Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum
Gigajob-Forum Deutschland - das Forum für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Fragen und Antworten zu: Jobsuche, Bewerbung, Arbeitsklima, Weiterbildung, Ausbildung, ARGE/Jobcenter, Arbeitslosigkeit, Schule, Studium, Ausbildung, Existenzgründung, Selbständigkeit, Mitarbeiter und vieles mehr...
Seite 1 von 3 1 2 3 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 26

Thema: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

  1. #1
    Status: curious Array
    Registriert seit
    18.01.2015
    Ort
    Nordhessen
    Beiträge
    17
    Punkte: 99, Level: 4
    Level beendet: 96%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 1
    Aktivität: 99,0%
    Dankeschöns vergeben
    1
    Dankeschöns erhalten
    5
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber

    Frage Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Hallo,

    Da es in diesem Forum die Rubrik "Arbeitgeber, Unternehmer & Personaler" gibt, stelle ich mal meine Frage bezüglich Bewerbungsunterlagen.
    Der Grund ist, dass ich im deutschsprachigen Raum Null Rückmeldung bekomme, und im Ausland - wo nur Lebenslauf und Anschreiben verlangt wird - mit Stellenangeboten quasi überhäuft werde, nachdem ich Vorstellungsgespräche sowie Einstellungstests erfolreich absolviert habe.

    Was sagt z.B. ein Bewerbungsphoto über das Potential sowie die berufliche Qualifikation eines Bewerbers aus?

    Nur mal als Beispiel, jemand, der sich aus einem noch bestehenden Arbeitsverhältnis heraus bewirbt, wird auf dem Photo besser ankommen als jemand, der schon Jahre versucht, eine Arbeitsstelle zu finden. Dann gibt es Menschen, die sich weder einen Visagisten noch Stylisten leisten können, um mit dem Bewerbungsphoto effiziente Wirkung zu erzielen? Und es gibt solche, die Photoscheu sind.

    Zeugnisse:
    Die werden i.d.R. schon von den Arbeitnehmern geschrieben und von Personalern unterzeichnet bzw gefälscht um Lücken im Lebenslauf zu kaschieren. Also hohes Potential zum "beschönigen" um auf dem Jobmarkt im deutschsprachigen Raum überhaupt eine Chance zu haben.

    Lückenloser Lebenslauf:
    Wer hat das schon? Die wenigsten. Also werden Lücken "bereinigt" weil man im Bewerbungsverfahren i.d.R. mit Lücken im Lebenslauf gleich aussortiert wird.

    Was sagen Familienstand und Geburtsdatum sowie Geburtsort eines Bewerbers über die Qualifikation des Bewerbers bzgl der zu vergebenden Stelle aus?


    Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz:
    Auch hier frage ich mich, was Familienstand sowie Beruf der Eltern mit dem Potential des Bewerbers zu tun hat?


    Ich bin aus familiären Gründen am 08.01.2015 von Nordamerika zurück nach Deutschland gekommen und kann nicht verstehen, warum hier im deutschsprachigen Raum so viel Potential ignoriert wird, nur weil der Bewerber eben nicht die "perfekten" Bewerbungsunterlagen einreicht bzw nicht die "richtige" Berufsausbildung für die Stelle hat.
    Geändert von sunbeam 2000 (18.01.2015 um 14:10 Uhr)

  2. #2
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
    Registriert seit
    16.07.2012
    Beiträge
    2.704
    Punkte: 9.920, Level: 66
    Level beendet: 68%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 130
    Aktivität: 39,0%
    Dankeschöns vergeben
    63
    Dankeschöns erhalten
    99
    Errungenschaften:
    3 Freunde Stichwortvergeber 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Vielleicht will jedes Unternehmen nur die Besten von den Besten? Was Du geschrieben hast macht mich nachdenklich, wirklich. Ich bin froh meinen Job zu haben aber denke auch an die, die verzweifelt versuchen wieder in ihren Beruf zu kommen. Familienstand? Eine Frau mit Kindern, nach der Elternzeit und guten Qualifikationen hat da auch eher ein großes Problem gegenüber einen Mann der auch Kinder hat, die Frau aber zuhause ist. Wie ist das in Amerika?
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  3. #3
    Status: curious Array
    Registriert seit
    18.01.2015
    Ort
    Nordhessen
    Beiträge
    17
    Punkte: 99, Level: 4
    Level beendet: 96%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 1
    Aktivität: 99,0%
    Dankeschöns vergeben
    1
    Dankeschöns erhalten
    5
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Bewerbungsunterlagen in Nordamerika beinhalten:

    a) das Anschreiben (Motivationsschreiben) - warum Du genau die Stelle möchtest und warum Du sie bekommen solltest.

