Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum - Seite 3
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Thema: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

  1. #21
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Ich habe 5 Jahre in Kanada gearbeitet. Ist vor zwei Jahren extrem schwierig geworden, dort eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen. Mit Permanenter Aufenthaltsgenehmigung ist es noch schwieriger als mit Arbeitsgenehmigung und Arbeitsgenehmigungen sind meist auch an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden.
    Kanada (und die USA) wissen, wie sie die Arbeitsplätze für die Einheimischen schützen ... die haben aus Fehlern gelernt.
    Ich bekomme nach wie vor gut bezahlte Arbeitsplätze von drüben angeboten, aber hatte bis her kein Glück mehr bzgl einer Arbeitsgenehmigung - Also musste ich wieder zurück nach Deutschland.
    Und das, obwohl ich nur Motivationsschreiben und Lebenslauf (mit den letzten 3 Arbeitsplätzen, höchsten Bildungsabschluss sowie meinen Qualifikationen für die angestrebte Position) schicke, Null Zeugnisse und kein Bild. Selbst nicht für eine Bewerbung als Emfpangsdame.
    In Nordamerika bekomme ich nach wie vor die Jobs hinterhergeschmissen, weil irgendwo noch auf irgendeinem Jobportal mein Lebenslauf (Englisch) rumschwirrt oder von Personalern weitergereicht wird ... keine Ahnung. Ich habe halt damals (vor 4 Jahren etwa) nicht draufgeschrieben, dass ich eine Arbeitsgenehmigung brauche - Und somit denken die wohl, dass ich zumindest Permanente Aufenthaltsgenehmigung habe - und ich bekomme die Jobs reihenweise angeboten. Nur heute hatte ich wieder 2 Angebote im Posteingang (eMail), eines aus den USA und eines aus Kanada - und es ist da gerade mal halb 10 Uhr morgens ... an der Ostküste - Die Arbeitgeber rennen mir quasi hinterher. die wissen, was es heisst, mal eben Auszuwandern und dauerhaft in einem Beruf zu arbeiten, in dem man mit Null Arbeitserfahrung anfängt, Nur echtes Interesse und die Berufskompetenzen stimmen - Die sehen das Potential in einem Bewerber.

    Und hier in Deutschland? Ich weiß was ich kann - mir fehlen die entsprechenden "Zertifikate" Papier ist geduldig und was in Deutschland an Zeugnissen mitlerweile gefälscht wird, damit es zum Lebenslauf passt??? Will ich nicht - und kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ein Arbeitgeber der mich zum Lügen nötigt und zum Visagisten zwingt, nur damit ich eine Chance habe? Auf ALG2 ist eine Weiterbildungsmaßnahme eine "Kann" Entscheidung wenn man mehr fordert als das hundertste Bewerbungstraining oder einen Kurs um die "Jobkompetenz" festzustellen.
    Jobkompetenz = schafft es der Arbeitslose morgens pünklich in der Maßnahme zu erscheinen, kann er sich benehmen, kommt er pünktlich aus den Pausen und hält er die 8 Stunden durch?...
    Ist eine Lachnummer - hauptsache aus der Arbeitslosenstatistik raus.
    Arbeitsangebote - Fehlanzeige wegen "formaler Mängel" in meinen "Bewerbungsunterlagen" ...
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  2. #22
    Status: Trollwesen Array Avatar von Mumin
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Wäre es eine Option die Zertifikate die dir fehlen nachzuholen?

    Lassen wir mal beiseite, was nun besser oder schlechter ist. Denn das hängt ja nunmal sehr von der Erfahrung ab, die jeder einzelne gemacht hat und macht und eben auch immer von den Firmen und Personalern, mit denen man zu tun hat.
    Du bist jetzt hier und brauchst/suchst hier einen Job. Nachdem es schwer sein wird das System so zu machen, wie du es gerne hättest, musst du doch schauen, dass du dich dem ein wenig zumindest anpasst.

    Auch was die Fotos angeht. Es ist ja nicht notwendig ein super mega Foto mit vorherigem Besuch beim Visagisten zu machen. Ein normales Bewerbungsfoto reicht vollkommen aus.
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  3. #23
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Hey sunbeam 8000. Ich habe deine Beiträge auch in anderen Themen interessiert gelesen.

