Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden - Seite 3
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Thema: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

  1. #21
    Status: Arbeitnehmer Array
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    Hallo Green,
    auch dir danke ich für deinen Beitrag. Als ich deine Zeilen gelesen hatte, musste ich erst einmal (oder zwanzig Mal?) schlucken;)
    Dein letzter Satz - der Vergleich mit Scientologie- Methoden- ist natürlich heftig. Ich weiß zu wenig über die Organisation, als dass ich hierzu eine fundierte Aussage machen könnte. Doch mit deiner Aussage hast du bei mir eine Gedankenmühle in Bewegung gesetzt, die sich schon länger bei mir dreht, und die mir - ehrlich gesagt - ein wenig Angst bereitet.
    Trotzdem teile ich an dieser Stelle einen Teil meiner Gedanken mit, obgleich mir bewusst ist, dass ich mich damit auf sehr dünnem Eis bewege.
    Unter systemischen Gesichtspunkten unterliegt auch unser Dekanat hierarchisch geprägten Strukturen, die aus meiner Sicht erhalten bleiben sollen. Zum Erhalt der Struktur werden unterschiedliche Methoden verwendet,
    Bei uns ist es so, dass sich allein um den Direktor (ein durchaus charismatischer, intelligenter und redegewandter Mensch) ziemlich abstrakte Geschichten ranken, die Angst einflößend wirken können.
    Es wird z. B. erzählt, dieser habe einmal einen langjährigen Mitarbeiter entlassen, nur, weil dieser sich auf seinen Parkplatz gestellt hatte.
    Einmal rief mich jemand aus seinem Sekretäriat im Büro an. Ich war alleine im Büro. Mir wurde mitgeteilt, der "Chef" sei gestern am späten Abend an unserem Büro vorbei gefahren. Dabei habe er entdeckt, dass die Leuchtreklame (mit unserem Logo) nicht funktioniere. Ich solle mir umgehend (!) eine Leiter besorgen und die Birne auswechseln, sofern es keinen Hausmeister gäbe (gab es nicht. Der war gerade verstorben, ohne dass es uns mitgeteilt wurde). Man wies mich darauf hin, dies sei als Dienstanweisung zu betrachten. (Ich muss dazu sagen, dass ich eine Sozialtante und kein Elekriker bin; außerdem war im ganzen Haus keine Leiter zu finden, und an dem Tag schneite es draußen heftig).
    Es gibt viele solcher "Geschichten". Ich habe nur 2 davon ausgewählt, um die bestehenden Strukturen zu verdeutlichen.

    Auf der hierarchischen Leiter befinden sich unter dem Direktor die sog. Fachbereichsleitungen.
    Auch diese sind - je nach Persönlichkeitsstruktur - für gewisse "Eigenheiten" bekannt. Die Einen sind impulsiv und dulden keine Widersprüche, andere gelten als "unberechenbar", "abgezockt" oder was auch immer.

    Bei meinem Teamleiter ist es so, dass er eine ungeheure Menschenkenntnis besitzt. Ein sympathischer Typ, der sehr schnell weiß, was einzelnen Personen fehlt, wo Schwächen, Ecken und Kanten sind. Diese nutzt er gezielt, um eine bestimmte Meinungsbildung bei seinen Mitarbeitern zu fördern. Zum Beispiel sagt er einer Kollegin mit einem erhöhten Harmoniebedürfnis: " Hier ist echt gerade eine ziemliche Unruhe. Die Sache mit Birdy macht mir zu schaffen..." es folgen einige rhetorisch geschickte Fragen, die die Kollegin unausweichlich zu dem Schluss kommen lassen: "Aha, Birdy ist dafür verantwortlich, dass mein Bedürfnis nach Harmonie und Frieden nicht mehr befriedigt wird."
    Bei einer Kollegin, die ein erhöhtes Maß an Anerkennung benötigt, sieht die Version dann z. B. so aus: "Ich habe mir überlegt, wie ich dich fördern könnte. Du hast dich wirklich gesteigert. Was hältst du davon, wenn du in den Fall einsteigst, in dem Birdy nicht weiter gekommen ist, obwohl sie schon so lange im Boot ist?" Die Kollegin ist natürlich stolz ohne Ende, erhält viel Positives Feedback von ihm und lässt sich fortan leicht davon überzeugen, dass auf Birdys Fachlichkeit kein all zu großer Wert gelegt werden kann.

