Honorarkräfte zwingend selbstständig?
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Thema: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

  1. #1
    Status: Selbstständig Array
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    Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen an euch. Letzten November habe ich mich selbstständig gemacht und gebe Musikunterricht. Nun habe ich eine Anfrage für ein Instrument erhalten, dass ich selbst nicht unterrichten kann. Deshalb würde ich gerne jemanden auf Honorarbasis beschäftigen und hätte auch schon jemanden an der Hand (Studentin).

    Muss diese Studentin sich zwingend auch selbstständig machen, um für mich auf Honorarbasis arbeiten zu können? Der Verdienst wird wohl gering bleiben, also 400€ nicht übersteigen.
    Falls die Studentin sich zwingend selbstständig machen muss, muss sie dann auch Ihre Krankenversicherung selbst bezahlen, obwohl sie nur als Nebenbeschäftigung selbstständig ist?

    Ich würde mich sehr über Eure Antworten freuen .

    Mit freundlichen Grüßen
    Miriam

  2. #2
    Status: keine Angabe Array
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Da kenne ich mich nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen dass das so ist. So NAchhilfesachen werden ja auch im Grunde auf Honorarbasis verrechnet und dafür muss man ja auch kein Nebengewerbe anmelden. Aber nur eine Meinung, ohne Gewähr!

  3. #3
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Sie kann freiberuflich für dich arbeiten. Solange sie Studentin ist, ist das Studium ihre Hauptbeschäftigung und der Musikunterricht ein Nebenjob. Deshalb läuft auch die Krankenversicherung normal weiter über ihren Studentenstatus, je nach Alter ist sie entweder noch Familienversichert oder freiwillig versichert, aber eben als Studentin.

  4. #4
    Status: Bin ein Bifi Array Avatar von Appunti Partigiani
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Das bedeutet dann auch, dass Studnenten nicht länger als 20 Stunden pro Woche im Nebenjob arbeiten dürfen. Alles andere wäre dann kein Nebenjob mehr.
    Jeder der sich für super hält, ist ein Superhalter.

  5. #5
    Status: Geistesblitz Array
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Für beschäftigte Studenten und Praktikanten gelten in vielen Fällen besondere Regelungen für die Sozialversicherungspflicht. Es müssen eine ganze Reihe von Besonderheiten beachtet werden.
    Versicherungsfreiheit in allen Zweigen der Sozialversicherung besteht für Studenten nur im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (geringfügig entlohnt oder kurzfristig).
    Die Regelungen für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse gelten auch für Studenten. Für einen Studenten, der einen 400-Euro-Job ausübt, muss der Arbeitgeber einen pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15% und einen pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung in Höhe von 13% zahlen. Der pauschale Beitrag zur Krankenversicherung entfällt nur dann, wenn der Student nicht in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert/mitversichert ist.
    Ist das Arbeitsverhältnis eines Studenten von vornherein auf maximal zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage befristet, dann ist der Student unabhängig von Arbeitsentgelt und Arbeitszeit sozialversicherungsfrei (auch in der Rentenversicherung). Dabei spielt es keine Rolle, ob der Student während des Semesters oder in den Ferien arbeitet. Im Rahmen dieser kurzfristigen Beschäftigung kann ein Student also auch während des Semesters 30 oder mehr Stunden pro Woche arbeiten, ohne seinen Status als Student zu verlieren und sozialversicherungspflichtig zu werden.
    Werkstudenten sind in einer neben dem Studium ausgeübten Beschäftigung unter bestimmten Voraussetzungen versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (auch außerhalb der Grenzen einer geringfügigen Beschäftigung). In der Rentenversicherung besteht Versicherungsfreiheit jedoch nur im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung.
    Als Werkstudenten zählen Personen, die während ihres Studiums als ordentlich Studierende gegen Arbeitsentgelt beschäftigt werden. Unter den Begriff des sog. "ordentlichen Studierenden" fallen diejenigen Studenten, die an einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule immatrikuliert sind und deren Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Das Studium stellt den Schwerpunkt der Arbeitsleistung des Studenten dar, wenn
    • die Arbeitszeit der Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden pro Woche beträgt oder
    • die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate befristet ist oder
    • die Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien ausgeübt wird.
    Für Studenten gilt auch noch eine 26-Wochen-Grenze. Wenn ein Student im Laufe eines Jahres (nicht Kalenderjahr, sondern Zeitjahr, zurückgerechnet vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung) über 26 Wochen (182 Kalendertage) mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden beschäftigt ist, gehört er vom Erscheinungsbild zu den Arbeitnehmern. Es werden alle Beschäftigungsverhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden angerechnet. Es spielt keine Rolle, ob die Arbeitsverhältnisse während der Vorlesungszeit oder in den Semesterferien waren. Für die zu beurteilende Beschäftigung besteht bei überschreiten der 26-Wochen-Grenze von Anfang an Versicherungspflicht in der Sozialversicherung.
    Die Zugehörigkeit zum Personenkreis (Student) sowie das Studium an einer entsprechenden Hochschule ist vom Studenten beim Arbeitgeber durch die Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung nachzuweisen. Diese ist zu den Entgeltunterlagen zu nehmen.Damit ergeben sich folgende Ausnahmen von der 20-Stunden-Grenze (durch das Bundessozialgericht zugelassen):
    • Die Überschreitung der wöchentlichen 20-Stunden-Grenze kommt nur in den Semesterferien vor.
      Das Studium stellt damit (wie schon oben aufgeführt) den Schwerpunkt der Arbeitsleistung des Studenten dar.
      Damit kann eine Dauerbeschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von max. 20 Stunden in den Semesterferien auf mehr als 20 Stunden ausgedehnt werden, ohne die Versicherungsfreiheit zu verlieren.
    • Die Beschäftigung ist von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate befristet.
    • Anwendung der 26-Wochen-Grenze (siehe oben)
    • Die Überschreitung der wöchentlichen 20-Stunden-Grenze kommt durch überwiegende Beschäftigungszeiten in den Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende zustande.
      Der Student hat den Nachweis anhand geeigneter Unterlagen zu erbringen, dass seine Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Die Ausnahmeregelung ist nur in Einzelfällen zulässig (Urteil des Bundessozialgerichts vom 22.02.1980 - 12 RK 34/79 -, USK 8053).Berechnung der Lohnsteuer für Studenten

