Gibt es einen Fachkräftemangel?
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Umfrageergebnis anzeigen: Gibt es einen Fachkräftemangel?

Teilnehmer
9. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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  • Nein und er ist auch nicht in Sicht.

    1 11,11%
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Ergebnis 1 bis 10 von 71

Thema: Gibt es einen Fachkräftemangel?

  1. #1
    Status: Arbeitnehmer Array Avatar von Kp1O
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    Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Martin Gaedt schrieb in der Karrierebibel einen Beitrag, in welchem er den Fachkräftemangel bezweifelt.
    Mythos Fachkräftemangel: Es reicht, ihr Jammerlappen! | karrierebibel.de

    Zebrafink meinte, dass dies einen eingenen Beitrag wert wäre.

    Da frage ich doch mal die Unternehmer und Personaler, hat der Mann recht?


    Ich persönlich kann mir einen Fachkräftemangel einzig und allein bei einem Unternehmen vorstellen, der Bundeswehr.
    Denn neben der Ausbildung und diversen Qualitäten bedarf es vor allem der deutschen Staatsbürgerschaft. Um deren Bedarf zu decken, müssten sich zukünftig gut 80.000 Schulabgänger jedes Jahr dort bewerben, damit sie eine Auswahl haben. Bei ca. 660.000 Schulabgängern in Deutschland in den nächsten Jahren bedeutet dies mehr als 10% müssten die Bundeswehr in Erwägung ziehen und die kann nicht einmal so eben die Gehälter anheben.

    Bei allen anderen wage ich den Fachkräftemangel zu bezweifeln.


    Kann sich irgendwer über einen Fachkräftemangel beschweren,
    - wenn es in der EU mit der persönlichen Freizügigkeit eine große Jugendarbeitslosigkeit in den südlichen Ländern gibt?
    - wenn man sich nicht um seine Lehrlinge bemüht?
    - wenn man nicht mindest so viele Mitarbeiter ausbildet, wie Personal gebraucht wird?
    - wenn man mit vollkommen unrealistischen Forderungen in Stellanzeigen motivierte aber schüchterne Bewerber abschreckt?
    - wenn man Bewerber lange warten lässt, kaum Rückinformationen gibt und mit Standardschreiben abspeist?
    - wenn man sich auf Messen nicht von der Masse abhebt sondern wieder nur einen x-beliebigen Stand mit einem Tresen, Kugelschreibern, Gummibärchen und ein paar Stellenanzeigen hat?
    - wenn man tatsächlich glaubt, dass es den perfekten Bewerber auf dem Markt gibt und nicht in den eigenen Reihen Leute fortbildet und einen Meisterbrief, ein Erst- oder ein weiterführendes Studium finanziert?
    - wenn man die Personalabteilung als Kostenfaktor betrachtet und nicht den Mehrwert sieht, der neben der Gehaltsauszahlung durch Mitarbeiterbefragungen, Karriere- und Nachfolgeplanungen sowie "Employerbranding" geschaffen werden kann?
    - wenn man gleichzeitig noch genug Geld und Zeit für Gehaltsverhandlungen hat, anstatt die geplante Spanne in die Anzeige zu setzen?
    - wenn man die Nachfolgeplanung dem Zufall überlässt und sich drei Monate vor dem vollkommen überraschenden Renteneintritt um einen Nachfolger bemüht?
    - wenn man Personalwesen nur operativ betrachtet und der einzige strategische Ansatz die Kostenkalkulation des kommenden Jahres sowie die Bewerbung für die nächsten vier Monate ist?
    - wenn man zwar in den Projekten neue Produkte, aber nicht die passenden Mitarbeiter entwickelt?
    - wenn man mehr Wert auf einen Leiter legt, der mittels Management durch Angst führt und tolle Zahlen bringt aber die Mitarbeiter verbrennt?
    - wenn man zulässt dass einzelne Mitarbeiter unabkömmlich werden, Urlaub horten und nicht das Wissen bewusst streut?
    - wenn man immer noch als Wohltäter die bittstellenden Bewerber empfängt, soweit diese auch einen Gehaltswunsch übermittelt haben, und sich an das vorgeschrieben Bewerbungsverfahren halten?
    - wenn man nicht alles tut um das Arbeitklima optimal zu halten und so die eigenen Mitarbeiter zu binden?
    - wenn man den Mitarbeitern nicht offen hilft sich (auch außerhalb) zu entwickeln (und Ihnen die Tür zur Rückkehr offen lässt)?
    - wenn man nur geradlinige Lebenläufe will und nicht Quereisteiger zu schätzen weiß?
    - wenn man sich regional oder fachlich nicht mit anderen Unternehmen zusammentut um für die Region oder die Branche zu werben?
    Geändert von Kp1O (17.02.2014 um 20:52 Uhr)
    Zwei Wege zum Ziel:
    1. Sich gezielt einen Lebens- / Karriereweg aussuchen und alles Weitere genau auf diesen Weg abstimmen.
    2. Sich auf das Leben und die Möglichkeiten einlassen und das Beste daraus machen.

  2. #2
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Ich möchte nicht behaupten, dass es ihn gar nicht gibt, allerdingsbin ich auch nicht der Meinung, dass er ein extrem großes Problem ist.
    Es gibt immer mal Phasen, in denen es schwierig ist in bestimmten Bereichen den richtigen Kandidaten zu finden, das kenne ich selbst und das kenne ich auch von befreundeten Unternehmern. Ich für meinen Teil habe bisher aber immer noch jemanden gefunden. Wenn es manchmal vielleicht auch etwas länger gedauert hat oder ich meine Augen auch in andere Richtungen öffnen musste als üblich.

