Abmahnung - Seite 2
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Thema: Abmahnung

  1. #11
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Abmahnung

    Wir hatten so einen Fall mal vor Jahren bei uns und haben dem Mitarbeiter Bedingungen gestellt, statt ihm zu kündigen.

    Es gab ein Gespräch und ihm wurde gesagt, dass er innerhalb einer gewissen Zeit einen Therapieplatz nachweisen musste und auch regelmäßige Berichte, sonst wäre er sofort gekündigt worden. Zudem gab es einige Verhaltensregeln. Und er hat es tatsächlich geschafft und arbeitet noch heute (trocken und voll rehabilitiert) bei uns.

    Ich finde so etwas fairer, als ihn direkt in die Arbeitslosigkeit zu schicken, denn Alkoholkonsum weist meistens darauf hin, dass es noch weitere Probleme im privaten Bereich gibt und die Arbeitslosigkeit würde dann den fast sicheren Totalabsturz für ihn bedeuten.

    Zumindest kann man das vielleicht mal bedenken.
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  2. #12
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    AW: Abmahnung

    Ich finde es sehr menschlich dass man ihm die Chance gegeben hat. Er wäre sonst wohl nie aus diesem Dilemma heraus gekommen. Es hätte ihn noch weiter herunter gezogen. Ich frage mich nur warum es in diesem Fall nicht eher bemerkt wurde dass er ein Alkohol-Problem hatte. Es wird sicher nicht zum ersten Mal gewesen sein, dass er auffällig geworden ist?

  3. #13
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Abmahnung

    Zitat Zitat von Darky Beitrag anzeigen
    ..Ich finde so etwas fairer, als ihn direkt in die Arbeitslosigkeit zu schicken, .....
    @Darky, das ist keine Frage. Bei KMU's oder Konzernen, gibt es für solche Problemfälle auch extra Psychologen etc. Aber bei sehr kleinen Unternehmen oder Handwerkbetrieben kann dies schon eine größeres Problem darstellen.

    Weiter, muß der Betroffene auch dafür ansprechbereit sein und der AG dies tragen können. In deinem erwähnten Fall, da hat es ja wunderbar geklappt.

  4. #14
    Status: Arbeitnehmer und Student Array Avatar von Darky
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    AW: Abmahnung

    Das ist richtig, Prostan. Es muss natürlich möglich sein.

    Nur wenn er es selbst nicht merkt, kann man ihm sowieso nicht helfen. Die Drohung mit dem Verlust des Arbeitsplatzes hilft aber oft, weil die Betroffenen dann merken, dass es ernst wird.

    Wir sind schon ein größeres Unternehmen, aber einen Psychologen haben wir nicht. Zugriff auf den arbeitsmedizinischen Dienst und Beratungsstellen hat aber eigentlich jedes Unternehmen, dort kann man sich auch Unterstützung bzw. Rat einholen.

    Naja @Kettwiesel: Wenn man ein Alkoholproblem hat, versucht man möglichst lange und gut, dieses mit allen Mitteln zu verstecken, da Alkohol zwar gesellschaftlich akzeptiert wird, eine Alkoholsucht aber schnell den "Pennern" und "Asozialen" zugeordnet wird. Und man kann verdammt gut lügen und sehr kreativ werden, wenn man süchtig ist, das weiß ich inzwischen.
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  5. #15
    Status: keine Angabe Array Avatar von Eddard
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    AW: Abmahnung

    Das stimmt mit dem Lügen und verstecken. Es ist ja nur natürlich. Wo es problematisch ist bei kleinen Firmen, die vielleicht grade in der Entstehungsphase sind.

    Nimmt man zweimal abmahnungswürdiges Verhalten: Alkoholisiert bei Kunden auftauchen oder wiederholt unentschuldigt der Arbeiut fernbleiben, dann ist das mit dem Alkohol wirklich schlimm und geschäftsschädigender. Da kann ich jemanden schon verstehen, der sich des Arbeitnehmers gleich entledigen will. Wenn es sich die Firma aber erlauben kann, dann wäre so ein Verhalten wie es Darkys Firma gemacht hat aber der Idealfall.
    Winter is coming.

  6. #16
    Status: ausgewogen Direkt Array Avatar von Prostan
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    AW: Abmahnung

    Zitat Zitat von Darky Beitrag anzeigen
    ...Nur wenn er es selbst nicht merkt, kann man ihm sowieso nicht helfen.
    Die Drohung mit dem Verlust des Arbeitsplatzes hilft aber oft, weil die Betroffenen dann merken, dass es ernst wird. ...
    Tja, nun bin ich kein Alkoholsuchtexperte und erst recht kein emphatischer Seelsorger Für einen z.B. kleinen Handwerksbetrieb, der jede vollwertig arbeitende Hand braucht, stelle ich mir die Situation auf Dauer, recht schwierig vor.