      Studenten, die neben dem Studium oder in den Semesterferien arbeiten, sind Arbeitnehmer. Sie unterliegen mit ihrem Arbeitslohn dem Lohnsteuerabzug nach den allgemeinen Vorschriften. Auch ein Student muss dem Arbeitgeber zu Beginn der Beschäftigung normalerweise eine Lohnsteuerkarte vorlegen. Studenten, die 2012 erstmals eine Beschäftigung aufnehmen, müssen dem Arbeitgeber eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug 2012 (stellt das Finanzamt auf Antrag aus) vorlegen.
      Der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte wurde um ein Jahr auf den 1. Januar 2013 verschoben. Die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte 2010 bzw. der vom Finanzamt ausgestellten Ersatzbescheinigung 2011 gelten bis zum Start des Verfahrens, also auch für das Jahr 2012, weiter.
      Nur wenn es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt, für die eine Pauschalierung der Lohnsteuer in Betracht kommt, braucht keine Lohnsteuerkarte bzw. Ersatzbescheinigung vorgelegt zu werden.
      Um bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung (400-Euro-Job) die 2% Pauschalsteuer als Arbeitgeber zu sparen, sollte man auch in diesem Fall eine Lohnsteuerkarte verlangen.
      Wenn ein Student eine Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse I vorlegt, bleibt 2012 ein Monatslohn in Höhe von 905 € steuerfrei (2011 893 €).
      Die Jahresarbeitslohngrenze, bis zu der in Steuerklasse I keine Lohnsteuer anfällt, beträgt für das Kalenderjahr 2012 10.863 € (2011 10.725 €).
      Die Werte gelten bei Anwendung der allgemeinen Lohnsteuertabelle (für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer)

  6. #6
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Viele Dank für eure Antworten!

    @ Geistesblitz
    Gelten diese Bedingungen nur für Angestellte oder auch für Honorarkräfte?



    Ansonsten bliebe nur noch die Frage offen, ob die Studentin sich zwingend freiberuflich anmelden muss oder sie auch ohne freiberufliche Anmeldung bei mir auf Honorarbasis arbeiten kann.
    Es geht hier nur um geringe Beträge, wie z.B. 3x 45 Minuten in der Woche bzw. ~200€ im Monat.



    Liebe Grüße
    Miriam

  7. #7
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    eine Hornorarkraft muss kein Gewerbe anmelden, sich jedoch beim Finanzamt anmelden. Alles Weitere muss die Kraft selber regeln . Ich weise aber ausdrücklich auf das Problem der Scheinselbstständigkeit hin auch hier ist vieles zu beachten oder es gibt Ärger und kostet Geld. Da ist die Summe unerheblich.

  8. #8
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Als was muss man sich denn da dann beim Finanzamt melden? "Hallo ich bin freier Mitarbeiter"???

    Weil man ist dann ja weder Angestellt noch Selbständig?

  9. #9
    Status: Geistesblitz Array
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    kurz beim Finanzamt anrufen, sagen was man macht und um die Zusendung der entsprechenden Unterlagen bitten. Die kommen dann ausfüllen und zurück zum Finanzamt der Rest kommt dann von selbst

  10. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Geistesblitz für diesen nützlichen Beitrag:

    Conan (02.03.2012)

  11. #10
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    AW: Honorarkräfte zwingend selbstständig?

    Man lernt nie aus danke dir dafür. vielleich können sich jetzt manche arbeitslose hier im Forum in noch weiteren Feldern bewerben weil man ja oft nur auf FEstanstellungen und nicht auf Honorarbasis bewirbt.

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