Und wie Sie sich wirksam vor den Abzockern
schützen können!
Die
große Mehrzahl aller Inserenten bei Gigajob ist seriös
und vertrauenswürdig. Aber leider gibt es auch eine kleine Minderheit
dreister Online-Trickbetrüger, die Internetportale wie zum Beispiel
Jobbörsen für Ihre Machenschaften zu nutzen versuchen. Dagegen
können Sie sich nur selbst schützen! Lesen Sie deshalb bitte
aufmerksam die nachfolgenden Hinweise. Der beste Schutz vor Abzockern
ist Ihr gesundes Mißtrauen. Lassen Sie sich nicht aufs Glatteis
führen und wappnen Sie sich gegen die häufigsten Tricks!
Trick 1: "Finanz-Agenten" für Geldwäsche
gesucht
Kategorie: sehr gefährlich, meistens sehr hoher Schaden
So funktioniert der Trick: Von "Phishing"
haben Sie bestimmt schon gehört. Da
bekommt man unverlangt E-Mails, die angeblich von der eigenen
Bank stammen und wird darin unter irgendeinem Vorwand aufgefordert,
sich beim Onlinebanking einzuloggen. Tatsächlich landet
man unter dem angegebenen Link aber nicht auf der Webseite der
eigenen Bank, sondern auf einer Webseite der Betrüger.
Die dort eingegebenen persönlichen Daten (Login, PIN, TAN)
werden von den Kriminellen gespeichert und dann dafür verwendet,
das Konto des Opfers um hohe Beträge zu erleichtern.
Würden die Betrüger das Geld jetzt einfach auf das
eigene Konto überweisen, so liessen sie sich wohl relativ
leicht aufspüren und dingfest machen. Leider gehen sie
weitaus raffinierter vor. Sie werben (z.B. über Spam-Mails
oder Anzeigen in Jobbörsen) freie Mitarbeiter an, die sie
"Finanz-Agenten" oder ähnlich nennen. Diese erhalten
die Aufgabe, auf ihrem Girokonto eingehende Zahlungen (nämlich:
das gestohlene Geld des Phishing-Opfers) gegen üppige Provision
(nicht selten 10 % und mehr) auf einem für Banken und Strafverfolgungsbehörden
später schwer nachvollziehbaren Weg (z.B. per Western Union)
an eine bestimmte Person (z.B. in Petersburg) zu senden. Dem
"Finanzagenten" wird erklärt, dass er Mitarbeiter
einer Firma im Bereich Finanzdienstleistungen ist. Statt dessen
ist der "Finanzagent" am Ende genauso geschädigt
wie das Phishing-Opfer: das eigene Geld ist weg, das Geld des
Phishing-Opfers kann er nicht behalten, und die Staatsanwaltschaft
wird gegen ihn ermitteln wegen Computerbetruges, Beihilfe zur
Geldwäsche und Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz.
So können Sie sich schützen: Phishing-E-Mails immer
gleich ungelesen löschen. Gehen Sie niemals auf Angebote ein,
bei denen Sie für das Weiterleiten von Geld bezahlt werden sollen.
Trick 2: Die "Erst mal bezahlen"-Masche
Kategorie: gefährlich, teilweise hoher Schaden
So funktioniert der Trick: Man bietet Ihnen einen
tollen Job, aber Sie sollen erst einmal einen Geldbetrag
bezahlen; z.B. eine Vermittlungsgebühr, Gebühren für einen
Internet- oder Datenbank-Eintrag, für Infomaterial oder
Broschüren, für spezielle Software (die Sie z.B. für den
Heimarbeits-Job angeblich brauchen), für ein Einführungsseminar,
einen Mitgliedsbeitrag, "Sicherheitsleistung",
"Schutzgebühr" usw. Sobald Sie aber bezahlt
haben, ist das Geld weg und der Ansprechpartner nicht
mehr erreichbar.
So können Sie sich schützen: Ein seriöser
Stellenanbieter verlangt niemals eine Vorabzahlung. Solche
dreisten Forderungen sollten Sie ignorieren und einfach
nicht bezahlen.
