, eines Psychologen unbedingt erforderlich. Man soll sich nicht auf seine Familie/PartnerIn verlassen. Das tut der Beziehung ganz und garnícht gut. Man zieht den Partner in eine Coabhängigkeit. Ich habe das bis vor kurzem auch noch nicht gewußt, aber es ist so. Man Belastet den Partner mit allem, was einem Mißlingt, mach generell alles und jeden für das Verantwortlich, was man selbst verbockt hat. Man sucht die Fehler generell bei den anderen nur nicht bei sich selbst.


    Hilfe gibt es überall. Man muss es nur wollen. Welche Form der Hilfe man annimmt, das sei jedem slebst überlassen.
    Wer glaubt, das ein Bauleiter einen Bau leitet,
    der glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

  2. #22
    Status: Büroangestellter Array Avatar von zebrafink
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Ich finde das Spannungsverhältnis zwischen zu wenig Selbstvertrauen und die Fehler bei anderen suchen sehr interessant. Man denkt ja zunächst, wenn man sich selbst für nicht weiter fehlbar hält, dann hat man ein gutes Selbstvertrauen. Das würdest du ja so nicht (mehr) unterschreiben, odeR?

  3. #23
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Zitat Zitat von zebrafink Beitrag anzeigen
    Ich finde das Spannungsverhältnis zwischen zu wenig Selbstvertrauen und die Fehler bei anderen suchen sehr interessant. Man denkt ja zunächst, wenn man sich selbst für nicht weiter fehlbar hält, dann hat man ein gutes Selbstvertrauen. Das würdest du ja so nicht (mehr) unterschreiben, odeR?
    Garantiert nicht. Ich selbst hab immer alles auf andere abgewälzt, alle anderen waren Schuld, naja ein paar kleine Fehler gibt man zu, Makulatur, aber die großen Fehler??? Neeeeiiiiiin IIIIIIIIIIIICh doch nicht, nein ich war das nicht, ich kann nichts dafür, das sind immer wieder die gleichen Ausflüchte, die man sucht. Das macht dann natürlich auch einen Partner fertig. Der ist dann irgendwann nicht mehr gewillt, das Spiel so mit zu machen. Ich weiß nicht, wie es heute in den Kliniken zu geht, aber wo ich vor fast 18 Jahren war, war man so in Watte gepackt. Unter so einer Käseglocke, wo einem nix passieren kann. Da wurde auch nicht die von mir oben erwähnte harte Linie gefahren, nein, da wurde dem Alki, der an seiner Misere selbst Schuld hat, auch noch jegliches Schuldgefühl an seiner Lage abgenommen. Einzig in den Gruppengesprächen wurde das hin und wiedermal angesprochen. Nach dem Motto: Du bist ja nur hier, weil du einen Persilschein für deinen Chef brauchst.
    Die meisten haben damit ein Problem, so wie ich auch, einzusehen, dass sie nicht mit Alk umgehen können. Das ist ein sehr schwieriger und langwieriger Prozess. Das sitzt nicht unbedingt beim ersten mal.
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  4. #24
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Hallo Snoopy,

    ich bin beeindruckt, wie reflektiert du deine damalige und jetzige Situation betrachten kannst.
    Wie du ja weißt, bin ich am Arbeitsplatz von einem Menschen mit dem gleichen "Problem" umgeben, und es fällt mir schwer, ihn zu verstehen.
    Es regt mich einfach wahnsinnig auf, dass er seine eigenen Anteile nicht sieht und sogar trinkt, wenn Kollegen und andere Vorgesetzte dabei sind (trotz vorheriger Abmahnung). Es ist also offensichtlich, dass er nicht trocken sein kann. Auch als Kollegin nicht in die Co- Abhängigkeit zu rutschen, ihn zu schützen, wenn er montags (wieder mal) nicht zum Dienst erscheint, wichtige Termine nicht wahrnimmt oder manchmal tagelang nicht erreichbar ist, ist nicht so ganz einfach.
    Ich könnte ihn manchmal schütteln, weil er sich so offensichtlich auf sein Umfeld verlässt - mitunter erscheint mir dieses Verhalten dreist und egoistisch. Wenn er im Beisein von Vorgesetzten und Kollegen trinkt, bin ich fassungslos und denke: "Das kann doch nicht wahr sein! Glaubt er ernsthaft, dass keiner etwas merkt?! Oder ist er sich einfach sicher, dass ihn sowieso niemand drauf anspricht?"