    b) Lebenslauf - und in dem steht
    1) Kontaktinformationen (Name, Telefonnummer, eMail, Stadt, Staat (ggf Straße, Hausnummer, Appartmentnummer wenn die emailaddresse abc@Firma.xyz is)
    2) Berufs- / Karriereziel (Somit auch Quereinstieg aufgrund Interessen und Hobbies in neuen Beruf möglich)
    3) Ausbildung (Schulabschluss, College, University) [Alle Berufsausbildungen werden in Nordamerika in Colleges/Unis absolviert - also kein Kampf um wenige Ausbildungsplätze]
    4) Berufserfahrungen (letzte 2 bis 3 Vollzeit- /Teilzeit / Praktikastellen) und ggf weiter zurückliegende Stellen die im Bereich der angestrebten Stelle liegen.
    5) Berufsrelevante Fähigkeiten (unabhängig davon, wie man sich die Fähigkeiten angeeignet hat
    6) Zertifikate - nur wenn es passend zum angestrebten Beruf ist.
    7) Hobbies / Interessen / Aktivitäten.

    Da keinerlei Infos im Lebenslauf bezüglich Familienstand / Kinder / etc erwünscht sind, spielen solche Angaben keine Rolle. Auch die "Elternzeit" ist irrelevant, da es keinen Arbeitgeber interessiert, warum du in der Zeit von A bis B eine Lücke hast, wenn dein Potential und dein Berufswunsch mit der zu besetzenden Stelle kompatibel ist.
    Kindergärten sowie Schulen sind alle vollzeit, viele Kindergärten sogar 24/7 offen - also kein Thema bei der Jobsuche und Schichtdienst - selbst für Alleinerziehende.
    Kein Unterschied ob sich eine Frau oder ein Mann bewirbt. Der mit den besseren Qualifikationen/Potential bekommt die Chance.
    Also Mann mit top Qualifikationen könnte gegen eine Frau mit weniger Qualifikationen aber besseren Potential verlieren. Wenn die Frau dann ihren Job gut macht, hat sie die 4 bis 12 Wochen bewährungszeit überstanden und bekommt die Stelle.

    Nebenbei sind (handschriftliche) Unterschrifen in Bewerbungen in Amerika verpönt und Datenschutzrechtlich wird das sogar als illegal angesehen, wenn es vom Arbeitgeber in Bewerbungen verlangt werden würde.
    Photos sind auch verpönt, da Sie diskriminieren und keinerlei Aussage über die berufliche Qualifikation beinhalten - Ausgenommen Nachrichtensprecher, Models, etc.
    Ein Punker könnte sich also als Immobilienmakler oder Rechtsanwaltsgehilfe bewerben. Wenn er das Potential hat, bekommt er die Chance. Allerdings wird dann, wenn er angenommen wird, vorausgesetzt, dass er sich dem äußeren Erscheinungsbild seiner neuen Tätigket entsprechend anpasst.
    Aber er wird nicht gleich aufgrund des Photos aussortiert - um mal ein Extrembeispiel zu nennen.

    Ich habe mich 2007 auf eine Stelle als Revisor / Übersetzer in Amerika beworben, für die ich weder die Ausbildung noch die Berufserfahrung hatte. Aber ich hatte das entsprechende Potential und Qualifikationen (durch Interesse und Hobbies) und habe meine Chance bekommen. mich bewährt und die Stelle 4 Jahre gehabt.
    Dann habe ich im Bereich Buchhaltung gearbeitet - auch ohne Berufsausbildung oder vorheriger Arbeitserfahrung. Meine Qualifikationen waren gut genug und ich hab eine Chance bekommen.
    Wäre z.B. im deutschsprachigen Raum undenkbar, da ich nicht die nötige Ausbildung habe.
    Und selbst mit Berufserfahrung in dem Bereich bekomme ich in Deutschland wenn überhaubt die Rückmeldung, dass ich leider nicht in Betracht komme, da ich kein Diplom / keine Ausbildung in dem Bereich habe.

    Wenn es nicht so traurig wäre, was hier an Potential ignoriert wird, könnte man drüber lachen.