  3. #3
    Status: Arbeitgeber Array Avatar von Physicus
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Nach reiflich nachdenken am gestrigen Abend habe ich heute so gestimmt: Nein, noch nicht.

    Es ist nämlich durchaus möglich, dass er noch kommen wird, aber momentan ist das übertrieben. Und ich meine das nicht ausländerfeindlich oder sonstwas.

    Aber so lange wir:
    1. So viele Arbeislose haben und diese auch noch verstecken indem wir sie aus den Statistiken rausholen
    2. In Europa offene Grenzen und Freizügigkeit haben und es die angesprochene Jugendarbeitslosigkeit gibt
    3. Das Schulsystem noch nicht realistisch organisiert haben (wir brauchen nun mal nicht so viele Philosophen und Lateinlehrer, sind wir ruhig mal ehrlich)

    So lange haben wir keinen Fachkräftemangel.
    Woran liegt dann momentan das Problem dass man händeringend Leute sucht?
    Ich denke vorallem daran dass viele Unternehmen des Mittelstandes, und da schließe ich mich ein, Probleme haben national genug Leute anzusprechen, oder auch europäisch.
    Es ist nunmal so dass das Lokalblatt aus Idar Oberstein nicht vom Igenieursstudenten in Madrid gelesen wird.
    Deshalb bin selbst ich Internetdussel hier auf gigajob.
    „Wer eine Hühnerfarm leitet, muss nicht selbst Eier legen können.“
    (Oswald Neuberger)

  4. #4
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Zitat Zitat von Physicus Beitrag anzeigen
    Ich denke vorallem daran dass viele Unternehmen des Mittelstandes, und da schließe ich mich ein, Probleme haben national genug Leute anzusprechen, oder auch europäisch.
    Es ist nunmal so dass das Lokalblatt aus Idar Oberstein nicht vom Igenieursstudenten in Madrid gelesen wird.
    Deshalb bin selbst ich Internetdussel hier auf gigajob.
    Das ist so etwas, was ich mit "Augen in andere Richtungen öffnen als vielleicht üblich" meinte.

    Ich habe gestern gar nicht bemerkt, dass da oben auch eine Umfrage steht. Ich denke ich stimme auch für "Nein, noch nicht.". Das passt am besten zu meiner Meinung, die ich ja weiter oben schon geschrieben hatte.

  5. #5
    Status: keine Angabe Array Avatar von Eddard
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Ich denke es ist allgemein bekannt, dass in Deutschland ein Fachkräftemangel herrscht. Man muss nur mal Zeitungen aufschlagen oder Nachrichten schauen.

    Ist es nicht eher so, dass diejenigen, die das Gegenteil behaupten, latent fremdenfeindlich sind?
    Winter is coming.

  6. #6
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Hallo Poseidon,

    die Umfrage gab es erst im zweiten Schritt.
    Zwei Wege zum Ziel:
    1. Sich gezielt einen Lebens- / Karriereweg aussuchen und alles Weitere genau auf diesen Weg abstimmen.
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  7. #7
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Natürlich gibt es den, hört man doch schon seit Jahren, dass man immer wieder auf den Fachkräftemangel hingewiesen wird.
    Ob diejenigen, die anderes behaupten latent fremdenfeindlich sind, wage ich zu behaupten, ich finde da lehtn man sich zu weit aus dem Fenster. Ich gebe aber zu dass ich mich mit dem Thema zu wenig auseinander gesetzt habe und das mal ändern muss.

  8. #8
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Zitat Zitat von Eddard Beitrag anzeigen
    Ist es nicht eher so, dass diejenigen, die das Gegenteil behaupten, latent fremdenfeindlich sind?
    Das musst du mir jetzt bitte einmal erklären!

    Zitat Zitat von Kp1O Beitrag anzeigen
    Hallo Poseidon,

    die Umfrage gab es erst im zweiten Schritt.
    Verstehe, dann bin ich ja beruhigt, ich dachte schon, ich muss wieder einmal zum Augenarzt.

  9. #9
    Status: keine Angabe Array Avatar von destino
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Ich würde schon sagen, dass es einenfachkräftemangel in bestimmten Bereichen durchaus gibt. Allerdings möchte ich das eigentlich nicht zeitlich festmachen, deshalb habe ich jetzt erstmal noch nicht abgestimmt.

    Jedenfalls müsste da an der Ursache was getan werden, sprich an Ausbildungen etc. pp. Es liegt ja nichtunbedingt daran, dass wir zu wenig Leute haben, sondern eher daran, dass wir zu wenig in bestimmten Bereichen haben.

  10. #10
    Status: keine Angabe Array Avatar von Tante Emma
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    AW: Gibt es einen Fachkräftemangel?

    Ich habe mich ehrlich gesagt auch noch nicht so sehr damit befasst, nur in den Nachrichten mitbekommen, dass wir eben zu wenig Fachkräfte haben und deswegen aus dem Ausland Fachkräfte angeworben werden. Der einzige Gedanke dazu: was ist mit denen, die z.B. ihr Studium hinter sich haben aber hier keine Anstellung bekommen?

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