Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das? - Seite 3
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Thema: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

  1. #21
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Ja, für qualifizierte Interviews eignen sich Psychologen oder auch manche Pädagogen. Ich habe z.B. Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung studiert und wir haben im Studium gelernt, wie man Interviews qualitativ auswertet. Ganz vereinfacht gesagt werden Standardfragen definiert (wie in der schriftlichen Befragung), die Interviews mitgeschnitten und dann die Antworten unterschiedlichen Kategorien zugeordnet. Diese Kategorien können zuvor schon "vermutet" werden und sich auch aus den tatsächlichen Antworten ergeben. z.B. "Welche Rahmenbedingungen motivieren Sie in Ihrer täglichen Arbeit?" -> Kategorien könnten sein: Anerkennung/Lob von Führungskraft, Lob von Kollegen, usw.
    Man muss halt sehen, dass solche Interviews zeitaufwändiger sind und deshalb teurer und dass man dafür schon eine externe Firma beautragen sollte, denn sonst kann man gleich Mitarbeitergespräche machen. Aber vorgefertigte Fragestellungen sollte man auch in Mitarbeitergesprächen nutzen, da sie die effizienter und produktiver machen.

    Was destino schreibt kann ich nur bestätigen. Wenn man in einer 18-Mann-Firma Anonymität möchte, dann nimmt man entweder Papierfragebögen, die an eine externe Firma direkt geschickt werden, wo die Antworten in den Computer übertragen werden. Oder aber man macht es gleich online. Auch da hilft übrigens eine externe Firma, denn wenn die Antworten auf dem Server einer anderen Firma gespeichert werden, fühlen sich die Mitarbeiter ebenfalls sicherer. Ansonsten hat man halt schnell die Gefahr wie im Mitarbeitergespräch nicht alle Unzufriedenheiten aufzudecken.

    Ich habe durch Kunden und Partner öfter mitbekommen, welche Schwierigkeiten es geben kann, wenn man die Befragung selbst erstellt und durchführt:
    - Die Zeit für die Konzeption im Tagesgeschäft fehlt eigentlich
    - Es gibt noch keine Erfahrungen bzgl. Inhalten und Formulierung der Fragen (z.B. verschiedene Effekte, die auftreten können durch bestimmte Formulierungen) oder auch bezüglich der Antwortskalierung (5er Skala, 3er-Skala, 6er-Skala oder welche ist die Beste?)
    - Alle Fragen müssen neu erstellt werden. Es kann auf keine bestehenden, erprobten zurückgegriffen werden
    - Es gibt noch keine fertige technische Lösung für die Erfassung der Fragebögen und die Auswertung/Berichtserstellung

    Natürlich kann man auch alles intern lösen mit Excel und Papier.

    Ach ja und bei so einer kleinen Firma würde ich ein Führungskräfte/Geschäftsführerfeedback mit einem Feedback zu den Arbeitsbedingungen koppeln. Bei größeren Unternehmen wird das öfter auch getrennt oder nur eines von beidem durchgeführt. Untergruppen bei den Antwortern sind dann sinnvoll, wenn diese auch im Arbeitsalltag klar voneinander getrennt sind und z.B. unterschiedliche Rahmenbedingungen haben.

  2. #22
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Qualitative Interviews haben in der Regel den Nachteil, dass sie recht umfangreich sind - das stimmt.

    Allerdings lassen sich z.B: mit dem Laddering Verfahren (bei "relevaten" Themen in die Tiefe gehen) auch hier Effizienzsteigerungen erschließen. Es geht bei einer Befragung der Mitarbeiter nie um eine 100% ige Thementiefe, sondern darum, herauszufinden, was die Mitarbeiter gut oder schlecht finden. Hier kann man sich gut kurz fassen, insbesondere auf die sogenannten Top of Mind Themen konzentrieren. En vogue sind sogenannte implizite Verfahren, die den wirklich wichtigen Dingen auf die Spur kommen und nicht die Faktoren anprangern, die zwar schlecht bewertet werden, aber keinen Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit der Mitarbeiter haben. Auch das findet kann man mittels qualitativer Vorgehensweisen herausfinden. Dauer pro Gespräch: 20 Minuten. Kosten für alle 18 Mitarbeiter: 3.000 bis 4.500 EUR. Wichtig ist allerdings, dass nach der Befragung - und das gilt für alle Mitarbeiterbefragungen - auch tatsächlich etwas geschieht, das konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation beschlossen und umgesetzt werden. Sollte ein solches Vorgehen nämlich wiederholt werden, ist das Entscheidend für die Motivation der Mitarbeiter, an der nächsten Evaluation teil zu nehmen. Sollte nichts geschehen, kommt zurecht Unmut auf, da die erste Befragung bereits gezeigt hat, dass nichts passiert ist. Meine Aussage hierzu ist: entweder ganz oder gar nicht. Für ein "ganz" muss man das Budget für die Folgeprozesse einplanen, zumindest im Vorfeld schon wissen, dass noch Budget zur Verfügung stehen muss für Führungskräfteschulungen, Neuanschaffungen von Büroausstattungen etc. Zudem sollte alles zügig umgesetzt werden, damit der Prozess für die Belegschaft auch als wirksam wahrgenommen wird.