    Nachsatz:
    Achso, Minijobs gibt es drüben auch keine. Also alles Teilzeit und Vollzeitstellen, wobei Vollzeitstellen überwiegen - meiner Erfahrung nach.
    Und es gibt Mindestlohn/Stunde - egal ob jemand Putzt, Regale auffüllt, den Parkplatz kehrt oder Zeitung austrägt - also auch für absolute Hilfstätigkeiten.
    Geändert von sunbeam 2000 (18.01.2015 um 15:45 Uhr)

  4. #4
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
    Registriert seit
    16.07.2012
    Beiträge
    2.704
    Punkte: 9.920, Level: 66
    Level beendet: 68%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 130
    Aktivität: 39,0%
    Dankeschöns vergeben
    63
    Dankeschöns erhalten
    99
    Errungenschaften:
    3 Freunde Stichwortvergeber 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Wir übernehmen so viel aus den Staaten, warum das nicht? Jeder sollte die gleiche Chance haben wenn man was im Kopf hat auch ohne gedrucktes Diplom. Ich verstehe jetzt wirklich nicht warum es hier so anders gehandhabt wird, wo wir doch so viele Arbeitslose haben. Ich beziehe die Dunkelziffern mit ein, die nicht in den ach so tollen Statistiken stehen.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  5. #5
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
    1+

    Registriert seit
    03.06.2011
    Beiträge
    2.160
    Punkte: 8.779, Level: 63
    Level beendet: 10%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 271
    Aktivität: 59,0%
    Dankeschöns vergeben
    152
    Dankeschöns erhalten
    198
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber Hyperaktiv! 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    1. Auch in den USA hat nicht jeder die gleiche Chance. Leute mit hispanischem Hintergrund, die man ja schon am Namen erkennt, werden weniger oft genommen. Jeder muss in den USA einen Kolleg-Abschluss haben, sonst ist er auf dem Arbeitsmarkt wenig wert. Das ist eine totale Inflation. Also bitte die Kirche im Dorf lassen.

    2. In Deutschland wissen die die Arbeitgeber schon, dass es den idealen Arbeitnehmer nicht gibt. Keiner erwartet wirklich, dass die Bewerber 19 Jahre jung, mit fertigem Uniabschluss und dann auch noch bitte mit 5 jähriger Berufserfahrung sein sollen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man wenn man hier her kommt erstmal eingeschüchtert ist, aber wenn man erstmal gearbeitet hat und Erfahrung vorweisen kann, so wie Sunbeam, dann sollte es eigentlich kein Problem sein.
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  6. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Physicus für diesen nützlichen Beitrag:

    bepe0905 (20.01.2015)

  7. #6
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
    Registriert seit
    27.04.2011
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    2.006
    Punkte: 8.890, Level: 63
    Level beendet: 47%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 160
    Aktivität: 41,0%
    Dankeschöns vergeben
    108
    Dankeschöns erhalten
    185
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber Hyperaktiv! 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran 3 Freunde

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Aber Dinge wie Familienstand oder auch Infos zu den Eltern, verlangt doch nicht jeder Arbeitgeber. Das finde ich ein wenig zu pauschalisiert.

    Aber andere Dinge sind eben wichtig und die muss eine Bewerbung beinhalten. Nehmen wir mal das Beispiel mit den Lücken. Es geht da ja nicht mal darum, dass jemand immer durch gearbeitet haben muss. Aber Lücken, die da sind, sollten dann versucht werden zu erkl
    ären.
    Geändert von destino (19.01.2015 um 12:17 Uhr)

  8. #7
    Status: curious Array
    1+

    Registriert seit
    18.01.2015
    Ort
    Nordhessen
    Beiträge
    17
    Punkte: 99, Level: 4
    Level beendet: 96%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 1
    Aktivität: 99,0%
    Dankeschöns vergeben
    1
    Dankeschöns erhalten
    5
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Hallo Physikus,

    danke erst einmal für deine Antwort.

    Nur muss ich dazu sagen, dass ich meiner Meinung nach schon die Kirche im Dorf lasse.

    Dass Leute mit hispanischem und / oder afro-amerikanischen Hintergrund im Nachteil sind will ich nicht leugnen.
    Allerdings haben in Amerika alle Kinder die Chance auf die Highschool zu gehen und danach aufs Kollege - Alle haben die Chance und es liegt an ihnen, die Chance zu nutzen.

