Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht
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Thema: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

  1. #1
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Einer meiner Angestellten wollte einen Tag Urlaub nehmen, aber er hatte schon seinen ganzen Urlaub anders gelegt. Deswegen war es mir nicht mehr möglich, ihm kurzfristig freizugeben.

    Jetzt hat er aber für genau diesen Tag plötzlich eine Krankmeldung vorgelegt und ist nicht zur Arbeit erschienen. Das kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen! Wie ist denn nun der Modus Operandi? Ist das eine Abmahnung wert? Er hat ja die Krankmeldung, und könnte mir sagen, er wurde zufällig an dem Tag krank, an dem er Urlaub nehmen wollte. Das Arbeitsklima möchte ich nicht gefährden, aber ich will ja auch nicht, dass dieses Verhalten Schule in der Firma macht!
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
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  2. #2
    Status: eingespannt Array Avatar von Frankenfreund84
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Hallo und willkommen hier, Physicus!

    Das ist natürlich eine schlechte Lage, in der du da bist. Bei Abmahnung dachtest du sicher an eine Abmahnung wegen Unterlassung der Arbeitspflichten. Da er ja eine Krankmeldung vom Arzt hat, ist das wohl eher nicht möglich. Ich weiß nicht, wie groß deine Firma ist, aber vielleicht ist es ja bei euch normal, dass du ein gutes Verhältnis mit deinen Mitarbeitern pflegst (du bist ja, wie du geschrieben hast, an einem guten Arbeitsklima interessiert). Vielleicht kannst du im nächsten Mitarbeitergespräch oder bei einer anderen guten Gelegenheit einfach einmal darauf ansprechen, dass dir da was faul vorkommt. Du kannst ja auf die eher "persönliche" Schiene kommen und sagen, dass er ja sonst immer so gute Arbeit liefert und so motiviert scheint etc. und du dich eben wunderst, was da jetzt passiert ist.

    Vielleicht war er ja wirklich nur krank, ansonsten hätte ihn der Arzt ja nicht krank geschrieben? Wahrscheinlich kannst du da einfach wenig machen. Vielleicht wollte er einfach einen Brückentag nehmen und es fiel ihm zu spät auf. Ich kann dich aber durchaus verstehen, ich würde mir da als Chef auch ein wenig veräppelt vorkommen!
    Einen Franken soll man sich zum Freund, aber nicht zum Nachbarn wünschen.

  3. #3
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Es handelt sich in der Tat um einen Brückentag, den er einfach nicht rechtzeitig angemeldet hatte, sonst hätte ich da schon etwas machen können. Das Attest muss er mir aber vorlegen, bisher hat er sich nur telefonisch gemeldet. Das Verhalten finde ich einfach nur schade, und nun frage ich mich halt, was ich machen kann. Natürlich werde ich mit ihm reden. Aber momentan bin ich wirklich wütend und ich will auch nicht, dass seine Kollegen an ihm ein Beispiel nehmen! Man muss sich ja auf seine Mitarbeiter verlassen können. Seine Kollegen, einige hatten ja eh schon Urlaub, mussten jetzt noch mehr Überstunden machen. Die schauen jetzt natürlich zu mir und fragen sich, ob das so jetzt unbestraft bleibt.
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  4. #4
    Status: eingespannt Array Avatar von Frankenfreund84
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Ich hab mal ein wenig recherchiert, und wenn man das mit dem Feiertag in Betracht zieht, könnte dir vielleicht dieser Artikel hier weiterhelfen:
    Wer am Brückentag blaumacht, bekommt kein Geld!

    Ich bin mir nicht sicher, weil selber nicht Arbeitgeber, aber ist das nur für GmbHs möglich? Natürlich ist dieser Fall auf Unentschuldigtes Fehlen bezogen, bin mir also nicht sicher, ob dir das weiter hilft.
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  5. #5
    Status: keine Angabe Array Avatar von Sassi
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Ich hab mal ein wenig recherchiert, und wenn man das mit dem Feiertag in Betracht zieht, könnte dir vielleicht dieser Artikel hier weiterhelfen:
    Wer am Brückentag blaumacht, bekommt kein Geld!
    hm aber da steht doch ganz eindeutig "unentschuldigt" und sollte der Arbeitnehmer tatsächlich ein Attest haben, kann das wohl kaum angefochten werden. Wäre ja auch schlimm: Stell dir vor, du wirst wirklich krank und nur weil dein Chef dir das nicht glaubt, bekommst du Ärger.

    An deiner Stelle würde ich wirklich einfach mal mit ihm reden, Physicus. Und ihn ganz einfach nur sagen, dass das in dem Fall eben nicht sehr nett gegenüber seinen Kollegen war, wobei die ihm das sicherlich auch selbst noch klar machen werden, schließlich sind sie ja letztendlich die Leidtragenden.

  6. #6
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Ich habe ihn nun ins Gebet genommen, und ihn nochmal gefragt ob er wirklich krank war. Er hat das bestätigt. Mir ist also jegliche Handhabe unmöglich. Unter den Mitarbeitern herrscht aber eine etwas ungemütliche Stimmung. Ich bin mir fast sicher, sie regeln das gruppendynamisch, aber besonders viel Mitleid habe ich nicht. Keiner glaubt ihm, dass er wirklich krank war, jetzt tut er mir fast ein wenig Leid. Ich denke, ich lasse das vorerst auf sich beruhen. Sollte sich solches Verhalten jedoch wiederholen, muss das definitiv angegangen werden. Außerdem werde ich zusehen, dass die Mitarbeiter einfacher die Urlaubstage verwalten können.

    Sich arbeitsrechtlich falsch verhalten hat er sich aber eigentlich nicht.
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  7. #7
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Zitat Zitat von Physicus Beitrag anzeigen
    Ich habe ihn nun ins Gebet genommen, und ihn nochmal gefragt ob er wirklich krank war. Er hat das bestätigt. Mir ist also jegliche Handhabe unmöglich. Sollte sich solches Verhalten jedoch wiederholen, muss das definitiv angegangen werden. Außerdem werde ich zusehen, dass die Mitarbeiter einfacher die Urlaubstage verwalten können.

    Sich arbeitsrechtlich falsch verhalten hat er sich aber eigentlich nicht.
    Hey Physicus,

    ich kann verstehen, dass dich das Verhalten ärgert, es wirkt schon wirklich etwas komisch. Allerdings solltest du nicht ganz außer Acht lassen, dass er evtl.! ja auch doch wirklich krank war. Ich denke du hast jetzt die beste Entscheidung getroffen, indem du mit ihm persönlich gesprochen hast. Eine andere Möglichkeit hattest du ja ohnehin nicht, da er ja dieses Attest hatte. Sollte er wirklich nicht krank gewesen sein, hat er durch das Gespräch und das Verhalten seiner Kollegen ihm ggü. jetzt ja vielleicht auch kapiert, dass das ziemlich blöd von ihm war und macht sowas nicht nochmal.

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  8. #8
    Status: eingespannt Array Avatar von Frankenfreund84
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Naja aber mal ehrlich lookalike, findest du nicht, dass das Verhalten etwas auffällig war? Wieso soll man sich denn sowas als Arbeitgeber gefallen lassen, da würde ich auch misstrauisch reagiern!
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  9. #9
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Klar war das Verhalten auffällig. Ich hab ja auch nicht bahauptet, dass er definitiv krank war, nur weil er das gesagt hat. Aber die Möglichkeit besteht ja nunmal trotzdem auch noch. Aber im Endeffekt is es auch egal - denn solange der Arbeitgeber keine Beweise dafür hat, dass er gelogen hat, kann er halt wirkich gar nichts machen, wenn er dieses Attest hat... Das is schon wirklich eine ziemlich blöde Situation für einen Chef...
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  10. #10
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    AW: Angestellter behauptet er sei krank, stimmt so nicht

    Zitat Zitat von lookalike Beitrag anzeigen
    Aber im Endeffekt is es auch egal - denn solange der Arbeitgeber keine Beweise dafür hat, dass er gelogen hat, kann er halt wirkich gar nichts machen, wenn er dieses Attest hat... Das is schon wirklich eine ziemlich blöde Situation für einen Chef...
    Das ist ein Irrtum, denn

    § 275 SGB V
    Begutachtung und Beratung


    (1) Die Krankenkassen sind in den gesetzlich bestimmten Fällen oder wenn es nach Art, Schwere, Dauer oder Häufigkeit der Erkrankung oder nach dem Krankheitsverlauf erforderlich ist, verpflichtet,
    1. .....
    2. .....
    3. bei Arbeitsunfähigkeit
    a) .....
    b) zur Beseitigung von Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (Medizinischer Dienst) einzuholen.

    (1a) Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit nach Absatz 1 Nr. 3 Buchstabe b sind insbesondere in Fällen anzunehmen, in denen
    a) Versicherte auffällig häufig oder auffällig häufig nur für kurze Dauer arbeitsunfähig sind oder der Beginn der Arbeitsunfähigkeit häufig auf einen Arbeitstag am Beginn oder am Ende einer Woche fällt oder
    b) die Arbeitsunfähigkeit von einem Arzt festgestellt worden ist, der durch die Häufigkeit der von ihm ausgestellten Bescheinigungen über Arbeitsunfähigkeit auffällig geworden ist.

    Die Prüfung hat unverzüglich nach Vorlage der ärztlichen Feststellung über die Arbeitsunfähigkeit zu erfolgen. Der Arbeitgeber kann verlangen, daß die Krankenkassen eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes zur Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit einholt. Die Krankenkasse kann von einer Beauftragung des Medizinischen Dienstes absehen, wenn sich die medizinischen Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit eindeutig aus den der Krankenkasse vorliegenden ärztlichen Unterlagen ergeben.

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