    Gute Diskussion!
    Geändert von imploy (30.01.2013 um 15:34 Uhr)

  3. #23
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    2 Minuten pro Mitarbeiter? Das kannte ich auch noch nicht. Das ist dann tatsächlich kostenmäßig schon fast vergleichbar mit schriftlichen Verfahren.
    Wie viele Fragen werden dann pro solchem Gespräch ca. gestellt?
    Und das Argument, dass man außer den vorgefertigten Fragen natürlich noch tiefer gehen kann, ist richtig. Bei offenen Fragen in schriftlichen Befragungen, die ja das gleiche Ziel haben sollen (und zwar Dinge aufdecken, die vorher nicht bedacht wurden), schreiben aus meiner Erfahrung wirklich viele nichts oder nur Standardaussagen. Wenn man einer Person gegenüber sitzt macht sie sich doch mehr Mühe nach einer passenden Antwort zu suchen.
    Und nicht zuletzt bin ich auch immer wieder erstaunt wie "faul" viele sind beim Schreiben. Reden geht da doch einfacher und schneller.
    Andererseits hat man bei einem Auge-in-Auge-Gespräch den Effekt, dass manche Antworten der Person vielleicht unangenehm sind und sie diese deshalb zurückhält, wo sie sich beim Schreiben doch eher mal outet. Ich habe regelmäßig eine wiederkehrende große Befragung, die ich auswerte und was da teilweise für Worte benutzt werden in den offenen Fragen, die hätten die Personen nie im Leben in einem echten Gespräch verwendet... Manches Mal ist das wirklich zum Kaputtlachen.

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  5. #24
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    @abilitYB Sorry, 20 Minuten, eventuell etwas kürzer, 2 Minuten reichen gerade mal zur Begrüßung und Erläuterung Da hat meine "0"-Taste nicht funktioniert... Habe es korrigiert.
    Dass manche Personen Vorbehalte haben, ist richtig, das lässt sich allerdings auch bei der schriftlichen Befragung in gleichen Dimensionen beobachten. Die zurückhaltenden Personen halten sich immer zurück, die offenen sind auch dann offen. Wichtig ist nur, dass man im Vorfeld - deshalb auch meine Empfehlung "externer Berater" - glaubwürdig absolute Anonymität vermitteln kann.
    Die Art der gestellten Fragen ist sehr offen und wenig lenkend - nur dann, wenn es in die Tiefe gehen soll, wird man konkreter. In der Regel werden neben den Top Of Mind Fragen (was ist besonders gut/schlecht?) themenspezifische Fragen gestellt wie "denken Sie mal an den Rechnungsprozess...". Die Themen werden im Vorfeld gemeinsam mit dem Unternehmen definiert, hier sind in der Regel bei 18 Mitarbeitern schon Bauchgefühle vorhanden, man kennt die "hakenden" Prozesse. Die Befragungssituation ist dann eine Mischung aus Zuhören und Zusehen: wenn der Mitarbeiter nervös wird und nach den richtigen Worten sucht, dann geht man tiefer - im Positiven wie Negativen. Das erfordert schon ein hohes Maß an Konzentration
    Als Ergebnis hat man auf jeden Fall die Themenfelder aufgedeckt, die sehr wichtig sind und gut oder eben schlecht funktionieren.
    Geändert von imploy (30.01.2013 um 15:48 Uhr)

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    Justin-time (30.01.2013)

  7. #25
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Danke euch beiden! Wenn man euch so zusieht/zuliest (wie sagt man da im Forum) merkt man, wie professionell ihr das nehmt und wie gut ihr euch auskennt. Es ist für viele Neugründer (wie mich) und auch sicher den einen oder anderen alten Hasen im Geschäft sehr interessant, mal hinter die Kulissen zu blicken.
    Was ich erstaunlich finde, dsind die Zahlen. Wie kommt man denn bei sagen wir 18 Mitarbeitern auf 4000 Euro Kosten? Das wären ja pro Person über 200 Euro, kann denn das stimmen?