Trick 3: Die "teuere Telefonnummer"-Masche
Kategorie: gefährlich, teilweise hoher Schaden
So funktioniert der Trick: Auch hier wird Ihnen
erst einmal ein interessanter Job angeboten. Für nähere
Informationen müssen Sie aber eine dubiose Telefonnummer
anrufen. Durch das Wählen von 0190-, 0900-Telefonnummern
oder ausländischer Vorwahlen können Ihnen aber
zum Teil erhebliche Kosten entstehen, an denen die Betrüger
mitverdienen. Am Ende haben Sie eine hohe Telefonrechnung
und dafür nur eine Bandansage angehört - ohne
einem interessanten Job näher gekommen zu sein.
So können Sie sich schützen: Ein seriöser
Stellenanbieter verlangt niemals, dass Sie sich unter
einer teuren Vorwahl bewerben oder informieren. Solche
Anzeigen sollten Sie einfach ignorieren und nicht anrufen.
Trick 4: Die "Schneeballsystem"-Masche
Kategorie: häufig unseriös
So funktioniert der Trick: Es klingt wie ein Märchen.
Sie werben ein paar Leute an, die ihrerseits wieder Leute anwerben,
die ihrerseits wieder Leute anwerben, die dann alle irgendwelche
tollen Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Und an allen
diesen Verkäufen verdienen Sie kräftig mit. Wie bei
Kettenbriefen geht die Sache in der Praxis aber selten auf und
am Ende ist (mindestens) einer immer der Dumme - und das sind
im Zweifelsfall: Sie selbst. Ihr Misstrauen sollte ganz besonders geweckt sein, wenn
das Produkt oder die Dienstleistung selbst nicht wirklich
werthaltig bzw. preiswürdig sind, wenn Ihnen märchenhafte
Verdienste versprochen werden, wenn die Bezahlung ausschließlich
auf Provisionsbasis erfolgt - oder wenn gar irgendwelche
(finanziellen) Vorleistungen zu erbringen sind.
Oft geht es bei solchen Vertriebssystemen nur darum, dass
Sie Ihren Freunden und Verwandten überteuerten Schnickschnack
auf Provision verkaufen - in der irrigen Hoffnung, irgendwann
selbst einmal einen Vorteil davon zu haben. Das klappt
aber nur sehr selten.
So können Sie sich schützen: Vorsicht bei
Angeboten aus dem Bereich Multi-Level-Marketing (MLM), Network-Marketing,
Strukturvertrieb und Schneeballsysteme. Das ist ein Markt für
Profis. Hier tummeln sich neben einigen wenigen seriösen
Unternehmen leider auch ganz viele schwarze Schafe, die Ihnen
das Fell über die Ohren ziehen wollen. Seien Sie misstrauisch
und prüfen Sie alle Angebote sorgfältig. Im Zweifelsfall
lieber: Finger weg!
Das können weitere Anzeichen für ein unseriöses
Stellenangebot sein:
Unklare oder unvollständige Angaben über die
Art des Jobs und das Aufgabengebiet ("keine Versicherung",
"tolles Erfolgskonzept" usw.)
Unklare Angaben über den Arbeitgeber (kein Firmenname,
keine Branchenangabe)
Großspurige, unrealistische Versprechungen: "hoher
Verdienst für wenig Arbeit", "Verdoppeln
Sie Ihr Gehalt" usw.
Besondere Vorsicht ist geboten in Bereichen, in denen
angeblich gut bezahlte Jobs sehr gesucht sind: z.B. Jobs
auf Ölplattformen, Auslandsjobs (etwa in den Golfstaaten),
Heimarbeit und Nebenjobs mit "traumhaften Verdiensten"
usw.
Besonders skeptisch sollte man auch sein bei Jobs, die
einfach zu gut klingen, um wahr zu sein - oder um jedermann
einfach in einer öffentlichen Jobbörse angeboten
zu werden: z.B. bezahlt werden fürs Fernsehen gucken,
Testfahrer für Autofirma, Titelseiten-Model werden
usw.
Bitte helfen Sie uns:
Wenn Sie Stellenanzeigen in unserer Jobbörse bemerken,
die mit den oben beschriebenen oder ähnlichen Tricks versuchen,
gutgläubige Menschen abzuzocken, dann informieren Sie uns.
Schicken Sie eine E-Mail mit Ihren Erfahrungen und der Webadresse
(URL) der betreffenden Anzeige an:
Wenn sich Ihr Verdacht bestätigen sollte, werden wir die
betreffende Anzeige sperren, um andere Gigajob-Benutzer vor
Schaden zu bewahren.
Heute sind keine weiteren Nachrichten mehr möglich.
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