Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten
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Thema: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

  1. #1
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    Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Guten Tag
    Mein Problem wird ja schon im Titel genannt. Ich bin in der undankbaren Situation, für einen scheidenden Mitarbeiter ein Arbeitszeugnis zu schreiben. Das ist jetzt nicht mein erstes Arbeitzeugnis, aber das erste für so einen Mitarbeiter.

    Er war fachlich und menschlich schlicht und ergreifend unfähig. Er kam eigentlich immer zu spät und hat auch sonst wenig interesse gezeigt. Manchmal habe ich mich gefragt, ob er überhaupt Arbeit haben will oder sich mit Borsatz so verhält, dass ihm gekündigt wird. Wie dem auch sei, ich weiß, dass Arbeitszeugnisse dem Arbeitnehmer nicht zum Nachteil gereichen dürfen. Ich finde aber dass man zukünftige Arbeitsplätze vor dieser Person schützen sollte.
    Fachlich war er auch (und ich zitiere hier einen seiner Kollegen) ein "Vollpfosten, eine Niete".

    Wie schreibt man so ein Arbeitszeugnis korrekt?

  2. #2
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Ich weiß ja nicht inwiewet der Betroffene in der Lage ist, sein Zeugnis zu "entschlüsseln". Ich habe mal über einen Zeitraum von sechs Monaten Beratungen bezüglich Bewertung und Widersprüche von Arbeitszeugnissen vollzogen und weiß daher ebenfalls, was machbar ist.

    Ich finde die Zusammenfassung der Ruhr-uni-Bochum nicht schlecht:http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dez...Mustertext.pdf

  3. #3
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Hallo Gerd,

    ja, wie Erdenmensch es schon angesprochen hat, gibt es ja solche Formulierungen, die jemand anderem, der sich damit auskennt zeigen, wie gut oder schlecht jemand wirklich war. Eine andere Möglichkeit wirst du kaum haben, weil ja wie du selbst schon schreibst ein Arbeitszeugnis für einen AN nicht nachteilig ausfallen soll. Wenn dein Angestellter das allerdings entschlüsseln kann und dann auf ein besseres Zeugnis besteht, wirst du es ändern müssen. Oder Erdenmensch?

  4. #4
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Ich würde da auch auf den Code verweisen. Andererseits frage ich mich egrade, was ein Arbeitszeugnis für einen Sinn hat, wenn man darin nicht die Wahrheit schreiben darf. Kann man sich denn theoretisch in so einem Fall auch weigern ein Arbeitszeugnis auszustellen?

  5. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei poldi für diesen nützlichen Beitrag:

    red (30.12.2011)

  6. #5
    Status: lebenslanger Rentner Array Avatar von Erdenmensch
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Auch im "Berichtigungsprozess", mit dem der Arbeitnehmer eine überdurchschnittliche Beurteilung erstrebt, gilt die allgemeine Regel, dass der Arbeitnehmer, der einen Anspruch auf eine konkrete Zeugnisformulierung geltend macht, die hierfür erforderlichen Tatsachen vorzutragen hat. Denn § 630 BGB aF (§ 109 GewO) begründet keinen Anspruch auf ein "gutes" oder "sehr gutes" Zeugnis, sondern "nur" auf ein leistungsgerechtes Zeugnis. Dass der Arbeitnehmer persönlich der Auffassung ist, dass er sehr gut war, ist nicht erheblich. Erst wenn er dargelegt hat, leistungsgerecht sei ausschließlich eine überdurchschnittliche Beurteilung, hat der Arbeitgeber die Tatsachen vorzutragen, die dem entgegenstehen sollen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jede Beurteilung von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist. Sie wird zwangsläufig von den Erfahrungen des Arbeitgebers geprägt, die er mit der Leistung einzelner Arbeitnehmer gewonnen hat.
    Der Arbeitgeber ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts an seine bisherige Verhaltensbeurteilung gebunden, soweit keine neuen Umstände eine schlechtere Beurteilung rechtfertigen. Eine unterschiedliche Bewertung von Leistung und Verhalten rechtfertigt auch keine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast.



  7. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei Erdenmensch für diesen nützlichen Beitrag:

    lookalike (22.12.2011)

  8. #6
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Danke dir Erdenmensch!
    Ich will ihn ja nicht in die Pfanne hauen und ich werde versuchen, meine persönlichen Gedanken hinter mir zu lassen wenn ich das Zeugnis schreibe. Dennoch bin ich der Meinung dass man die anderen Arbeitgeber da draußen vor ihm warnen sollte.
    Ich habe mir jetzt auch mal die Formulierugnen angeschaut, so ähnlich haben wir das bisher auch gehandhabt, vielleicht nicht so individuell. Ich finde den Mustertext sehr gut, danke.

    Außerdem: Wieso sollte ich denn Angst haben, dass der Betroffene das Zeugnis entschlüsseln kann? Leistungsgerecht wird es ja sein.

  9. #7
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    gerd h.: Angst haben, dass er es entschlüsselt musst du nicht. Aber er kann darauf bestehen, dass du es neu schreibst. Was du aber gesagt hast stimmt: er bekommt ein leistungsbezogenes Zeugnis, und wenn seine Leistung nicht gut war, dann bekommt er ein entsprechendes Zeugnis. Da kann er dann lametieren wie er will.
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    (Oswald Neuberger)

  10. #8
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Zitat Zitat von Physicus Beitrag anzeigen
    gerd h.: Angst haben, dass er es entschlüsselt musst du nicht. Aber er kann darauf bestehen, dass du es neu schreibst.
    Ja genau so hatte ich das auch gemeint. Aber wenn ich Erdenmenschs Beitrag so lese ist das ja kein Problem so lange das zeugnis leistungsgerecht ist. Wenn er dann eine schlechte leistung abgeliefert hat, muss er natürlich auch mit einem entsprechenden Zeugnis rechnen.

  11. Die folgenden Benutzer bedanken sich bei destino für diesen nützlichen Beitrag:

    red (30.12.2011)

  12. #9
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Das macht schon sinnm, wie ihr das sagt. Aber so einfach ist das für mich nicht. Man hat da ja auch einen Gewissenskonflikt. Der Mitarbeiter hat ein Kind und eine Freundin, es sind sehr junge Leute. Man trägt da ja auch eine gewisse Verantwortung. Ihm die ganze Zukunft zu verbauen ist ja auch nicht gerade das, was ich will.

    Aber wie ich ja schon gesagt habe, die Verantwortung hast man ja auch den neuen Kollegen und Arbeitgebern des Mitarbeiters gegenüber. Ich frage mich ja ehrlich gesagt, wo er sich jetzt bewerben will, er muss ja selber gemerkt haben, dass er hier nicht viel getaugt hat..

  13. #10
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    AW: Arbeitszeugnis für unfähigen Angestellten

    Lieber gerd h.
    du verbaust dem angestellten nicht die zukunft, sondern der angestellte hat sie sich selber verbaut mit seiner -erbrachten- leistung. (positiv/negativ)
    Unruhe ist der erste Schritt zum Untergang

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