    Ich weiß nicht, ob so eine Drohung um den Verlust des Arbeitsplatzes, die erwähnte Selbstmerkung beim Betroffenen, das Suchtproblem ernster gesehen wird oder gesehen werden kann. Privat u. beruflch. Vielleicht kann Sn00py was darauf sagen.

    Klar ist, für den Betrieb kann dies, für alle Beteiligten, zum recht großen Problem werden.

  7. #17
    Status: keine Angabe Array Avatar von Turbolady
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    AW: Abmahnung

    Die Gefährdung den Arbeitsplatz durch das alkoholisiert sein zu verlieren muss doch von dem Arbeitnehmer schon erahnt worden sein? Oder beeinträchtigt der Alkohol wirklich das reale Denken so sehr? Wenn man sich immer wieder Schnitzer, sei es durch Alkohol, Unzuverlässigkeit oder ähnliches erlaubt, weiß man doch selbst dass da irgendwann etwas Negatives nachkommt.
    Stau ist nur am Ende doof...vorne geht’s.

  8. #18
    Status: keine Angabe Array Avatar von Eddard
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    AW: Abmahnung

    Wieso soll sn00py was dazu wissen? Das Problem liegt doch auf der Hand: Wenn jemand betrunken zur Arbeit erscheint, oder sogar mehrfach, dann muss er verstehen, dass er damit seinen Arbeitsplatz aufs Spiel setzt. Eine Abmahnung ist da fast noch zu freundlich.
    Winter is coming.

  9. #19
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Abmahnung

    Hallo,
    Ich möchte mal festhalten, dass Alkoholsucht ist eine anerkannte Krankheit ist und im Falle von Abmahnung und Kündigung die Fürsorgepflichten des Arbeitgebers mehr in den Vordergrund rücken. Natürlich ist es möglich wegen Krankheit eine Kündigung auszusprechen. Wenn es zu einer Klage kommt, muss sich der Arbeitgeber jedoch rechtfertigen, wie er seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist.

    In aller Regel muss dem Arbeitnehmer aber zunächst die Möglichkeit gegeben werden, sich einer Therapie zu unterziehen. Nur, wenn er nicht dazu bereit ist, etwa bestreitet, therapiebedürftig zu sein oder nach einer Therapie rückfällig wird, kann von einer negativen Prognose ausgegangen werden. Ein einmaliger Rückfall während der Therapie, insbesondere am Anfang, reicht meist nicht aus. Der Arbeitnehmer muss nämlich die Chance haben, sie auch zu Ende zu führen.

    Wir hatten als Betriebsrat mit der GL einen Leitfaden für den Umgang mit Alkoholkranken entwickelt und ich habe in meiner Zeit als Betriebsrat alkoholkranke Beschäftigte betreut. Durch die Betreuung konnte die Dunkelziffer zwar nicht minimiert werden, jedoch bei jedem neuen auftreten eines Falles konnte dem Beschäftigten geholfen werden. In den 12 Jahren meiner Betriebsratstätigkeit wurden 2 Kündigungen aufgrund personenbedingten Fehlverhaltens durch Alkohol ausgesprochen. Alle anderen hatten insoweit die "Kurve" gekriegt, indem sie sich Therapien unterzogen und den Weg des trockenen Alkoholikers fanden. Einige sind mitztlerweile im Ruhestand, andere arbeiten immer noch in dem Betrieb.

    @darky:
    Nur wenn er es selbst nicht merkt, kann man ihm sowieso nicht helfen. Die Drohung mit dem Verlust des Arbeitsplatzes hilft aber oft, weil die Betroffenen dann merken, dass es ernst wird.
    Alkoholkranke können meist ihre Situation nicht richtig einschätzen (Ich kann jederzeit aufhören; Ich habe es im Griff usw.) und somit werden ihnen die Konsequenzen ihres Handelns nicht bewußt.
    Bei den von mir gemachten Aussagen zu rechtlichen Sachverhalten, handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung zu der Sache. Konnte ich weiterhelfen und gefällt mein Beitrag, dann sollte der "gefällt mir, Danke" Button betätigt werden.

  10. #20
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Abmahnung

    Ich finde es fair, wenn man einem alkoholkranken Menschen eine Chance gibt, sich durch eine Therapie helfen zu lassen und während der Zeit als Mitarbeiter behält. Wenn man ihm gleich kündigt ist es als ob man ihm den Boden unter den Füßen wegzieht, er fällt dann noch tiefer. Was ich bisher aber noch nicht wusste ist, dass auch bei Alkoholismus die Fürsorgepflicht des AG in Kraft tritt.

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