    So funktioniert die Aufrechterhaltung des Systems. Sobald irgendwo Unruhe auftaucht, wird entweder der Unruhestifter isoliert oder gleich eine ganze Gruppe mit "Aufgaben" beschäftigt - ganz gleich, ob diese Sinn ergeben oder nicht. Zeit zum Nachdenken bleibt hier wenig.
    Vielleicht wird hier deutlicher, warum meine Ausbildung, in der es um eine systemische Betrachtungsweise der Dinge geht, nicht erwünscht ist.

    Liebe Grüße,
    Birdy

    Hallo District,
    die Grundausbildung hat mein Arbeitgeber finanziert; also wurde sie auch vom Direktor genehmigt. Die weiterführende, systemische Ausbildung wurde mir nicht finanziert mit der Begründung, dass ich gerade erst eine Ausbildung finanziert bekommen hatte und im Augenblick kein Bedarf gesehen wird.

    Liebe Grüße,
    Birdy

    Hallo Kreuzkönig,
    ich halte euch auf dem Laufenden und nehme zum Ende dieser Woche erneut Kontakt zur MAV auf.

    Liebe Grüße,
    Birdy

    Hallo zebrafink,
    schön, dich wieder zu lesen ;)
    Kann es sein, dass du gestern auf der ARD den Beitrag gesehen hast und mich deshalb fragst? :)
    Nein, mein Bereich ist die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen - ambulantes Arbeiten.

    Liebe Grüße,
    Birdy
    Geändert von Frankenfreund84 (29.01.2013 um 16:51 Uhr) Grund: Mehrfachposts

  2. #22
    Status: Büroangestellter Array Avatar von zebrafink
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Ich verweigere die Aussage, wer weiß ob sie gegen mich verwendet wird. Spaß beiseite, ja das habe ich gesehen, und musste jetzt spontan an dich denken.


    Ich bin gespannt was diese MAV-Sachen dann sagen. In solchen Trägern kann ich mir solche festgefahrenen Strukturen schon leicht vorstellen - gleichzeitig aber auch dass sie leicht ausgeräumt werden können.
    Aber das was dein Teamleiter da treibt ist ja schon außergewöhnlich. Er scheint mir ein guter Teamplayer zu sein, wenn man ihn auf seiner Seite weiß. Harter Tobak...

  3. #23
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Ich persönlich finde diese Art von "Terrorherrschaft" ungebührlich. Man muss sich nicht wundern, wenn Leute den Betrieb verlassen und die Qualität der angebotenen Leistungen nachlässt.
    Seid ihr denn allein auf weiter Flur oder gibt es andere Betriebe, die in der selben Sparte abreiten wie ihr?
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  4. #24
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Hallo Physicus,
    in meinem Dienstbereich gibt es überwiegend Kirchliche Träger.
    Ich möchte hier auch nichts verallgemeinern. Wie ich hörte, gibt es durchaus Dekanate, in denen es "human" zugeht.
    Trotzdem wende ich mich mit meinen Bewerbungen auch an kleine, private Träger, die sich außerhalb der Kirche bewegen.