    Meiner Erfahrung nach hast du Recht und Unrecht. Das ist jetzt kein postmoderner Blödsinn mit dem ich mich als besonders Literaturinteressierten darstellen will (ich weiß, dass ich das eh bin).
    Meine Erfahrung ist so, dass man in den USA für einen besseren Job einen College Degree oder at least some College braucht. Eine Bekannte von mir, die für die Softwareabteilung einer großen Staatsbehöre arbeitet hat mir gesagt, dass bei Bewerbungen diejenigen rausgeschmissen werden, die keinen Collegeabschluss haben.
    Wo siehst du da den Unterschied zu Deutschland?
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  4. #24
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Ciao Appunti,

    Der Unterschied zu Deutschland fängt schon nach der Grundschule an.
    Alle Kinder gehen auf die Highschool (Gymnasium).
    Dort liegt es an den Kids - den Schulabschluss (Graduation) zu bekommen, aber alle - ausnahmslos alle Kinder bekommen die Chance.

    Nach der Graduation haben Alle - ausnahmslos Alle - die Chance den Beruf ihrer Wahl zu erlernen, da ausnahmslos alle Berufe im College gelernt werden - oder ein Studium an der Uni.
    Alle bekommen auf Antrag ein Studentendarlehen - unabhängig vom Einkommen der Eltern - also können auch Jugendliche aus sozial schwachen Schichten einen Beruf lernen, der ihnen gefällt.
    Prüfung Bestanden = College Degree = gute Chancen auf dem Jobmarkt.

    In Deutschland muss sich ein Schulabgänger, der sich ein Studium an der Uni oder eine überwiegend schulische Ausbildung wie z.B. Ergotherapeut oder Gesundheits- und Krankenpfleger nicht leisten kann und auch kein Bafög erhält, um die wenigen vorhandenen Ausbildungsplätze in der Wirtschaft konkurrieren.
    Man kann ¨prüfen lassen, ob man BAföG erhält, und wenn ja, dann ist immer noch die Frage in welcher Höhe es bewilligt wird und ob man davon dann existieren kann.
    Bafögsatz liegt noch unter dem SGB2 Satz - und vom BAföG muss ggf. die Krankenkasse noch selbst bezahlt werden.

    Auszug aus "Schulische Ausbildung" von der Arbeitsagentur.

    "Vergütung:Bei manchen schulischen Ausbildungen erhalten Auszubildende eine Ausbildungsvergütung. Dies ist zum Beispiel beim Beruf des/der Gesundheits- und Krankenpfleger/in der Fall.
    Oft erhalten Auszubildende in der schulischen Berufsausbildung jedoch keine Bezahlung. Ganz im Gegenteil: Für die Ausbildung an privaten Schulen muss Schulgeld bezahlt werden. Finanzielle Hilfe bieten hier die Ämter für Ausbildungsförderung: Bei ihnen kann man prüfen lassen, ob man als angehender Azubi in der schulischen Ausbildung finanzielle Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz – besser bekannt als BAföG – erhält. Die Ämter für Ausbildungsförderung findet man bei der zuständigen Stadt- und Kreisverwaltung."

    In Deutschland kann BAföG bewilligt werden, in den Kanada und USA wird es bewilligt (es sei denn die Familie ist völlig überschuldet, dann wird es schwierig aber nicht unmöglich), und ich kenne viele in den USA und Kanada.

    Staatliche Behörden können sich wohl Weltweit die besten Bewerber heraussuchen. Nur in der freien Wirtschaft haben es Schulabgänger z.B. in Nordamerika wesentlich besser als hier in Deutschland, wo der Kampf für die meisten schon gleich nach der Schule um die wenigen Ausbildungsplätze beginnt. Die ersten Lücken im Lebenslauf erscheinen und schon ist man unterwegs in Richtung Abstellgleis.
    In Nordamerika und vielen anderen europäischen Ländern hat wie gesagt jedes Kind eine Chance auf Abitur (highschool graduation) und danach College und danach eine gut bezahlte Anstellung.
    Das ist in Deutschland definitiv anders, fängt schon nach der Grundschule an. "Bildungsferner" Familienhintergrung oder Migrationshintergrund = Hauptschule oder allenfalls Realschule - seltenst Gymnasium.
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  5. #25
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Aber ist diese Chancengleichheit nicht nur auf dem Papier existent?

    Das öffentliche Schulsystem in den USA ist inzwischen doch auf einem recht geringen Niveau angelangt und private schooling oder home schooling wird immer beliebter - das passt doch eigentlich nicht zusammen, oder?

    Gleichzeititg haben die jenigen, die von ihren Eltern Geld bekommen dann keine Schulden wenn sie aus der Uni kommen, auch hier haben doch die reicheren einen Vorteil, findest du nicht?
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  6. #26
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Bewerbungsunterlagen im deutschsprachigen Raum

    Ganz zu schweigen davon, dass sehr wohl ein Unterschied zwischen den einzelnen Unis gemacht wird. Ivy League ist halt doch was anderes als Community College.

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