    Hier in Deutschland wird hingegen schon nach der Grundschule aussortiert - in Richtung Zukunft (Gymnasium, Realschule) oder Abstellgleis (Real- / Haupt- / Sonderschule).
    Danach der Kampf um den Ausbildungsplatz - auch hier wird meiner Erfahrung nach oft danach entschieden, welchen Bildungshintergrund die Eltern der Bewerber haben, ob diese Selbstständig, Angestellt oder gar Arbeitssuchend sind.
    Ein Teenager aus "gutem" Elternhaus hat eher die finanzielle Möglichkeit und die Kenntnis, Bewerbungen in 1a Qualität an Ausbildungsbetriebe zu schicken.
    Und ich finde es eher peinlich, wenn es als "normal" angesehen wird, wenn Ausbildungsplatzsuchende für ein Bewerbungsphoto zum Visagisten gehen, nur damit sie den "ersten Eindruck" erfolgreich meistern.

    Und dann geht es für viele erst einmal in die Warteschleife, dann kommen Lücken im Lebenslauf und die Sache wird in Deutschland noch schwieriger für die Kandidaten.

    Ich lasse sehr wohl die Kirche im Dorf und schreibe nur meine eigenen Erfahrungen.

    Meine persönliche Rückmeldungsquote auf Bewerbungen in Nordamerika beträgt im Schnitt 96 % -
    Meine persönliche Rückmeldungsquote auf Bewerbungen in Deutschland - 1 % (Ich kann und will mir kein 1a Bewerbungsphoto leisten und ich weigere mich im Lebenslauf zu lügen bzw Lücken "auszuschminken")
    Meine Arbeitszeugnisse aus Deutschland sind nicht so toll, weil ich das "Fachchinesisch" nicht interpretieren konnte und mich daher nicht gegen ein "Mangelhaft" gewehrt habe.

    Verstehe mich nicht falsch, aber was hier im deutschsprachigen Raum, speziell in Deutschland abgeht, ist echt ein Armutszeugnis für die Gesellschaft und die Politik.

    Endstation ALG2 als Aufstocker ... ROFL

  9. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei sunbeam 2000 für diesen nützlichen Beitrag:

    Oberbuxe (20.01.2015)

  10. #8
    Status: curious Array
    Registriert seit
    18.01.2015
    Ort
    Nordhessen
    Beiträge
    17
    Punkte: 99, Level: 4
    Level beendet: 96%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 1
    Aktivität: 99,0%
    Dankeschöns vergeben
    1
    Dankeschöns erhalten
    5
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Dass "Familienstand" sowie "Infos zu den Eltern" nicht jeder Arbeitgeber verlangt, weiß ich schon.

    Nur woher will das ein Bewerber wissen? Diese Infos gehören nach wie vor in eine Bewerbung im deutschsprachigen Raum.

    Und warum muss ein Bewerber erklären, wie die Lücken in seinem Lebenslauf zustande gekommen sind? Vor allem, wenn die Lücken 20 Jahre zurückliegen??

    Ein Bewerber, der während seiner beruflichen "Lücke" im Ausland seine Sprachkenntnisse aufgefrischt hat ist wohl interessanter als jemand, der in der Zeit "nur" arbeitssuchend war.
    Was sagt die "Lückenfüllung" im Lebenslauf über meine Qualifikation für ein bestimmtes Berufsfeld aus?

    Nur mal so als Beispiel:
    Ich habe mich z.B. bei einem international tätigen Wirtschaftsprüfungsunternehmen beworben. In Nordamerika wäre ich genommen worden, Gehalt 40.000 Dollar/Jahr - als Berufsanfänger ohne Ausbildung in dem Bereich aber mit erstaunlich guten Kenntnissen = voll Einsetzbar nach sehr kurzer Einweisungszeit.
    Die gleiche Firma in Deutschland hat es noch nicht einmal für nötig erachtet, auf meine Bewerbung zu Antworten. Als ich telefonisch nachhakte meinten sie, dass sie zwar mein Potential sehen und auch anerkennen, dass ich in dem Bereich schon etwas Berufserfahrung habe, aber da ich keine fachspezifische Ausbildung nachweisen kann und ich ja eigentlich schon zu alt sei für einen "Berufseinstieg", bin ich nicht interessant. Daraufhin meinte ich, dass ich gerne den Abschluss nachhole - deren Antwort war wiederum, dass ich ja eigentlich schon zu alt sei und ich daher nicht in Frage käme.
    (Ich glaube eher, dass es am nicht beigefügten Bewerbungsphoto sowie an dem Hinweis, dass ich Zeugnisse auf Anfrage nachreiche. Allerdings habe ich berufsspezifische Refrenzen angegeben - Ein Anruf bzgl Referenzen in Amerika war dann in Deutschland doch zuviel verlangt).