    Liebe Grüße,
    Birdy

  5. #25
    Status: keine Angabe Array Avatar von green
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Also ich finde es ja schonmal gut, dass die Person von der Mitarbeitervertretung sich mit dem Thema auseinander setzen will und zB generell sagt, dass er dich als gute Mitarbeiterin halten möchte und die Situation klären möchte. Es ist natürlich wirklcih schwierig, dass ausgerechnet er gerade die Vertretung da macht und dieses Schreiben unterschreiben musste. Aber die Vertretung dauert ja hoffentlich nicht mehr so lange, so dass er sich dem Thema voll und ganz als Mitarbeitervertreter widmen kann. Ich bin wirklich schon sehr gespannt darauf wie das nächste Gespräch bei dir läuft. Und ich drücke dir natürlich die Daumen, dass eine gute Lösung für dich das Ergebnis sein wird!

    Was die anderen Vorgesetzten angeht. Ich würde erstmal nicht so viel darauf geben, dass die das angeblich alle genauso sehen wie dein Teamleiter. Solange du das nicht von denen selbst weißt und vor allem deine Sichweise auch mal erklärt hast gegenüber denen, ist das ohnehin nicht objektiv.
    ... that divides me somewhere in my mind ...

  6. #26
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Hallo Green & all,
    Ja, Green. Was du angesprochen hast, bewerte ich auch erst einmal als Pluspunkt, und wirkt zumindest erst einmal so, als sei man auch an meiner Sichtweise interessiert.

    Im Moment bin ich ja noch bis Freitag krank geschrieben.
    Gerade eben habe ich eine Email an meinen Teamleiter gesendet und angekündigt, dass ich voraussichtlich am Montag wieder im Dienst sein werde. Da meine Arbeitsunfähigkeit auf berufliche Umstände zurück zu führen sind, habe ich zeitnah um einen Gesprächstermin gebeten und darauf hingewiesen, dass ich die Mitarbeitervertretung mit einbeziehen werde.
    Außerdem habe ich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich mich "unter Wahrung der üblichen Dienstwege" zunächst an ihn wende und darum bitte, die Email an die Fachbereichsleitung weiter zu leiten.
    Nun bin ich auf die Rückmeldung gespannt.

    Liebe Grüße,
    Birdy

  7. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei Birdy für den nützlichen Beitrag:

    green (31.01.2013), zebrafink (01.02.2013)

  8. #27
    Status: keine Angabe Array Avatar von green
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Ich finde es toll und irgendwie auch bemerkenswert wie besonnen du die ganze Sache angehst. Ich denke das ist keine Selbstverständlichkeit, aber natürlich absolut richtig! Denn wenn überhaupt kommst du nur so zu einem für dich positiven Ergebnis.
    Die Mail von der du geschrieben hast klingt für mich sehr gut, da du zu allem wichtigen konkrete Angaben gemacht hast. Dass und wann du wieder kommst, auch, dass er das weitergeben soll usw.
    ... that divides me somewhere in my mind ...

  9. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei green für den nützlichen Beitrag:

    Birdy (02.02.2013), zebrafink (01.02.2013)

  10. #28
    Status: Büroangestellter Array Avatar von zebrafink
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Da hat green recht. Wie ruhig und besonnen du bist wird dir zum Vorteil werden. Auch wie du es verstehst, das ganze nicht so nahe an dich rankommen zu lassen. Viele Leute machen sich "unnötig" Probleme weil sie nicht einsehen, dass ihr Wert als Mensch nicht dsavon abhängt was Chef oder Kollegen von einem halten.

    Auch dass du den Amtsweg gehst finde ich spitze. Du hast damit auch bequem den Ball weiter gereicht, Marke "schaut her, ich halte mich doch daran". Damit gibst du wenig Angriffsfläche.
    Was ich mir schwer vorstelle, ist, das warten und unsicher sein. Das ist sicher nicht leicht auszuahlten.

    Ich habe heute vor Arbeitsbeginn übrigens kurz mit meinem Chef gesprochen, ich hoffe das war dir recht (ich ging davon aus, immerhin hast du ja alles anonym gehalten und das Forum ist ja auch öffentlich), der meinte, man müsste eigentlich die lokale Presse einschalten.

  11. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei zebrafink für diesen nützlichen Beitrag:

    Birdy (02.02.2013)

  12. #29
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Hallo green,
    lieben Dank für deine Rückmeldung ;) Es tut mir gut, in meinem Handeln bestätigt zu werden.
    Zum Thema "Besonnenheit" möchte ich noch sagen: Das täuscht (glaube ich) ein wenig. Ich denke schon, dass ich reflektiert bin und die Dinge (auch) rational betrachten kann. Darüber zu schreiben ist für mich relativ einfach; es hilft mir auch sehr, mein eigenes Denken und meine Handlungsschritte zu überprüfen. Das ist vielleicht das, was nach außen als besonnen wahrgenommen wird.
    Wie ich mich tatsächlich FÜHLE, kommt an dieser Stelle nur dosiert rüber. Tränen gehören inzwischen zu meinem Alltag, und erst heute Morgen habe ich mich nach einer ziemlich unruhigen Nacht mit Alpträumen wieder gefragt, ob es richtig ist, was ich hier tue. Ich habe Angst. Und ich habe mich außerdem gefragt, ob ich das anstehende Gespräch in diesem Zustand überhaupt packe. Mir ist klar, dass selbst in dem Vorgespräch mit der MAV Tränen fließen werden, vielleicht werde ich auch wütend. Doch das gehört dazu, und ich sage mir: Nach all dem, was passiert ist, darf ich das, denn ich bin verletzt und enttäuscht.

    Eine entferntere Kollegin, die den Verband ebenfalls (aus ähnlichen Gründen) verlassen wird, hat mir eine bestimmte Person aus der Mitarbeitervertretung empfohlen. Mit dieser Person habe ich versucht, gestern Kontakt aufzunehmen, doch leider ist sie erst ab Montag, also meinem ersten Arbeitstag, wieder im Dienst. Ich rufe ihn gleich morgens um 8 Uhr an (und zwar BEVOR ich ins Büro fahre). Denn mir ist klar, dass ich meiner Fallarbeit in der momentanen Verfassung überhaupt nicht nachkommen kann.

    Auf meine Email habe ich übrigens keine Rückmeldung von meinem Teamleiter erhalten; auch auf eine SMS mit dem Hinweis auf die Email, reagierte er nicht. Also gehe ich erst einmal davon aus, dass sie wahrscheinlich auch nicht an die Fachbereichsleitung weiter gesendet wurde.

    Liebe Grüße,
    Birdy



    Hallo zebrafink
    Auch dir vielen Dank für deine Antwort.
    Zu deinem Hinweis, dass du mit deinem Chef darüber geredet hast, kann ich Folgendes sagen: Natürlich ist das völlig okay. Mir ist absolut bewusst, dass ich mit der Vorstellung des Themas, öffentlich agiere. Ich bewege mich ja auf einer Plattform, die für jeden zugänglich ist. Mit dem Nutzen, den ich hier habe (nämlich Rückmeldungen und Tipps zu erhalten, Zuspruch zu bekommen und mich selbst zu reflektieren), gehe ich außerdem ein gewisses Risiko ein.
    Sollte ich von meinem Dienstgeber hier "entdeckt" werden, sind meine Tage im Verband u. U. gezählt ;).

    Zu dem Thema "Besonnenheit" habe ich ja gerade schon etwas geschrieben. In Bezug auf deine lieben Zeilen möchte ich noch hinzu fügen: Nein, mein Selbstwert leidet (zum Glück) nicht darunter. Ich kenne meine fachlichen und menschlichen Qualitäten (wie auch meine Macken, Ecken und Kanten) ;). Das heißt: Ich mache mich in der Hinsicht nicht abhängig von der Gunst oder Missgunst anderer Menschen.
    Was mich aufregt, sind die Unterstellungen, Übertreibungen und insgesamt die Art und Weise des Umgangs mit mir, die mir zeigt, dass meine Werte offensichtlich in keinster Weise gesehen, geschweige denn geschätzt, werden.
    Ich selbst versuche mir immer wieder, die Werte meines Arbeitgebers zu vergegenwärtigen, damit das Ganze nicht in Hass, Ungerechtigkeit meinerseits oder in eine, vielleicht ungerechtfertigte Hetzkampagne, ausartet. Und damit bin ich schon beim nächsten Thema, welches du angesprochen hattest - nämlich der Möglichkeit, das Ganze der Presse zu übergeben.

    Ich finde es immer mutig und richtig, die Öffentlichkeit über die Medien auf Missstände hinzuweisen. Oft ist dies die einzige und letzte Möglichkeit, etwas zum Positiven zu verändern. Wenn allein Absichten dahinter stecken wie: "Dem wische ich jetzt richtig eins aus!", halte ich diesen Schritt für unpassend; ein solches Denken verschleiert meiner Ansicht nach den Blick für die Realität.
    Bevor ich mich selbst als Betroffene an weitere Medien richten würde, würde ich alles (wirklich alles!) versucht haben wollen, die Dinge eigenständig und vor allem fair zu regeln. Bei solchen Angelegenheiten bin ich ein Fan von Fakten, und die wollen gesammelt und gut recherchiert werden.
    Ich habe außerdem so meine Schwierigkeiten damit, wenn über Missstände rein Problemorientiert berichtet wird und Lösungen außer acht gelassen werden. Es hilft nach meinem Empfinden, niemanden weiter, ein Problem zu "filetieren", und vorrangig der "Schuldfrage" nachzugehen. Für mich geht es nicht um "Schuld" oder um "Anprangern". Für mich gehts um Lösungen.
    Eine Darstellung tatsächlich vorhandener Fakten sowie Hilfsangebote für Betroffene und die Frage: "Was können wir gemeinsam tun?", wäre für mich die optimale Form der Berichterstattung. Und diesbezüglich weiß ich nicht, ob das in der Form überhaupt möglich wäre.
    Ich weiß, dass es z. B. das Whistleblower- Netzwerk gibt; hier werden Menschen unterstützt, die bereit sind, Missstände/ Skandale o. ä. in ihren Dienstbereichen öffentlich zu machen. Ich finde das großartig. Doch in solcher Schritt sollte wohl überlegt sein, denn er ist stets mit Konsequenzen verbunden.

    Liebe Gtrüße,
    Birdy
    Geändert von Birdy (02.02.2013 um 14:11 Uhr)

  13. #30
    Status: keine Angabe Array Avatar von green
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    AW: Inhalte einer finanzierten Weiterbildung dürfen nicht angewendet werden

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich für dich ganz anders anfühlt und du oft zwischen Verzweiflung, Traurigkeit und natürlich auch Wut schwankst. Ich meinte aber auch eigentlich eher dein Handeln. Es ist sehr gut, dass du trotz der Emotionen, die mehr als logisch und nachvollziehbar sind, so besonnen handelst, dir Rat holst über deine Reaktionen und Aktionen nachdenkst und nicht einfach irgendwas aus der Wut heraus machst oder so. Wenn überhaupt kommst du so sicherlich noch am ehesten zu einem positiven Ergebnis.

    Ich finde es aber auch bezeichnend, dass es eine Kollegin gibt, die ähnliche Probleme hat oder hatte wie du. Das deutet ja nochmal mehr darauf hin, dass dein Arbeitgeber irgendwie ein Problem mit unangenehmen Themen hat. Statt sich damit auseinander zu setzen um gegebenenfalls auch etwas zu verbessern werden dann den Mitarbeitern Probleme gemacht. Das ist schon eine seht seltsame Umgangsweise. Auch die nicht vorhandene Reaktion auf die Mail und die SMS spricht Bände.

    Ich hoffe die Person von der Mitarbeitervertretung wird sich mit dir zusammen dafür einsetzen, dass die Situation geklärt werden kann. Viel Erfolg, generell auch für deinen ersten Arbeitstag morgen! Halt uns auf dem Laufenden!
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