  8. #26
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Ach 20 Minuten! Ja, das klingt schon besser

    Justin-time, ja das sind die Zahlen, die man bei solchen Projekten meist hat. Angefangen bei einem Vorgespräch, Fragebogenvorschlag, Überarbeitungsschleifen, Berichterstellung, Empfehlungen etc. stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn man einen Partner wählt, der das schon öfter macht und die ganze Technik schon fertig hat, hat man da schonmal eine große Zeitersparnis.
    Bei den Gesprächen hat man natürlich einen großen Aufwand an Zeit für die einzelnen Gespräche, dann für das Niederschreiben der Antworten und die Auswertung, also z.B. die Zuordnung der Aussagen zu den Kategorien. Da kann man zu den 20 Min Gespräch locker 30 Min für Auswertung drauf schlagen würde ich schätzen. Und dann muss das bei einer so wenig automatisierten Methode auch noch in einen Bericht verarbeitet werden, denn nur die Antworten in einem Dokument nieder zu schreiben ist sicher nicht Sinn der Sache.
    Ich kann da aber eher nur für die Auswertung der schriftlichen Variante sprechen, da ich nur diese schon oft begleitet habe. Das andere habe ich wie gesagt nur im Studium vor 3 Jahren angewendet.
    Bei der schriftlichen Variante gibt es folgende Arbeit zu tun, wenn man soetwas in Eigenregie machen möchte:
    - Festlegen der Themen, Ziele, Absprache der genauen Fragestellungen mit allen Beteiligten (je nach Größe des Unternehmens sind da mehrere Personen eingebunden, z.B. auch die Führungskräfte)
    - Klärung weiterer Fragen z.B. ob man bedingte Fragen integriert. Ob der Fragebogen wirklich überall die gleichen Antwortmöglichkeiten haben muss oder ob für bestimmte Fragen eine andere Fragenart sinnvoller ist. Immerhin gibt es noch mehr Frageformen als einfach nur "Stimme zu" "Stimme nicht zu"
    - Die Fragen prüfen auf Eineindeutigkeit, auf Behandlung von jeweils nur 1 Thema, auf Überschneidungen, auf Vermischung positiver und negativer Formulierungen etc.
    - Den Fragebogen optimalerweise als Papierversion und online zusammenbauen. Ggf. eine technische Lösung dafür suchen/programmieren lassen -> hier gibt es aber schon einige fertige technische Lösungen, auch kostenlose
    - Allen Personen den Fragebogen zukommen lassen und Erinnerungen versenden (1-2)
    - Die Antworten müssen so erfasst sein, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Gute Systeme speichern die Datensätze deshalb nicht einzeln, so dass man nicht sagen kann, ah dieser Mitarbeiter hat bei diesem Punkt als einziger schlecht beantwortet, dass muss doch Herr Meier sein, der doch schon immer über dieses Thema negativ sich geäußert hat. Und dann kann man doch auch mal schauen, was Herr Meier zu den anderen Dingen und offenen Fragen geschrieben hat. Sprich, in einem guten System sieht man nach Antwort nur noch Frage 1 gab es 3 Antworten zu "sehr zufrieden" und diese sind nicht mehr in Verbindung zu bringen mit den anderen Antworten. Je nach Fragebogen kann aber auch genau der Zusammenhang gewünscht sein.
    - Und dann müssen die Antworten (auch die offenen Antworten) in Grafiken und Tabellen aufbereitet werden und den Mitarbeitern auch in einer Form zur Verfügung gestellt werden
    - Und zu guter Letzt wie oben schon geschrieben auf jeden Fall Budget und Zeit für das Danach eingeplant werden. Denn eine Veränderung im Unternehmen setzt sich nicht von alleine um und schon sind wir mittendrin im Change Management

    Und weil es bei mir aktuell gerade wieder war: Da hat ein Kunde das mit der Fragengestaltung nicht so ernst genommen trotz meiner Warnungen und nun ist es eben so, dass teils keine oder keine aussagekräftigen Antworten kamen. Also einfach die Frage hinschreiben, die einem in den Sinn kommt und damit argumentieren, dass "eine offene Frage ja möglichst viele Antworten zulässt", ist meist nicht der Beste weg.
    Geändert von abilitYB (30.01.2013 um 18:04 Uhr)

