Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten
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Thema: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

  1. #1
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    Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Hallo Leute,

    Entschuldigt mir bitte gleich mal den meeeegalangen Text...


    Ich bin neu im Forum, weiblich, 25 Jahre alt und wende mich mit einem großen Problem an euch. Ich bin seit 1 1/2 Jahren in einem größeren Outsourcing-Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Über dieses arbeite ich in einer IT-Abteilung eines deutschen Autoherstellers. Angefangen hat die Misere eigentlich schon bei der Einstellung, nur wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich muss dazu sagen, ich habe keinerlei abgeschlossene Ausbildung, habe mir meine IT-Kenntnisse autodidaktisch angeeignet. In der IT-Branche ist sowas nicht unbedingt ungewöhnlich. Bei den Gehaltsverhandlungen mit dem Projektleiter forderte ich als Einstiegsgehalt 2000 - 2100 €. Da druckste er rum und meinte, dass könne er vor der [Automobilfirma] nicht rechtfertigen. Da ich die Strukturen damals noch nicht kannte, habe ich das erstmal geglaubt. Heute weiß ich, dass das schlichtweg gelogen ist. Wir hatten also 1600 € in der 3-monatigen Probezeit vereinbart und 1800 € danach, Auch versicherte er damals, dass man Aufstiegschancen hat, Gehaltserhöhungen versprach er auch. Diverse weitere Dinge wurden versprochen. Die Realität war ernüchternd. Aufstiegschancen gibt es nicht, Gehaltserhöhungen sowieso nicht.
    Zunehmend verschlechterten sich auch die Arbeitsbedingungen, angefangen bei Pausenregelungen, Verlängerung der Arbeitszeiten auf 2 mal 10 Std + 3 - 4 mal 8 Std die Woche, irgendwann dann fing es an, dass einem schichtfreie Tage erst Wochen später gewährt wurden, so dass man manchmal 2, einige sogar 3 Wochen am Stück arbeiteten. Mobbing durch Vorgesetzte, Ausfälle vieler Kollegen aufgrund von Burn-Out verschlechterten die Lage weiter. Wir gründeten einen Betriebsrat. Viele hielten es damals (auch ich) noch für eine gute Idee einen Teamleiter (der selbst schon wegen Burn-Out ausgefallen ist) mit im BR zu haben. Im Nachhinein war das ein großer Fehler. Der TL sorgte für weitere Verschlechterungen, beschwerte sich, z.B. dass wir nicht um Punkt mit der Arbeit beginnen, sondern manchmal noch damit beschäftigt sind unsere Rechner und Programme vorzubereiten. Im Endeffekt sendete der Service Delivery Manager einen Zweizeiler per Mail, der klarstellte, wir sollten also zum Schichtbeginn mit der Arbeit beginnen. Ich und auch einige andere Mitarbeiter gehören zu denen, die sie sowas nicht gefallen lassen und wir kündigten an, uns dann auch 15 Minuten mehr Arbeitszeit aufzuschreiben, das gab großen Knatsch, ich bin von dieser Schiene jedoch bis heute nicht abgewichen. Mittlerweile haben wir auch eigentlich gar keinen richtigen BR mehr. Die Vorsitzende ist seit Monaten wegen Burn-Out krank, ein anderer hat längst gekündigt, der TL und ein weiterer Mitarbeiter sind ganz dicke und interessieren sich nicht sonderlich für unsere Belange, ein weiteres Mitglied ist eher für eine andere Abteilung zuständig. Auch zuvor kam da nie sonderlich was zustande, die Ergebnisse waren bisher 2 BR-Zeitungen, die keinerlei Aussage hatten, es standen Geburtstage von Kollegen drin, irgendwelche allgemeinen Weisheiten und die Termine der BR-Sprechstunden, die sowieso aushängen.
    In dieser Abteilung war schon alles vertreten vom cholerischen TL, welcher auch gerne mal ausfallend wurde, bis zum Mobbingopfer.
    Ich selbst war zu anfangs mit einer anderen Aufgabe vertraut als meiner jetzigen. Unser Team war 5-köpfig und waren auch ein wirkliches Team, hielten zusammen und waren eingespielt. Wir übererfüllten unseren SLA regelmäßig, was unserer Firma Bonuszahlungen bescherte. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu allen Vorgesetzten, außer unserem Projektleiter (mit dem wird niemand so wirklich warm). Ich setzte mich sehr für die Firma ein, überlegte mir, wie wir in unserem Team effizienter arbeiten könnten, schrieb dann auch entsprechende Prozessordnungen, führte Auswertungen durch etc. Gedankt wurde mir das dann so, dass meine geschriebenen Dokumente und Vorlagen unter anderem Namen veröffentlicht wurden und das ganze Lob ein anderer einheimste. Ich war stinksauer, ein Gespräch mit dem BR und dem Service Delivery Manager brachte nichts.
    In diesem Jahr wurde ich dann plötzlich, nachdem ich noch einige Kollegen in den Bereich einlernen musste, in einen anderen Aufgabenbereich versetzt, mit dem Vorwand jeder solle doch mal durchwechseln und jeder solle mal alles machen. Die Arbeit, die ich jetzt mache habe ich zuvor auch schon gemacht, nur zusätzlich, jedoch nicht in dem Umfang. Nun habe ich also nur noch die ein langweilige, eintönige Arbeit in der man von den Vorgesetzten permanent unter Druck gesetzt wird.