    So what ... Gleiche Firma, anderes Land - zwei grundverschiedene Ergebnisse.

    Halt nein. es gibt einen Massiven Unterschied.
    In Amerika brauchte ich eine Arbeitsgenehmigung. Daher war ich mit 40.000 Dollar/Jahr wohl "billig".
    Als Deutsche bräuchte ich hier keine Arbeitsgenehmigung, aber mein Wunsch auf Mindestlohn und VZ-Stelle ist hier zumindest für Berufsneulinge und Quereinsteiger mitlerweile Utopisch.

    Don't get me wrong.
    Ich schere nicht alle Arbeitgeber über einen Kamm. Aber woher soll ein Bewerber wissen, welcher Arbeitgeber über den Tellerrand hinausschaut und sich mit Lebenslauf sowie Motivationsschreiben zufrieden gibt und den Kandidaten zu einem Bewerbungsgespräch einlädt, dessen Berufsziel sowie Potential (Unabhängig von Zertifikaten) auf die zu besetzende Stelle passt.
    Und wenn man dann eine Sozialversicherungspflichtige Stelle erwartet mit einem Gehalt, mit der man zumindest über den Sozialhilfesatz liegt, sieht es in Deutschland meiner Erfahrung nach nicht mehr so toll aus.
    Geändert von sunbeam 2000 (19.01.2015 um 13:12 Uhr)

  11. #9
    Status: Wieder gebraucht Array Avatar von Oberbuxe
    Registriert seit
    09.05.2011
    Ort
    Pott
    Beiträge
    1.958
    Punkte: 8.439, Level: 61
    Level beendet: 97%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 11
    Aktivität: 19,0%
    Dankeschöns vergeben
    172
    Dankeschöns erhalten
    133
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber 3 Freunde 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Da sprichst du einiges wahres, Sunbeam. Wo bist du denn ursprünglich her, wenn ich fragen darf?

    Grade was die Sache mit dem Foto angeht... Inzwischen sollte man eigentlich nicht mehr aussortiert werden, weil jemand kein (gescheites) Foto mit liefert. Oder auch die Sache mit dem Alter... Da bekommt der sogenannten Fachkräftemangel einen bitteren Beigeschmack, denn man muss scheinbar sein Fach nicht beherrschen, sondern andere Mitbringsel haben die passend sein müssen.

  12. #10
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
    Registriert seit
    27.04.2011
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    2.006
    Punkte: 8.890, Level: 63
    Level beendet: 47%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 160
    Aktivität: 41,0%
    Dankeschöns vergeben
    108
    Dankeschöns erhalten
    185
    Errungenschaften:
    Stichwortvergeber Hyperaktiv! 5000 Erfahrungs-Punkte Foren-Veteran 3 Freunde

    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Zitat Zitat von sunbeam 2000 Beitrag anzeigen

    Und warum muss ein Bewerber erklären, wie die Lücken in seinem Lebenslauf zustande gekommen sind? Vor allem, wenn die Lücken 20 Jahre zurückliegen??
    Versetz dich mal in die Lage eines Arbeitgebers. Wenn ich einen Lebenslauf bekomme, in dem ein oder mehrere längere Lücken sind, dann fragt man sich natürlich auch warum die da sind. Und das ist doch nachvollziehbar, oder nicht? Es geht nicht um eine lange und breite Erklärung, sondern um eine Info und Vollständigkeit.
    Wenn da jeder alles weg lässt, was er nicht als wichtig erachtet... Schau mal, ich habe eine Mitarbeiterin, die hat studiert, macht beruflich jetzt aber etwas, was nichts damit zu tun hat. Eigentlich ist das Studium unwichtig. Soll sie es weglassen? Danach hat Sie kurze Zeit gearbeitet und war dann in Elternzeit. Soll sie die auch weg lassen? Dann besteht ihr Lebenslauf aus einer einzigen kurzen berufserfahrung und viel hohlem Raum, ich habe keine Ahnung, was in der Zeit passiert ist. Wie soll das gehen?

Seite 1 von 3 1 2 3 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 26.11.2014, 19:52
  2. Bewerbungsunterlagen prüfen lassen
    Von SamB. im Forum Jobsuche
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 06.02.2014, 15:58

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •