Arbeitskleidung
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Thema: Arbeitskleidung

  1. #1
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    Arbeitskleidung

    Hallo guten Abend
    Meine Frage:
    Bin Maurer und "Baustellenarbeiter" also alles was anfällt eigentlich,. Da wird man schmutzig wie S** aber das ist normal so.
    Habe mich mit unserem Vorarbeiter in die wolle gekriegt wiel ich gesagt habe dass arbeitskleidung normalerweise nicht von uns bezahlt wird sondern vom arbeitgeber. Wir müssen auch selber waschen.
    Er hat gemeint das ist nicht so und ich würde mich nur anstellen.

    Wer hat hier recht, er oder ich?=
    Ich denke ich wegen der Gesetzeslage.
    Aber genau begründen kann ich es nicht.

  2. #2
    Bea
    Bea ist offline
    Status: Unternehmerin Array Avatar von Bea
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    AW: Arbeitskleidung

    Das habe ich dazu gefunden bei BG Metall Sued
    Arbeitskleidung – Wer trägt die Kosten?



    In zahlreichen Berufen gibt es eine Kleiderordnung, die entweder gesetzlich vorgeschrieben ist oder für die Branche zum guten Ton dazugehört. Dass ein Arzt einen weißen Kittel trägt oder die Mitarbeiter der Müllabfuhr in grell orangenen Anzügen die Tonnen leeren, hat sich in den Köpfen eingeprägt und ist im Alltagsbild fest verankert.
    Die Anschaffung dieser berufsbedingten Kleidungsstücke verursacht Kosten, welche der Arbeitsnehmer in einigen Fällen selbst aufwenden muss. Laut § 618 Abs. 1 BGBsteht der Arbeitgeber jedoch in der Pflicht, dem Angestellten zwingend notwendige Schutzkleidung kostenlos zur Verfügung zu stellen, wobei der Betrieb Eigentümer dieser Sachen bleibt. Unter diese Berufssparten fallen beispielsweise Handwerk, Industrie sowie der medizinische Bereich. Das Verletzungsrisiko, einen Bauarbeiter seinen Dienst ohne Helm und Schutzanzug verrichten zu lassen, wäre schlichtweg zu hoch. Gleiches gilt für einen Mitarbeiter, der in einem pharmazeutischen Betrieb chemischen Substanzen ausgesetzt ist und somit seine Aufgaben hinter einer Atemschutzmaske auszuführen hat. Wenn der Arbeitgeber in solch einem Fall keine Schutzkleidung bereitstellt, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Gewerbeämter und Berufsgenossenschaften kontrollieren regelmäßig, ob die nach § 3 Arbeitsschutzgesetz im Betrieb vorgeschriebene Schutzkleidung ausreichend vorhanden ist und in welchem Zustand sie sich befindet. Werden die Gesundheit und die körperliche Unversehrtheit des Arbeitnehmers wegen mangelhafter Schutzmaßnahmen beeinträchtigt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Schadensersatz zu leisten.
    Sofern die Arbeitskleidung nicht dem Schutz dient, sondern einen bestimmten Dresscode ausmacht, kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer verpflichten, seine Garderobe für den beruflichen Alltag aus eigener Tasche zu finanzieren. Allerdings ist es möglich, die Kosten gemäß einer Klausel im Arbeitsvertrag zu splitten, wobei der Arbeitnehmer auf keinen Fall benachteiligt werden und der Kostenaufwand für Arbeitskleidung nicht im Missverhältnis zum Netto-Gehalt stehen darf. Zieht der Arbeitgeber diesen Anteil vom monatlichen Gehalt ab, muss er unbedingt die Pfändungsgrenze von 985,15 Euro nach § 850c Zivilprozessordnung beachten. Eine Einzelhandelskauffrau, die in der Obst- und Gemüseabteilung eines Verbrauchermarktes netto 800 Euro verdiente, musste davon Monat für Monat 7,05 Euro für Ihren Kittel entrichten. Die Arbeitnehmerin klagte vor dem [Bundesarbeitsgericht (BAG – mit Erfolg, denn ihr Netto-Gehalt war unterhalb der gesetzlich geregelten Pfändungsuntergrenze angesiedelt.
    Trotzdem, auch wenn der Arbeitgeber in manchen Fällen dazu verpflichtet ist Arbeitskleidung bereitzustellen, so ist dieser nicht verpflichtet dazu viel Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen. Möchte man für jeden Tag der Woche Wechsel-Arbeitskleidung, so dass man jeden Tag frische Arbeitskleidung anziehen kann, so muss man teils auch dafür selbst aufkommen.
    In diesen Fällen lohnt es sich die Arbeitskleidung im Internet zu bestellen, da man diese hier meist günstiger bekommt als im stationären Handel. Unter anderen sind hier z.B. Krähe oderArbeitskleidung Billiger eine gute Anlaufstelle. Oftmals haben diese auch spezielle Rabattaktionen (siehehier bzw.hier). So kann man die Kosten dann doch noch relativ gering halten.
    Mitarbeiter von Banken und Versicherungen beispielsweise, die aus reiner Konvention im Anzug oder im Kostüm bei der Arbeit erscheinen müssen, haben ihre Berufskleidung ohne Zuschuss des Arbeitgebers zu erwerben. Schließlich besteht die Möglichkeit, die Sachen auch in der Freizeit zu tragen und außerdem liegt in dieser Branche das monatliche Brutto-Gehalt deutlich oberhalb der Pfändungsgrenze. Aus diesem Grund kann von einem durch Arbeitskleidung verursachten finanziellen Nachteil nicht mehr die Rede sein.
    Geändert von Bea (05.12.2011 um 19:25 Uhr)
    Erfolg hat 3 Buchstaben ! TUN

  3. #3
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    AW: Arbeitskleidung

    Hallo,
    ich bin ja Krankenschwester und wir müssen ja auch immer bestimmte Kleidung (weiß) tragen. Bei uns ist es so, dass der Arbeitgeber einen bestimmten Betrag dafür stellt, alles was darüber hinaus geht müssen wir selbst zahlen. Ich finde das okay so, weil der Betrag reicht um ausreichend Kleidung zu Verfügung zu haben. Drauf zahlen muss man nur, wenn man meint 20 verschiedene Sets haben zu müssen. Schutzkleidung, z.B. für den OP oder so wird natürlich sowieso zur Verfügung gestellt. Ach ja und das Waschen übernimmt die Wäscherei bei uns.

  4. #4
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    AW: Arbeitskleidung

    Bei uns ist das so dass wir nicht jeden Tag mit frischer Arbeitskleidung erscheinen müssen. Wir lassen die im Schließfach in der Arbeit. Am Wochenende waschen wir die dann (ich habe zwei Sätze, weil ich dazu tendiere mich richtig einzudrecken (Wo gehobelt wird fallen Späne!)) und damit hat es sich. Die wurde uns vom Arbeitgeber gekauft wir mussten nur die richtige Größe angeben. Bei manchen älteren Kollegen spannt's auch um den Bauch herum.

    Vielleicht kannst du ja mit deinem Chef so einen Kompromiss treffen, ihr macht sie selber sauber, er besorgt sie?

  5. #5
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    AW: Arbeitskleidung

    Kosten für Arbeitskleidung, soweit selbst bezahlt, lassen sich aber acuh zu einem gewissen Anteil in der nächsten Steuererklärung absetzen. Diese Möglichkeit auf ejden Fall in Betracht ziehen. Und den Arbeitgeber darauf hinweisen, dass er dazu verpflichtet ist im normalen Rahmen (sprich im Rahmen normaler Abnutzung) neue Arbeitskleidung zu stellen!

  6. #6
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Arbeitskleidung

    Zitat Zitat von whiskers Beitrag anzeigen
    Und den Arbeitgeber darauf hinweisen, dass er dazu verpflichtet ist im normalen Rahmen (sprich im Rahmen normaler Abnutzung) neue Arbeitskleidung zu stellen!
    Aus welcher Rechtsvorschrift leitest Du diese Ausage ab?


    In meinen ganzen Arbeitsrechtsvorlesungen habe ich noch nie davon gehört, dass ein Arbeitgeber aufgrund von Abnutzung etc. Arbeitskleidung zu stellen hat. Ich kenne lediglich 3 Möglichkeiten und die sind:
    1. Der Arbeitgeber verpflichtet sich freiwillig die Kosten zu Arbeitskleidung ganz oder teilweise zu übernehmen
    2. Der Arbeitgeber schreibt einheitliche Arbeitskleidung vor (kann dannn auch über betriebsvereinbarung mit dem BR vereinbart werden)
    3. Die Arbeitskleidung ist auch gleichzeitig persönliche Schutzausrüstung nach den Regelungen der Unfallverhütungsvorschriftzen.

  7. #7
    Status: Studentin Array Avatar von Minchen
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    AW: Arbeitskleidung

    Als ich mal das eine Jahr auf dem Bauernhof gearbeitet hat, war mein Arbeitgeber auch dazu verpflichtet, mir Schutzkleidung zu besorgen (waren dann stiefel und giummistiefel mit stahlspitze). Dass der Arebitgeber das nur im angemessenen Rahmen ersetzen muss, hab ich übrigens auch schon gehört, Erdenmensch, aber vielleicht ist das auch wieder nur so ein Mythos der umhergeht
    So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
    Giovanni Don Bosco

  8. #8
    Status: arbeitslos Array Avatar von Arbeiterin
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    AW: Arbeitskleidung

    Gerade als Baustellenarbeiter müsste dir das doch zustehen, oder täusche ich mich? Ist das in deinem Arbeitsvertrag nicht geregelt?

  9. #9
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    AW: Arbeitskleidung

    Ich bekomm den Helm von dort, außer ich will ein anderes Modell (wollte ich nicht).
    Außerdem auch Handschuhe.

    Aber ansonsten nix, auch wegen der Bgründung dass wir nicht mit Chemie arbeiten... ? was das damit zu tun hat weiß ich nicht. Draußen wird es jetzt richtig kalt und so lange es nicht schneit oder regnet müssen wir trotzdem ran.
    Deswegen finde ich es eigentlich unfair dass ich meine Pullis abwetzen muss

  10. #10
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    AW: Arbeitskleidung

    ich denke doch, daß JEDER seine Pullis, Hosen, Schuhe, Jacken "abwetzen" muss. Auf dem Weg zum Büro laufe ich meine Schuhsohlen ab, meine Hosen werden beim Waschen sicher auch nicht neuer, Blusen müssen auch nach jedem Tag, an dem ich sie getragen habe in die Maschine und anschließend säuberlich gebügelt werden. Aber mein Chef würde mir definitiv in den Schuh blasen, wenn ich Ansprüche stellen würde. Dein Argument steht auf ganz schwachen Beinchen.

  11. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei netteAnette für diesen nützlichen Beitrag:

    green (09.12.2011)

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