    Deine offenen und ehrlichen Worte lassen mich sehr nachdenklich werden.
    Wahrscheinlich KANN ein Alkoholkranker Mensch überhaupt nicht anders handeln; und das Umfeld unterstützt die Sucht, indem es den Kranken schützt und die Dinge bloß nicht beim Namen nennt. Ich denke inzwischen, auch ich hätte das Thema wesentlich offener mit ihm besprechen sollen.
    Was hättest du dir von deinem Umfeld gewünscht, Snoopy? Welche Reaktionen hätten dich weiter gebracht? Verständnis, der berühmte Tritt ins Hinterteil, fallen lassen...? Ja, ich merke, dass ich auch nicht richtig weiß, wie ich einem Menschen mit Suchtproblem am besten begegnen kann.
    Bislang habe ich es so gehalten, dass ich die Person jedenfalls nicht mehr "decke" - im Ernstfall sogar "auflaufen" lasse; und zwar dann, wenn er eindeutig durch seine Unzuverlässigkeit oder eine bestimmte Verhaltensform eine persönliche Grenze bei mir überschritten hat. Damit ziehe ich allerdings auch zwischenzeitlich den Unmut/ das Unverständnis der Kollegen auf mich ("Birdy, das kannst du nicht machen. Der kommt in Teufels Küche, wenn er auffliegt. Willst du wirklich verantworten, dass der Mann seinen Job verliert?!") Uaah, da stellt sich dann die "Gretchenfrage"... Und vielleicht kannst du mir helfen, sie zu beantworten...? :)

    Liebe Grüße,
    Birdy
    Geändert von Birdy (04.03.2013 um 14:21 Uhr)

  5. #25
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man den Supergau braucht, um einzusehen, dass das so nichts bringt. Da ist die Fürsorgepflicht des AG gefragt. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, das es gewisse Kollegen gab, die von der obersten Heeresleitung gedeckt wurden, obwohl es allgemein bekannt war, dass diese Kollegen bekennende Säufer waren. Scheinbar ist das bei deinem Vorgesetzten/Kollegen auch der Fall, @Birdy. Manchmal kann man sich da nicht zurückhalten und ich bin der Meinung, das man das auch nicht tun sollte. Auflaufen lassen ist, bin ich der Meinung, der eine Weg. Da du ja sowieso schon leicht schlechte Karten bei deinem AG hast, würde ich mich damit zurückhalten. Sollte sich da irgendwo eine Möglichkeit ergeben, lass denTyp auflaufen. Was die Kollegen sagen wäre mir in dem Punkt egal.
    Ich habe so etwas im Jahr 2000 praktiziert, als ich meinem Chef, bevor ich nach 5 Monaten Klinik wieder arbeiten ging, knallhart vor den Kopf geballert habe, dass in der Firma mit zweierlei Mass gemessen wird. Auf die Frage, wie ich das meine sagte ich: An mir wird ständig rumgeschnuppert, ob ich nach Alkohol rieche, an meinem Kaffeebecher wird gerochen und der Kollege ist Mittags um 12 voll wie ein Eimer.
    Antwort vom Chef: Das siehst du falsch.
    Kurz darauf musste der Kollege zum Rapport. Einlauf, androhung der Abmahnung, Termin bei der Sozialberatung.
    Mir blieb nichts anderes übrig, als den Kollegen anzuschwärzen, der Spießrutenlauf war sowieso vorprogrammiert, auch wenn ich den nicht angeschwärzt hätte.

    Das was ich mir von einigen Kollegen gewünscht hätte, wäre ein bisschen mehr Verständnis für meine Situation gewesen. Die meisten haben mich wie einen Aussätzigen behandelt, es könnte ja sein, dass ich mich über deren Bierkonsum am Arbeitsplatz beschwere...