    Die Sache mit den Vorgesetzten ist auch eine Farce. Eine unserer Vorgesetzten, ist dies nur, aufgrund sehr hinterhältiger Zustände geworden. Sie fing etwa im November letzten Jahres bei uns an, schnell stellte sich jedoch heraus, dass sie der Aufgabe nicht gewachsen ist und keinerlei Kenntnisse der IT hat. Da unser Unternehmen es aber so eingeführt hat, dass einfach jeder eingestellt wird, der die Bedingungen der Arbeit auch akzeptiert, war das nicht sonderlich verwunderlich. Da man sie nicht kündigen wollte, wurde sie befördert, übernahm ab da den Posten der Line-Steuerung. Der bis dahin cholerische TL, welcher sich mittlerweile nach vielen Gesprächen und auch durch von ihm selbst bezahlten Mitarbeiterführungsschulungen im Zwischenmenschlichen wirklich sehr gebessert hatte, kündigte, da er er genug von der Verarschung hatte. Ihm wurde versprochen, einen Großteil seines Zertifikats, welches er ablegte, zu finanzieren. Später wollte man davon nichts mehr wissen. Er hatte genug und ging. Ich und weitere Kollegen bedauerten das sehr. Ein TL-Posten wurde also frei, eine interne Ausschreibung fand statt. Das die Ausschreibung eigentlich nur der formhalber gemacht wurde war uns allen klar. Die "Steuerungsfrau" würde den Job bekommen. In einem außerbetrieblichen Gespräch teilte sie mir mit, dass sie den Job auf keinen Fall wolle, da sie keine Ahnung davon habe und auch keine Lust auf diese Verantwortung habe. In einem Meeting kam die Katze aus dem Sack, sie war die neue TL, bekam an die Seite einen technischen TL (ein sehr erfahrender Kollege) und noch weitere Unterstüzung von Kollegen, da sie eigentlich die Steuerung macht und nicht wirklich Teamleiterin ist, weil sie ja null Ahnung von dem Job hat. Im persönlichen Gespräch teilte sie mit, der Projektleiter habe sie erpresst, entweder sie nehme diesen Job, oder sie würde gekündigt, Gründe gäbe es genug. Sie war total fertig, just in dieser Zeit beantragte ich ein Zwischenzeugnis, welches dann von ihr geschrieben wurde und vernichtend ausfiel. Nicht nur war meine Stellenbeschreibung falsch, sondern auch meine Bewertung war absolut unwahr. Kurz darauf fiel die TL aufrgund Burn-Outs für einige Monate aus.
    Es herrscht eine wahnsinige Fluktuation in unserem Projekt. Lange Zeit kamen auch keine neuen Mitarbeiter nach, es kündigten viele und der Druck steigerte sich noch immer und immer weiter. Die Firma fing vor etwa 2 Monaten an, nur noch Teilzeitkräfte einzustellen, uns Mitarbeitern kam das damals schon sehr spanisch vor, denn die Teilzeitkräfte werden auch nicht in Spät-, Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsschichten eingeteilt. Da viele Vollzeitkollegen trotz arbeitsvertraglicher Verpflichtung nicht flexibel sind und keine Schichtarbeit machen, fällt das auf uns wenige flexible Vollzeitkräfte zurück. Wir müssen immer mehr arbeiten, Wochenende, Feiertage, schichtfreie Tage gibt es kaum mehr, Urlaub ist sowieso nicht mehr drin.
    Nun lud man vor 6 Wochen zu einem Meeting. Aufgeteilt in jeweil 3 Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten. Da der Termin einen Tag zuvor ausgegeben wurde, fing die Gerüchteküche an. Das unser Unternehmen das Projekt nicht halten kann, war uns Allen klar. Bisher gab es dann eine Ausschreibung, ein neues Unternehmen übernahm das Projekt und, sofern diese das wollten, auch die Mitarbeiter. In besagtem Termin saßen dann der Projektleiter und der Geschäftsführer, um uns mitzuteilen, dass das Unternehmen das Projekt zum 31.01.2014 verloren hätte, da das zweite Unternehmen, welches am Projekt beteiligt ist unserem gekündigt hat. Soweit war das nichts Neues. Das zweite Unternehmen möchte das Projekt aber nun etwa 350 km entfernt in ein "neues" Bundesland verlegen. Der Schock war groß. Man versprach uns, uns bei der Arbeitssuche zu unterstützen, usw. Das das hohles Gerede ist, ist klar. Auf der Suche nach einer neuen Stelle sind sowieso fast alle Kollegen schon länger und viele sind mittlerweile auch gegangen. Diese Mitarbeiter fehlen nun, der Druck steigt weiter, das Arbeitsklima und die Motivation sind quasi nicht mehr vorhanden. Es wird sich gegenseitig zerfleischt, jeder versucht einem Anderen bestmöglichst "ans Bein zu pissen". Der TL, welcher im Betriebsrat sitzt, macht uns das Arbeiten dort zur Hölle. Im August war urlaubszeit und kaum was zu tun, es kam wenig rein, wir saßen also oft ohne Arbeit da. In diesen "Leerlaufzeiten" unterhält man sich gerne mal mit den engstehenden Kollegen, die neben einem arbeiten. Da schrie der TL letztens, dass hier zuviel geredet werden würde, geredet würde Zuhause, wir sollen die Schnauze halten. Einen Tag zuvor maulte er mich auch schonmal vor versammelter Mannschaft an, weil ich es mir erlaubte kurz von der Arbeit abzulassen um einen Schluck zu trinken. Ein Kollege beschwerte sich beim Service Delivery Manager. Da dieser aber keinerlei Rückgrat hat, kam da nicht viel bei rum. Beim BR beschweren funktioniert ja wohl schlecht, betreffender TL ist der BR. Die Stimmung spannte sich jetzt immer weiter an, da hörte man dann Dinge wie, wenn du vorher schon kündigst, wird dein Gehalt einbehalten, dann bist du unkollegial, etc.
    Ich könnte jetzt noch unendlich weitererzählen, welchen Schikanen wir uns dort stellen müssen, das würde jedoch ausarten.


    Mich macht das ganze so dermaßen fertig, dass mir das auf die Psyche, wie auch auf den Körper schlägt. Ich habe ständig Kopfschmerzen, kann kaum mehr schlafen (schlafe nur noch etwa 2 Std die Nacht), habe jetzt Probleme mit meinen Gallensteinen, habe wohl eine Gallenentzündung. Am 26.08. bin ich dann zur Ärztin, diese schrieb mich erstmal eine Woche krank, zu der Zeit hatte ich mehr oder weniger "nur" Kopfschmerzen. In dieser Woche fing es dann aber an mit der Schlaflosigkeit, Übelkeit, heute abend kamen Gallenblasenschmerzen hinzu. Die Ärztin schrieb mich erstmal 2 weitere Wochen krank und gab mir eine Überweisung zum Psychologen. Wegen der Gallenproblem werde ich dort dann morgen nochmal auftauchen müssen. Mein Freund, welcher ebenfalls im Unternehmen tätig ist, wurde heute operiert, bekam 3 Weisheitszähne herausoperiert, ist somit also auch krank.
    Heute Mittag klingelte mein Handy und der Projektleiter war dran. Er regte sich fürchterlich auf, von wegen wir würden ihn verarschen. Was wir denn angeblich hätten. In meinem Übermut erzählte ich ihm, dass ich psychisch bedingt krank wäre, (im Nachhinein bereue ich das, hätte ihm diese Auskunft lieber verweigert...) da fing er an: "Aha, Drogenprobleme habt ihr also!". Was soll das? ich verneinte und meinte, dass das damit ja rein gar nicht zu tun hätte, sondern ich psychische Probleme habe und mein Freund heute operiert wurde! Er meinte dann nur "jaja, das sind doch die Drogen!". Weiter wollte er dann mit einem Amtsarzt drohen. Als ich ihm klarmachte, dass damit weder ich noch mein Freund ein Problem hätten wurde er sauer und meinte er würde dann aber solange unser Gehalt einbehalten. Ich meinte zu ihm, dass er das gar nicht dürfe, er meinte doch. Ich meinte wieder nein und dass ich mir Rechtsbeistand holen werde. Er meinte dann noch, dass werden wir dann schon sehen und so weiter. Eine Abmahnung schrieb er soweit ich weiß, nur meinem Freund und weiteren Kollegen auch, wegen nicht eingehaltenem Krankenmeldeprozess. Der Prozess sieht vor, dass man seinen Vorgesetzen informiert, was ja klar ist, zusätzlich auch noch eine Krankenmeldehotline des Unternehmens informiert. Mein Freund hatte vergessen sich bei der Krankenmeldehotline zu melden, stattdessen "nur" den Vorgesetzten informiert.
    Ich bin völlig fertig mit den Nerven, ich weiß gar nicht mehr, was ich tun soll. Er darf doch nicht einfach so das Gehalt einbehalten, oder? Meine Sorge ist jetzt, dass ich im Oktober ohne Geld dastehe und mir das rechtlich erst erstreiten muss. Was mache ich in der Zwischenzeit? Ich und mein Freund müssen ja von irgendwas leben. An wen, außer einen Anwalt können wir uns denn wenden? Einen Anwalt können wir uns nicht leisten. Ich bin sowieso schon total fertig, jetzt kommt auch noch das zu den Existenzängsten, der Erschöpftheit, den körperlich Problemen, usw dazu. Ich und auch mein Freund hatten kürzlich ein Vorstellungsgespräch und hoffen hier natürlich auf das Beste... Ich fühle mich so hilflos, ich weiß nicht mehr weiter.

  2. #2
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Hallo Synia,

    zunächst erst mal willkommen hier!

    Wow, das klingt richtig, richtig heftig. Mir ist echt das Kinn heruntergerutscht beim Lesen, so etwas geht gar nicht.
    Die Situation geht ja sogar soweit, dass sie geschäftsschädigend für das Unternehmen wirkt.

    Dass da niemand aufwacht *Kopfschüttel*

    Auf jeden Fall ist klar, dass du dort dringend weg musst.
    Eventuell hast du die Möglichkeit, dich zunächst weiterhin krankschreiben zu lassen und dir etwas Neues zu suchen, denn dorthin solltest du eigentlich gar nicht mehr zurück.

    Das Gehalt darf er natürlich nicht einbehalten. Hat dein Freund denn für diesen Tag eine offizielle Krankmeldung abgegeben, also den gelben Schein? Dieser ist ja schließlich maßgeblich. Ein vorgeschriebenes, festes Prozedere gibt es eigentlich nicht, normalerweise reicht es, wenn man sich telefonisch beim Vorgesetzten abmeldet und den gelben Schein am ersten Tag abgibt, oder?

    Ich hätte jetzt als Erstes einen Anwalt hinzugezogen, wie du schon sagst. Auch wenn ihr euch den erst mal nicht leisten könnt, kann er euch vielleicht zumindest kostenlos über eure Möglichkeiten beraten. Wenn ihr einen eventuellen Prozess gewinnt, übernimmt sowieso der Gegner die Kosten für die Klage.

    Eventuell hilft die IHK auch weiter, da hier ja beinahe illegale Arbeitspraktiken herrschen.

    Auf jeden Fall sollte der AG damit nicht durchkommen.

    Alles Gute für dich von mir!
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  3. #3
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Hi Synia, ich finde auch du musst dort raus - eigentlich ist es gut, dass es langsam "im Sande" verläuft.
    Dass das Gehalt einbehalten werden soll ist aber nicht so prickelnd. Ich sehe ein, dass hier Handlungsbedarf besteht!

    Habt ihr eine zuständige Gewerkschaft? Dort würde ich über deinen Fall im Speziellen und die Lage in der Firma im Allgemeinen vorstellig werden. Dass es solche Verhältnisse in den modernen FIrmen gibt ist mir sehr suspekt, da wurde im Management von vorneherein so viel falsch gemacht...

  4. #4
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Ja, die Gewerkschaft wäre auch eine gute Idee, stimmt, Kuderian. Wenn du Mitglied bist, bekommst du auch oft kostenlosen Rechtsschutz in vielen Dingen.
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  5. #5
    Status: keine Angabe Array Avatar von skars
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Oh, das ist wirklich eine krasse Geschichte finde ich.

    Es überrascht mich ja nicht mal wirklich, dass die Firma alles einstellt, was sich mit diesen Arbeitsbedingungen zufrieden gibt. Aber jemanden zu befördern, der keine Ahnung von den Tätigkeiten hat, das ist schon eine sehr seltsame Art der Mitarbeiterführung.
    Und auch was du sonst so schreibst klingt nach einer wirklich so dermaßen schlechten Firma und Mitarbeiterführung, dass mir eigentlich nicht viel dazu einfällt. Außer, und da schließe ich mich den anderen an, sieh zu, dass du so schnell wie möglich etwas anderes findest und da weg kommst!

