Mitarbeiter einstellen
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Thema: Mitarbeiter einstellen

  1. #1
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    Mitarbeiter einstellen

    Hallo alle miteinander!

    Ich bin seit etwa einem Jahr selbstständig und meine Firma läuft wirklich sehr gut, besser als ich es mir je erträumt hätte. Der Haken an der Sache ist, dass ich mittlerweile nicht mehr mit der Arbeit hinterher komme und bei weitem nicht alle möglichen Aufträge annehmen kann. Deshalb würde ich jetzt gerne Mitarbeiter einstellen und so meine Firma weiter ausbauen. Ich habe mit solchen Einstellungsverfahren bisher leider kaum Erfahrung und wollte mich daher einmal schlau machen, wie andere dabei vorgehen. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, Vorstellungsgespräche, Einstellungstests, Telefoninterviews usw. Wie handhabt ihr das wenn ihr neue Mitarbeiter sucht, nur Vorstellunsggespräch oder auch Tests? Worauf kommt es an?

    wundersame Grüße

  2. #2
    Status: Geistesblitz Array
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Hallo,

    wenn Du Deine Existenz nicht gefährden willst, mach Deinen Job weiter so gut. Mitarbeiter bedeuten in der heutigen Zeit viel Ärger.
    Einstellungstest, was soll der Quatsch ? Der sagt nix aus, ob der Neue jeden Freitag oder Montag `nen Krankenschein bringt oder zuverlässig ist oder, oder, oder.....
    Erzählen können die Leute viel, jedoch bleibt meist mehr als wenig. Ehrlich gesagt, weis ich überhaupt nicht wo ich mit negativen Dingen aufhören soll.

  3. #3
    Status: keine Angabe Array Avatar von marcel
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    ich persöhnlich würde mir die leute erstmal über ein längeres praktikum ansehen

  4. #4
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    ... sofern du Praktikanten einstellen darfst. Darfst Du ausbilden? Wenn Du einen Mitarbeiter einstellen möchtest, kannst Du über die üblichen Jobbörsen fündig werden. Bewerbungsunterlagen solltest Du Dir genau anschauen. Ist der Lebenslauf lückenlos, wie sehen die Zeugnisse aus, hat der Bewerber die gewünschten Qualifikationen, passt er von Alter / Wohnort / Gehaltsvorstellung? Passende Bewerber solltest Du Dir ansehen, dabei ist darauf zu achten, wie sich der Bewerber "gibt". Ist er schüchtern, sympathisch, passend gekleidet, wortgewandt...? Warum möchte er bei Dir arbeiten? Wie sieht seine familiäre Situation aus? Stimmt die Chemie, vereinbart Ihr ein Zweitgespräch. Telefoninterviews würde ich nur dann in Betracht ziehen, wenn der Bewerber von weit weg ist.

  5. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei netteAnette für diesen nützlichen Beitrag:

    wundersam (20.02.2012)

  6. #5
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Ob man einen Praktikanten einstellen darf, hat nichts mit dem AdA Schein zu tun !!!!! Jeder darf einen Praktikanten beschäftigen. Jedoch ist sehr viel Vorsicht beim Vertrag geboten.

