Hallo zusammen,
ich befinde mich gerade in einer verzwickten Situation und hoffe auf ein paar ernstgemeinte/ehrliche Meinungen.
Kurz zu meinem beruflichen Werdegang:
Ausbildung: 2007 - 2010 Arbeitgeber A
Festanstellung: 2010 - Juli 2011 Arbeitgeber A (Übernahme nach Ausbildung)
Festanstellung: Juli 2011 - Oktober 2011 Arbeitgeber B
Festanstellung: November 2011 - heute Arbeitgeber A
Im Juli 2011 bin ich von Arbeitgeber A gegangen, da ich mit dem Gehalt unzufrieden war (mit 27k Brutto im Jahr in München mit eigener Wohnung etc. ist zu wenig). Eine Erhöhung war nicht drin. Also weg da - irgendwie muss ich auch überleben können.
Bei Arbeitgeber B war ich in der Probezeit schockiert, wie das kommen und gehen der Mitarbeiter war (in den 5 Monaten sind 6 Mitarbeiter gekommen, 3 alte Mitarbeiter gekündigt worden, und von den neuen 6 wieder 2 gekündigt). Für mich: Kein zukunftssicherer Arbeitgeber.
Lustigerweise wollte Arbeitgeber A mich gegen besseres Gehalt (was zufriedenstellend war) und mit ein paar mündlichen Versprechungen wie Fortbildungen etc. wiedereinstellen. Gesagt - getan. Das einzige was sich verbessert hat, war das Gehalt. Ich durfte ein Zertifikat machen. Weiterführende Zertifikate wurde mir verweigert mit der Aussage: "Du bist dafür nicht vorgesehen gewesen" - während die anderen die Zertifikate machen durften *kopfkratz*.
Schulungen gibt es ebenfalls nicht - kosten ja teuer Geld.
Auch auf Gehaltssprünge brauche ich mich nicht einstellen, da ich sonst das Gehaltsgefüge der Firma durcheinanderbringen würde (und ich stelle nun wirklich keine großen Anforderungen jenseits der 50k Brutto/Jahr). Hinzukommt, dass ich mich mit meinem Vorgesetzten viel weniger verstehe, als vorher. Grund hierfür ist klar: Vorher hatte ich jeglichen Mist mitgemacht. Protokolle schreiben, Kunden für ihn anrufen, seine Aufgaben übernommen auf die er im Grunde keine Lust hatte. Bei meinem kurzen Ausflug in eine andere Firma wurden mir die Augen geöffnet, sodass ich jetzt vieles verweigere, da ich kurz und knapp der Meinung bin, dass ich Aufgaben gerne erledigte, für die ich eingestellt wurde und nicht als Sündenbock, wenn Fehler beim Kunden auszubaden sind, oder Aufgaben zu übernehmen, auf die mein Vorgesetzter keine Lust hat (nach fast 5 Jahren merkt man das einfach), dastehe. Für mich heißt das eigentlich, dass ich in der Firma versauern würde (keine Fortbildungen etc.) und ewig auf einem Gehalt sitzen würde. Insgesamt bin ich eher unglücklich.
Auf ein Gespräch mit meinem Chef bin ich nicht wirklich scharf, da ich mir sonst wieder den "Korinthenschei*****" auf die Stirn schreiben lassen muss. Versprochenes wurde nicht eingehalten (leider nur mündl.), ich gelte dann wieder als "zickig" usw.
Da ich von Natur aus ein eher loyaler Typ bin und sehr schnell ein schlechtes Gewissen habe, bin ich eigentlich kurz davor - bei der Firma zumindest noch ein Jahr "durchzuhalten". Wie seht ihr das? Bin ich zu "weich"?
Kommentare ala "sei froh dass du Arbeit hast" sind unerwünscht![]()

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