  9. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei abilitYB für den nützlichen Beitrag:

    imploy (31.01.2013), Justin-time (31.01.2013)

  10. #27
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Die Kosten sind abhängig von den Tagessätzen, die sich aber, wie abilitYB gechrieben hat, sehr lohnen. Wenn man erfahrene Berater einsetzt, dann haben die reichhaltige Erfahrung und - ich weiß, das klingt komisch - spart natürlich am Ende Geld. "Mal eben" eine solche Befragung mit den beschriebenen Fehlern durchzuführen, kostet mindestens auch Zeit, bring aber hintenheraus gar nichts, da keine konkreten Ergebnisse herauskommen. Häufig, das zeigt meine Erfahrung, ist das Projekt dann gescheitert, gerade auch bei der Beratungsleistung in der Maßnahmenumsetzung kommt es darauf an, dass man zielorientiert Dinge zu Ende bringt, sonst wirkt das Führungsinstrument für die Organisationsentwicklung/den Verbesserungsprozess nicht. Und es liefert negatives Feedback für die Projekt-/Unternehmensleitung.

    Meine Empfehlung: richtig (hilft) oder gar nicht (schadet zumindest nicht)

    Viele Grüße!.

  11. #28
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Danke nochmals für den intensiven Bericht. Ich sehe ja, dass wenn man das richtig machen will und es was bringen soll, man nicht schnell einfach einen Fragebogen durch die Belegschaft reicht, sondern man etwas mehr Zeit investieren sollte. Dass sich sowas natürlich eher ab Unternehmen mit 10+ Leuten lohnt ist klar, oder wie würdet ihr beiden denn das sehen?

    Und noch eine Frage dazu: Wie oft würdet ihr einem Unternehmen solche Maßnahmen empfehlen, oder ist das "je nach Bedarf"?

  12. #29
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Bitte nicht nur Zeit investieren, sondern die wichtigen Dinge richtig machen. Als Lektüre empfehlt ich Mitarbeiterbefragungen von Ingwer Borg, ein ziemlich dickes Fachbuch
    Ein kleiner Ausflug in die Statistik: bei 10 Mitarbeitern einen Fragebogen auszuwerten macht statistisch keinen Sinn, ebenso die Auswertung von kleinen Gruppen in großen Unternehmen. Grund sind die Schwankungen bei den Antworten und die Wirkung eines "Ausreißers". Hier erfährt man Effekte, die den Betrachter auf die falsche Spur bringen können, z.B. beurteilt eine Abteilung bestimmte Faktoren nur durchschnittlich, obwohl 5 "sehr gut" beurteilt haben und einer "sehr schlecht". Hier muss man wissen, das diese Ergebnisse ausschließlich als Diskussionsgrundlage dienen sollten und NICHT kommentarlos der Wahrheit entsprechen. Das ist sehr wichtig, sonst verrennt man sich in der Argumentation.
    Also: qualitativ durchführen.

    Zur Frequenz:
    Viele Unternehmen machen das jährlich oder alle 2 Jahre. Dieses Vorgehen dient der Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen (Controlling der Organisationsentwicklung). Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn man Changeprozesse einleitet und umsetzt. Die Empfehlung ist, die nächste Befragung dann zu starten, wenn die Maßnahmen aus der ersten Befragung abgeschlossen sind.
    Über die Frequenz würde ich mir keine Gedanken machen, sondern über den Prozess der Maßnahmenbearbeitung. Innerhalb derer ergeben sich Timelines und Milestones. Wenn man weiß, was zu ändern ist, dann kann man den Prozess planen und dann kann man absehen, wann eine Wiedeholungsbefragung Sinn macht.

    Grüße!

  13. #30
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    AW: Mitarbeiterbefragung welche Vorteile hat das?

    Ich finde das alles sehr interessant. Ich habe bisher ja noch keine Mitarbeiter, deshalb ist das für mich derzeit (noch) nicht relevant. Ich wäre aber gar nicht darauf gekommen, dass man solche Befragungen von externen Firmen durchführen lässt. Ich kenne es bisher nur durch die eigene Firma von meinem ehemaligen Arbeitgeber. Aber ich finde das wirklich sehr spannend.

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