    PRAKTIKA – WAS ARBEITGEBER WISSEN MÜSSEN
    Arbeitgeber wollen junge Mitarbeiter finden und erproben. Studenten und Absolven-ten suchen Gelegenheiten sich in ihrem zukünftigen Berufsfeld einmal auszuprobie-ren. Dafür gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Die Palette reicht vom Praktikum, über Trainee-Programme, bis zum befristeten Arbeitsverhältnis. Doch bei all diesen Beschäftigungsverhältnissen sind besondere Regelungen zu beachten. Werden die-se nicht berücksichtigt, kann im Nachhinein so manche böse Überraschung folgen. Unter Umständen müssen sogar Lohnsteuern oder Sozialbeiträge nachgezahlt wer-den.
    Im Anhang I haben wir Möglichkeiten zusammengestellt, Studenten, Praktikanten oder Absolventen im Unternehmen zu beschäftigen. Anhang II gibt Überblick über die sozialversicherungsrechtliche Situation. Anhang III erläutert die Beschäftigung von Schülern.
    Auf Berufsausbildungsverhältnisse oder Praktika im Ausland wird im Rahmen dieses Merkblattes nicht eingegangen. Informationen dazu erhalten Sie unter
    Berufsbildung
    Auch bezüglich des allgemeinen Arbeitsrechts, das für sämtliche Arbeitsverhältnisse anzuwenden ist, wird hier auf eine persönliche Beratung durch unsere Mitarbeiter verwiesen.
    1. Allgemeines
    Es gibt eine Vielzahl von Situationen, in denen Praktika abzuleisten sind, z.B. Schul-praktika, von der Studienordnung vorgeschriebene Zwischen- oder Nachpraktika, freiwillige Praktika.
    Daneben kommen Ferien- oder Studentenjobs in Frage. Für all diese speziellen Si-tuationen gibt es besondere Regelungen, die es einzuhalten gilt.
    a) Inhalt von Praktika
    Bei der Ableistung von Praktika darf die Erbringung von Arbeitsleistung nicht im Vor-dergrund stehen.
    Allein die Bezeichnung „Praktikum“ im entsprechenden Vertrag reicht nicht dafür aus. Im Praktikumsvertrag sollten daher auch die Praktikumsinhalte genannt werden. Steht bereits die Erbringung von Arbeitsleistungen im Vordergrund, so kann in einem Arbeitsverhältnis auf Probe getestet werden, ob sich der Arbeitnehmer für die zu be-setzende Stelle tatsächlich eignet. Praktika sind ihrer Natur nach von kurzer Dauer und vorübergehend.
    Ein Praktikum ist auch von einem Ausbildungsverhältnis abzugrenzen. Eine planmä-ßige systematische Ausbildung so wie in der Lehre soll in einem Praktikum nicht er-folgen.
    2
    b) Allgemeines Arbeitsrecht
    Auch für Praktikumsverhältnisse ist das allgemeine Arbeitsrecht anzuwenden. Es gelten die Regelungen aus dem BGB, das Kündigungsschutzgesetz und viele weite-re Vorschriften. Es werden jedoch nur einige kurze Aspekte herausgegriffen, die für Praktika besonders relevant sind.
     Geschäftsgeheimnisse
    Im Praktikumsvertrag sollte eine Regelung enthalten sein, mit der sich der Praktikant zur Wahrung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen verpflich-tet, soweit er davon Kenntnis erlangt. Eine solche Regelung auch auf die Zeit nach dem Praktikum zu erstrecken, ist zulässig. Dessen ungeachtet ist Zu-rückhaltung bei der Einbeziehung von Praktikanten in wichtige geschäftliche Interna angebracht.
     Arbeitsschutzbestimmungen
    Auch für Praktikanten gelten die Bestimmungen des Arbeitsschutzes, wie auch für alle anderen Mitarbeiter. Von besonderer Bedeutung ist z. B. das Ju-gendarbeitsschutzgesetz, wenn der Praktikant zwar bereits 15 Jahre alt ist aber das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Dann ist eine tägliche Ar-beitszeit von 8 Stunden nicht zu überschreiten und die wöchentliche Arbeits-zeit darf nicht mehr als 40 Stunden betragen. Für Jugendliche gilt die 5-Tage-Woche. An Wochenenden darf nur in Ausnahmefällen gearbeitet werden, wenn das Gesetz dies zulässt. In der darauffolgenden Woche sind dann aber zwei weitere freie Tage zu gewähren.
     Kündigung
    In der Regel werden Praktika als befristete Vertragsverhältnisse abgeschlos-sen. Um ggf. vor Ablauf der Befristung eine ordentliche Kündigung ausspre-chen zu können, ist die Aufnahme einer Kündigungsklausel in den schriftli-chen Praktikumsvertrag erforderlich. Diese könnte z.B. lauten: "Das Prakti-kumsverhältnis kann von beiden Seiten mit einer Frist von ... gekündigt wer-den." Unabhängig von einer Kündigungsklausel kann stets eine außerordent-liche Kündigung gem. § 626 BGB erfolgen, wenn die Fortsetzung des Prakti-kumsverhältnisses für eine Partei aus schwerwiegenden Gründen unzumutbar geworden ist. Solch eine fristlose Kündigung kann dem Empfänger wirksam nur innerhalb von zwei Wochen ab dem Zeitpunkt der Kenntnis der maßge-benden Kündigungsgründe zugestellt werden. Wichtig ist stets ein Nachweis über den Erhalt der Kündigung. Ferner ist für Kündigungen nach Maßgabe des Arbeitsrechts gem. § 623 BGB zwingend die Schriftform beachtlich.
     Zeugnis
    Auch Praktikanten ist nach Ablauf des Praktikums ein Zeugnis auszustellen. Darin ist die Dauer der Tätigkeit anzugeben sowie die erworbenen Fähigkei-ten und Kenntnisse.
    2. Vorgeschriebene Praktika
    a) Schulpraktika
    Schulpraktika zählen zu den schulischen Pflichtveranstaltungen. Die sozialversiche-rungsrechtliche Absicherung erfolgt daher durch die Schule. Für Schäden, die der
    3
    Schüler unter Umständen im Betrieb verursacht, kann die Schule eine zusätzliche Haftpflichtversicherung abschließen. Für deren Beiträge müssen die Eltern aufkom-men.
    Die Schüler sollten durch den Praktikumsbetrieb eindringlich über die geltenden Sicherheitsbestimmungen belehrt werden, was zu dokumentieren ist.
    Bei der Beschäftigung von Schulpraktikanten ist auf die Einhaltung des Jugendar-beitsschutzgesetzes und des Jugendschutzgesetzes zu achten.
    b) Studienpraktika nach Studienordnungen
    In vielen Studienordnungen sind Praktika vorgeschrieben. Dabei ist zu unterschei-den, ob diese Praktika während der Ausbildung abgeleistet werden oder ob diese als Vor- oder Nachpraktika erbracht werden.
    Praktika die während des Studiums als Teil der Ausbildung erbracht werden, sind als sogenannte Zwischenpraktika Teil der Ausbildung und sozialbeitragsfrei. Es ist uner-heblich wie lange das Praktikum dauert, welche wöchentliche Arbeitszeit geleistet wird oder ob und in welcher Höhe Entgelt gezahlt wird. Die Regelungen für geringfü-gig Beschäftigte gelten hier nicht.
    Bei Vor- und Nachpraktika sind Studenten in der Regel noch nicht oder nicht mehr immatrikuliert. Dann besteht grundsätzlich Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung.
    Ob letztendlich Beiträge gezahlt werden müssen, hängt davon ab, ob eine Vergütung gezahlt wird und wenn ja in welcher Höhe.
    aa) Vergütung
    Wird ein Entgelt gezahlt, so ist der Praktikant in sämtlichen Sparten der Sozialversi-cherung als Beschäftigter versicherungspflichtig (Krankenversicherung § 5 I Nr. 1 SGB V; Pflegeversicherung § 20 SGB XI; Rentenversicherung § 1 Nr. 1 SGB VI; Ar-beitslosenversicherung § 25 I SGB III). Durch eine andere Bezeichnung des Prakti-kumsverhältnisses darf diese Regelung nicht umgangen werden.
    Bis zu einer Vergütung von 325 Euro trägt der Arbeitgeber die Sozialversicherungs-beiträge allein.
    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Praktikanten wie einen Arbeitnehmer bei der ge-setzlichen Krankenkasse anzumelden. Die Anmeldung erfolgt elektronisch und wird von Willkommen bei der ITSG GmbH (Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Kranken-kasse GmbH) unterstützt. Vorzulegen ist eine Immatrikulationsbescheinigung des Studenten, der Praktikumsvertrag und soweit vorhanden, die Sozialversicherungs-nummer des Studenten. Darüber hinaus ist der Berufsgenossenschaft mitzuteilen, dass Sie einen Praktikanten beschäftigen, um Ihren unfallversicherungsrechtlichen Pflichten zu genügen.
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    bb) Keine Vergütung
    Wird keine Vergütung gezahlt, besteht zwar ebenfalls in allen Bereichen Versiche-rungspflicht aber der Praktikant hat die Beiträge zur Pflege- und Krankenversiche-rung allein zu tragen. In vielen Fällen wird er dennoch nichts zahlen müssen, weil er als Familienmitglied über ein Elternteil krankenversichert ist. Dies ist aber nur bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres möglich. Danach muss sich der Praktikant selbst versichern.
    In der Renten- und Arbeitslosenversicherung ist der Praktikant als zur Berufsausbil-dung Beschäftigter zu behandeln. Der Beitrag wird aus einem fiktiven Entgelt ermit-telt. Dieses Entgelt beträgt 2010 in den alten Bundesländern monatlich 25,55 Euro. Nach der Höhe des Entgeltes sollten Sie sich beim zuständigen Rentenversiche-rungsträger oder bei der Krankenversicherung erkundigen, da dieses vom durch-schnittlichen Lohnniveau abhängt und jährlich neu festgelegt wird.
    Ein solches Praktikum braucht bei der Krankenkasse nicht angemeldet werden. Le-diglich muss die Mitteilung gegenüber der Berufsgenossenschaft erfolgen.
    3. Freiwillige Praktika nach § 26 BBiG
    Um vorab testen, ob der Traumjob sich in der Realität tatsächlich so traumhaft an-fühlt, sind freiwillige Praktika möglich. Ein solches Praktikum kann sowohl nach Ab-schluss der Schule und vor Beginn eines Studiums als auch nach Beendigung eines Studiums geleistet werden.
    Aber auch während der Ausbildung sind freiwillige Praktika denkbar, um den studen-tischen Etat aufzubessern und die theoretischen Kenntnisse praktisch zu vertie-fen(Werkstudenten).
    Dabei muss für einen freiwilligen Praktikanten ebenfalls der Ausbildungszweck im Vordergrund stehen. Der Praktikant soll die Möglichkeit haben, praktische Kenntnis-se und Erfahrungen zu erwerben. Entscheidend ist, wie der Arbeitsalltag gestaltet ist. Daher ist empfehlenswert, einen Praktikumsplan zu erstellen, in dem die vermittelten Inhalte festgehalten werden. Die Dauer des Praktikums sollte genau festgelegt sein. Nur eine angemessene Dauer wird dem Ziel gerecht, die theoretischen Ausbildungs-inhalte praktisch zu vertiefen. Daneben kommt es darauf an, wie intensiv der Prakti-kant in den betrieblichen Ablauf eingebunden wird. Je mehr dies der Fall ist, desto mehr deutet dies auf ein Arbeitsverhältnis hin.
    Für ein freiwilliges Praktikum ist eine angemessene Vergütung zu bezahlen. Diese darf erheblich geringer sein als die Vergütung für einen Mitarbeiter, da der Praktikant noch keine vollwertige Arbeitsleistung erbringt. Die Vergütung kann als Unterhalts-beihilfe oder als Aufwandsentschädigung bezeichnet werden.
    5
    a) Sozialbeitragsfreie Beschäftigung
    Sämtliche freiwillige Praktika sind vollkommen sozialbeitragsfrei, wenn:
     die wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Std. beträgt oder
     die Tätigkeit kurzfristig ist, also
     weniger als zwei Monate am Stück
     weniger als 50 Tage im Jahr oder
     die Tätigkeit nur in den Semesterferien ausgeübt wird und
     das Einkommen monatlich 400 Euro nicht übersteigt
    b) Vergütung über 400 Euro, weniger als 20 Stunden Arbeitszeit
    Wird mehr als 400 Euro gezahlt und nicht mehr als 20 Stunden pro Woche gearbei-tet, so ist die Beschäftigung in der Kranken- und Pflegeversicherung und in der Ar-beitslosenversicherung beitragsfrei. In der Rentenversicherung besteht Versiche-rungspflicht.