    @Birdy: Der Typ steckt schon in Teufels Küche, er selbst merkt das nicht und die anderen rennen mit Scheuklappen rum. Die sehen nicht, das diesem Menschen geholfen werden muss, wenn er sich denn helfen lässt.
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  6. #26
    Status: Büroangestellter Array Avatar von zebrafink
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Jetzt muss ich mal ganz naiv fragen: Wieviele Leute die ihr kennt trinken denn wirklich am Arbeitsplatz? Also mir wäre das ja noch nie untergekommen, und was man so von Baustellen und so hört, ist das nicht meistens Übertreibung??

    Es klingt ja fast so als ob an deinem alten Arbeitsplatz, snoopy, nicht nur du ein Problem hattest, aber es als einziger bekämpfen musstest.

    Birdy: Bei dir weiß ich auch nicht, ob es momentan eine gute Idee wäre. Es würed dann nach "ich bin auf dem absteigenden Ast aber den nehm ich noch mit" aussehen. :-/

  7. #27
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Zitat Zitat von zebrafink Beitrag anzeigen
    Jetzt muss ich mal ganz naiv fragen: Wieviele Leute die ihr kennt trinken denn wirklich am Arbeitsplatz? Also mir wäre das ja noch nie untergekommen, und was man so von Baustellen und so hört, ist das nicht meistens Übertreibung??:-/
    Wenn du einmal auffällig geworden bist, dann wird dich das den Rest deines Lebens verfolgen. Es wird ja von oben weitergegeben. Die meisten fallen ja garnicht auf, weil die ja eh über den Tag verteilt etliches an Bier vernichten. Solange du nicht besoffen über die Baustelle oder durch die Werkstatt torkelst, fällt das alles nicht auf. Man muss ja die Alkoholiker auch in verschiedene Typen einteilen:
    Da gibt es die Quartalssäufer, die zwei drei mal im Jahr eine richtige Saufpause einlegen und in sofern unter Umständen nicht auffallen, weil sie sich krankmelden.
    Dann haben wir die Gelegenheitstrinker, die jede Möglichkeit, jeden Anlass nutzen um zu trinken.
    Dann gibt es die Spiegeltrinker, denen man in 90% der Fälle nicht anmerkt, dass die Alkoholiker sind, weil die immer nur bis zu einem gewissen Pegel trinken.

    Das ist nur mal so ein kleiner Überblick.

    Es klingt ja fast so als ob an deinem alten Arbeitsplatz, snoopy, nicht nur du ein Problem hattest, aber es als einziger bekämpfen musstest.
    So ist es. Mein Problem war, dass ich mehrmals mit Fahne und angtrunken am Arbeitsplatz erschienen bin. Das wars dann. Andere haben während der Arbeitszeit gesoffen, da ist das nicht aufgefallen, wenn die dann zum Feierabend besoffen waren.
    ufeiner Baustelle, der Vorarbeiter war ein Anscheißer vor dem Herrn, bin ich das erste mal angezählt worden. Den Abend vorher hatte ich mit meinem Vater etwas länger gesessen und man hat dabei einige Bierchen vernichtet. Eines shönen Tages, kurz vor meinem Urlaub, kommt von dem Vorarbeiter der Spruch: Bei mir auf dem Bau wird nicht gesoffen.
    Als ich dann nach 2 Wochen aus dem Urlaub wieder auf die Baustelle kam, sah ich den Mülleimer, 100 Liter Fasungsvermögen, obendrauf ein schöner Berg Bierbüchsen. Mein Kommentar: Ich denke hier wird nicht gesoffen. Drei Tage später war ich von der Baustelle weg.