    Wenn ihr beide krank seid und ein ärztliches Attest eingereicht habt, dann kann euch da auch niemand das Gehalt kürzen oder es womöglich sogar ganz einbehalten.
    Abgeseehen von den bereits genannten Rechtsanwalt und Gewerkschaft könntet ihr euch auch versuchen an einen karikativen Verband zu wenden. Die bieten oft für Leute, die es sich nicht leisten können Beratung an usw. Einfach mal googeln, ob es bei euch in der Nähe sowas gibt und anfragen.
    Wir retten die Welt!

  6. #6
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Richtig, die Caritas hat zum Beispiel eine Rechtsberatung, ich glaube eigentlich in fast jeder größeren Stadt.

    Eine Frage hätte ich aber noch an z. B. Darky: Es kann doch durchaus sein, dass es firmeninterne Absprachen gibt. Also ich will keine falsche Panik aufkommen lassen, aber woher weißt du, dass die Absprache mit dem Chef, von der die Threaderstellerin sprach, nicht im Arbeitsvertrag festgehalten ist? Oder wäre sie dann anfechtbar?

  7. #7
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Dazu hier ein Link: Krankheit - die Meldepflichten des Arbeitnehmers
    Das hängt vom Vertrag ab, aber meist gibt es darin keine Vereinbarung, wer wann und wo anzurufen hat.

    In meinem Unternehmen ist es z.B. so, dass ich am ersten Tag eine Krankmeldung abzugeben habe oder eine Krankschreibung für diesen Tag nachzureichen habe innerhalb von 3 Tagen, damit ist die Pflicht erfüllt.

    Natürlich meldet man sich telefonisch ab, aber das Unterlassen berechtigt kein Einbehalten des Gehaltes, höchstens eine Abmahnung.

    Ich denke, Gerichte werden das ähnlich sehen, denn mit der Abgabe der Krankmeldung liegt die Info ja vor.

    Hier hilft nur eine Prüfung des Vertrages und die Beantwortung der Frage, wann der "gelbe Schein" abgegeben wurde.
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  8. #8
    Status: keine Angabe Array Avatar von green
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Zitat Zitat von Kuderian Beitrag anzeigen
    Eine Frage hätte ich aber noch an z. B. Darky: Es kann doch durchaus sein, dass es firmeninterne Absprachen gibt. Also ich will keine falsche Panik aufkommen lassen, aber woher weißt du, dass die Absprache mit dem Chef, von der die Threaderstellerin sprach, nicht im Arbeitsvertrag festgehalten ist? Oder wäre sie dann anfechtbar?
    Aber mal ehrlich, selbst wenn sowas in einem Vertrag stehen würde. Sowas wie "Gehaltskürzung/-streichung" im Krankheitsfall unterschreibt doch kein Mensch... Wobei ich mich dabei sowieso frage, ob das überhaupt in einem Arbeitsvertrag stehen dürfte ohne rechtswidrig zu sein.

    Wenn alles so wie es Darky beschrieben hat richtig gehandhabt wurde mit dem Attest etc., dann darf es sowas nicht geben.
    ... that divides me somewhere in my mind ...

  9. #9
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Bei Vorhalten des Arbeitsentgeltes, sollte man sich an das Arbeitsgericht wenden.
    eine dumme Variante des AG wäre es, gar keine Gehaltsabrechnung zu machen--dann gibt es ganz schnell Ärger mit dem FA und der SV

    Der einfachste weg zum Arbeitsgericht. Diese werden Schritte einleiten, wenn das Arbeitsrecht massiv bedroht ist.

  10. #10
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Unerträgliches Arbeitsklima, Chef will Geld aufgrund Krankenmeldung einbehalten

    Oh weh, Synia, das ist ja eine harte Geschichte. Tut mir sehr leid für dich. Hoffentlich wird das wieder besser.

    Ich denke dass du wohl am besten auch bei einer Psychologischen Beratung oder ähnlichem vorsprechen solltest. Jetzt nicht mal so sehr wegen den rechtlichen Sachen (um die sich gekümmert werden sollte), sondern einfach für deine geistige Gesundheit. Wenn du schon nicht mehr schlafen kannst und krank bist, dann sollte in diese Richtung auf jeden Fall etwas unternommen werden.
    Jeder der sich für super hält, ist ein Superhalter.

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