    Sozialversicherungsrechtlich ist ein solches Praktikum ein Minijob und daher bei der Minijobzentrale anzumelden. Unter minijobzenrale.de finden Sie auch weitere Hinweise zum Anmeldeverfahren und den benötigten Unterlagen.
    c) Vergütung über 400 Euro, mehr als 20 Stunden Arbeitszeit
    Übersteigt die Vergütung 400 Euro und die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mehr als 20 Stunden, ist der Praktikant wie ein Arbeitnehmer zu behandeln und ist in sämtli-chen Zweigen der Sozialversicherung (Kranken- und Pflegeversicherung, Renten-versicherung, Arbeitslosenversicherung) pflichtversichert. Dann sind auch Beiträge entsprechend dem erzielten Einkommen zu zahlen und zur Hälfte von Arbeitgeber und zur anderen Hälfte vom Praktikanten zu tragen.
    So wie bei einem vorgeschriebenen bezahlten Praktikum nach Abschluss des Studi-ums ist auch hier die vollständige Anmeldung des Praktikanten bei der gesetzlichen Krankenversicherung erforderlich.
    d) Arbeitsrechtliche Bestimmungen und Urlaub
    Auch für freiwillige Praktika gelten die Regelungen des Arbeitsrechts und des Ar-beitsschutzrechts. Da der Status des freiwilligen Praktikanten aber dem eines Ar-beitnehmers ähnlicher ist, kommen mit längerer Dauer hier auch Urlaubsansprüche in Betracht. Nur in seltenen Fällen wird der gesetzliche Urlaubsanspruch für ein gan-zes Jahr (24 Werktage) erworben. Dann besteht für den Praktikanten eine 6-monatige Wartezeit bis er den Urlaub geltend machen kann. In der Regel wird aber nur ein anteiliger Urlaubsanspruch erworben.
    6
    4. Studenten- und Ferienjobs
    Bei Studenten- und Ferienjobs gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen wie bei anderen Arbeitsverhältnissen, denn hier steht die Erbringung der Arbeitsleistung im Vordergrund. Hier kommt es gerade nicht darauf an praktische Fertigkeiten zu vermitteln oder theoretisches Wissen zu vertiefen.
    Eventuelle Mindestlöhne oder tariflich bestimmte Vergütungsvorschriften sind zu be-achten.
    Sozialversicherungsrechtlich kommt es aber, ebenso wie bei freiwilligen Praktika, auf die tatsächlich gezahlte Vergütung an. Für diese gelten die gleichen Bedingungen. Wie in jedem anderen Arbeitsverhältnis sind Regelungen des Kündigungsschutzes, des Urlaubsrechts usw. anzuwenden.
    Anhang I Übersicht Beschäftigungsverhältnisse
    Zweck
    Rechtsnatur
    Rechtliche Grundlagen (nicht abschließend)
    Besonders zu beachten
    Sozialrechtliches Be-schäftigungsverhältnis Arbeitsverhältnis Erbringung von Arbeitsleistung Arbeitsvertrag Arbeitsvertrag, Tarifver-trag Arbeitsverhältnis
    Arbeitsverhältnis auf Probe
    Unter dem Zweck der Erprobung abge-schlossenes Arbeitsverhältnis, dass unter der Bedingung steht, dass sich der Arbeit-nehmer für die Aufgabe bewährt
    Befristeter Arbeitsver-trag
    Arbeitsvertrag, Tarifver-trag, freiwillige Betriebs-vereinbarung
    Nicht mit gesetzlicher Probezeit des normalen Arbeitsverhältnisses zu verwechseln,
    ohne Sachgrund bis zu 2 Jahren befristet möglich
    Arbeitsverhältnis Aushilfe Erbringung von Arbeitsleistung Befristeter Arbeitsver-trag Arbeitsvertrag, Tarifver-träge, Betriebsvereinba-rung usw. Arbeitsverhältnis
    Berufsausbildung
    Erlangung der notwendigen fachlichen Fer-tigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung des Berufs
    Berufsausbildungs-verhältnis
    § 3 BBiG
    Sonderregelungen aus dem BBiG sowie aus den Regelungen zum Jugendarbeitsschutz beachten
    Besonderes Arbeitsver-hältnis mit besonderen Bedingungen nach BBiG Praktikum und Volontariat Erlangung von praktischen Kenntnissen und Erfahrungen als gezielte aber nicht systema-tische Teilausbildung Arbeitsverhältnis mit gezielter Teilausbil-dung § 26 BBiG oder Studie-nordnungen Sobald die Erbringung der Arbeits-leistung im Vordergrund steht, handelt es sich um ein Arbeitsver-hältnis Zu unterscheiden ob frei-willig nach BBiG oder nach Studienordnung
    Trainee
    Arbeitnehmer
    Arbeitsverhältnis
    Arbeitsverhältnis Umschüler Umschulung zur Befähigung anderer berufli-cher Tätigkeit Kein Arbeitsverhältnis, speziell geregeltes Ausbildungsverhältnis § 58 BBiG Besonders in den Spezialgesetzen geregelt kein Arbeitsverhältnis, in den Regelungen zur För-dermaßnahme besonders geregelt
    Anlernverhältnis
    im engerem Fachgebiet werden einem Un-gelernten spezielle Fachkenntnisse vermit-telt, nicht Fertigkeiten für das gesamte Be-rufsbild
    Zwischen Ausbil-dungs- und Arbeits-verhältnis
    Ausgestaltung als nor-male Arbeitsverträge, falls nicht § 26 BBiG
    Nach tatsächlichem Schwerpunkt der Tätigkeit zu unterscheiden, ob Arbeitsverhältnis oder Praktikum
    Arbeitsverhältnis oder Praktikum Einfühlungs-verhältnis Unverbindliche Kennenlernphase Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses Teil des Bewerbungsver-fahrens Nur kurzfristig möglich (einige Tage)
    Arbeitsbeschaf-fungs-maßnahmen
    Erbringung von Arbeitsleistung, klassisches Förderinstrument des zweiten Arbeitsmark-tes
    Normales Arbeitsver-hältnis
    § 260 ff SGB II
    In der Regel befristet ( mit sachli-chem Grund, daher länger als 2 Jahre möglich)
    Arbeitsverhältnis 1-Euro-Jobs Nur für Aufgaben im öffentlichen Interesse möglich Öffentlich rechtliches Verhältnis eigener Art Verwaltungsakt Regelungen des Arbeitsrechts gelten zum Teil § 16 SGB III (Ur-laubsgewährung u. Arbeitsschutz) Öffentlich rechtliches Ver-hältnis eigener Art
    Eingliederungs-verhältnis
    Arbeitsvertrag
    Arbeitsvertrag
    § 217 SGB III
    Arbeitgeber beschäftigt Arbeitneh-mer, die ohne diese Leistung nicht dauerhaft in den Arbeitsmarkt ein-gegliedert werden können
    Arbeitsverhältnis
    Anhang II Übersicht Studentenpraktika
    Während des
    Studiums
    Vorlesungs-freie Zeit
    Vor & nach dem Studium
    Vergütung
    Keine Vergü-tung
    Sozialbeitragsfrei
    Vergütung
    Keine Ver-gütung
    PFLICHT
    FREI-
    WILLIG
    • Einkommen unter 400 € und
    • Arbeitszeit
    o wöchentlich unter 20 Std.
    o weniger als 2 Monate am Stück oder
    o weniger als 50 Tage im Jahr
    o Einkommen über 400 €- aber unter 800 € und
    • Arbeitszeit
    o wöchentlich unter 20 Std.
    o weniger als 2 Monate am Stück oder
    o weniger als 50 Tage im Jahr
    o Einkommen über 400 € aber
    unter 800 € und
    • Wöchentliche AZ über 20 Std.
    Vollkommen sozialbei-tragsfrei
    Minijob
    o Kranken- & Pflegever-sicherung beitragsfrei
    o Rentenversicherungs-pflicht
    Minijob in der Gleitzone
    o In allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungspflichtig
    o Für alle Versicherun-gen reduzierte Beiträ-ge In allen Sparten der Sozialversicherung versicherungspflichtig bis zu 325 € trägt Arbeitgeber Beiträge allein
    o Versicherungspflicht, aber Praktikant trägt Beiträge alleine
    o Befreiung bis zum 25. Geburtstag
    Studentenpraktika
    Anhang III Übersicht Beschäftigung Schüler
    Zeit der Be-schäftigung Art der Be-schäftigung Alter des Schülers Vergütung Gesetzliche Grundlage sonst noch zu beachten Schüler Schulpraktika In der Regel nicht Schulrecht Ferien-jobs/Neben-jobs Minder-jährige Unter 13 Geht nicht Jugendarbeitsschutz-gesetz - Keine Akkordarbeit, - nicht unter Tage - Keine gefährlichen Ar-beiten - Keine Beschäftigung durch Vorbestrafte 13-15 2 Std täglich Nach Vereinbarung 15-18 8 Std täglich Nach Vereinbarung Volljährige Mindestlohn o. Tarifvertrag Arbeitszeit- gesetz Nach der Schule Freiwillige Praktika möglich (unterliegen den gleichen Rege-lungen wie Studenten) Mindestlohn Tarifvertrag