    Birdy: Bei dir weiß ich auch nicht, ob es momentan eine gute Idee wäre. Es würed dann nach "ich bin auf dem absteigenden Ast aber den nehm ich noch mit" aussehen. :-/
    Ich denke, @zebrafink hat da nicht so ganz unrecht. Das, was ich machen würde, wäre dem Typ ein paar Flyer von den anonymen Alkoholikern und Guttemplern hinlegen. Ist zwar auch irgendwo gemein, aber das sollte zu Nachdenken anregen.
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  8. #28
    Status: keine Angabe Array Avatar von green
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Zitat Zitat von zebrafink Beitrag anzeigen
    Jetzt muss ich mal ganz naiv fragen: Wieviele Leute die ihr kennt trinken denn wirklich am Arbeitsplatz? Also mir wäre das ja noch nie untergekommen, und was man so von Baustellen und so hört, ist das nicht meistens Übertreibung??
    Ich bin ehrlich gesagt auch etwas überrascht wie oft es das anscheinend gibt. Ich habe es selbst auch noch nie erlebt oder vielleicht sollte ich eher sagen noch nie mitbekommen. Mehr als mal ein Glas Sekt wenn jemand hier Geburtstag hat oder vielleicht mal das ein oder andere Bier auf Betriebsfeiern gibt es hier nicht.

    @ sn00py603 Ich möchte mich den anderen anschließen. Klasse, dass du dich deinem Problem gestellt hast und damit jetzt so gut umgehen kannst!
    ... that divides me somewhere in my mind ...

  9. #29
    Status: Elektroklempner Array Avatar von sn00py603
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    @ALL: Was bleibt mir anderes übrig, als mich meinem Problem zu stellen. Ich habe das Problem 5 Jahre verdrängt, bis ich dann kurz vor einem kompletten Zusammenbruch in eine Klinik gegangen bin. Da habe ich dann 5 1/2 Monate zugebracht, um rauszukriegen was mit mir ist und vor allem was ich will. Ich habe mich während der Zeit in allem Möglichen ausprobiert. Mit Zeichnen, Töpfern, Holzbearbeitung. Also alles was so eine Beschäftigungstherapie hergibt. Ganz Stolz bin ich immernoch auf ein Projekt, was da schon angfangen war. Ich habe das dann fertig gemacht. Es handelte sich dabei um eine Babywiege. Die war quasi noch im Rohbau. Es fehlten noch diverse Teile, die zurech tgemacht werden mussten. Farbe sollte die Wiege auch noch kriegen. Ich habe davon leider kein Bild, aber als ich das Ding fertig gebaut hatte, kam die Überlegung nach der Farbe. Wie soll die Wiege fertig aussehen? Ich entschied mich für ein Hellblau als Grundfarbe, die Gitterstäbe an dem Bett wurden Bunt und als I-Tüpfelchen bekam die Wiege noch an den Stirnseiten Motive aus der Bauernmalerei. Die ersten Tage, als ich mit dem Anmalen der Wiege beschäftigt war, kam keiner, aber als ich dann mit den Bauernmotiven anfing, kam fast die ganze Klinik zusammen, um zu sehen was ich da mache. Dann kam noch einer, der hat mich dann bei meiner Arbeit fotografiert. Die Bilder habe ich leider nicht mehr. Für mich war das der beste Weg, zu mir selbst zu finden.

    Jeder muss seine Weg alleine finden, jeder muss sich ausprobieren, was kann ich, was will ich, auch wenn das noch so schwer ist und einiges in die Hose geht. Wer dann aufgibt, der hat verloren. man kann sich dann mal zurückziehen, um Kraft zu schöpfen, aber man sollte niemals sein Ziel aufgeben.
    Geändert von sn00py603 (05.03.2013 um 11:04 Uhr)
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  10. #30
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    AW: Trockener Alkoholiker am Arbeitsplatz

    Also, ich bin beruflich ja im pädagogischen Bereich zu Hause und seit ca. 20 Jahren im Beruf.
    Bis jetzt habe ich nur einen Menschen mit Alkoholproblem kennen gelernt. In meiner "Branche" ist es also scheinbar ein wenig verbreitetes "Problem" (wäre ja auch fatal im Umgang mit Kindern und Jugendlichen).

    Nein, bezüglich meines Teamleiters werde ich keinesfalls mehr tätig; es geht mir ja auch nicht darum, ihm zu schaden - und Hilfe annehmen (ausgerechnet von mir) wird er logischerweise auch nicht. ;)

    Liebe Grüße,
    Birdy

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