  7. die folgenden 2 Benutzerbedanken sich bei Geistesblitz für den nützlichen Beitrag:

    tan (15.02.2012), wundersam (20.02.2012)

  8. #6
    tan
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Ich schau mir Bewerber auf jeden Fall persönlich an. ich bin der Meinung, dass man erst im persönlichen Gespräch merkt, ob man mit dem Gegenüber arbeiten kann und will und zumindest grob eiunschätzen kann wie vertrauenswürdig er ist. Telefoninterviews finde ich Quatsch, da fehlt viel zu viel vom menschlichen Kontakt. Ich alsse mich auch weniger von Noten oder irgendwelchen Testergebnissen leiten, weil ich finde das sagt am Ende wenig über den Menschen und den Arbeiter aus.

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    wundersam (20.02.2012)

  10. #7
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Opel-Admiral
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Hallo,
    Ich muss den vorrednern zustimmen: Wenn man jemanden von einer Jobbörse nimmt, kann man schon eine gewisse Vorauswahl treffen. Diejenigen die sich da etwas Zeit genommen haben und ein gutes Profil gemacht haben meinen es wohl ernst mit dem Arbeitswunsch.

    Dann könnte man sie anrufen und sagen dass man die entsprechende Person gerne in die nähere Auswahl bringen würde. Um ein persönliches Gespräch, wo du auch deine Situation genau erläuterst, kommst du nicht herum!

    Dann solltest du entweder ein Praktikum (da werden sich die Leute eh von der besten Seite zeigen) oder Probezeit ansetzen (da zeigen sie sich auch von der besten Seite!). Ist nicht 100% represäntativ weil sie dann während der regulären Festanstellung sich eh anders verhalten, aber besser als nichts.

    Im übrigen wollte ich dir gratulieren, dass deine Existenzgründung so gut läuft.

  11. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Opel-Admiral für diesen nützlichen Beitrag:

    wundersam (20.02.2012)

  12. #8
    Status: Geistesblitz Array
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Hallo,

    also ich bin auch bei etlichen Jobbörsen angemeldet. Mein Profil ist sicher nicht ausführlich aber ich habe gute Nachfrage. Man sollte wie bei jeder Plattform nur die notwendigsten Daten veröffentlichen.
    Es reicht, wenn der Beruf, Fortbildungen und Berufserfahrung genannt werden.

  13. #9
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Opel-Admiral
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Ja, ich finde auch, dass vor allem fachlich gesehen sehr viel mehr gar nicht sein muss. Man sollte ja doch eher nach Arbeitsleistung einstellen als irgendwas anderes. Die Jobbörsen helfen einem da schon, aber ich finde nicht, dass sie ein persönliches Gespräch - in Person oder am Telefon - ersetzen können.

  14. #10
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    AW: Mitarbeiter einstellen

    Oha, mit so vielen Antworten hatte ich jetzt noch gar nicht gerechnet. Zuerst mal danke dafür und danke auch für die Glückwünsche.

    Geistesblitz: denkst du wirklich, dass man seine Existenz in Gefahr bringt, wenn man Mitarbeiter einstellt? Irgendwie muss ich ja aber die Arbeit bewältigen können. Ewig kann ich wahrscheinlich auf dem jetzigen Level nicht arbeiten und ich möchte eigentlich nur ungern noch mehr Aufträge nicht annehmen können. Deshalb dachte ich eben, dass ich mir ein oder zwei Mitarbeiter suche, aber deine Aussagen bringen mich jetzt schon ins Grübeln. Ich will mir damit ja nichts kaputt machen.

    Den Ausbilderschein habe ich noch nicht. Ich will ihn unbedingt noch machen bzw. wollte ich ihn eigentlich schon längst gemacht haben, aber bis jetzt bin ich durch die ganze Arbeit noch nicht dazu gekommen.

    Also ich fasse mal zusammen: Virausgesetzt ich suche mir Mitarbeiter, Stellenanzeige, persönliches! Gespräch, Praktika oder Probezeit, aber solche Tests sind eurer Meinung nach nicht nötig, ja?

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